Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Mainhardt

Torsten Pasler


Kelch und Schwert - Die Verdrängung der Muttergöttin der Vor- und Frühgeschichte

Ein Vortrag im Rahmen der → Vortragsreihe des Römermuseums Mainhardt 2019 (vom 15.05.-09.10.19)

Waren die Menschen im Europa der Vorgeschichte primitive Barbaren, die erst durch den Kontakt mit den antiken Kulturen des Mittelmeer-Raumes zivilisiert wurden? Die archäologischen Indizien zeigen in eine andere Richtung. Vermutlich waren sie friedliebend, lebten die Gleichberechtigung der Geschlechter und verehrten eine Göttin als Repräsentantin des Kreislaufs von Geburt, Tod und Wiedergeburt.

Erst mit dem Eindringen der Kurgan-Völker, den Vorfahren der Indoeuropäer, beginnend vor rund 6000 Jahren, kam es zu einem Statusverlust der Frau und es entstand jene Unkultur ständiger Kriege, die seit damals bis in die Gegenwart hinein großen Schaden anrichtet.

 

Veranstalter: Verband der Limes-Cicerones e.V. / Tel. Informationen unter 07903 940256 (ggf. mit AB) und mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung Mainhardt

Ort: Römermuseum Mainhardt, Hauptstraße 2, 74535 Mainhardt

Beginn: jeweils 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €

Mainhardt

Frank Merkle


Griechische Mythen und ihre Deutung

Ein Vortrag im Rahmen der → Vortragsreihe des Römermuseums Mainhardt 2019 (vom 15.05.-09.10.19)

Bis heute greift die abendländische Literatur immer wieder gern auf Gestalten des griechischen Mythos wie Eros zurück. Doch was zeichnet die olympische Götterwelt eigentlich aus und wie wurden die einzelnen Mythen gedeutet? Wie betrachtete man die Geschichten über die alten Götter in späterer Zeit vom christlichen Blickwinkel her?

Während im ersten Teil der Veranstaltung die Merkmale und Deutungsmöglichkeiten der griechischen Mythen beleuchtet werden, wird Frank Merkle nach der Pause speziell auf den Prometheus-Mythos eingehen und seine beiden Kinderbücher zu dem Thema "Persephone oder Die Entstehung der Jahreszeiten" sowie "Orpheus oder Die Magie des Gesangs" kurz vorstellen.

 

Veranstalter: Verband der Limes-Cicerones e.V. / Tel. Informationen unter 07903 940256 (ggf. mit AB) und mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung Mainhardt

Ort: Römermuseum Mainhardt, Hauptstraße 2, 74535 Mainhardt

Beginn: jeweils 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €

Mainhardt

Dr. Stefan Ernst


Das Ende römischer Macht? Hadrians Grenzpolitik in Germanien und Britannien

Ein Vortrag im Rahmen der → Vortragsreihe des Römermuseums Mainhardt 2019 (vom 15.05.-09.10.19)

Im zweiten Jahrhundert nach Christus fand ein Umbruch in der römischen Grenzpolitik statt. Statt immer weitere Provinzen zu annektieren und auf eine offensive Außenpolitik zu setzen, konzentrierte man sich nun auf die Konsolidierung des Reichs und auf die Sicherung seiner Grenzen. Ein Name ist unauslöschlich mit diesem Wandel verbunden: Hadrian.

Der Vortrag geht auf das Leben des römischen Kaisers ein und zeigt die zeitlichen Umstände auf, die zu dem besagten Politikwandel führten. Hadrian ist gerade für die Limesforschung sehr interessant, da er als sogenannter "Reisekaiser" selbst die Grenzen seines Reiches in ausgedehnten Reisen besuchte und sich über Jahre fern ab von Rom aufhielt. Anhand des Hadrianswalls, sowie des germanischen Limes werden Funktionsweise und Zweck der neuen Grenzsicherung erläutert. Dargestellt wird ebenso, wie diese Grenzen in ein Sicherheitskonzept eingebunden waren, das das gesamte Imperium Romanum umspannte.

 

Veranstalter: Verband der Limes-Cicerones e.V. / Tel. Informationen unter 07903 940256 (ggf. mit AB) und mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung Mainhardt

Ort: Römermuseum Mainhardt, Hauptstraße 2, 74535 Mainhardt

Beginn: jeweils 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €

Herbertingen

Dr. Birgit Schorer


Das Gold der frühen Kelten

Vortragsreihe des Keltenmuseums Heuneburg in Herbertingen-Hundersingen im Rahmen der Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold" vom 10.05.-31.10.19

  • 23. Mai:
    Keltengold im Steinzeitdorf | Archäologische Entdeckungen am „Hegelesberg“ in Kirchheim unter Teck
    Dr. Jörg Bofinger, Referatsleiter Regionale Archäologie, Schwerpunkte, Inventarisation, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen

  • 26. September:
    Das Gold der frühen Kelten
    Dr. Birgit Schorer, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungs-Flyer 2019 auf den Seiten des Heuneburgmuseums in Herbertingen-Hundersingen.

 

Veranstalter: Keltenmuseum Heuneburg / Tel. Informationen unter Telefon 07586-1679 (Museum) oder 07586-920821 (Leitung)

Ort (neu): Sitzungssaal im Dachgeschloss, Rathaus Herbertingen, Holzgasse 6, 88518 Herbertingen

Beginn: jeweils 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 € (beinhaltet eine Freikarte zum Besuch der Sonderausstellung an einem beliebigen Tag in der Saison 2019)

(Veranstaltungsdaten aktualisiert: 20.05.19-fh)

 

Mainhardt

Michaela Köhler


Römische Binnenhäfen in Italien und an der Donau

Ein Vortrag im Rahmen der → Vortragsreihe des Römermuseums Mainhardt 2019 (vom 15.05.-09.10.19)

Die antiken Flusshäfen im heutigen Italien und entlang der Donau wurden an wichtigen Verkehrsknotenpunkten erbaut, einerseits zum schnellen und preiswerten Transport von Waren, andererseits zur militärischen Absicherung gefährdeter Stationen im Gelände. Mit diesem letzten Teil wird das Thema "Binnenhäfen der Antike" abgeschlossen.

 

Veranstalter: Verband der Limes-Cicerones e.V. / Tel. Informationen unter 07903 940256 (ggf. mit AB) und mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung Mainhardt

Ort: Römermuseum Mainhardt, Hauptstraße 2, 74535 Mainhardt

Beginn: jeweils 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €

Geislingen, Zollernalbkreis

Dr. Martin Kemkes


Das Kaiserdenkmal auf dem Häsenbühl bei Geislingen

Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Auf der Römerstraße durchs Jahr 2019" des Vereins Römerstraße Neckar-Alb-Aare e.V.

Dr. Martin Kemkes, Leiter des Referats Provinzialrömische Archäologie und römische Zweigmuseen des Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (ALM) und Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Archäologie.

Auf dem Häsenbühl bei Geislingen wurde Ende der 80er Jahre durch Luftbilder ein schon lange vermutetes römisches Kastell nachgewiesen. Römische Fundstellen belegen bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts eine ausgedehnte Zivilsiedlung südlich des Kastells entlang der römischen Fernstraße nach Arae Flaviae (Rottweil).

In direktem Bezug zu der vom Kastell aus nach Nordosten verlaufenden Straße steht auch die wohl interessanteste römische Fundstelle des Ortes, der sogenannte Kaiserstein, dessen Bedeutung und Datierung immer wieder ohne klares Ergebnis diskutiert wurde.

Dr. Martin Kemkes hat sich intensiv mit diesem Fund beschäftigt und versucht, diesen anhand der wichtigsten archäologischen Indizien historisch zu interpretieren und einzuordnen.

 

Veranstalter: Römerstraße Neckar-Alb-Aare e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Geislingen

Ort: Bürger- und Vereinshaus "Harmonie", Bachstraße 29, 72351 Geislingen

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: frei

Sachsenheim

Dr. Christian Bollacher


Schätze Schächte, Viereckschanzen. Neueste Rettungsgrabungen im Landkreis Ludwigsburg und ihre archäologischen Ergebnisse

Ein Vortrag aus dem Jahresprogramm 2019 des Vereins für Heimatgeschichte Sachsenheim e.V.

Dr. Christian Bollacher, Fachgebietsleiter Archäologische Inventarisation im Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen

Im seinem Vortrag "Schätze, Schächte, Viereckschanzen. Neueste Rettungsgrabungen im Landkreis Ludwigsburg und ihre archäologischen Ergebnisse" beleuchtet Herr Dr. Bollacher auch die neuesten Grabungen im Gelände "Eichwald".

 

Veranstalter: Verein für Heimatgeschichte Sachsenheim e.V.

Ort: Kulturhaus Sachsenheim, Oberriexinger Straße 29, 74343 Sachsenheim

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: frei, eine Spende ist willkommen

Schwäbisch Gmünd

Dr. Andreas Thiel


Hochwasser im Talkessel: „Stuttgart 21“ und die Archäologie

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Dr. Andreas Thiel, Oberkonservator im Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Esslingen

Auf dem Baufeld des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs finden seit dem Sommer 2014 archäologische Untersuchungen statt. Aufgrund der Tallage Stuttgarts in Verbindung mit umfangreichen Sedimentationsprozessen haben sich hier die Bodenzeugnisse aus allen Epochen überdurchschnittlich gut erhalten.

In mehreren Metern Tiefe unter dem heutigen Niveau fanden sich Zeugnisse der Bronze-, Römer- und Völker wanderungszeit, des Mittelalters sowie der herzoglichen, später königlichen Residenz. Die im Schlamm des Nesenbachs und seiner Zuflüsse eingebetteten zum Teil mächtigen Baureste aus Stein und Holz belegen eindrücklich die permanente Gefahr, die das nahe Siedeln am Wasser über Jahrhunderte mit sich brachte. Heute erlauben die Befunde wichtige Aussagen zur Umwelt- und Landesgeschichte.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Schwäbisch Gmünd

Dr. Christian Bollacher


Keltische Höhenfestungen im Rosensteingebiet – neue Forschungen in einer alten Kulturlandschaft

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Dr. Christian Bollacher, Fachgebietsleiter Archäologische Inventarisation im Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Esslingen

Die Rosensteinregion rund um Heubach fasziniert in vielfältiger Weise: Der Albtrauf bietet grandiose Aussichten, in schattigen Tälern schütten ergiebige Karstquellen und in zahlreichen Höhlen finden sich die z.T. Jahrzehntausende alten Spuren des prähistorischen Menschen. Der Rosenstein und seine Nachbarhöhen tragen zudem mächtige Wall- und Grabenanlagen aus vorgeschichtlicher Zeit, neben denen sich die Burgen und Burgställe des Mittelalters geradezu bescheiden ausnehmen.

Nach einer nahezu hundert Jahre währenden Unterbrechung hat das Landesamt für Denkmalpflege im Jahr 2016 die Fäden der systematischen Forschungen an diesen uralten Wehranlagen wieder aufgenommen. Nach vier Grabungskampagnen an verschiedenen Punkten der Befestigungslinien beginnt sich das Bild eines um 450 v. Chr. entstandenen frühkeltischen Siedlungszentrum von überregionalem Rang abzuzeichnen. Die heute noch sichtbaren Wälle und Gräben geben sich als Relikte architektonisch ausgeklügelter Mauerbauten zu erkennen, bei deren Errichtung erheblicher Aufwand betrieben wurde.

Der Vortrag vermittelt Methoden und Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen und gibt Einblick in die turbulente Zeit am Vorabend der „großen keltischen Wanderungen“.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Stuttgart

Prof. Dr. Claus Wolf


Vom Leben in Höhlen, am Wasser und an Grenzanlagen – das archäologische Welterbe in Baden-Württemberg

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 in Stuttgart: "Salzherren, Patriarchen, Wikinger: die Vielfalt des archäologischen Erbes in Europa".

Die UNESCO verleiht den Titel Welterbe (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltbedeutend sind.

Prof. Dr. Claus Wolf, Vorsitzender der Gesellschaft für Archäologie und Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Esslingen

Die UNESCO verleiht den Titel Welterbe (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltbedeutend sind. In Baden-Württemberg gibt es drei archäologische Welterbestätten:

• Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb

• Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

• Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-Raetischer Limes

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Vortragssaal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Schwäbisch Gmünd

Prof. Dr. Markus Scholz


Ist das heilig oder kann das weg? Zur Beseitigung und Zerstörung römischer Grabmäler in den nordwestlichen Provinzen vor dem Hintergrund des Sakralrechts

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Prof. Dr. Markus Scholz, Professor am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin

Das römische Grabrecht stellt das Grab unter besonderen Schutz und bezeichnet es sogar als heiligen Ort (locus sacer). Dieser Grundsatz dominiert auch die Vorstellungen der Gräberfeld-Archäologie.

Doch war das immer so? Zahlreiche archäologische Befunde aus Italien und den Nordwestprovinzen des Imperium Romanum wecken Zweifel daran. Ganze Gräberfelder wurden bisweilen überbaut oder anderweitig bereits in der Kaiserzeit zerstört.

Die Demontage steinerner Grabmonumente setzte mancherorts nicht erst im Rahmen spätantiken Festungsbaus unter den Vorzeichen akuter Bedrohung ein. Waren bestimmt Tote privilegierter als andere? Unter welchen Umständen konnte der rechtliche Schutz verloren gehen? Auch der Befund eines zerstörten Grabbaus bei Frankfurt a. Main-Zeilsheim regt diesbezüglich zum Grübeln an.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Hohenlohe

Dr. Dorothee Brenner und Olaf Goldstein


Tagesexkursion: Kulturlandschaft Hohenlohe

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Dorothee Brenner und Olaf Goldstein M.A, LAD Esslingen

Abfahrt: am 14.09.19 um 8:00 Uhr in Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 45 € pro Person (Busfahrt, Führung, Eintritte)

Das Programm

Fährt man auf der Autobahn A 6 in Richtung Osten, sieht man zur Rechten zunächst die Türme der Stiftskirche Öhringen. Nur wenige Kilometer weiter grüßt im Hinter grund der Stadt Neuenstein das Schloss Waldenburg von einem weit vorspringen den Bergsporn, zu dessen Füßen sich die von Flüssen und Bächen zerfurchte Hohenloher Ebene erstreckt. Öhringen, Neuenstein und Waldenburg sind dabei nur drei markante Orte, an denen sich Hohenloher Geschichte verdichtet hat.

Hohenlohe war seit dem 15. Jahrhundert zunächst ein dynastischer Begriff und Name der Grafschaft bzw. des späteren Fürstentums des Hauses Hohenlohe, das einen großen Teil der heutigen Landschaft umfasste. Bei der Hauptlandesteilung von 1553 bis 1555 entstanden die beiden Hauptlinien Hohenlohe-Neuenstein und Hohenlohe-Waldenburg. Die weitere Aufteilung in immer neue Linien mit eigenen Herrschaftszentren sorgte für die noch heute erkennbare Prägung des Landes durch viele Schlösser und kleine Residenzstädtchen.

Dementsprechend versteht sich Hohenlohe auch als „Land der Burgen und Schlösser“, die neben bedeutenden Ordensniederlassungen wie dem Kloster Schöntal eine wichtige Rolle spielten. Erwähnenswert sind beispielsweise die Burg Krautheim, Schloss Stetten und die Ruine Forchtenberg. In der Renaissance begannen die Fürsten, ihre Burgen zu Schlössern umzubauen, so z. B. die Burgen Waldenburg und Neuenstein.

Im Rahmen dieser Tagesexkursion soll der spannenden Geschichte der Kulturlandschaft und ihrer Bauwerke nachgegangen werden, vor allem mit dem Blick auf ihre ganz persönlichen Geschichten.

Zur Person: Dr. Dorothee Brenner, Archäologische Inventarisation, Gebietsreferentin Archäologische Denkmalpflege, LAD, Esslingen
Zur Person: Olaf Goldstein M.A., Gebietsreferent Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, LAD, Esslingen

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 05. September 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Österreich

Dr. Martin Kemkes


Auslandsexkursion: Auf den Spuren der Römer am möglichen UNESCO-Welterbe Donaulimes in Österreich (8 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Martin Kemkes, Rastatt

Abfahrt: am 22.09.19 um 6:00 Uhr in Echterdingen (Bus-Bahnhof oberhalb der S-Bahnstation "Echterdingen")

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 1.600 € pro Person (DZ), 1.770 € (EZ-Zuschlag von 170 € gilt nur für bis zu 9 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag)

Das Programm

Der → Donaulimes in Österreich war über mehrere Jahrhunderte ein wichtiger Abschnitt der Außengrenze des Römischen Reiches. Entlang der 358 Flusskilometer errichteten römische Soldaten in mehreren Ausbauphasen über fünf Jahrhunderte hinweg eine Vielzahl militärischer Anlagen – Legionslager, Kastelle und Wachttürme. Rund 40 dieser Denkmäler sind heute noch erhalten und bilden zusammen mit zahlreichen Museen eine außergewöhnliche Kulturlandschaft. Voraussichtlich im Sommer 2019 soll der römische Donaulimes von Regensburg, über Österreich, die Slowakei bis Ungarn zum UNESCO-Welterbe erklärt werden.

Erster Punkt unserer Reise ist Passau, an der Grenze zwischen den römischen Provinzen Raetia und Noricum. An der Stelle des heutigen Domes sowie am gegenüber liegenden Innufer lagen seit dem 1. Jh. n. Chr. römische Kastelle, die in der Spätantike zu wichtigen Grenzfestungen ausgebaut wurden.

Über das Kleinkastell Schlögen erreichen wir Enns mit seinem unter Kaiser Mark Aurel errichteten Legionslager Lauriacum.

Von Enns aus werden wir dann auch Linz, die Landeshauptstadt Oberösterreichs und das dortige Landesmuseum besuchen.

Über die Kastellstandorte Wallsee und Pöchlarn in der Wachau geht es weiter in das sogenannte Tullner Feld, eine rund 50 km lange Beckenlandschaft, durch die schon seit der Vorgeschichte wichtige Handelswege führten.

Die römischen Soldaten trafen im 1. Jh. n. Chr. hier auf einen ungeregelten Strom mit einem breiten, schwer durchdringbaren Auwaldgürtel. Von Mautern im Westen bis Klosterneuburg vor den Toren Wiens haben sich hier zahlreiche Überreste der römischen Wehrbauten auf engem Raum erhalten, wobei in Traismauer und Tulln Flussübergänge vermutet werden.

Nach Wien überschreiten wir dann zum zweiten Mal eine römische Binnengrenze und erreichen das Legionslager Vindobona in der Provinz Pannonia Superior. Die Überreste des Legionslagers liegen heute tief unter der Wiener Altstadt, können aber zum Teil besichtigt werden. Das reichhaltige Fundmaterial ist in den Museen der Stadt zu besichtigen.

Als abschließender Höhepunkt erwartet uns schließlich die Römerstadt Carnuntum, die größte archäologische Landschaft Mitteleuropas, mit ihren Kastellen, Amphitheatern, rekonstruierten Wohnbezirken und Museen.

Zur Person: Dr. Martin Kemkes, Leiter des Referates Provinzialrömische Archäologie und römische Zweigmuseen des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Archäologie.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung ab / bis Echterdingen
  • 3 x Übernachtung mit Frühstück im
  • 3-Sterne- Hotel Goldenes Schiff in Enns www.hotel-brunner.at
  • 4 x Übernachtung mit Frühstück im 4-Sterne-Intercity Hotel Wien www.intercityhotel.com/hotels/alle-hotels/oesterreich/wien/intercityhotel-wien
  • 7 x Abendessen im Hotel (bzw. evtl. 1– 2 x im Restaurant)
  • Eintritte
  • Besichtigungen und Ausflüge laut Programm
  • Stadtführung Wien
  • Quietvox-Audioführungssystem während der Reise

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 15. Juli 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Mindestteilnehmerzahl: 20 zahlende Personen / Änderungen vorbehalten

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2018/2 und 2019/1 oder hier im Anhang zum Download.

Buchhausen, Silberstreifen, Dettenheim

Dipl.-Ing. Patrice Wijnands


Tagesexkursion: Archäologie des Westwalls

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dipl.-Ing. Patrice Wijnands, Karlsruhe

Abfahrt: am 14.03.20 um 9:00 Uhr in Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 40 € pro Person (Busfahrt, Führungen)

Das Programm

Der Westwall, von den Alliierten auch Siegfried-Linie genannt, war ein von der NS-Diktatur ab 1936 geplantes und von 1938 bis 1940 gebautes über etwa 630 km verteiltes Befestigungssystem. Entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches reichte es von Kleve bis nach Grenzach-Wyhlen. In Form von Bunkerruinen, Erdwällen und Panzergräben ist es bis heute deutlich sichtbar geblieben. Er unterscheidet sich eindeutig von Befestigungsprojekten in anderen europäischen Staaten, wie der französischen „Maginotlinie“. Die gewünschte abschreckende Wirkung entfaltete der Westwall allenfalls in propagandistischer Hinsicht, während er militärisch weitgehend bedeutungslos blieb.

Dieses unschöne Baudenkmal ist Teil unserer Geschichte von Diktatur und Militarismus. Dessen Ausmaße müssen erklärbar und erlebbar bleiben, um im Sinne des Demokratieverständnisses der gegenwärtigen Bundesrepublik für die heutige Generation und die zukünftigen Generationen nachvollziehbar zu sein.

Während einer ganztägigen Führung werden Entstehungsgeschichte, Bauphasen, Bauwerke und Geländespuren anhand von drei Stationen – Buchhausen („Ettlinger Riegel“), Silberstreifen („Hardtwaldbatterie“) und Dettenheim („Oberrheinstellung“) – eingehend erklärt.

Die Exkursion findet im freien Gelände statt. Verpflegung, wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig. Es können max. 25 Personen teilnehmen.

Zur Person: Dipl.-Ing. Patrice Wijnands ist ehrenamtlich Beauftragter (Wissenschaft und Technologie) des Landesamtes für Denkmalpflege

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 01. Dezember 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen.

Maximalteilnehmerzahl: 25 Personen

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Paris

Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz


Auslandsexkursion: Archäologische Entdeckungsreise nach Paris (4 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz, LAD, Esslingen

Abfahrt: am 26.03.20 ab HBF Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt und Uhrzeit wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 1.295 € pro Person (DZ), 1.445 € (EZ-Zuschlag von 150 € gilt nur für bis zu 11 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag)

Das Programm

Mit Archäologie in Paris verbindet man oft zuerst den Louvre, der herausragende Werke verschiedener Kulturen und Zeiten beherbergt. Bereits im 16. Jahrhundert begann die französische Krone Werke der Antike zu sammeln. So ist die ägyptische Sammlung heute eine der bedeutendsten weltweit. Daneben ist die Sammlung der griechischen, etruskischen und römischen Altertümer reichhaltig und wertvoll. Auch die Abteilung der Altertümer aus dem Nahen Osten sucht ihres gleichen. Sie deckt eine riesige geographische Zone ab, die von Nord afrika bis zum Fluss Indus reicht und eine Zeitspanne von sechs Jahrtausenden umfasst.

Ein weiterer Besichtigungspunkt in Paris wird das Musée de l’Homme sein. Das 2015 nach Umgestaltung und Renovierung wieder eröffnete Museum beherbergt unter anderem eine große vorgeschichtliche Sammlung.

Nicht fehlen darf bei unserem Besuch in Paris das Musée d’ Archéologie nationale, das in einem ehemaligen Schloss Funde von der Altsteinzeit bis in die Merowingerzeit präsentiert. Das Château de Saint-Germainen-Laye befindet sich ca. 15 km westlich von Paris und war ursprünglich eine königliche Residenz, die 1124 erbaut wurde. Napoleon III. beschloss, das Schloss zu restaurieren und es für die nationalen archäologischen Sammlungen zu nutzen.

Bei einem Besuch der Katakomben können Sie einen Blick in den Untergrund von Paris werfen. Als Katakomben bezeichnet man die alten Steinbrüche, die sich unter der Stadt Paris befinden. Über einen Zeitraum von 2000 Jahren wurde in diesen Stollen der Kalkstein abgebaut, der für den Häuserbau verwendet wurde und so typisch für die Fassaden der Hauptstadt ist.

Nach Hungersnot und Seuchen im 18. Jahrhundert waren die Friedhöfe überfüllt und die Gebeine von knapp 6 Millionen Menschen wurden in die alten Stollen überführt.

Ergänzt wird das Programm mit einem Rundgang durch die Altstadt von Paris. Die Anreise erfolgt von Stuttgart aus mit dem TGV. Zwischen den einzelnen Besichtigungen werden die Wegstrecken zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Das Hotel ist fußläufig vom Bahnhof entfernt.

Zur Person: Dr. Jörg Bofinger, Landeskonservator, Leiter des Referates Operative Archäologie im Landesamt für Denkmalpflege und Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie.
Zur Person: Dr. Jonathan Scheschkewitz, Gebietsreferent für Archäologische Denkmalpflege und Schwerpunktgrabungen sowie stv. Referatsleiter im Landesamt für Denkmalpflege.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • TGV-Fahrt (2. Klasse) von Stuttgart Hbf nach Paris Gare e d’Eslt
    und zurück
  • Transfers vor Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln lt. Programm
  • 3 x Übernachtung mit Frühstück im 3-Sterne-Hotel Magenta 38 in Paris
  • 2 x Abendessen in Brasserien
  • Eintritte wie folgt: Musée de l´Homme, Katakomben, Louvre und Musée d’Archéologie nationale
  • Örtliche Führungen wie folgt: Musée de l’Homme, Katakomben, Louvre und Musée d’Archéologie nationale (Wir werden versuchen, Führungen auf Deutsch zu bekommen, können dies aber nicht garantieren.)
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Quietvox-Audioführungssystem vor Ort
  • Kleiner, handlicher Reiseführer „Paris“ pro Zimmer
  • Sollten Reisende den Sparrzustieg Stuttgart HBF nutzen und direkt dorthin kommen (auf eigene Kosten und in Eigenregie), erhalten Sie einen Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis
  • Weitere Zugabfahrtsstellen neben Stuttgart nur auf Anfrage und evtl. gegen Aufpreis

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 15. Dezember 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen / Änderungen vorbehalten

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien

Dr. Marcus Meyer


Auslandsexkursion: Südliches Noricum, Friaul und Istrien (9 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Marcus Meyer, LAD Esslingen

Abfahrt/Abflug: am 22.06.20 ab Echterdingen (Bus-Bahnhof oberhalb der S-Bahnstation "Echterdingen").

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt und Startzeiten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 1.995 € pro Person (DZ), 2.195 € (EZ-Zuschlag von 200 € gilt nur für bis zu 10 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag)

Das Programm

Tag 1: Anreise mit dem Bus von Stuttgart (Echterdingen) nach Villach

  • Übernachtung in Villach

Tag 2: Besuch der „Stadt auf dem Magdalensberg“ nahe Villach in Kärnten

  • Besichtigung des Archäologischen Parks Magdalensberg und des Amphitheaters von Virunum.
  • Weiterfahrt nach Istrien. Stadtmauer oder auch Schauplätze/Monumente des Bürgerkriegs.
  • Übernachtung in Istrien

Tag 3: Pula

  • Pula ist eine Küstenstadt an der Spitze der kroatischen Halbinsel Istrien, die für ihren geschützten Hafen, ihre zahlreichen Strände und ihre Ruinen aus der Römerzeit bekannt ist.
  • Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist das Amphitheater. Sehenswert sind auch der Augustustempel und das Archäologische Museum Istriens (AMI) mit dem Doppeltor Porta Gemina als Zugang zum Hauptgebäude des Museums.
  • Übernachtung in Istrien

Tag 4: Besichtigung von Poreč

  • Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist die Kathedrale des kroatischen Bistums Poreč-Pula mit dem Titel einer Basilica minor. Weil die Kirche in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigsten Zeugnisse spätantiker und früh byzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum.
  • Weiterfahrt nach Slowenien und Besichtigung des UNESCO-Welterbes „Höhlen von St. Kanzian“ (Hinweis: ca. 3 km Fußweg und 144 Höhenmeter).
  • Übernachtung in Udine

Tag 5: Triest und Palmanova

  • Im städtischen Museum von Triest sind die archäologischen Funde von der Vorgeschichte bis in die Römerzeit ausgestellt. Stadtrundgang mit Besichtigung des szenischen Theaters, des Arco di Riccardo und der Basilica Forense Romana.
  • Auf der Rückfahrt nach Udine wird die Stadt Palmanova besichtigt.
  • Übernachtung in Udine

Tag 6: Udine und Cividale

  • Besichtigung von Udine und Besuch des Archäologischen Museums im Schloss.
  • Die ursprünglich keltische Siedlung Cividale wurde von Caesar zur Stadt erhoben. Besichtigung des archäologischen Museums und eines Gewölbes, das als keltisches Hypogäum und römisches oder langobardisches Gefängnis bezeichnet wird.
  • Übernachtung in Udine

Tag 7: Aquileia

  • In der römischen Kaiserzeit zählte die Stadt ca. 30.000 Einwohner. Heute ist sie das am vollständigsten erhaltene Beispiel einer frühen römischen Stadt.
  • Besuch des archäologischen Museums, der Basilica di Santa Maria Assunta, der archäologischen Ausgrabungen und des frühchristlichen Museums „Monastero“.
  • Übernachtung in Udine

Tag 8: Umgebung von Udine

  • Diesen Tag wollen wir nutzen, um die Umgebung von Udine kennen zu lernen. Unter anderem ist eine Weinprobe geplant.
  • Übernachtung in Udine

Tag 9: Rückfahrt

  • Abends Ankunft in Stuttgart (Echterdingen)

Zur Person: Dr. Marcus Meyer ist Gebietsreferent für Archäologische Inventarisation beim Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung ab / bis Echterdingen 1)
  • 1 x Übernachtung mit Frühstück und 3-Gang-Abendessen im 3–4-Sterne-Hotel in / um Villach
  • 2 x Übernachtung mit Frühstück und 3-Gang-Abendessen im 4-Sterne-Hotel in Istrien
  • 5 x Übernachtung mit Frühstück im 4-Sterne-Hotel Astoria Italia in Udine
  • 5 x 3-Gang-Abendessen im Hotel in Udine (bzw. evtl. 1–2 mal im Restaurant)
  • 1 x kleine Weinprobe
  • Eintritte

1) Bei Sparzustieg ab 70771 Echterdingen S-Bahn-Station (Achtung, nicht Flughafen!), Münsingen Heideker-Betriebshof, Reutlingen Alter Omnibusbahnhof oder Ulm-Seligweiler (auf eigene Kosten und in Eigenregie) Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis.

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 1. März 2020 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen.

Änderungen vorbehalten.

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Blaubeuren


Archäo-Akademie "Werden und Vergehen“

Veranstalter: Gesellschaft für Urgeschichte (GfU) und Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)

Tagungsort: Urgeschichtliches Museum, Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren

Beginn: FR 11. Oktober 2019 um 09:00 Uhr
Ende:    SA 12. Oktober 2019, ca. 16:00 Uhr

Tagungsgebühr: 60,00 € (Akademiepaket inkl. Museumseintritt und Tagungsgetränke), auch Einzelvorträge à 10,00 € auf Anfrage und Seminare à 15,00 € buchbar. GfU-Mitglieder und Inhaber der SWR2 Kulturkarte erhalten 10% Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr.

Anmeldung: erforderlich per E-Mail an empfang@urmu.de oder telefonisch unter 07344 / 9669-916

Das Programm

Am 11. und 12. Oktober 2019 findet im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren (urmu) die Archäo-Akademie unter dem Titel "Werden und Vergehen" statt.

Mit dem Tod beginnt der Prozess des Vergehens. Mumien und Knochen sowie Millionen Jahre alte Fossilien zeugen von den Stufen der Vergänglichkeit des Lebens. Wissenschaften schauen heute Milliarden Jahre in die Vergangenheit und gelangen auch an den Punkt, an dem alles anfing.

Jeder Gegenstand, den wir herstellen, ist einem Alterungs- und Auflösungsprozess unterworfen, sowohl materiell als auch kulturell. Welche Bedeutung Objekte hatten, ist eine Forschungsfrage, die sich nach ihrer Auffindung stellt.

Die Archäo-Akademie befasst sich in diesem Jahr in Vorträgen aber auch in drei Seminaren ganz direkt und haptisch mit archäologischen Funden, blickt zu den Anfängen des Lebens zurück und vermittelt, wie aus der Erforschung der Vergangenheit Wissen für die Zukunft entsteht.

Das Tagungsprogramm mit den Referenten, Vorträgen und Seminaren sowie weiteren Hinweisen zu Ablauf und Organisation entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang.

Aalen


Kolloquium "Zwischen Rhein und Limes - Neue Forschungen zur Römerzeit"

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie, Landesmuseum Württemberg, Landesamt für Denkmalpflege

Tagungsort: Limesmuseum Aalen, St.-Johann-Straße 5, 73430 Aalen

Beginn: SA 19. Oktober 2019 um 13:00 Uhr

Tagungsgebühr: 15,00 € (inkl. Pausenverpflegung und Getränke). Die Gebühr ist vor Ort zahlbar.

Anmeldung: erforderlich (s.u.)

Anlässlich der Wiedereröffnung des Limesmuseums in Aalen veranstaltet die Gesellschaft für Archäologie zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Archäologischen Landesmuseum ein Kolloquium zu aktuellen Forschungen der Römerzeit. Die Ausgrabung des Stabsgebäudes des größten Reiterkastells nördlich der Alpen von 1978 bis 1986 unter Prof. Dr. Dieter Planck sind bis heute ein wichtiger Meilenstein der provinzialrömischen Forschung. Wir freuen uns, dass das größte Römermuseum am UNESCO-Welterbe Limes Veranstaltungsort des Kolloquiums ist. Anknüpfend an die Forschungsgeschichte werden neue wissenschaftliche Ergebnisse vorgestellt.

Das Programm

Am 19. Oktober 2019 findet im Limesmuseum Aalen das Römerkolloquium mit dem Titel "Zwischen Rhein und Limes - Neue Forschungen zur Römerzeit" statt.

13:00 Uhr Eröffnung: Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Aalen

Begrüßung und Einführung: Prof. Dr. Claus Wolf, Esslingen

  • Dr. Martin Kemkes, Rastatt – Das neue Limesmuseum Aalen – Zentraler Vermittlungsort zum UNESCO-Welterbe Limes
  • Dr. Elisabeth Krieger, Köln – Fakten und Fiktion zur Rekonstruktion von Wachttürmen am Raetischen Limes

Pause

  • Dr. Marcus Meyer, Esslingen – Das Kleinkastell Rötelsee bei Welzheim im Lichte neuer Forschungen
  • Sarah Roth, Freiburg – Auf Holz gebaut. Zu den Anfängen des römischen Bad Cannstatt
  • Sandra Schröer, Freiburg – Das römerzeitliche Siedlungsmuster im Bereich der nördlichen Provinzgrenze zwischen Rätien und Obergermanien. GIS-gestützte Raumanalysen zur Annäherung an eine Binnengrenze des römischen Reiches

Pause

  • Dr. Gertrud Kuhnle, Freiburg – Legionslager Argentorate Straßburg
  • Prof. Dr. Alexander Heising, Freiburg – Die frühe Okkupation des Oberrheins und die Rolle der sogenannten Oberrheingermanen

Pause

  • 19:00 Uhr Festvortrag
    Prof. Dr. Markus Scholz, Frankfurt – Der römische Militärstandort Aalen

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 01. Oktober 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Stuttgart


Symposium "Die Kelten in Baden-Württemberg - Aktuelle Ausgrabungen und Forschungen zur Hallstatt- und Latènezeit"

Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Tagungsort: Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg, Bertha-Benz-Saal, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart

Beginn: MO 11. November 2019 um 09:00 Uhr

Tagungsgebühr: keine

Anmeldung: erforderlich (s.u.)

Das Programm

Am Montag, den 11. November 2019, findet im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ein Symposium des Landesamtes für Denkmalpflege in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau statt. Unter dem Titel "Die Kelten in Baden-Württemberg – Aktuelle Ausgrabungen und Forschungen zur Hallstattund Latènezeit" stellt die archäologische Denkmalpflege Neuentdeckungen und Schwerpunktprojekte der vorrömischen Eisenzeit aus den letzten Jahren vor.

Die Weiterentwicklung naturwissenschaftlicher Methoden sowie der Fernerkundung von Fundstellen (u. a. durch LIDAR) ermöglicht völlig neue Einblicke in die Lebenswelt der Kelten.

Beginnend bei den Anfängen der Kelten und endend bei dem Weiterleben keltischer Traditionen in römischer Zeit werden besonders das Siedlungswesen und der Bestattungsbrauch beleuchtet. Neben Mensch und Umwelt stehen aber auch Handelsbeziehungen im regionalen und überregionalen Kontext sowie Ressourcennutzung und Handwerk im Fokus der Vorträge.

Im Rahmen des Symposiums wird erstmals eine eigens konzipierte Wanderausstellung zu den neuesten Ausgrabungen und Forschungen zu den Kelten eröffnet.

Den Abschluss bildet der Festvortrag von Prof. Dr. Gilbert Kaenel (Lausanne, CH) über die rätselhaften Funde am Mormont um 100 v. Chr.

Zeitrahmen

  • 09:00 Uhr Registrierung

  • 10:00 Uhr Eröffnung

  • 17:30 Uhr Empfang - anschließend Führung durch die Ausstellung

  • 19:30 Uhr Festvortrag

  • 20:30 Uhr Veranstaltungsende

Anmeldung

Ihre Anmeldung richten Sie bitte ab 16. September 2019 per E-Mail an: felicitas.schmitt@rps.bwl.de.

Die Teilnahme ist nur nach bestätigter Anmeldung möglich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

 

Esslingen a.N.


Jahrestagung 2020 der Gesellschaft für Archäologie

Vorankündigung

Als 3-tägige Veranstaltung mit Mitgliederversammlung, Vorträgen und Exkursionen ist die Jahrestagung 2020 vom FR 15.05.20 bis SO 17.05.20 in Esslingen a.N. geplant.

Details stehen Anfang 2020 fest und werden im Mitteilungsblatt 2020/1 und auf dieser Seite der Homepage veröffentlicht.

In jedem Fall erwartet Sie wieder ein spannendes Programm.

Deshalb: Termin bitte schon heute vormerken.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Ausstellungen: 2018 und 2019 kostenfrei in die Schausammlungen des Landesmuseums

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6,
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen. Der Museumsshop öffnet um 11:00 Uhr.

Sonderaussstellungen haben ggf. abweichende Öffnungszeiten. Weitere Informationen für Besucher des Landesmuseums Württemberg: landesmuseum-stuttgart.de/besucherinformation.

Während des gesamten Jahres 2018 und verlängert bis Ende 2019 ist der Eintritt in die Schausammlungen des Landesmuseums im Alten Schloss (u.a. Wahre Schätze - Antike, Kelten und Kunstkammer oder Glas aus vier Jahrtausenden, etc.), in das Haus der Musik, ins Römische Lapidarium im Neuen Schloss, sowie in das Museum der Alltagskultur, Waldenbuch kostenfrei.

Die archäologischen Sammlungen des Landesmuseums beinhalten bedeutende Funde aus 250.000 Jahren Menschheitsgeschichte.

Dank finanzieller Unterstützung durch die Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg e.V. und die Adolf Würth GmbH & Co. KG reiht sich das Haus in die Riege der (wenigen) deutschen Museumshäuser ein, die freien Zugang zu ihren Sammlungen gewähren.

 

Das Museum: Als das größte kulturhistorische Museum in Baden-Württemberg mit umfangreichen Sammlungen von hoher Qualität erzählt es auf spannende Weise die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Die regionalgeschichtlichen Bestände werden ergänzt durch kunsthandwerkliche Sammlungen von internationalem Rang. Interessant aufbereitete Sonderausstellungen für Groß und Klein präsentieren die verschiedensten Themenbereiche. Einen ausgewählten Querschnitt der eigenen facettenreichen Bestände zeigen die Schausammlungen.

Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. von Württemberg als „Königliche Staatssammlung vaterländischer Kunst- und Alterthumsdenkmale“. In den 1960ern ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf. Seit 1969 wird der Großteil der Sammlungen im Alten Schloss in Stuttgart - dem Haupthaus - präsentiert. Erst 1971 erfolgte die Wiedereröffnung aller Gebäudeteile.

In den letzten Jahren wurden die Schausammlungen im Alten Schloss neu gestaltet. Im Jahr 2012, zum 150. Jubiläum, konnte die Ausstellung LegendäreMeisterWerke eröffnet werden, die einen Rundgang durch die württembergische Kulturgeschichte von der Eiszeit bis zur Ende der Monarchie bietet. 2016 folgte die Schausammlung Wahre Schätze mit den Ausstellungseinheiten zur Antike, zu den keltischen Fürstensitzen und zur Kunstkammer der Herzöge von Württemberg.

www.landesmuseum-stuttgart.de (Stand: 28.05.19)

Römermuseum Güglingen


Sonderausstellung "Göttliche Pflanzen: Antike Mythologie. Christentum. Islam."

Römermuseum Güglingen
Marktstraße 18
74363 Güglingen

roemermuseum-gueglingen.de

→ Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 10:00 bis 18:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag und Dienstag geschlossen, an den folgenden Tagen ebenfalls geschlossen: 1.1., Karfreitag, 1.11., 24.12., 25.12. und 31.12.

Sonderausstellung

Im Mittelpunkt der aktuellen Sonderausstellung "Göttliche Pflanzen: Antike Mythologie. Christentum. Islam." des Römermuseums, die vom 02.12.2018 bis zum 25.8.2019 gezeigt wird, stehen jene Pflanzen, die bereits in der Antike vielfach mythologisch verknüpft waren. Mit unterschiedlichen Entstehungsmythen verwoben und unterschiedlichen Bedeutungen belegt, schildern sie in ihrer Gesamtheit einen ganzen Kosmos antiker mythischer Überlieferungsgeschichte.

Pflanzen besaßen in der antiken Mythologie einen überaus hohen Stellenwert: Sie fanden ihren Ursprung beispielsweise als Geschenk der Götter oder in Verwandlungen, sie waren verschiedenen Göttern geheiligt und wurden mit ihnen in Verbindung gebracht, sie dienten ihnen als Attribute und Symbole; große Bedeutung kam selbst jenen Pflanzen zu, die als Bekränzung bei Wettkämpfen dienten. Zahlreiche von ihnen sind umfassend und verschiedenfaltig mythisch verknüpft und ihre Rolle war teilweise sogar bis in Aberglauben und Heilkunst hinein dicht mit verschiedensten Aspekten verbunden.

Ganz anders als in der antiken Mythologie stellt sich im Christentum und im Islam das Verhältnis zu den Pflanzen dar, die in den Heiligen Schriften erwähnt werden: Ihre Entstehung wird beispielsweise keiner Verwandlung oder einem anderen mythischen Ursprung zugeschrieben, sondern hier steht am Anfang allen Lebens die Schöpfung durch Gott bzw. Allah.

Beide Religionen sind in Wüsten und Halbwüsten entstanden und so ist es auch nicht verwunderlich, dass in der Bibel wie im Koran das Paradies als Garten beschrieben wird. Somit findet sich beiderseits die Vorstellung einer üppigen grünen Pflanzenwelt mit ausreichend Wasser als Sinnbild des Paradieses – dem Garten Eden in der Bibel wie auch der Dschanna, wie das Paradies im Koran heißt.

An vielen Stellen in der Bibel und dem Koran wird Pflanzen ein starker symbolhafter Charakter zugewiesen: So stehen manche von ihnen für die Segensverheißung und den Frieden, sie sind ein Zeichen von Stärke, Größe und Erhabenheit, sie stehen für Ausdauer und Rechtschaffenheit oder dienen als ein Sinnbild für Vergänglichkeit und Strafe. Vielfältig sind auch jene Regeln und Handlungsanweisungen, die anhand von manchen erwähnten Pflanzen verdeutlicht werden.

Begleitprogramm, Ausstellungsflyer und Begleitband

Parallel zur Ausstellung finden öffentliche Ausstellungsführungen und Vorträge statt. Detailinformationen finden Sie auf der Webseite des → Römermuseums Güglingen. Dort steht ebenfalls ein Ausstellungsflyer zum Download zur Verfügung. Ein Begleitband ist als Band 8 in der Schriftenreihe des Römermuseums Güglingen erschienen (ISBN 978-3-9812803-8-8).

 

Das Museum: Das denkmalgeschützte Alte Rathaus in der Güglinger Ortsmitte befindet sich zentral am Marktplatz und liegt unmittelbar neben der Stadtkirche. Erbaut wurde es im Jahr 1850 im sogenannten württembergischen Kameralamtsstil, nachdem der Vorgängerbau beim verheerenden Stadtbrand von 1849 sein Ende fand. Die Stadtverwaltung beherbergte das Alte Rathaus bis zu ihrem Umzug in einen Neubau im Jahr 1988. In der Folgezeit erfuhr das Gebäude verschiedene Nutzungen bis zu seinem anschließenden Leerstand.

Der Initiative des Güglinger Bürgers, Architekten und Kirchenbauers → Heinz Rall ist es zu verdanken, dass das Gebäude schließlich zum Römermuseum umgebaut wurde: Eine großzügige Spende des Visionärs lieferte den entscheidenden Anstoß. Ihm zu Ehren wurde der rund 70 qm große Saal im 2. Obergeschoss, in dem Veranstaltungen und jährlich wechselnde Sonderausstellungen stattfinden, als „Heinz-Rall-Saal“ benannt.

Seit Ende April 2008 beherbergt das Römermuseum Güglingen rund 1500 Exponate auf drei Stockwerken mit einer Gesamtfläche von rund 300 Quadratmetern. Die Dauerausstellung präsentiert die zahlreichen römischen Hinterlassenschaften aus dem Zabergäu sowie dem Vicus von Güglingen. Mit ihren zahlreichen Ausstellungskomplexen beleuchtet sie dabei vielfältige Bereiche der römischen Kultur.

www.roemermuseum-gueglingen.de (Stand: 25.07.19)

Museum der Universität Tübingen (MUT)


Sondervorträge in den universitären Sammlungen der Universität Tübingen (MUT)

Museum der Universität Tübingen MUT
Schloss Hohentübingen
Burgsteige 11
72070 Tübingen

unimuseum.uni-tuebingen.de

→ Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 19:00 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen, Führungstermine auf Anfrage

→ Vortragszeit: 11:00 Uhr (ca. 60 Min.)

→ Preise: 3,00 € + Eintritt

Sondervorträge im Museum

Die unmittelbare Nähe der wissenschaftlichen Institute zu den Original-, Abguss- und Münzsammlungen erlaubt es dem MUT, auch jüngere Fachwissenschaftler*innen und Studierende für → Sondervorträge vor Originalen einzubinden.

Das MUT | Alte Kulturen der Universität Tübingen bietet die Vortragsreihe zusammen mit den Instituten der Älteren und Jüngeren Ur- und Frühgeschichte, der Altorientalistik, der Ägyptologie sowie der Klassischen Archäologie und antiken Numismatik an. Die Vorträge finden unter Einbeziehung von Originalen der wissenschaftlichen Sammlungen der Universität statt.

Programm

  • 13.01.2019
    Tübinger Urgeschichtsforschung im südlichen Afrika
    Dr. Gregor Donatus Bader
  • 27.01.2019
    Forschung über den Saft des Lebens – Das Leben von Hoppe Seyler
    Marit Planeta
  • 03.02.2019
    Medizin und Zeitgeist – Die Naturwissenschaften im 19. Jh.
    Marit Planeta und Martin Groß M.Sc.
  • 10.02.2019
    Zwischen Vergnügen und Verschwörung – Der Harem
    Sabine Schloz
  • 17.02.2019
    Dorisch, ionisch, korinthisch – Die Architektur griechischer Tempel
    Christina Alert M.A.
  • 24.02.2019
    Friedrich Miescher – Die Entdeckung des Nuclein in Tübingen
    Martin Groß M.Sc.
  • 03.03.2019
    Alles nach Plan – Leben in einer etruskischen Stadt
    Rita Keßler M.A.
  • 07.04.2019
    Schloss Hohentübingen
    Marit Planeta
  • 28.04.2019
    Der Weg ist das Ziel – Pilgerreisen in der Antike
    Sabine Schloz M.A.
  • 05.05.2019
    Ägyptomanie – Der Reiz des Alten Ägypten
    Anissa Zoubir B.A.
  • 12.05.2019
    Neolithische Revolution – Das Leben in Pfahlbauten
    Dr. Ulrike Fritz
  • 26.05.2019
    Keineswegs nur wilde Gesellen – Alltag bei den Kelten
    Rita Keßler M.A.
  • 16.06.2019
    Von Wölfen und Werwölfen – Auf den Spuren einer Verwandlung
    Dunja Al-kayid M.A.
  • 23.06.2019
    Auf der Agora – Politik, und Müßiggang im klassischen Athen
    Christina Häfele M.A.
  • 25.08.2019
    Traumhaus der Zukunft – Die Wohnhäuser von Amarna
    Sabine Schloz M.A.
  • 01.09.2019
    Mensch oder Gott? – Ramses der Große
    Dr. Ulrike Fritz
  • 08.09.2019
    Die Schlacht von Kadesch – Der erste schriftliche Friedensvertrag
    Anissa Zoubir B.A
  • 13.10.2019
    Antike Philosophie – Die Vorsokratiker
    Christina Häfele M.A
  • 20.10.2019
    In Stein gemeißelt – Römische Inschriften
    Samuel Oer de Almeide B.A.
  • 27.10.2019
    Zuflucht, Schutz und Aufenthalt – Das Asylrecht in der Antike
    Sabine Schloz M.A.
  • 03.11.2019
    Wenn Blicke versteinern – Medusas schrecklich nette Familie
    Dunja Al-kayid M.A.
  • 10.11.2019
    Epochenüberblick in der Abgusssammlung
    Marit Planeta
  • 17.11.2019
    Pecunia non olet – Geld in der römischen Antike
    Christina Alert M.A.
  • 01.12.2019
    Tempelarchitektur anhand von Gipsmodellen
    Marit Planeta

 

Das Museum: Das Museum der Universität Tübingen MUT wurde 2006 als Zentrale Einrichtung der Universität Tübingen gegründet. Es fungiert als Dachinstitution für die rund 70 universitären Sammlungen. Zu den Aufgaben des MUT gehört es, die wissenschaftlichen Sammlungen in verantwortungsvoller Weise zu organisieren, sie für nachfolgende Generationen zu bewahren und für Forschung, Lehre, öffentliche Bildung und Profilierung der Universität nutzbar zu machen.

Das zentrale Kernanliegen der Wissenschaftskommunikation wird durch zahlreiche regionale und überregionale Kooperationen, durch Ausstellungen, öffentliche Veranstaltungen, eigene Forschungen sowie Publikationen, aber auch durch Lehrformate, wie etwa das Master-Profil „Museum & Sammlungen“, gewährleistet.

Museum Uni Tübingen MUT (Stand: 01.11.18)

Keltenwelt am Glauberg, Glauburg


Sonderausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin von der Heuneburg"

Keltenwelt am Glauberg
Am Glauberg 1
63695 Glauburg

keltenwelt-glauberg.de

→ Öffnungszeiten
März bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr, November bis Februar: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, i.d.R. an Feiertagen geöffnet, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Im Jahr 2010 machten Archäologen bei der Erforschung des Umfeldes der Heuneburg an der Donau (Baden-Württemberg) eine sensationelle Entdeckung: Im Gräberfeld „Bettelbühl “ stießen sie auf die Grabkammer einer frühkeltischen Fürstin. Das unberaubte Grab wurde als 80 Tonnen schwerer Erdblock geborgen und in die Restaurierungswerkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart gebracht. Dort legte ein Team aus Restauratorinnen und Restauratoren die Überreste der 583 v. Chr. errichteten Grabkammer unter modernsten Laborbedingungen frei. Zum Vorschein kamen wertvolle Grabbeigaben aus Bronze, Bernstein – und Gold.

Die in der Keltenwelt am Glauberg gezeigte Sonderausstellung präsentiert originalgetreue Nachbildungen der Fundstücke und greift die Fragen der Wissenschaft auf. Denn noch Dennoch hat die Keltenfürstin nicht alle Geheimnisse preisgegeben. In welcher Verbindung stand sie zur unweit gelegenen Heuneburg? Diese Höhensiedlung zählt zu den bedeutendsten und besterforschten keltischen Stätten in Europa, die offenbar mit der vom griechischen Autoren Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. erwähnten keltische Stadt Pyrene identisch ist.

Die im Alter zwischen 30 bis 40 Jahren verstorbene Frau gehörte einst zur privilegierten Elite der keltischen Gesellschaft. Denn ihr Schmuck zählt zu den herausragenden Beispielen des frühkeltischen Kunsthandwerks, der Verbindungen zu den Etruskern und Griechen aufweist. Die Herstellung des filigran verzierten Goldschmucks, der kunstvoll gefertigten Bernsteinperlen und der außergewöhnlichen Bronzearbeiten war selbst nach über 2500 Jahren noch eine echte Herausforderung. Mit dem Schweizer Experimentalarchäologen Markus Binggeli stellte sich ihr ein Meister seines Fachs. Erstklassige Goldschmiedetechniken der Kelten und erfolgreiche Rekonstruktionen des Goldschmucks sind deshalb auch ein Thema der Sonderausstellung der Landesarchäologie Baden-Württemberg am Glauberg.

Ein Flyer mit weiteren Informationen steht unten zum Download zur Verfügung.

Ausstellungseröffnung

Die Sonderausstellung wird am Donnerstag, 21. März 2019 um 19:00 Uhr in der Keltenwelt am Glauberg offiziell eröffnet. Die Referenten und das Programm der Veranstaltung einschließlich der Kontaktdaten zur Anmeldung entnehmen Sie bitte folgender → Einladung.

 

Das Museum: Die ständige Ausstellung zur Keltenwelt am Glauberg befindet sich in einem der momentan spektakulärsten Museumsbauten Deutschlands. Sie beleuchtet die Kultur der Kelten aus verschiedensten Perspektiven, im Mittelpunkt stehen aber immer die spektakulären Funde aus den Gräbern vom Glauberg. Sie sind die Herzstücke der Ausstellung und im Original ausgestellt. Dazu kommen die nicht minder bedeutenden Siedlungsfunde vom Glauberg und seiner Umgebung.

Die Ausstellung berücksichtigt auch die große Bandbreite der „keltischen“ Kulturerscheinungen – von den Kelten des 6. bis 1. vorchristlichen Jahrhunderts über vermeintliche Kelten der britischen Inseln bis hin zum zeitgenössischen „Keltentum“ in Musik, Brauchtum und Mode.

www.keltenwelt-glauberg.de (Stand: 20.01.19)

Römerpark Köngen


Legoausstellung "Römerwelt am Neckar und auf der Alb"

Römerpark Museum Köngen
Altenberg 3 (Zufahrt über Ringstraße)
73257 Köngen

museum-koengen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 09:30 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr, 1. und 3. Sonntag im Monat und Feiertag 13:00 bis 17:00 Uhr, Montag, Freitag und Samstag geschlossen

Legoausstellung

In der Legoausstellung für Kinder erwacht die kleine und die große Welt der Römer - am Neckar und auf der Alb - zum Leben. Ein römisches Kastell, ein Tempel, der Limes als Wall und als Holz-Palisade sowie umtriebiges Marktgeschehen im römischen Dorf werden detailliert aus Lego nachgebaut. Ein mächtiges Limestor, wie es in Dalkingen bei Aalen gefunden wurde, rundet das Ensemble ab. Viele originalgetreue Details, zum Beispiel ein Kutschwagen, eine Baustelle und römische Legionäre im Kastell von Köngen, lassen den römischen Alltag in der schwäbischen Provinz Wirklichkeit werden.

In mühevoller Feinarbeit hat Christoph Planck aus Denkendorf mit Unterstützung seiner Tochter Karla die Römerwelt aus Lego nachgebaut.

 

Der Römerpark und das Museum: Die rege Bautätigkeit in den 60er Jahren machte auch vor dem Gelände der ehemaligen römischen Ansiedlungen nicht halt. Das aufgelassene römische Dorf wurde Schritt für Schritt überbaut und selbst das Gelände des Kastells war zur Ausweisung als Baugebiet vorgesehen. Doch die Denkmalschützer wollten dem nicht tatenlos zusehen und es kam daraufhin zu jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen. Im Jahre 1973 konnten sich dann die Denkmalschützer in der obersten Gerichtsinstanz durchsetzen. Die drohende Ausweisung als Baugebiet war obsolet – nicht unbedingt zur Freude der bauwilligen Grundstückseigentümer.

Zu Beginn der 80er Jahre ergab sich dann die Chance, für den Aufkauf von Bodendenkmälern Landeszuschüsse zu erhalten. Die Befürworter einer Konservierung sahen daher die Möglichkeit, dieses bedeutende Bodendenkmal zu schützen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In gemeinsamer Anstrengung und in beispielhafter Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Köngen, dem Schwäbischen Albverein und dem Landesdenkmalamt wurde das Projekt Römerpark geplant und realisiert. Die Einweihung fand schließlich im Juni 1988 statt.

Der Römerpark und das Museum (Stand: 10.03.19)

Federseemuseum, Bad Buchau


Sonderausstellung "100 Jahre Federseemuseum"

Federseemuseum
August-Gröber-Platz
88422 Bad Buchau

federseemuseum.de

→ Öffnungszeiten
01. April bis 01. November, tägl. 10:00 bis 18:00 Uhr, 02. November bis 31. März nur Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr - Gruppen nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

Rückblick auf "100 Jahre Federseemuseum" in 2 Ausstellungen

Im Federseemuseum

... werden besondere „(Ein-)Blicke in vergangene Zeiten“, d.h. in die Gründungszeit des Museums gewährt. Aus dem Depot ans Licht gebracht – so zeigt sich die stimmungsvolle Szenerie, die nach historischen Vorlagen in einem eigens dafür gestaltetem Gewölberaum ihre Wirkung entfaltet. Die in dieser „Wunderkammer“ zusammengetragenen nostalgischen Raritäten fangen ein Stimmungsbild der frühen 1920er Jahre ein, und berichten darüber hinaus über die Geschichte und die Geschichten aus den frühen Tagen des Museums…..

Im Gesundheitszentrum Federsee

... zeigt ein Bilderquerschnitt die Entwicklung des Federseemuseums von der heimatkundlichen Sammlung des Jahres 1919 bis hin zum modernen archäologischen Museum, wie es sich heute präsentiert.

Als verbindendes Element

... zwischen den beiden Ausstellungsorten reihen sich 100 bunte Pfähle im Kurpark zu einem „Geschichtsweg“ aneinander, die mit kurzen, prägnanten Informationen zur Museumshistorie versehen sind.

Programm

Feiern ist in der Jubiläumssaison natürlich auch angesagt. Das Programm enthält einige Highlights, darunter u.a.: Roots of Metal – ein großes Schmiedetreffen inkl. Open Air Konzert, ein Living History-Wochenende mit den Kelten, einen Welterbe-Tag mit Archäologen und Naturwissenschaftlern sowie ein großes UNICEF-Kinder- und Familienfest.

 

Das Museum: Das an dieser Stelle 1968 eröffnete Federseemuseum bietet mit einer wirkungsvollen Präsentation von einzigartigen Originalfunden, darunter auch wertvolle Artefakte aus den nahe gelegenen Welterbestätten, einen direkten Zugang in die prähistorische Siedlungslandschaft. Von der Altsteinzeit bis zur frühen Eisenzeit erstrecken sich auch die kulturgeschichtlichen Hintergründe der Region. Im angrenzenden Museumsgelände sind durch die Zusammenarbeit von Archäologen und Handwerkern ein Dutzend Häuser und Hütten nach prähistorischen Vorbildern entstanden, denen allesamt Ausgrabungsbefunde aus Moorsiedlungen und Pfahlbauten der Gegend zugrunde liegen. Es ist ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und präsentiert seit 2018 die neu konzipierte Dauerausstellung → "15.000 Jahre Leben am See".

www.federseemuseum.de (Stand: 01.04.19)

Landratsamt Rems-Murr-Kreis, Waiblingen


Sonderausstellung "Vom Korn der frühen Jahre"

Landratsamt Rems-Murr-Kreis
Alter Postplatz 10
71332 Waiblingen

rems-murr-kreis.de

→ Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 08:30 bis 12:00 Uhr und Donnerstag von 13:30 bis 18:00 Uhr

Sonderausstellung

Parallel zur Remstalgartenschau 2019 ist vom 10. Mai 2019 bis 30. August 2019 im Foyer des Landratsamtes des Rems-Murr-Kreises, Waiblingen die Sonderausstellung "Vom Korn der frühen Jahre – Sieben Jahrtausende Ackerbau und Kulturlandschaft" zu sehen.

Nahezu unendliche Wälder prägten vor 7000 Jahren die Landschaft Südwestdeutschlands. Nur an wenigen Stellen war diese unwegsame Wildnis von kleinen „kultivierten“ Inseln durchbrochen – Ersten Eingriffen des Menschen in eine bis dahin ursprüngliche Naturlandschaft. Doch nach und nach wurde diese, den menschlichen Bedürfnissen entsprechend, durchgreifend und unumkehrbar neugestaltet. Rodungen und Viehtrieb veränderten das Waldbild. Auf den freien Flächen breiteten sich lichtliebende Pflanzen aus und vor etwa 4000 Jahren begannen die Menschen in Nordeuropa Getreide anzubauen.

Auf den jungsteinzeitlichen Feldern gediehen Emmer und Einkorn; daneben sicherten Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen sowie Öl- und Sammelpflanzen eine weitgehend ausgewogene Ernährung. Zunehmend wurde der Mensch zum „Selbstversorger“ – die Produktion der Lebensmittel lag von nun an in eigenen Händen.

Die Ausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart befasst sich mit der Agrargeschichte in Baden-Württemberg von den Anfängen der Jungsteinzeit vor mehr als 7000 Jahren bis in die Gegenwart. Die Ausstellung präsentiert die herausragenden Ergebnisse von 25 Jahren Forschungsarbeit zur Geschichte unserer Kulturlandschaft durch das Labor für Archäobotanik. Neue Forschungen werfen alle bisherigen Modellrechnungen über die Nahversorgung in der Jungsteinzeit über den Haufen. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die Entwicklung des Ackerbaus vom Hochmittelalter bis zur frühen Neuzeit.

Buchtipp

Zur Sonderausstellung "Vom Korn der frühen Jahre" ist unter gleichem Titel ein Begleitbuch als Heft 55 in der Reihe „Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg“ erschienen. Autoren: Manfred Rösch, Marion Heumüller, Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, 2008. Es kann im Webshop der Gesellschaft für Archäologie erworben werden.

 

Der Ausstellungsort: Im Foyer des Kreishauses in Waiblingen finden regelmäßig Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themen statt.

rems-murr-kreis.de (Stand: 20.01.19)

Keltenmuseum Heuneburg, Herbertingen-Hundersingen


Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb und Neckar"

Keltenmuseum Heuneburg
Binzwanger Str. 14
88518 Herbertingen-Hundersingen

heuneburg.de

→ Öffnungszeiten (02. April bis 31. Oktober 2019)
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 16:00 Uhr, letzter Einlass bis 15:30 Uhr, Montag geschlossen

Sonderausstellung

In den Jahren 2014 und 2015 wurden südwestlich der Stadt Kirchheim unter Teck großflächige Ausgrabungen durchgeführt. Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege untersuchten in der Flur „Hegelesberg” eine Siedlung der Lineabandkeramik, der ältesten jungsteinzeitlichen Kulturgruppe in Südwestdeutschland. Neben Siedlungsspuren aus dem 6. Jt. v. Chr. in Form von über 20 Langhäusern konnten am Fundplatz auch unerwartet jüngere Befunde nachgewiesen werden: Das Grab einer reich mit Goldschmuck ausgestatteten keltischen Frau darf als kleine Sensation bezeichnet werden.

Ergänzend zu dieser mit großem Aufwand geborgenen Grabausstattung werden zwei weitere mit exotischen Materialien ausgestattete Frauengräber gezeigt: ein Schlaglicht auf die Bestattungssitten sozial höher gestellter Frauen in der ausgehenden Hallstattzeit.

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungs-Flyer 2019 auf den Seiten des Heuneburgmuseums in Herbertingen-Hundersingen.

Begleitende Vortragsreihe

Parallel zur Ausstellung erleben Sie im Rathaus Herbertingen, Holzgasse 6, zwei Vorträge zum gleichen Themenkomplex

  • 23. Mai:
    Keltengold im Steinzeitdorf | Archäologische Entdeckungen am „Hegelesberg“ in Kirchheim unter Teck
    Dr. Jörg Bofinger, Referatsleiter Regionale Archäologie, Schwerpunkte, Inventarisation, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen

  • 26. September:
    Das Gold der frühen Kelten
    Dr. Birgit Schorer, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Buchtipp

Zur Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold" ist unter gleichem Titel ein Begleitbuch als Heft 78 in der Reihe „Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg“ erschienen. Autor: Jörg Bofinger, Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, 2018. Es kann im Webshop der Gesellschaft für Archäologie erworben werden.

 

Die Museen: Um Forschungsergebnisse und Originalfunde aus der Heuneburg und den keltischen Fürstengräbern der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wurde die im Jahr 1783 erbaute, ehemalige Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal in Hundersingen grundlegend renoviert und präsentiert sich heute als Keltenmuseum Heuneburg in Herbertingen-Hundersingen.

Das heutige Freilichtmuseum Heuneburg liegt nur ca. 2 km von Herbertingen-Hundersingen (in Richtung Binzwangen) entfernt und wurde im Wesentlichen seit 1998 bis 2001 auf dem Plateau der Keltenstadt Pyrene errichtet. Es besteht aus einer Reihe von Rekonstruktionen, in denen u.a. wechselnde Ausstellungen gezeigt, sowie Führungen und Mitmachaktionen angeboten werden. Seit 2013 befindet es sich in der Trägerschaft der Gesellschaft für Archäologie.

www.heuneburg.de/heuneburgmuseum (Stand: 01.03.19)

Museum Ulm


Sonderausstellung "Tod im Tal des Löwenmenschen. Knochengeschichten aus 100.000 Jahren"

Museum Ulm
Studio Archäologie
Marktplatz 9
89073 Ulm

museumulm.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11:00 bis 17:00 Uhr, Donnerstag 11:00 bis 20:00 Uhr, Montag geschlossen, Faschingsdienstag, Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen

Sonderausstellung im Studio Archäologie

Das Lonetal bei Ulm ist durch seine Höhlen bekannt, in denen die ältesten figürlichen Kunstwerke wie der "Löwenmensch" entdeckt wurden. 2019 widmet das Museum weniger beachteten Funden aus dem UNESCO Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" eine Ausstellung im Studio Archäologie. Menschliche Skelettreste von der Zeit des Neandertalers bis in das Mittelalter belegen, dass die Höhlen über Jahrzehntausende wiederholt als Bestattungsplatz, als Kultstätte oder Opferplatz genutzt wurden. Die Ausstellung erzählt spannende Geschichten rund um Entdeckung und Bergung, berichtet von Irrungen und Wirrungen der Wissenschaft - und zeigt die neuesten Erkenntnisse zur Altersbestimmung, zur Anthropologie und zur Archäogenetik auf.

[Bildnachweis im Ausstellungsplakat s.o.: So markierte der Ausgräber der Bocksteinhöhle das 8.000 Jahre alte Grab einer Frau und ihres neugeborenen Kindes in seinem Bericht von 1892, Quelle: Museum Ulm]

Öffentliche Ausstellungseröffnung

Die öffentliche Ausstellungseröffnung zur neuen Sonderausstellung "Tod im Tal des Löwenmenschen. Knochengeschichten aus 100.000 Jahren" findet am Freitag, 10. Mai 2019 um 19:00 Uhr in den Räumen des Museums statt.

 

Das Museum: Das Museum Ulm ist ein einzigartiges kunst- und kulturgeschichtliches Universalmuseum mit herausragenden Sammlungsbeständen von nationaler, internationaler und weltkultureller Bedeutung. Im Herzen der Stadt Ulm, in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble des 16.-20. Jahrhunderts gelegen, vermittelt das Museum Ulm 40.000 Jahre Kunst-, Kultur- und Designgeschichte und bietet zusammen mit den originalen Räumen der ehemaligen Hochschule für Gestaltung (HfG) ein besonderes Kunsterlebnis an authentischen Orten.

www.museumulm.de/museum (Stand: 10.07.19)

Limesmuseum Aalen


Neue Dauerausstellung im "Limesmuseum Aalen"

Limesmuseum Aalen
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen

limesmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, am 24. bis 25. Dezember sowie Silvester und Neujahr geschlossen

Neue Dauerausstellung

Nach rund zweieinhalbjähriger Schließung, diversen Umbauten und einer energetischen Sanierung öffnete das Limesmuseum Aalen am 25. Mai 2019 mit einer → Eröffnungswoche wieder seine Tore. Die völlig neue → Dauerausstellung mit über 1.200 Originalfunden wird auf einer erweiterten 1.500 m² großen Ausstellungsfläche präsentiert.

Im Erdgeschoss tauchen die Besucher dabei zunächst ein in das Leben am Limes vor 1.800 Jahren. In einem ersten Schritt, einer Art Prolog, werden die Entwicklung des römischen Reiches, seine Herrschaftsideologie, sein Verständnis von Grenzen und das Verhältnis der Römer zu den Germanen erläutert. In einem zweiten Schritt lernt der Besucher dann anhand von konkreten archäologischen Objekten sieben Personen kennen, die im römischen Aalen gelebt haben.

Im zweiten Teil der Ausstellung im Obergeschoss kehrt der Besucher aus der Römerzeit in die Gegenwart zurück. Er begibt sich auf eine archäologische Entdeckungsreise entlang der 164 km langen Limesstrecke in Baden-Württemberg.

Den Abschluss der Ausstellung bildet schließlich ein Epilog, der den Blick weitet und das Thema Grenzen und deren Intention, Funktion und Wirkung anhand mehrerer Beispiele historischer wie aktueller Grenzen aufzeigt.

 

Das Museum: Das Limesmuseum ist ein → Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg (ALM) und eines der bedeutendsten Römermuseen in Deutschland. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemals größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen. Zentrales Thema des Museums ist die Besatzung des süddeutschen Raumes durch die Römer im 2. Jh. nach Chr..

Das Museum wurde am 05. Juni 1964 eröffnet und in der Folgezeit mehrfach umgebaut und erweitert. Im Zuge weiterer Ausgrabungen erfolgte bereits in den 1980er Jahren eine Ergänzung um einen archäologischen Park. Dieser wurde ab 2003 weiter ausgebaut und 2005 wiedereröffnet. Er ist seitdem als ehemalige Kastellfläche Teil des UNESCO-Welterbes. Seit 2008 ist am Museum das → Limes-Informationszentrum (LIZ) eingerichtet, um für Besucher des UNESCO-Welterbes in Baden-Württemberg archäologische und touristische Informationen zu bündeln. Nach rund zweieinhalbjähriger Schließung, diversen Umbauten und einer energetischen Sanierung ist das "neue" Limesmuseum seit Ende Mai 2019 mit seiner völlig neu gestalteten Dauerausstellung wieder vollständig zugänglich.

Im Museum wird die Geschichte der Provinz Rätien und Obergermanien sowie die Geschichte rund um das militärische und zivile Leben am Limes dargestellt. Exponate sind unter anderem zahlreiche Funde von Grabungen auf dem Kastellgelände Aalen und im Kastell Rainau-Buch. Während des Jahres finden verschiedene Sonderveranstaltungen statt.

Beachtung verdient auch das vor dem Museum gelegene Freigelände. In einer mehrjährigen Grabungskampagne konnte das Stabsgebäude mit dem gut erhaltenen Fahnenheiligtum freigelegt werden. Ein beschilderter Rundweg erklärt diese Anlage.

www.limesmuseum.de/geschichte (Stand: 01.06.19)

Limesmuseum Aalen


Sonderausstellung "Zwischen Kastell und Stadt - Aalen nach den Römern"

Limesmuseum Aalen
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen

limesmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, am 24. bis 25. Dezember sowie Silvester und Neujahr geschlossen

Sonderausstellung

Vom 30. Mai bis zum 29. September 2019 ist in den Räumen des neu eröffneten Limesmuseums Aalen die Sonderausstellung "Zwischen Kastell und Stadt - Aalen nach den Römern" zu sehen. Dieses Sonderthema wurde vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (ALM) konzipiert. Leihgeber der gezeigten Exponate sind das Archäologische Museum Frankfurt und das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.

Die Sonderausstellung beleuchtet folgende Themenbereiche aus dem nachrömischen Aalen:

  • Nach dem Abzug der Römer
  • Die Entwicklungen bis ins 9. Jahrhundert
  • Frühe Alamannen in Aalen
  • Der Runenreif aus Aalen
  • Merowingische Gräber um St. Johann
  • Merowingische Gräber in der Gartenstraße
  • Frühmittelalterliche Strukturen um St. Johann

 

Das Museum: Das Limesmuseum ist ein → Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg (ALM) und eines der bedeutendsten Römermuseen in Deutschland. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemals größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen. Zentrales Thema des Museums ist die Besatzung des süddeutschen Raumes durch die Römer im 2. Jh. nach Chr..

Das Museum wurde am 05. Juni 1964 eröffnet und in der Folgezeit mehrfach umgebaut und erweitert. Im Zuge weiterer Ausgrabungen erfolgte bereits in den 1980er Jahren eine Ergänzung um einen archäologischen Park. Dieser wurde ab 2003 weiter ausgebaut und 2005 wiedereröffnet. Er ist seitdem als ehemalige Kastellfläche Teil des UNESCO-Welterbes. Seit 2008 ist am Museum das → Limes-Informationszentrum (LIZ) eingerichtet, um für Besucher des UNESCO-Welterbes in Baden-Württemberg archäologische und touristische Informationen zu bündeln. Nach rund zweieinhalbjähriger Schließung, diversen Umbauten und einer energetischen Sanierung ist das "neue" Limesmuseum seit Ende Mai 2019 mit seiner völlig neu gestalteten Dauerausstellung wieder vollständig zugänglich.

Im Museum wird die Geschichte der Provinz Rätien und Obergermanien sowie die Geschichte rund um das militärische und zivile Leben am Limes dargestellt. Exponate sind unter anderem zahlreiche Funde von Grabungen auf dem Kastellgelände Aalen und im Kastell Rainau-Buch. Während des Jahres finden verschiedene Sonderveranstaltungen statt.

Beachtung verdient auch das vor dem Museum gelegene Freigelände. In einer mehrjährigen Grabungskampagne konnte das Stabsgebäude mit dem gut erhaltenen Fahnenheiligtum freigelegt werden. Ein beschilderter Rundweg erklärt diese Anlage.

www.limesmuseum.de/geschichte (Stand: 01.06.19)

Klosterkirche Lorch


Bannerausstellung „Römische Spolien in Kirchen auf der Ostalb“

Veranstalter:
Limes Informations-Zentrum
Baden-Württemberg
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen

am-Limes-grenzenlos.de

Zum siebten Mal findet „Am Limes grenzenlos“ statt und wird gemeinsam mit dem UNESCO-Welterbetag durchgeführt. Die Auftaktveranstaltung mit Eröffnung der Bannerausstellung ist am Westportal der Kirche Kloster Lorch

Kloster Lorch
Klosterstraße 2
73547 Lorch

→ Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr (März - Oktober) bzw. 10:00 bis 17:00 Uhr (November - Februar), sowie nach Vereinbarung, 24. und 31. Dezember geschlossen

Bannerausstellung

Vom 03. Juli 2018 bis auf Weiteres ist im Kreuzgang des Klosters Lorch die → Bannerausstellung "Römische Spolien in Kirchen auf der Ostalb" des Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg (LIZ) in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart zu sehen.

Die Bannerausstellung des Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg will mit einer Facette der Limesgeschichte bekanntmachen, die nicht so im Fokus der Betrachtung steht: die Verwertung römischer Steinarchitektur am Limes und seinem Hinterland in den Jahrhunderten nach Nutzungsaufhebung der Grenzanlagen. Dabei informieren wir über römische Werksteine, die im Zuge gezielten Abrisses der antiken Bauten zwecks Steingewinnung entnommen und bei der Errichtung mittelalterlicher Kirchen im Ostalbkreis verwendet wurden.

Auf drei Bannern wird kompakt über aufregende Funde in Kirchen von Lorch, Essingen, Aalen (St.-Johann, Unterkochen), Bopfingen und Kirchheim am Ries informiert. Wie sich zeigt, dienten viele dieser Steine als einfaches Baumaterial. Andererseits - und das macht die Beschäftigung mit dem Thema so spannend - wurden offenbar besondere, mit Inschriften oder Bildreliefs versehene Steine Träger von speziellen Botschaften. Hinsichtlich der inhaltlichen Aussagen bieten sich hier aufregende Vergleichsmöglichkeiten mit frühmittelalterlichen Goldschmiedearbeiten an, die Gegenstand eines vierten Banners sind.

Von außerordentlich symbolträchtiger Bedeutung scheint der römische Architrav über dem Westportal der Klosterkirche von Lorch zu sein. Das wiederverwendete Bauglied, das von einem kleinen Tempel (Aedikula) stammt, trug sogar eine Kaiserinschrift. Am UNESCO-Welterbetag ist die Bannerausstellung in Lorch direkt vor Ort zu beiden Seiten des Westportals zu sehen.

 

Einladung zur Eröffnungsveranstaltung des Aktionstages "AM LIMES grenzenlos"

Am Sonntag, den 02. Juni 2019 findet um 11.00 Uhr am Westportal der Klosterkirche Lorch die → Eröffnungsveranstaltung des Aktionstags „AM LIMES grenzenlos“ statt. Zu dieser Veranstaltung, die alle zwei Jahre am UNESCO-Welterbetag stattfindet, laden wir die Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie ganz herzlich ein.

Programm

11:00 Uhr Grußworte
11:50 Uhr Vorstellung der Bannerausstellung „Römische Spolien in Kirchen auf der Ostalb“

Genießen Sie im Anschluss einen abwechslungsreichen Nachmittag mit einem Besuch der Ausstellung und ausgewählten Einblicken in das Leben der Römer.

Für Speisen und Getränke ist vor Ort gesorgt.

Anmeldung

Wir bitten bis zum 29.05.2019 um eine formlose Anmeldung per E-Mail an irene.klein@rps.bwl.de. Bitte bringen Sie das → Einladungsschreiben zur Veranstaltung mit. Es dient in Verbindung mit einem Einladungsverzeichnis vor Ort als Eintrittskarte.

Ab dem 3. Juni 2019, wird die Ausstellung bis auf Weiteres zu den üblichen Öffnungszeiten im Kreuzgang des Klosters zu sehen sein. Texte und Abbildungen stammen vom Leiter des Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg (LIZ) in Aalen, Dr. Stephan Bender († Juni 2019).

 

Das Koster: Im Remstal zwischen Stuttgart und Aalen liegt das Kloster Lorch weithin sichtbar auf einem Bergrücken. Bekannt ist die weitläufige Anlage mit ihrer eindrucksvollen Ringmauer durch die Familie der Staufer, die schon 1102 an dieser Stelle ein Kloster gründeten und hier ihre Grablege einrichteten. Irene von Byzany, eine Schwiegertochter Barbarossas, ist die berühmteste Stauferin, die hier vor über 800 Jahren bestattet wurde. Kloster Lorch gehört heute zu den am besten erhaltenen Staufergedenkstätten.

Die Blütezeit des Benediktiner-Klosters lag im späten Mittelalter. Noch heute kann die reizvolle Anlage mit Kirche, Klausur, Wirtschaftsgebäuden und Klostergarten, umgeben von einer noch vollständig erhaltenen Ringmauer, besichtigt und für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden.

Schon bei der Anfahrt zum Parkplatz vor den Klostertoren grüßt ein rekonstruierter römischer Wachturm, der das Limesknie am obergermanischen und rätischen Limes in Lorch markiert. Lernen Sie das Kloster Lorch mit mittelalterlicher Kirche, Klausur, Wirtschaftsgebäuden und Marsiliusturm kennen, der Ihnen herrliche Ausblicke auf die Anlage und die Umgebung bietet. In der Dauerausstellung präsentiert sich anschaulich über 900 Jahre Klostergeschichte. Hervorzuheben sind die prächtig verzierten Lorcher Chorbücher: Faksimiles der spätmittelalterlichen Handschriften zeugen von der Kunst der Mönche.

Lebendig und mit Humor gewürzt erzählt das farbenprächtige Staufer-Rundbild des Künstlers → Hans Kloss († 2018) die Geschichte des Staufergeschlechts.

www.kloster-lorch.com (Stand: 23.05.19)

Freilichtmuseum Heuneburg


Sonderausstellung "Burgen - Bauern - Bestattungen: Neue Ausgrabungen im Umfeld der Heuneburg"

Freilichtmuseum Heuneburg Pyrene
Heuneburg 1-2
88518 Herbertingen-Hundersingen

heuneburg-keltenstadt.de

→ Öffnungszeiten (02. April bis 31. Oktober 2019)
Freilichtmuseum: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, letzter Einlass bis 16:30 Uhr, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Vom 06. Juni bis zum 31. Oktober 2019 ist im Freilichtmuseum Heuneburg die Sonderausstellung "Burgen - Bauern - Bestattungen: Neue Ausgrabungen im Umfeld der Heuneburg" zu sehen. Ein aktueller Flyer steht unten zum Download bereit.

Die Heuneburg an der oberen Donau stellt eine der bedeutendsten Fundstätten der mitteleuropäischen Eisenzeit dar und wird bereits seit 1950 systematisch untersucht. Das Umland des hallstattzeitlichen Zentralorts dagegen blieb bis vor wenigen Jahren weitgehend unerforscht. Das änderte sich 2014 mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligtem Langfristprojekt.

Seitdem stehen v. a. ländliche Siedlungen und Höhenbefestigungen bzw. Burgen im Umfeld der Heuneburg im Fokus der Forschung. Die spektakulären Funde der Bettelbühlnekropole und des Grabhügelfelds bei Unlingen erlaubten zudem einzigartige Einblicke in den Aufbau der eisenzeitlichen Gesellschaft.

Die aktuellen Untersuchungen an befestigten Anlagen sowie in offenen Siedlungen und Bestattungsarealen liefern neue Erkenntnisse über die Strukturierung der eisenzeitlichen Siedlungslandschaft und das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Plätzen.

Der Dreiklang – Burgen, Bauern, Bestattungen – wird die neuesten Ergebnisse dieser Forschungen veranschaulichen sowie anhand großformatiger Illustrationen Szenen der hallstattzeitlichen Lebenswelt im Umfeld der Heuneburg rekonstruieren, um somit die Vergangenheit verständlicher zu machen.

Ausstellungseröffnung

Wir laden Sie sehr herzlich zur Eröffnung unserer Ausstellung "Burgen - Bauern - Bestattungen" am 05. Juni 2019 um 15:00 Uhr ein und freuen uns, Ihnen die aktuellen Forschungen und Ausgrabungen im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg vorzustellen. Die Tafelausstellung präsentiert neben den neuesten Erkenntnissen auch großformatige Illustrationen der hallstattzeitlichen Lebenswelt.

Im Herrenhaus

  • Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Claus Wolf, Vorsitzender der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. und Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege (kurzfristig verhindert - 05.06.19-fh)
  • Ansprache durch Frau Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau
  • Einführung in die Ausstellung und die aktuellen Forschungen durch Herrn Prof. Dr. Dirk Krausse, Landesarchäologe, Referatsleiter Archäologische Denkmalpflege und stv. Abteilungsleiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Archäologie

Im Außenbereich vor dem Herrenhaus

  • Eröffnung der Ausstellung durch Staatssekretärin Katrin Schütz
  • Führung durch die Ausstellung durch Herrn Dr. Leif Hansen, Koordinator des Heuneburg-Projektes beim Landesamt für Denkmalpflege

Im Anschluss Empfang im Herrenhaus. Der Eintritt ist mit Anmeldung zur Veranstaltung frei.

Anmeldung

Wir bitten Sie um Ihre Anmeldung bis zum 24.05.19 telefonisch unter der Nummer der Geschäftsstelle der Gesellschaft für Archäologie 0711 / 577 44 154 oder formlos per E-Mail unter mail@gesellschaft-archaeologie.de. Wir freuen uns, Sie am 05.06.19 zur Ausstellungseröffnung im Freilichtmuseum begrüßen zu dürfen.

Nachtrag

Die Ausstellungseröffnung am 05.06.19 in der → Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg.

 

Die Museen: Das heutige Freilichtmuseum Heuneburg Pyrene wurde im Wesentlichen seit 1998 bis 2001 errichtet und besteht aus einer Reihe von Rekonstruktionen, in denen u.a. wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Seit 2013 befindet es sich in der Trägerschaft der Gesellschaft für Archäologie. Die räumliche Ausdehnung der Keltenstadt und die Monumentalität der Bauwerke werden den Besuchern durch die Nachbauten der Häuser und des Lehmziegelmauerabschnitts in Originalgröße innerhalb des Freilichtmuseums, durch das rekonstruierte Steintor und durch die Wiederaufschüttungen von Wall und Grabhügeln im Umland vermittelt. Auf dem Freigelände gibt es ein vielfältiges Jahresprogramm rund um keltische Themen.

Um weitere Forschungsergebnisse und Originalfunde aus der Heuneburg und den keltischen Fürstengräbern der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wurde die im Jahr 1783 erbaute, ehemalige Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal im nahegelegenen Herbertingen-Hundersingen grundlegend renoviert und präsentiert sich heute als Keltenmuseum Heuneburg. Ein archäologischer Wanderweg verbindet beide Museen und führt zu den Bodendenkmalen im Umland der Heuneburg.

www.heuneburg-keltenstadt.de (Stand: 01.04.19)

Museum im Steinhaus, Nagold


Sonderausstellung "Mit Hightech auf den Spuren der Kelten" - Ausstellung zur modernen Feldarchäologie

Museum im Steinhaus
Badgasse 3
72202 Nagold

nagold.de/Steinhaus

→ Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag, Sonntag und an Feiertagen 14:00 bis 17:00 Uhr, Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag geschlossen

Sonderausstellung

Unsichtbares sichtbar machen, verborgene Spuren vorgeschichtlicher Zeiten aufspüren, ohne dabei den Spaten anzusetzen, Grabungsergebnisse naturgetreu für die Zukunft aufbewahren – was von jeher Wunschvorstellung der Archäologie war, beginnt modernste Technik heutzutage in die Wirklichkeit umzusetzen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert die Stadt Nagold im Museum im Steinhaus die Sonderausstellung „Mit Hightech auf den Spuren der Kelten“. Sie ermöglicht einen faszinierenden Einblick in die neuartigen Möglichkeiten der Archäologie. Anhand verschiedenster Medien, z.B. Computeranimation und dreidimensionaler Darstellung, sollen die hochmodernen Technologien vorgestellt werden.

Rückblick

Ein Rückblick auf über 150 Jahre Feldforschung zeigt, welche Pionierleistungen zur modernen archäologischen Feldforschung unserer Tage führten.

Luftbildarchäologie

Im 20. Jahrhundert trat die Luftbildarchäologie an die Seite der traditionellen archäologischen Forschung. Mit immer feineren Methoden gelingt es seither, Geländedenkmale aufgrund unterschiedlichster Bodenbegebenheiten und Bewuchsmerkmale aus der Luft zu erkennen und zu dokumentieren.

Laserscanning aus der Luft

Heute wird die Luftbildarchäologie durch Laserscanning ergänzt und weitergeführt. Vom Flugzeug aus können ganze Landschaften mit Laserstrahlen angetastet werden. Aus den Daten entstehen digitale Bilder des Geländereliefs. Wald, der den Blick auf den Boden verdeckt, kann man auf dem Bildschirm „wegrechnen“. Mit dem Laser-Blick durch das Blätterdach erschließen sich beeindruckende Geländedarstellungen, die eine neue Sicht auf Bodendenkmale erlauben.

Geophysik

Geophysikalische Untersuchungen am Boden gewähren schließlich den Blick unter die Erdoberfläche. In den kartierten Messungen von Bodenradar, Elektrik oder Magnet, die wie futuristische Graphiken anmuten, lassen sich verborgene archäologische Strukturen identifizieren.

Digitale Grabungs- und Funddokumentation

Auch in der Grabungstechnik selbst hat Hightech Einzug gehalten. Mit modernsten Geräten, wie Tachymeter oder Laserscanner, werden die Ausgrabungsbefunde digital erfasst und dreidimensional vermessen. Auf dieser Basis sind sensationelle Rekonstruktionen am Computer möglich.

Buchtipp

Zur Sonderausstellung "Mit Hightech auf den Spuren der Kelten" ist unter gleichem Titel ein Begleitbuch als Heft 61 in der Reihe „Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg“ erschienen. Autoren: Jörg Bofinger, Mathias Merkl, Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, 2010. Es kann im Webshop der Gesellschaft für Archäologie erworben werden.

 

Das Museum: Das Museum der Stadt Nagold ist seit dem Jahr 1989 im Steinhaus, dem wahrscheinlich ältesten Haus der Stadt, untergebracht. Es versteht sich als Ort der Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart Nagolds und der Region.

Museum im Steinhaus (Stand: 25.02.19)

Alamannenmuseum Ellwangen


Sonderausstellung "Rom vor der Haustür - Das Welterbe Limes in Ellwangen"

Alamannenmuseum
Haller Straße 9
73479 Ellwangen

alamannenmuseum-ellwangen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Vom 17. Juli 2019 bis zum 05. Oktober 2019 ist im Alamannenmuseum Ellwangen die Sonderausstellung "Rom vor der Haustür - Das Welterbe Limes in Ellwangen" zu sehen. Es handelt sich um eine Schülerprojekt-Ausstellung der Archäologie-AG des Peutinger-Gymnasiums Ellwangen.

Die schuleigene Archäologie-AG, welche dieses Jahr erstmals eine Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten hat, präsentiert anschaulich die Resultate ihrer diesjährigen Arbeit.

Die Förderung durch das schulische Stiftungsprogramm „denkmal aktiv“ ermöglichte eine intensive Auseinandersetzung mit dem transnationalen Welterbe Limes, welches sich auch durch die Gemarkung Ellwangens zieht. Dabei wurden in Exkursionen nicht nur der denkmalpflegerische Zustand des Bodendenkmals dokumentiert, sondern die Schüler lernten auch verschiedene archäologische Methoden aus erster Hand und nächster Nähe kennen. Ein besonderer Höhepunkt war schließlich der Austausch mit der Projektpartnerschule, der Humboldtschule aus Bad Homburg vor der Höhe im Taunus. Das dortige Limeskastell, die Saalburg, war Ort einen erfahrungsreichen zweitägigen Begegnungstreffens.

Diese Auseinandersetzung mit dem Denkmal Limes, seiner umgebenden Landschaft und der Nutzung durch den Menschen bildet den Leitfaden durch die Ausstellung, die anschaulich das schulische Arbeiten präsentiert.

Vernissage

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 17. Juli 2019 um 18:30 Uhr eröffnet. Die schuleigene Archäologie-AG präsentiert dabei anschaulich die Resultate ihrer diesjährigen Arbeit.

Finissage

Am Samstag, 05. Oktober 2019 um 16:00 Uhr geben die Schülerinnen und Schülern der Archäologie-AG und weitere Projektbeteiligte zum Abschluss nochmal einen Einblick in das Projekt und die Sonderausstellung. Es sind ebenfalls besondere Aktionen geplant.

 

Das Museum: In Ellwangen entstand in den letzten Jahren im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen. Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig.

www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Stand: 22.09.18)

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)


Sonderpräsentation "Fund des Jahres: Schlagstein mit Ockerspuren"

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren

urmu.de

→ Öffnungszeiten Sommersaison (15. März bis 30. November)
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
Ostermontag, Pfingstmontag und 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) geöffnet. Karfreitag geschlossen

→ Öffnungszeiten Wintersaison (01. Dezember bis 14. März)
Dienstag bis Samstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
24. bis 26. Dezember, Silvester und Neujahr geschlossen, Heilige-3-Könige geöffnet

Sonderpräsentation

Schon die Jäger und Sammler der Altsteinzeit nutzten Naturfarben wie Ocker: Sie bemalten damit Gegenstände und Körper, gerbten Leder, schützten sich vor Insekten und Sonne oder nutzten es als Zusatz im Klebstoff bei der Werkzeugherstellung. Ein unscheinbarer, kleiner Geröllstein von der Schwäbischen Alb gibt wichtige Aufschlüsse darüber, wie sie die Farben herstellten.

Aus dem Hohle Fels sind Hunderte von Rötelstücken sowie einige Objekte mit Resten dieses Farbpigments bekannt. Herausragend sind dabei die mit roten Tupfen bemalten Kalksteine.

Aber über den handwerklichen Prozess um die Aufbereitung der mineralischen Farbbrocken hin zu einer nutzbaren Farbe ist wenig bekannt. Der jetzt gefundene Schlagstein und "Reibestein" zeigt nun den Aufbereitungsprozess von Farbe. Die Aufsehen erregenden Grabungergebnisse sind im neu erschienenen Jahrbuch → "Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2018" veröffentlicht.

Der Reibestein wird bis Anfang Januar 2020 im urmu als "Fund des Jahres" präsentiert – begleitet von anderen Exponaten mit Bezug zu Farbe.

 

Das Museum: 1965 wurde das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren in einem Raum des „Spitals zum Heiligen Geist“ eröffnet. Prof. Gustav Riek von der Universität Tübingen wollte die Fundstücke und Ergebnisse seiner Ausgrabungen in der Brillenhöhle und der Großen Grotte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Stadt Blaubeuren richtete daraufhin eine kleine Ausstellung ein und übernahm die finanzielle Trägerschaft.

Aus dieser Keimzelle hat sich das Museum bis heute weiter entfaltet. Nach diversen Um- und Erweiterungsbauten ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) jetzt Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Es ist das zentrale Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Forschungsmuseum der Universität Tübingen. Ausgestellt ist das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit Originalfunden aus der Region. Prominentestes Exponat ist das Original der „Venus vom Hohle Fels“.

Mit der räumlichen Erweiterung und der Präsentation von Originalen der Eiszeitkunst in der Fundregion wird das Museum seiner Rolle als zentrales Informationszentrum für das UNESCO-Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" gerecht.

www.urmu.de (Stand: 15.04.19)

Alamannenmuseum Ellwangen


Sonderausstellung "Der Münzschatz von Ellwangen“

Alamannenmuseum
Haller Straße 9
73479 Ellwangen

alamannenmuseum-ellwangen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag geschlossen, 24., 25. und 31.12.2019 geschlossen

Sonderausstellung

Vom 09. November 2019 bis zum 19. Januar 2020 ist im Alamannenmuseum Ellwangen die Sonderausstellung "Der Münzschatz von Ellwangen" zu sehen. Es handelt sich um eine Ausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege im RP Stuttgart (LAD) in Kooperation mit dem Alamannenmuseum Ellwangen.

Vergangenes Jahr wurde der Fund eines der größten Silbermünzschätze aus dem Spätmittelalter, der bislang in Baden-Württemberg entdeckt wurde, bekannt. Der sogenannte Ellwanger Münzschatzfund wurde im Frühjahr erstmals auf einer Pressekonferenz im LAD gezeigt.

Zwei Militaria-Sammler hatten diesen während eines illegalen Sondenganges zufällig in einem Waldstück auf der Gemarkung der Großen Kreisstadt Ellwangen entdeckt und zunächst unter sich aufgeteilt. Einer der Finder hat den Münzschatz jedoch später dem Landesamt für Denkmalpflege gemeldet. Mit über 9.200 Prägungen stellt diese Entdeckung den größten Münzschatzfund der Zeitepoche von 1260 bis 1330 in Baden-Württemberg dar, der nun erstmals der breiten Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert wird.

 

Das Museum: In Ellwangen entstand in den letzten Jahren im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen. Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig.

www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Stand: 22.09.18)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Rosenstein bei Heubach, Ostalbkreis

Hans Lang


Lehrgrabung Gruppe 3 - Umfeld Rosenstein

Hinweis (Stand: 14.02.19-fh): Die Lehrgrabung Gruppe 3 ist mittlerweile ausgebucht. Es wird aber eine Warteliste geführt. Nutzen Sie auch dafür bitte das unten angehängte Anmeldeformular. Werden Plätze frei, werden Sie kurzfristig benachrichtigt.

Voraussetzungen und Programm

Voraussetzung für die Teilnahme an der Lehrgrabung ist die Bereitschaft zu körperlicher Arbeit an der frischen Luft. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden benötigt. Die Tätigkeiten umfassen Erdarbeiten im gleichen Maße wie auch das Kennenlernen der archäologischen Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken.

Nachtrag 17.07.19-fh: Die Richtlinien des LAD für die Arbeit in Grabungsschnitten erfordern Schicherheitsschuhe der Klasse S3 (Stahl-/Hartplastikkappe, verstärke Sohle und Knöchelhöhe).

Soweit es die Zeitplanung zulässt und das Interesse der Teilnehmer vorhanden ist, sind innerhalb der 2 Grabungswochen kurze Exkusionen zu aktuellen Grabungen oder archäologischen Besonderheiten in der näheren Umgebung vorgesehen.

Organisatorisches

  • Die Gruppengröße beträgt max. 10 Personen, die Dauer pro Gruppe zwei Wochen.
  • Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.
  • Die Betreuung der Lehrgrabung wird vom Landesamt für Denkmalpflege geleistet.
  • Für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie beträgt die Kostenbeteiligung 60,- € pro zweiwöchiger Gruppengrabung.
  • Die Grabungswochen dauern jeweils von Montag (ca. 11:00 Uhr) bis Freitag (ca. 15:00 Uhr), das Wochenende ist frei.
  • Sobald die exakten Grabungsorte feststehen, erhalten die angemeldeten Teilnehmer zeitnah weitere Detailinformationen zu Treffpunkten, Uhrzeiten und Ansprechpartnern.

Verpflegung, Unterkunft und Logistik

Verpflegung und Unterkunft vor Ort sollten die Teilnehmer selbst organisieren und finanzieren. In der Regel liegen die Grabungsflächen in Gebieten, die nicht oder nur begrenzt mit Privat-PKWs angefahren werden können bzw. dürfen. Deshalb werden vor Ort gemeinsame Treffpunkte und die Bildung von Fahrgemeinschaften vereinbart.

Tipps

In der Nähe des Rosensteins liegen die Orte Heubach, Bartholomä, Böbingen, Mögglingen und Essingen, in denen es Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Hier empfehlen bisherige Grabungsteilnehmer z.B. das Gästehaus Rosenstein in Heubach oder das Landhotel Wental bei Bartholomä.

Für Wohnmobilisten gibt es Stellplatzmöglichkeiten inkl. Entsorgung auf dem Campingplatz Hirtenteich, Hasenweide 2, 73457 Essingen-Lauterburg (von hier lässt sich der Grabungsort i.d.R. mit dem Fahrrad erreichen) oder auf dem Wohnmobil-Stellplatz am Freibad (schräg gegenüber vom Gästehaus Rosenstein) in der Mögglinger Str. 41, 73540 Heubach.

Anmeldung

Bitte richten Sie Ihre verbindliche schriftliche Anmeldung bis zum 01. Juni 2019 an die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Archäologie, Berliner Str. 12, 73728 Esslingen.

Rosenstein bei Heubach, Ostalbkreis

Jonas Sack


Lehrgrabung Gruppe 4 - Umfeld Rosenstein

Hinweis (Stand: 15.03.19-fh): Die Lehrgrabung Gruppe 4 ist mittlerweile ausgebucht. Es wird aber eine Warteliste geführt. Nutzen Sie auch dafür bitte das unten angehängte Anmeldeformular. Werden Plätze frei, werden Sie kurzfristig benachrichtigt.

Voraussetzungen und Programm

Voraussetzung für die Teilnahme an der Lehrgrabung ist die Bereitschaft zu körperlicher Arbeit an der frischen Luft. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden benötigt. Die Tätigkeiten umfassen Erdarbeiten im gleichen Maße wie auch das Kennenlernen der archäologischen Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken.

Nachtrag 17.07.19-fh: Die Richtlinien des LAD für die Arbeit in Grabungsschnitten erfordern Schicherheitsschuhe der Klasse S3 (Stahl-/Hartplastikkappe, verstärke Sohle und Knöchelhöhe).

Soweit es die Zeitplanung zulässt und das Interesse der Teilnehmer vorhanden ist, sind innerhalb der 2 Grabungswochen kurze Exkusionen zu aktuellen Grabungen oder archäologischen Besonderheiten in der näheren Umgebung vorgesehen.

Organisatorisches

  • Die Gruppengröße beträgt max. 10 Personen, die Dauer pro Gruppe zwei Wochen.
  • Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.
  • Die Betreuung der Lehrgrabung wird vom Landesamt für Denkmalpflege geleistet.
  • Für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie beträgt die Kostenbeteiligung 60,- € pro zweiwöchiger Gruppengrabung.
  • Die Grabungswochen dauern jeweils von Montag (ca. 11:00 Uhr) bis Freitag (ca. 15:00 Uhr), das Wochenende ist frei.
  • Sobald die exakten Grabungsorte feststehen, erhalten die angemeldeten Teilnehmer zeitnah weitere Detailinformationen zu Treffpunkten, Uhrzeiten und Ansprechpartnern.

Verpflegung, Unterkunft und Logistik

Verpflegung und Unterkunft vor Ort sollten die Teilnehmer selbst organisieren und finanzieren. In der Regel liegen die Grabungsflächen in Gebieten, die nicht oder nur begrenzt mit Privat-PKWs angefahren werden können bzw. dürfen. Deshalb werden vor Ort gemeinsame Treffpunkte und die Bildung von Fahrgemeinschaften vereinbart.

Tipps

In der Nähe des Rosensteins liegen die Orte Heubach, Bartholomä, Böbingen, Mögglingen und Essingen, in denen es Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Hier empfehlen bisherige Grabungsteilnehmer z.B. das Gästehaus Rosenstein in Heubach oder das Landhotel Wental bei Bartholomä.

Für Wohnmobilisten gibt es Stellplatzmöglichkeiten inkl. Entsorgung auf dem Campingplatz Hirtenteich, Hasenweide 2, 73457 Essingen-Lauterburg (von hier lässt sich der Grabungsort i.d.R. mit dem Fahrrad erreichen) oder auf dem Wohnmobil-Stellplatz am Freibad (schräg gegenüber vom Gästehaus Rosenstein) in der Mögglinger Str. 41, 73540 Heubach.

Anmeldung

Bitte richten Sie Ihre verbindliche schriftliche Anmeldung bis zum 01. Juni 2019 an die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Archäologie, Berliner Str. 12, 73728 Esslingen.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Sonstiges


Bundesweit


Tag des offenen Denkmals 2019 – „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“

"Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur" heißt das bundesweite Motto zum Tag des offenen Denkmals im Jahr 2019, der wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im September stattfindet: diesmal am 08. September 2019.

Bundesweite Koordination: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

„Es hat keine Epoche gegeben, die sich nicht im exzentrischen Sinne ‚modern‘ fühlte“.
(Walter Benjamin, Das Passagen-Werk)

Modern - Moderne - Umbrüche

Belegt ist der Begriff „modernus“ seit dem 5. Jahrhundert. Verwendet wird er dann, wenn sich das Selbstverständnis einer Epoche oder der Gesellschaft verändert und sich von Vorgängern absetzt. Ein Umbruch bricht mit tradierten Vorstellungsweisen, Techniken, Erklärungsmodellen und praktischen Umsetzungen. In jedem Umbruch steckt daher etwas Neues, Revolutionäres, Fortschrittliches – und etwas Modernes.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses laden wir Sie dazu ein, den Blick auf alle revolutionären Ideen oder technischen Fortschritte über die Jahrhunderte zu richten: Gehen Sie der Frage nach, wie diese Umbrüche neue Kunst- und Baustile herbeiführten, die somit Zeitzeugnisse der jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten darstellen. Unabhängig von Denkmalgattung, Zeit und Ort – Umbrüche sind überall zu finden (→ aus: Thema des Tages des offenen Denkmals).

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.