Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Ellwangen

Dr. Jonathan Scheschkewitz


Raubgräber und illegale Sondengänger

Lichtbildervortrag im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung → "Der Münzschatz von Ellwangen".

Dr. Jonathan Scheschkewitz, Gebietsreferent für Archäologische Denkmalpflege und Schwerpunktgrabungen sowie stv. Referatsleiter im Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Esslingen

Zwei Militaria-Sammler hatten den umfangreichen "Münzschatz" während eines illegalen Sondenganges zufällig in einem Waldstück auf der Gemarkung der Großen Kreisstadt Ellwangen entdeckt und zunächst unter sich aufgeteilt. Einer der Finder hat den Münzschatz jedoch später dem Landesamt für Denkmalpflege gemeldet.

In seinem Lichtbildervortrag thematisiert der Archäologe Dr. Jonathan Scheschkewitz, Projektleiter der aktuellen Sonderausstellung "Der Münzschatz von Ellwangen“, die grundsätzliche Problematik von Raubgräbern und illegalen Sondengängern für die Archäologie und Wissenschaft.

 

Veranstalter: Förderverein Alamannenmuseum Ellwangen e.V.

Ort: Jeningenheim Ellwangen, Philipp-Jeningen-Platz 2, 73471 Ellwangen (Jagst) → Zugang zum Saal des Jeningenheims: Rückseite Basilika, Eingang auf der Nordseite

Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Stuttgart

Prof. Dr. Holger Sonnabend


Gesprochene Antike: Zustände wie im alten Rom? Die Herrschaft des Kaisers Tiberius

Vortragsreihe im Rahmen einer Kooperation des Historischen Institutes der Universität Stuttgart mit der Akademie für gesprochenes Wort und dem Landesmuseum Württemberg (ausgewählte Vorträge aus dem → Veranstaltungsprogramm des Landesmuseums).

Tiberius in den Tiber!

Als der römische Kaiser Tiberius 37 n. Chr. im Alter von 77 Jahren starb, war das Volk begeistert und forderte, seinen Leichnam in den Tiber zu werfen. In den antiken Quellen hat der Nachfolger des Augustus, der im Gegensatz zu Tiberius ein Meister der politischen Propaganda und der medialen Selbstdarstellung gewesen war, ebenfalls eine sehr schlechte Presse. Dies gilt vor allem für den Biographen Sueton, der den alternden Kaiser aus der Rückschau als ein orgiastisches Monster darstellte. Im Kontrast dazu lobte ihn der zeitgenössische Autor Velleius Paterculus in den höchsten Tönen. Kann man die unterschiedlichen Positionen miteinander vereinbaren? Wie sollte man Tiberius heute einschätzen? Eine Antwort liefern Vortrag und Lesung.

Vortrag: Prof. Dr. Holger Sonnabend, Historisches Institut, Abt. Alte Geschichte an der Universität Stuttgart

Lesung: Mitglieder des Sprecherensembles.

 

Veranstalter: Landesmuseum Württemberg in Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität Stuttgart und der Akademie für gesprochenes Wort

Ort: Altes Schloss, Vortragssaal, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Schwäbisch Gmünd

Dr. Andreas Thiel


Hochwasser im Talkessel: „Stuttgart 21“ und die Archäologie

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Dr. Andreas Thiel, Oberkonservator im Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Esslingen

Auf dem Baufeld des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs finden seit dem Sommer 2014 archäologische Untersuchungen statt. Aufgrund der Tallage Stuttgarts in Verbindung mit umfangreichen Sedimentationsprozessen haben sich hier die Bodenzeugnisse aus allen Epochen überdurchschnittlich gut erhalten.

In mehreren Metern Tiefe unter dem heutigen Niveau fanden sich Zeugnisse der Bronze-, Römer- und Völker wanderungszeit, des Mittelalters sowie der herzoglichen, später königlichen Residenz. Die im Schlamm des Nesenbachs und seiner Zuflüsse eingebetteten zum Teil mächtigen Baureste aus Stein und Holz belegen eindrücklich die permanente Gefahr, die das nahe Siedeln am Wasser über Jahrhunderte mit sich brachte. Heute erlauben die Befunde wichtige Aussagen zur Umwelt- und Landesgeschichte.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Stuttgart

Prof. Dr. Peter Scholz


Gesprochene Antike: Ciceros erster großer politischer Auftritt und seine vermeintliche Fürsprache zugunsten des Pompeius

Vortragsreihe im Rahmen einer Kooperation des Historischen Institutes der Universität Stuttgart mit der Akademie für gesprochenes Wort und dem Landesmuseum Württemberg (ausgewählte Vorträge aus dem → Veranstaltungsprogramm des Landesmuseums).

„Ein Mann wird von allen Bundesgenossen und Bürgern in diesem Krieg als Oberbefehlshaber gefordert und erbeten, eben dieser eine vom Feind gefürchtet, sonst aber niemand.“ (Cicero, Über den Oberbefehl des Pompeius 5)

Nach der allgemeinen Begeisterung über den raschen Erfolg über die kilikischen Seeräuber im Vorjahr gelang es dem Volkstribunen Gaius Manilius, daß das römische Volk dem Pompeius im Jahr 66 v. Chr. ein weiteres außerordentliches militärisches Kommando im Krieg gegen den pontischen König Mithridates VI. zusprach. Im Vortrag werden nicht nur die Rede Ciceros und seine vermeintliche Fürsprache zugunsten des Feldherrn, sondern auch die politischen Hintergründe, vor allem der Machtkampf zwischen dem römischen Senat und den übermächtig und populär gewordenen „Außenseitern“ wie Pompeius, eingehend erläutert.  

Vortrag: Prof. Dr. Peter Scholz hat den Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität Stuttgart inne. Seine Forschungsinteressen gelten der griechischen Sozial- und Kulturgeschichte, besonders der hellenistischen Zeit, der römischen Republik, der antiken politischen Theorie sowie der Kindheit, Jugend, Erziehung und Bildung in der Antike.

Lesung: Mitglieder des Sprecherensembles.

 

Veranstalter: Landesmuseum Württemberg in Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität Stuttgart und der Akademie für gesprochenes Wort

Ort: Altes Schloss, Vortragssaal, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Kirchheim u. Teck

Rainer Laskowski M.A.


Archäologische Funde zur Heimatgeschichte - Jahresrückblick 2019

Ein Vortrag im Rahmen des VHS-Angebotes Kirchheim u. Teck mit der Kurs-Nr. 192-V011.

Rainer Laskowski M.A., Archäologie-AG Kirchheim u.T. und ehrenamtlich Beauftragter des Landesamtes für Denkmalpflege, Owen

Im November 2018 erhielt die Archäologie-AG in Kirchheim unter Teck den Archäologie-Förderpreis des Landes Baden-Württemberg, der alle zwei Jahre verliehen wird. Dabei wurden ihr "außerordentliche Verdienste bei der Bewahrung und höchst lebendigen Vermittlung des archäologischen Erbes in ihrer Heimatregion, die landesweite Beachtung findet", bestätigt.

Was hat die Archäologie im Verlaufe von 35 Jahren stetiger Arbeit geleistet und wie sieht die Situation aktuell aus. Darüber wird berichtet, zudem über aktuelle Projekte der Archäologie-AG, wie z. B. baubegleitende Beobachtungen in Hochdorf und Notgrabungen vor dem Abriss eines Fachwerkhauses von 1567 in Dettingen unter Teck.

 

Veranstalter: Archäologie AG, VHS Kirchheim u. Teck e.V.

Ort: Spital, VHS Kirchheim u. Teck, Raum 04, Max-Eyth-Str. 18, 73230 Kirchheim u.T.

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 8,00 € (Abendkasse)

Stuttgart-Bad Cannstatt

Sarah Roth M.A.


Auf Holz gebaut – Neues aus dem römischen Bad Cannstatt

Ein Vortrag im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung → "Den Römern auf der Spur".

Sarah Roth M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

In ihrem Vortrag referiert die Archäologin Sarah Roth zum Thema "Holz und Keramik – ein Blick auf die Frühzeit des römischen Bad Cannstatt".

 

Veranstalter: Pro Alt Cannstatt e.V. und Partner

Ort: Bezirksamt Bad Cannstatt, Verwaltungsgebäude, Marktplatz 10, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Schwäbisch Gmünd

Dr. Christian Bollacher


Keltische Höhenfestungen im Rosensteingebiet – neue Forschungen in einer alten Kulturlandschaft

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Dr. Christian Bollacher, Fachgebietsleiter Archäologische Inventarisation im Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Esslingen

Die Rosensteinregion rund um Heubach fasziniert in vielfältiger Weise: Der Albtrauf bietet grandiose Aussichten, in schattigen Tälern schütten ergiebige Karstquellen und in zahlreichen Höhlen finden sich die z.T. Jahrzehntausende alten Spuren des prähistorischen Menschen. Der Rosenstein und seine Nachbarhöhen tragen zudem mächtige Wall- und Grabenanlagen aus vorgeschichtlicher Zeit, neben denen sich die Burgen und Burgställe des Mittelalters geradezu bescheiden ausnehmen.

Nach einer nahezu hundert Jahre währenden Unterbrechung hat das Landesamt für Denkmalpflege im Jahr 2016 die Fäden der systematischen Forschungen an diesen uralten Wehranlagen wieder aufgenommen. Nach vier Grabungskampagnen an verschiedenen Punkten der Befestigungslinien beginnt sich das Bild eines um 450 v. Chr. entstandenen frühkeltischen Siedlungszentrum von überregionalem Rang abzuzeichnen. Die heute noch sichtbaren Wälle und Gräben geben sich als Relikte architektonisch ausgeklügelter Mauerbauten zu erkennen, bei deren Errichtung erheblicher Aufwand betrieben wurde.

Der Vortrag vermittelt Methoden und Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen und gibt Einblick in die turbulente Zeit am Vorabend der „großen keltischen Wanderungen“.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Stuttgart

Prof. Dr. Claus Wolf


Vom Leben in Höhlen, am Wasser und an Grenzanlagen – das archäologische Welterbe in Baden-Württemberg

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 in Stuttgart: "Salzherren, Patriarchen, Wikinger: die Vielfalt des archäologischen Erbes in Europa".

Prof. Dr. Claus Wolf, Vorsitzender der Gesellschaft für Archäologie und Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Esslingen

Die UNESCO verleiht den Titel Welterbe (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltbedeutend sind. In Baden-Württemberg gibt es drei archäologische Welterbestätten:

• Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb

• Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

• Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-Raetischer Limes

Prof. Wolf stellt die einzelnen Welterbe vor und gibt Einblick, welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Vortragssaal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Schwäbisch Gmünd

Prof. Dr. Markus Scholz


Ist das heilig oder kann das weg? Zur Beseitigung und Zerstörung römischer Grabmäler in den nordwestlichen Provinzen vor dem Hintergrund des Sakralrechts

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2020 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Prof. Dr. Markus Scholz, Professor am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin

Das römische Grabrecht stellt das Grab unter besonderen Schutz und bezeichnet es sogar als heiligen Ort (locus sacer). Dieser Grundsatz dominiert auch die Vorstellungen der Gräberfeld-Archäologie.

Doch war das immer so? Zahlreiche archäologische Befunde aus Italien und den Nordwestprovinzen des Imperium Romanum wecken Zweifel daran. Ganze Gräberfelder wurden bisweilen überbaut oder anderweitig bereits in der Kaiserzeit zerstört.

Die Demontage steinerner Grabmonumente setzte mancherorts nicht erst im Rahmen spätantiken Festungsbaus unter den Vorzeichen akuter Bedrohung ein. Waren bestimmt Tote privilegierter als andere? Unter welchen Umständen konnte der rechtliche Schutz verloren gehen? Auch der Befund eines zerstörten Grabbaus bei Frankfurt a. Main-Zeilsheim regt diesbezüglich zum Grübeln an.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Stuttgart-Bad Cannstatt

Moritz Foth


Burgen und Adel am Kessel – die Altenburg und Bad Cannstatt im Mittelalter

Ein Vortrag im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung → "Den Römern auf der Spur".

Moritz Foth, Archäologe, Tübingen

In seinem Vortrag referiert der Archäologe Moritz Foth zum Thema "Burgen und Adel am Kessel – die Altenburg und Bad Cannstatt im Mittelalter".

 

Veranstalter: Pro Alt Cannstatt e.V. und Partner

Ort: Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt, Überkinger Str. 15, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Buchhausen, Silberstreifen, Dettenheim

Dipl.-Ing. Patrice Wijnands


Tagesexkursion: Archäologie des Westwalls -ausgebucht-

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dipl.-Ing. Patrice Wijnands, Karlsruhe

Abfahrt: am 14.03.20 um 9:00 Uhr in Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 40 € pro Person (Busfahrt, Führungen)

Das Programm

Der Westwall, von den Alliierten auch Siegfried-Linie genannt, war ein von der NS-Diktatur ab 1936 geplantes und von 1938 bis 1940 gebautes über etwa 630 km verteiltes Befestigungssystem. Entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches reichte es von Kleve bis nach Grenzach-Wyhlen. In Form von Bunkerruinen, Erdwällen und Panzergräben ist es bis heute deutlich sichtbar geblieben. Er unterscheidet sich eindeutig von Befestigungsprojekten in anderen europäischen Staaten, wie der französischen „Maginotlinie“. Die gewünschte abschreckende Wirkung entfaltete der Westwall allenfalls in propagandistischer Hinsicht, während er militärisch weitgehend bedeutungslos blieb.

Dieses unschöne Baudenkmal ist Teil unserer Geschichte von Diktatur und Militarismus. Dessen Ausmaße müssen erklärbar und erlebbar bleiben, um im Sinne des Demokratieverständnisses der gegenwärtigen Bundesrepublik für die heutige Generation und die zukünftigen Generationen nachvollziehbar zu sein.

Während einer ganztägigen Führung werden Entstehungsgeschichte, Bauphasen, Bauwerke und Geländespuren anhand von drei Stationen – Buchhausen („Ettlinger Riegel“), Silberstreifen („Hardtwaldbatterie“) und Dettenheim („Oberrheinstellung“) – eingehend erklärt.

Die Exkursion findet im freien Gelände statt. Verpflegung, wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig. Es können max. 25 Personen teilnehmen.

Zur Person: Dipl.-Ing. Patrice Wijnands ist ehrenamtlich Beauftragter (Wissenschaft und Technologie) des Landesamtes für Denkmalpflege, Auszeichnung 2019 mit der → Silbernen Halbkugel des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK)

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 01. Dezember 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen.

Maximalteilnehmerzahl: 25 Personen

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Hinweis (Stand: 13.11.2019-fh): Die Tagesexkursion "Archäologie des Westwalls" ist ausgebucht. Falls jedoch Interesse an dieser Reise besteht, teilen sie uns dies gerne mit. Es wird eine Warteliste geführt.

Paris

Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz


Auslandsexkursion: Archäologische Entdeckungsreise nach Paris (4 Tage) -ausgebucht-

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz, LAD, Esslingen

Abfahrt: am 26.03.20 ab HBF Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt und Uhrzeit wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 1.295 € pro Person (DZ), 1.445 € (EZ-Zuschlag von 150 € gilt nur für bis zu 11 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag)

Das Programm

Mit Archäologie in Paris verbindet man oft zuerst den Louvre, der herausragende Werke verschiedener Kulturen und Zeiten beherbergt. Bereits im 16. Jahrhundert begann die französische Krone Werke der Antike zu sammeln. So ist die ägyptische Sammlung heute eine der bedeutendsten weltweit. Daneben ist die Sammlung der griechischen, etruskischen und römischen Altertümer reichhaltig und wertvoll. Auch die Abteilung der Altertümer aus dem Nahen Osten sucht ihres gleichen. Sie deckt eine riesige geographische Zone ab, die von Nord afrika bis zum Fluss Indus reicht und eine Zeitspanne von sechs Jahrtausenden umfasst.

Ein weiterer Besichtigungspunkt in Paris wird das Musée de l’Homme sein. Das 2015 nach Umgestaltung und Renovierung wieder eröffnete Museum beherbergt unter anderem eine große vorgeschichtliche Sammlung.

Nicht fehlen darf bei unserem Besuch in Paris das Musée d’ Archéologie nationale, das in einem ehemaligen Schloss Funde von der Altsteinzeit bis in die Merowingerzeit präsentiert. Das Château de Saint-Germainen-Laye befindet sich ca. 15 km westlich von Paris und war ursprünglich eine königliche Residenz, die 1124 erbaut wurde. Napoleon III. beschloss, das Schloss zu restaurieren und es für die nationalen archäologischen Sammlungen zu nutzen.

Bei einem Besuch der Katakomben können Sie einen Blick in den Untergrund von Paris werfen. Als Katakomben bezeichnet man die alten Steinbrüche, die sich unter der Stadt Paris befinden. Über einen Zeitraum von 2000 Jahren wurde in diesen Stollen der Kalkstein abgebaut, der für den Häuserbau verwendet wurde und so typisch für die Fassaden der Hauptstadt ist.

Nach Hungersnot und Seuchen im 18. Jahrhundert waren die Friedhöfe überfüllt und die Gebeine von knapp 6 Millionen Menschen wurden in die alten Stollen überführt.

Ergänzt wird das Programm mit einem Rundgang durch die Altstadt von Paris. Die Anreise erfolgt von Stuttgart aus mit dem TGV. Zwischen den einzelnen Besichtigungen werden die Wegstrecken zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Das Hotel ist fußläufig vom Bahnhof entfernt.

Zur Person: Dr. Jörg Bofinger, Landeskonservator, Leiter des Referates Operative Archäologie im Landesamt für Denkmalpflege und Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie.
Zur Person: Dr. Jonathan Scheschkewitz, Gebietsreferent für Archäologische Denkmalpflege und Schwerpunktgrabungen sowie stv. Referatsleiter im Landesamt für Denkmalpflege.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • TGV-Fahrt (2. Klasse) von Stuttgart Hbf nach Paris Gare e d’Eslt
    und zurück
  • Transfers vor Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln lt. Programm
  • 3 x Übernachtung mit Frühstück im 3-Sterne-Hotel Magenta 38 in Paris
  • 2 x Abendessen in Brasserien
  • Eintritte wie folgt: Musée de l´Homme, Katakomben, Louvre und Musée d’Archéologie nationale
  • Örtliche Führungen wie folgt: Musée de l’Homme, Katakomben, Louvre und Musée d’Archéologie nationale (Wir werden versuchen, Führungen auf Deutsch zu bekommen, können dies aber nicht garantieren.)
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Quietvox-Audioführungssystem vor Ort
  • Kleiner, handlicher Reiseführer „Paris“ pro Zimmer
  • Sollten Reisende den Sparrzustieg Stuttgart HBF nutzen und direkt dorthin kommen (auf eigene Kosten und in Eigenregie), erhalten Sie einen Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis
  • Weitere Zugabfahrtsstellen neben Stuttgart nur auf Anfrage und evtl. gegen Aufpreis

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 15. Dezember 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen / Änderungen vorbehalten

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Hinweis (Stand: 13.11.2019-fh): Die Auslandsexkursion "Archäologische Entdeckungsreise nach Paris" ist ausgebucht. Falls jedoch Interesse an dieser Reise besteht, teilen sie uns dies gerne mit. Es wird eine Warteliste geführt.

Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien

Dr. Marcus Meyer


Auslandsexkursion: Südliches Noricum, Friaul und Istrien (9 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Marcus Meyer, LAD Esslingen

Abfahrt/Abflug: am 22.06.20 ab Echterdingen (Bus-Bahnhof oberhalb der S-Bahnstation "Echterdingen").

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt und Startzeiten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 1.995 € pro Person (DZ), 2.195 € (EZ-Zuschlag von 200 € gilt nur für bis zu 10 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag)

Das Programm

Tag 1: Anreise mit dem Bus von Stuttgart (Echterdingen) nach Villach

  • Übernachtung in Villach

Tag 2: Besuch der „Stadt auf dem Magdalensberg“ nahe Villach in Kärnten

  • Besichtigung des Archäologischen Parks Magdalensberg und des Amphitheaters von Virunum.
  • Weiterfahrt nach Istrien. Stadtmauer oder auch Schauplätze/Monumente des Bürgerkriegs.
  • Übernachtung in Istrien

Tag 3: Pula

  • Pula ist eine Küstenstadt an der Spitze der kroatischen Halbinsel Istrien, die für ihren geschützten Hafen, ihre zahlreichen Strände und ihre Ruinen aus der Römerzeit bekannt ist.
  • Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist das Amphitheater. Sehenswert sind auch der Augustustempel und das Archäologische Museum Istriens (AMI) mit dem Doppeltor Porta Gemina als Zugang zum Hauptgebäude des Museums.
  • Übernachtung in Istrien

Tag 4: Besichtigung von Poreč

  • Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist die Kathedrale des kroatischen Bistums Poreč-Pula mit dem Titel einer Basilica minor. Weil die Kirche in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigsten Zeugnisse spätantiker und früh byzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum.
  • Weiterfahrt nach Slowenien und Besichtigung des UNESCO-Welterbes „Höhlen von St. Kanzian“ (Hinweis: ca. 3 km Fußweg und 144 Höhenmeter).
  • Übernachtung in Udine

Tag 5: Triest und Palmanova

  • Im städtischen Museum von Triest sind die archäologischen Funde von der Vorgeschichte bis in die Römerzeit ausgestellt. Stadtrundgang mit Besichtigung des szenischen Theaters, des Arco di Riccardo und der Basilica Forense Romana.
  • Auf der Rückfahrt nach Udine wird die Stadt Palmanova besichtigt.
  • Übernachtung in Udine

Tag 6: Udine und Cividale

  • Besichtigung von Udine und Besuch des Archäologischen Museums im Schloss.
  • Die ursprünglich keltische Siedlung Cividale wurde von Caesar zur Stadt erhoben. Besichtigung des archäologischen Museums und eines Gewölbes, das als keltisches Hypogäum und römisches oder langobardisches Gefängnis bezeichnet wird.
  • Übernachtung in Udine

Tag 7: Aquileia

  • In der römischen Kaiserzeit zählte die Stadt ca. 30.000 Einwohner. Heute ist sie das am vollständigsten erhaltene Beispiel einer frühen römischen Stadt.
  • Besuch des archäologischen Museums, der Basilica di Santa Maria Assunta, der archäologischen Ausgrabungen und des frühchristlichen Museums „Monastero“.
  • Übernachtung in Udine

Tag 8: Umgebung von Udine

  • Diesen Tag wollen wir nutzen, um die Umgebung von Udine kennen zu lernen. Unter anderem ist eine Weinprobe geplant.
  • Übernachtung in Udine

Tag 9: Rückfahrt

  • Abends Ankunft in Stuttgart (Echterdingen)

Zur Person: Dr. Marcus Meyer ist Gebietsreferent für Archäologische Inventarisation beim Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung ab / bis Echterdingen 1)
  • 1 x Übernachtung mit Frühstück und 3-Gang-Abendessen im 3–4-Sterne-Hotel in / um Villach
  • 2 x Übernachtung mit Frühstück und 3-Gang-Abendessen im 4-Sterne-Hotel in Istrien
  • 5 x Übernachtung mit Frühstück im 4-Sterne-Hotel Astoria Italia in Udine
  • 5 x 3-Gang-Abendessen im Hotel in Udine (bzw. evtl. 1–2 mal im Restaurant)
  • 1 x kleine Weinprobe
  • Eintritte

1) Bei Sparzustieg ab 70771 Echterdingen S-Bahn-Station (Achtung, nicht Flughafen!), Münsingen Heideker-Betriebshof, Reutlingen Alter Omnibusbahnhof oder Ulm-Seligweiler (auf eigene Kosten und in Eigenregie) Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis.

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 1. März 2020 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen.

Änderungen vorbehalten.

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2019/2 oder hier im Anhang zum Download.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Esslingen a.N.


Jahrestagung 2020 der Gesellschaft für Archäologie (neuer Termin!)

Vorankündigung

Als 3-tägige Veranstaltung mit Mitgliederversammlung, Vorträgen und Exkursionen ist die Jahrestagung 2020 vom FR 08.05.20 bis SO 10.05.20 in Esslingen a.N. geplant.

Inhaltliche Details stehen Anfang 2020 fest und werden im Mitteilungsblatt 2020/1 sowie auf dieser Seite der Homepage veröffentlicht.

In jedem Fall erwartet Sie wieder ein spannendes Programm.

Deshalb: Termin bitte schon heute vormerken.

HINWEIS: Der ursprünglich geplante Termin (15.-17.05.19) wurde um eine Woche vorverlegt (Stand: 01.11.19-fh).

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Ausstellungen: 2018 und 2019 kostenfrei in die Schausammlungen des Landesmuseums

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6,
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen. Der Museumsshop öffnet um 11:00 Uhr.

Sonderaussstellungen haben ggf. abweichende Öffnungszeiten. Weitere Informationen für Besucher des Landesmuseums Württemberg: landesmuseum-stuttgart.de/besucherinformation.

Während des gesamten Jahres 2018 und verlängert bis Ende 2019 ist der Eintritt in die Schausammlungen des Landesmuseums im Alten Schloss (u.a. Wahre Schätze - Antike, Kelten und Kunstkammer oder Glas aus vier Jahrtausenden, etc.), in das Haus der Musik, ins Römische Lapidarium im Neuen Schloss, sowie in das Museum der Alltagskultur, Waldenbuch kostenfrei.

Die archäologischen Sammlungen des Landesmuseums beinhalten bedeutende Funde aus 250.000 Jahren Menschheitsgeschichte.

Dank finanzieller Unterstützung durch die Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg e.V. und die Adolf Würth GmbH & Co. KG reiht sich das Haus in die Riege der (wenigen) deutschen Museumshäuser ein, die freien Zugang zu ihren Sammlungen gewähren.

 

Das Museum: Als das größte kulturhistorische Museum in Baden-Württemberg mit umfangreichen Sammlungen von hoher Qualität erzählt es auf spannende Weise die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Die regionalgeschichtlichen Bestände werden ergänzt durch kunsthandwerkliche Sammlungen von internationalem Rang. Interessant aufbereitete Sonderausstellungen für Groß und Klein präsentieren die verschiedensten Themenbereiche. Einen ausgewählten Querschnitt der eigenen facettenreichen Bestände zeigen die Schausammlungen.

Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. von Württemberg als „Königliche Staatssammlung vaterländischer Kunst- und Alterthumsdenkmale“. In den 1960ern ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf. Seit 1969 wird der Großteil der Sammlungen im Alten Schloss in Stuttgart - dem Haupthaus - präsentiert. Erst 1971 erfolgte die Wiedereröffnung aller Gebäudeteile.

In den letzten Jahren wurden die Schausammlungen im Alten Schloss neu gestaltet. Im Jahr 2012, zum 150. Jubiläum, konnte die Ausstellung LegendäreMeisterWerke eröffnet werden, die einen Rundgang durch die württembergische Kulturgeschichte von der Eiszeit bis zur Ende der Monarchie bietet. 2016 folgte die Schausammlung Wahre Schätze mit den Ausstellungseinheiten zur Antike, zu den keltischen Fürstensitzen und zur Kunstkammer der Herzöge von Württemberg.

www.landesmuseum-stuttgart.de (Stand: 28.05.19)

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)


Wechselausstellung "Vergehen und Werden. Der Kreislauf des Lebens"

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren

urmu.de

→ Öffnungszeiten Sommersaison (15. März bis 30. November)
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
Ostermontag, Pfingstmontag und 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) geöffnet. Karfreitag geschlossen

→ Öffnungszeiten Wintersaison (01. Dezember bis 14. März)
Dienstag bis Samstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
24. bis 26. Dezember, Silvester und Neujahr geschlossen, Heilige-3-Könige geöffnet

Wechselausstellung

Mit dem Tod beginnt auch der Prozess des Vergehens. Egal ob Mensch, Tier oder Pflanze – in einer festgelegten Reihenfolge beginnen Enzyme, Bakterien, Aasfresser und Kleinstlebewesen mit der Zersetzung. Aber auch jeder Gegenstand, den wir herstellen, ist einem Alterungs- und Auflösungsprozess unterworfen. Abhängig von der Umgebung geschieht das schnell oder langsam: Eine Maus ist im Wald bereits nach wenigen Tagen vergangen, eine Plastikflasche wird dort noch über 400 Jahre zu sehen sein!

Bleibt also vom Leben auf der Erde am Ende gar nichts übrig? Mumien, Knochen und Zähne aus der Eiszeit sowie Millionen Jahre alte Fossilien beweisen das Gegenteil. Sie sind aber nicht nur Zeugen der Vergänglichkeit, sondern geben auch Hinweise darauf, wie das erste Leben auf der Erde entstanden sein könnte.

Die Ausstellung beleuchtet die einzelnen Stufen des Vergehens. Sie zeigt aber auch anhand von Mumien, Knochen und Fossilien besondere Formen des Nicht-Vergehens und schließt den Kreislauf zum Werden der ersten Organismen.

 

Das Museum: 1965 wurde das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren in einem Raum des „Spitals zum Heiligen Geist“ eröffnet. Prof. Gustav Riek von der Universität Tübingen wollte die Fundstücke und Ergebnisse seiner Ausgrabungen in der Brillenhöhle und der Großen Grotte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Stadt Blaubeuren richtete daraufhin eine kleine Ausstellung ein und übernahm die finanzielle Trägerschaft.

Aus dieser Keimzelle hat sich das Museum bis heute weiter entfaltet. Nach diversen Um- und Erweiterungsbauten ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) jetzt Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Es ist das zentrale Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Forschungsmuseum der Universität Tübingen. Ausgestellt ist das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit Originalfunden aus der Region. Prominentestes Exponat ist das Original der „Venus vom Hohle Fels“.

Mit der räumlichen Erweiterung und der Präsentation von Originalen der Eiszeitkunst in der Fundregion wird das Museum seiner Rolle als zentrales Informationszentrum für das UNESCO-Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" gerecht.

www.urmu.de (Stand: 15.04.19)

Limesmuseum Aalen


Neue Dauerausstellung im "Limesmuseum Aalen"

Limesmuseum Aalen
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen

limesmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, am 24. bis 25. Dezember sowie Silvester und Neujahr geschlossen

Neue Dauerausstellung

Nach rund zweieinhalbjähriger Schließung, diversen Umbauten und einer energetischen Sanierung öffnete das Limesmuseum Aalen am 25. Mai 2019 mit einer → Eröffnungswoche wieder seine Tore. Die völlig neue → Dauerausstellung mit über 1.200 Originalfunden wird auf einer erweiterten 1.500 m² großen Ausstellungsfläche präsentiert.

Im Erdgeschoss tauchen die Besucher dabei zunächst ein in das Leben am Limes vor 1.800 Jahren. In einem ersten Schritt, einer Art Prolog, werden die Entwicklung des römischen Reiches, seine Herrschaftsideologie, sein Verständnis von Grenzen und das Verhältnis der Römer zu den Germanen erläutert. In einem zweiten Schritt lernt der Besucher dann anhand von konkreten archäologischen Objekten sieben Personen kennen, die im römischen Aalen gelebt haben.

Im zweiten Teil der Ausstellung im Obergeschoss kehrt der Besucher aus der Römerzeit in die Gegenwart zurück. Er begibt sich auf eine archäologische Entdeckungsreise entlang der 164 km langen Limesstrecke in Baden-Württemberg.

Den Abschluss der Ausstellung bildet schließlich ein Epilog, der den Blick weitet und das Thema Grenzen und deren Intention, Funktion und Wirkung anhand mehrerer Beispiele historischer wie aktueller Grenzen aufzeigt.

 

Das Museum: Das Limesmuseum ist ein → Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg (ALM) und eines der bedeutendsten Römermuseen in Deutschland. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemals größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen. Zentrales Thema des Museums ist die Besatzung des süddeutschen Raumes durch die Römer im 2. Jh. nach Chr..

Das Museum wurde am 05. Juni 1964 eröffnet und in der Folgezeit mehrfach umgebaut und erweitert. Im Zuge weiterer Ausgrabungen erfolgte bereits in den 1980er Jahren eine Ergänzung um einen archäologischen Park. Dieser wurde ab 2003 weiter ausgebaut und 2005 wiedereröffnet. Er ist seitdem als ehemalige Kastellfläche Teil des UNESCO-Welterbes. Seit 2008 ist am Museum das → Limes-Informationszentrum (LIZ) eingerichtet, um für Besucher des UNESCO-Welterbes in Baden-Württemberg archäologische und touristische Informationen zu bündeln. Nach rund zweieinhalbjähriger Schließung, diversen Umbauten und einer energetischen Sanierung ist das "neue" Limesmuseum seit Ende Mai 2019 mit seiner völlig neu gestalteten Dauerausstellung wieder vollständig zugänglich.

Im Museum wird die Geschichte der Provinz Rätien und Obergermanien sowie die Geschichte rund um das militärische und zivile Leben am Limes dargestellt. Exponate sind unter anderem zahlreiche Funde von Grabungen auf dem Kastellgelände Aalen und im Kastell Rainau-Buch. Während des Jahres finden verschiedene Sonderveranstaltungen statt.

Beachtung verdient auch das vor dem Museum gelegene Freigelände. In einer mehrjährigen Grabungskampagne konnte das Stabsgebäude mit dem gut erhaltenen Fahnenheiligtum freigelegt werden. Ein beschilderter Rundweg erklärt diese Anlage.

www.limesmuseum.de/geschichte (Stand: 01.06.19)

Klosterkirche Lorch


Bannerausstellung „Römische Spolien in Kirchen auf der Ostalb“

Veranstalter:
Limes Informations-Zentrum
Baden-Württemberg
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen

am-Limes-grenzenlos.de

Zum siebten Mal findet „Am Limes grenzenlos“ statt und wird gemeinsam mit dem UNESCO-Welterbetag durchgeführt. Die Auftaktveranstaltung mit Eröffnung der Bannerausstellung ist am Westportal der Kirche Kloster Lorch

Kloster Lorch
Klosterstraße 2
73547 Lorch

→ Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr (März - Oktober) bzw. 10:00 bis 17:00 Uhr (November - Februar), sowie nach Vereinbarung, 24. und 31. Dezember geschlossen

Bannerausstellung

Vom 03. Juli 2018 bis auf Weiteres ist im Kreuzgang des Klosters Lorch die → Bannerausstellung "Römische Spolien in Kirchen auf der Ostalb" des Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg (LIZ) in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart zu sehen.

Die Bannerausstellung des Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg will mit einer Facette der Limesgeschichte bekanntmachen, die nicht so im Fokus der Betrachtung steht: die Verwertung römischer Steinarchitektur am Limes und seinem Hinterland in den Jahrhunderten nach Nutzungsaufhebung der Grenzanlagen. Dabei informieren wir über römische Werksteine, die im Zuge gezielten Abrisses der antiken Bauten zwecks Steingewinnung entnommen und bei der Errichtung mittelalterlicher Kirchen im Ostalbkreis verwendet wurden.

Auf drei Bannern wird kompakt über aufregende Funde in Kirchen von Lorch, Essingen, Aalen (St.-Johann, Unterkochen), Bopfingen und Kirchheim am Ries informiert. Wie sich zeigt, dienten viele dieser Steine als einfaches Baumaterial. Andererseits - und das macht die Beschäftigung mit dem Thema so spannend - wurden offenbar besondere, mit Inschriften oder Bildreliefs versehene Steine Träger von speziellen Botschaften. Hinsichtlich der inhaltlichen Aussagen bieten sich hier aufregende Vergleichsmöglichkeiten mit frühmittelalterlichen Goldschmiedearbeiten an, die Gegenstand eines vierten Banners sind.

Von außerordentlich symbolträchtiger Bedeutung scheint der römische Architrav über dem Westportal der Klosterkirche von Lorch zu sein. Das wiederverwendete Bauglied, das von einem kleinen Tempel (Aedikula) stammt, trug sogar eine Kaiserinschrift. Am UNESCO-Welterbetag ist die Bannerausstellung in Lorch direkt vor Ort zu beiden Seiten des Westportals zu sehen.

 

Einladung zur Eröffnungsveranstaltung des Aktionstages "AM LIMES grenzenlos"

Am Sonntag, den 02. Juni 2019 findet um 11.00 Uhr am Westportal der Klosterkirche Lorch die → Eröffnungsveranstaltung des Aktionstags „AM LIMES grenzenlos“ statt. Zu dieser Veranstaltung, die alle zwei Jahre am UNESCO-Welterbetag stattfindet, laden wir die Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie ganz herzlich ein.

Programm

11:00 Uhr Grußworte
11:50 Uhr Vorstellung der Bannerausstellung „Römische Spolien in Kirchen auf der Ostalb“

Genießen Sie im Anschluss einen abwechslungsreichen Nachmittag mit einem Besuch der Ausstellung und ausgewählten Einblicken in das Leben der Römer.

Für Speisen und Getränke ist vor Ort gesorgt.

Anmeldung

Wir bitten bis zum 29.05.2019 um eine formlose Anmeldung per E-Mail an irene.klein@rps.bwl.de. Bitte bringen Sie das → Einladungsschreiben zur Veranstaltung mit. Es dient in Verbindung mit einem Einladungsverzeichnis vor Ort als Eintrittskarte.

Ab dem 3. Juni 2019, wird die Ausstellung bis auf Weiteres zu den üblichen Öffnungszeiten im Kreuzgang des Klosters zu sehen sein. Texte und Abbildungen stammen vom Leiter des Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg (LIZ) in Aalen, Dr. Stephan Bender († Juni 2019).

 

Das Koster: Im Remstal zwischen Stuttgart und Aalen liegt das Kloster Lorch weithin sichtbar auf einem Bergrücken. Bekannt ist die weitläufige Anlage mit ihrer eindrucksvollen Ringmauer durch die Familie der Staufer, die schon 1102 an dieser Stelle ein Kloster gründeten und hier ihre Grablege einrichteten. Irene von Byzany, eine Schwiegertochter Barbarossas, ist die berühmteste Stauferin, die hier vor über 800 Jahren bestattet wurde. Kloster Lorch gehört heute zu den am besten erhaltenen Staufergedenkstätten.

Die Blütezeit des Benediktiner-Klosters lag im späten Mittelalter. Noch heute kann die reizvolle Anlage mit Kirche, Klausur, Wirtschaftsgebäuden und Klostergarten, umgeben von einer noch vollständig erhaltenen Ringmauer, besichtigt und für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden.

Schon bei der Anfahrt zum Parkplatz vor den Klostertoren grüßt ein rekonstruierter römischer Wachturm, der das Limesknie am obergermanischen und rätischen Limes in Lorch markiert. Lernen Sie das Kloster Lorch mit mittelalterlicher Kirche, Klausur, Wirtschaftsgebäuden und Marsiliusturm kennen, der Ihnen herrliche Ausblicke auf die Anlage und die Umgebung bietet. In der Dauerausstellung präsentiert sich anschaulich über 900 Jahre Klostergeschichte. Hervorzuheben sind die prächtig verzierten Lorcher Chorbücher: Faksimiles der spätmittelalterlichen Handschriften zeugen von der Kunst der Mönche.

Lebendig und mit Humor gewürzt erzählt das farbenprächtige Staufer-Rundbild des Künstlers → Hans Kloss († 2018) die Geschichte des Staufergeschlechts.

www.kloster-lorch.com (Stand: 23.05.19)

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)


Sonderpräsentation "Fund des Jahres: Schlagstein mit Ockerspuren"

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren

urmu.de

→ Öffnungszeiten Sommersaison (15. März bis 30. November)
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
Ostermontag, Pfingstmontag und 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) geöffnet. Karfreitag geschlossen

→ Öffnungszeiten Wintersaison (01. Dezember bis 14. März)
Dienstag bis Samstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
24. bis 26. Dezember, Silvester und Neujahr geschlossen, Heilige-3-Könige geöffnet

Sonderpräsentation

Schon die Jäger und Sammler der Altsteinzeit nutzten Naturfarben wie Ocker: Sie bemalten damit Gegenstände und Körper, gerbten Leder, schützten sich vor Insekten und Sonne oder nutzten es als Zusatz im Klebstoff bei der Werkzeugherstellung. Ein unscheinbarer, kleiner Geröllstein von der Schwäbischen Alb gibt wichtige Aufschlüsse darüber, wie sie die Farben herstellten.

Aus dem Hohle Fels sind Hunderte von Rötelstücken sowie einige Objekte mit Resten dieses Farbpigments bekannt. Herausragend sind dabei die mit roten Tupfen bemalten Kalksteine.

Aber über den handwerklichen Prozess um die Aufbereitung der mineralischen Farbbrocken hin zu einer nutzbaren Farbe ist wenig bekannt. Der jetzt gefundene Schlagstein und "Reibestein" zeigt nun den Aufbereitungsprozess von Farbe. Die Aufsehen erregenden Grabungergebnisse sind im neu erschienenen Jahrbuch → "Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2018" veröffentlicht.

Der Reibestein wird bis Anfang Januar 2020 im urmu als "Fund des Jahres" präsentiert – begleitet von anderen Exponaten mit Bezug zu Farbe.

 

Das Museum: 1965 wurde das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren in einem Raum des „Spitals zum Heiligen Geist“ eröffnet. Prof. Gustav Riek von der Universität Tübingen wollte die Fundstücke und Ergebnisse seiner Ausgrabungen in der Brillenhöhle und der Großen Grotte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Stadt Blaubeuren richtete daraufhin eine kleine Ausstellung ein und übernahm die finanzielle Trägerschaft.

Aus dieser Keimzelle hat sich das Museum bis heute weiter entfaltet. Nach diversen Um- und Erweiterungsbauten ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) jetzt Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Es ist das zentrale Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Forschungsmuseum der Universität Tübingen. Ausgestellt ist das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit Originalfunden aus der Region. Prominentestes Exponat ist das Original der „Venus vom Hohle Fels“.

Mit der räumlichen Erweiterung und der Präsentation von Originalen der Eiszeitkunst in der Fundregion wird das Museum seiner Rolle als zentrales Informationszentrum für das UNESCO-Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" gerecht.

www.urmu.de (Stand: 15.04.19)

Stadtmuseum Sachsenheim


Sonderausstellung "Auf nach ROM! Mitmachausstellung zu römischen Spuren in und um Sachsenheim"

Stadtmuseum Sachsenheim
Oberriexinger Straße 29 (Kulturhaus)
74343 Sachsenheim

sachsenheim.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag 14:00 bis 18:30 Uhr, Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag geschlossen.

Eintritt: frei

Sonderausstellung

Etwa seit 85 n. Chr. dringen die Römer in den mittleren Neckarraum vor. Bald schon vermischt sich die überwiegend keltische Bevölkerung mit Personen aus den unterschiedlichsten römischen Reichsteilen und Provinzen, die nun hier einströmen. Nach vagen Schätzungen leben in der Blütezeit der römischen Besetzung 250 000 bis 600 000 Menschen zeitgleich im römischen Baden-Württemberg.

1981 graben Archäologen in Großsachsenheim einen der größten römischen Gutshöfe in Südwestdeutschland aus. In der Ausstellung führt der junge Römer Flavius die Besucherinnen und Besucher durch verschiedene Stationen seines Alltagslebens in dieser „villa rustica“. Dabei dokumentieren bislang noch nie gezeigte Fundstücke die prachtvolle Ausstattung der Innenräume. Aber auch reich verziertes Tafelgeschirr, Kultgegenstände, das Heizungssystem der Thermenanlage und verschiedene Wertgegenstände zeugen vom gehobenen Leben der Großsachsenheimer Gutsfamilie. Weitere Leihgaben aus der Region runden das Bild des römischen Lebens vor Ort ab.

Die neue Ausstellung im Stadtmuseum Sachsenheim zur römischen Geschichte in Baden-Württemberg, unserer Region und Sachsenheim besteht diesmal aus zwei Teilen.

Mitmachausstellung

Zum einen ist es dem Stadtmuseum Sachsenheim gelungen, vom Kinder- und Jugendmuseum in Nürnberg eine interaktive Mitmachausstellung zu buchen. Kinder- und Erwachsenengruppen können in dieser Wanderausstellung römisches Leben hautnah nachempfinden, z.B. ein römisches Drei-Gänge-Menü selber zubereiten, einen Armreif aus Kupferblech anfertigen, Lipgloss und Lidschatten nach römischem Rezept selber herstellen oder mit Tinte auf echtem Papyrus schreiben. Das ist nicht nur für Schulklassen ein besonderer Event, sondern auch für Erwachsenengruppen. Warum nicht einmal als Weihnachts- oder Neujahrsevent zusammen mit Freunden oder Kollegen kochen und kreativ werden?!

Sonderausstellung zum römischen Leben

Zum anderen hat das Stadtmuseum begleitend eine eigene Schau zum römischen Leben in und um Sachsenheim ausgearbeitet. Viele originale, hochwertige und noch nie gezeigte Fundobjekte, vor allem zum ehemaligen römischen Gutshof in Großsachsenheim, sind dabei in den Vitrinen zu bestaunen: Teile der prachtvollen Innenbemalung, goldene Ohrringe oder fein gearbeitete Bronzestatuetten. Auch in diesem Teil wird es nicht langweilig werden, denn der Römerjunge Flavius begleitet vor allem die kleinen Besucher mit einem Rätselpfad durch die Ausstellung. Außerdem kann man an mehreren Mitmachstationen erneut selbst aktiv werden, zum Beispiel ein Mosaik legen oder römische Spiele für Groß und Klein ausprobieren.

Das Museum: Das 1998 neu errichtete städtische Kulturhaus ist ein Ort der generations- und kulturübergreifenden Begegnung, der Bildung und der Kultur im Herzen Großsachenheims. Der besondere Gebäudekomplex umfasst zudem das Stadtmuseum und das Stadtarchiv.

www.sachsenheim.de/kulturhaus (Stand: 24.11.19)

Linden-Museum, Stuttgart


Große Landesausstellung 2019 "Azteken"

Linden-Museum Stuttgart
Staatliches Museum für Völkerkunde
Hegelplatz 1
70174 Stuttgart

lindenmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 10:00 bis 17:00 Uhr, Sonn- und Feiertage 10:00 bis 18:00 Uhr, Sonderöffnungszeiten während der Großen Landesausstellung zusätzlich Mittwoch bis 20:00 Uhr, Montag geschlossen, 24./25. und 31.12.10 geschlossen

Große Landesausstellung

Die Große Landesausstellung, anlässlich des 500. Jahrestags der Landung des spanischen Eroberers Hernán Cortés im Golf von Mexiko, eröffnet einen neuen, vertiefenden Blick auf die Kultur der Azteken. Beginnend mit der Peripherie des aztekischen Imperiums (ca. 1430 – 1521 n. Chr.) und der natürlichen und kulturellen Vielfalt Mexikos, nähert man sich dem Inneren des Reiches und seiner Hauptstadt Tenochtitlan.

Im Fokus dieses Teils der Ausstellung stehen zwei von weltweit noch vier erhaltenen Federschilde der Azteken sowie eine hochwertige Grünsteinfigur. Nach dem Durchschreiten des Herrscherpalastes des Kaisers Moctezuma betritt der/die Besucher*in das Innerste des Imperiums: den heiligen Bezirk mit dem Haupttempel Templo Mayor.

Als Leitfaden der Ausstellung dienen die Tribute, die das aztekische Imperium seinen eroberten Provinzen auferlegte. Sie flossen nach Tenochtitlan und in hoher Zahl weiter in den Templo Mayor, als Gaben an die Götter.

Eine vollendete Kunst und neueste Ausgrabungsergebnisse

Die aztekischen Steinskulpturen bestechen durch ihre naturgetreue und detailverliebte Darstellungsweise, häufig kombiniert mit Kalenderzeichen, Charakteristika bestimmter Gottheiten oder der Kombination verschiedener Götter. Wertvolle Mosaikmasken, Federarbeiten und Goldschmuck lassen erahnen, welche Pracht die Eroberer am Hofe des Aztekenherrschers vorfanden. Den farbenfrohen Bilderhandschriften ist ein eigener thematischer Abschnitt gewidmet.

Als Besonderheit kann die Ausstellung neueste Forschungs- und Ausgrabungsergebnisse präsentieren. Das Ausgrabungsprojekt Templo Mayor sowie das angeschlossene Museum stellen erst kürzlich entdeckte, noch nie ausgestellte Opfergaben zur Verfügung.

 

Das Museum: Die Geschichte des Linden-Museums beginnt mit der Gründung des „Württembergischen Vereins für Handelsgeographie“ am 27.2.1882. Karl Graf von Linden (1838 - 1910), Jurist und zuletzt Oberkammerherr am württembergischen Königshof, übernahm den Vorsitz des „Württembergischen Vereins für Handelsgeographie“ und trat für eine ethnologische Ausrichtung des neuen Museums ein, in dem die verschiedenen Kulturen in ihrem damaligen Bestand gesammelt und dokumentiert werden sollten.

Die schnell wachsende Sammlung erforderte, sich nach einem neuen Standort umzusehen. Man entschied sich zum Bau eines eigenen Hauses am heutigen Standort, dem Hegelplatz. Der Grundstein zum neuen Museum wurde am 10. Januar 1910 gelegt, einige Tage vor dem Tod des Grafen von Linden. Am 28. Mai 1911 wurde das Haus unter dem Namen seines Gründers eingeweiht. Seither trägt das Haus den Namen „Linden-Museum“.

Zu Beginn der 30er Jahre verschlechterte sich die finanzielle Situation des Museums. Eine Übernahme des Museums durch die Machthaber des 3. Reiches konnte jedoch verhindert werden. Im Hinblick auf die bevorstehenden Luftangriffe während des Krieges wurden ab Herbst 1942 große Teile der Objekte ausgelagert. Unmittelbar nach Kriegsende wurde das Linden-Museum als eines der ersten zerstörten Gebäude in Stuttgart wiederhergestellt. Nachdem zunächst ein Großteil des Gebäudes dem Kultusministerium Württemberg-Baden zur Verfügung gestellt wurde, kamen bis 1952 die ausgelagerten Bestände wieder zurück.

Seit dem 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2011 erscheint das Haus in leicht verändertem Gewand: Die Umgestaltung des Vorplatzes mit einer metallenen Kugel, ein Schriftzug an der Fassade und eine neue Stele im Eingangsbereich sollen Passant*innen und Besucher*innen auf das Haus aufmerksam machen.

www.lindenmuseum/geschichte (Stand: 06.12.19)

Alamannenmuseum Ellwangen


Sonderausstellung "Der Münzschatz von Ellwangen“

Alamannenmuseum
Haller Straße 9
73479 Ellwangen

alamannenmuseum-ellwangen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag geschlossen, 24., 25. und 31.12.2019 geschlossen

Sonderausstellung

Vom 09. November 2019 bis zum 19. Januar 2020 ist im Alamannenmuseum Ellwangen die Sonderausstellung "Der Münzschatz von Ellwangen" zu sehen. Es handelt sich um eine Ausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege im RP Stuttgart (LAD) in Kooperation mit dem Alamannenmuseum Ellwangen.

Vergangenes Jahr wurde der Fund eines der größten Silbermünzschätze aus dem Spätmittelalter, der bislang in Baden-Württemberg entdeckt wurde, bekannt. Der sogenannte Ellwanger Münzschatzfund wurde im Frühjahr erstmals auf einer Pressekonferenz im LAD gezeigt.

Zwei Militaria-Sammler hatten diesen während eines illegalen Sondenganges zufällig in einem Waldstück auf der Gemarkung der Großen Kreisstadt Ellwangen entdeckt und zunächst unter sich aufgeteilt. Einer der Finder hat den Münzschatz jedoch später dem Landesamt für Denkmalpflege gemeldet. Mit über 9.200 Prägungen stellt diese Entdeckung den größten Münzschatzfund der Zeitepoche von 1260 bis 1330 in Baden-Württemberg dar, der nun erstmals der breiten Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert wird.

 

Das Museum: In Ellwangen entstand in den letzten Jahren im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen. Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig.

www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Stand: 22.09.18)

Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen


Wanderausstellung "Die Kelten in Baden-Württemberg"

Landesamt für Denkmalpflege
- Foyer im Haupteingang -
Berliner Straße 12
73728 Esslingen am Neckar

denkmalpflege-bw.de

→ Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag 08:00 bis 17:00 Uhr, Freitag 08:00 bis 13:00 Uhr, Samstag, Sonntag geschlossen

Eintritt: frei

Wanderausstellung

Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) befasst sich bereits seit Jahrzehnten mit dem Schutz, der Pflege und der Erforschung der archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten in Baden-Württemberg. Aus der vorrömischen Eisenzeit (Hallstatt- und Latènezeit) stammen einige der herausragenden Denkmale der Vor- und Frühgeschichte.

Eine → Tagung zum Thema „Die Kelten in Baden-Württemberg“ fand am Montag, den 11. November im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt. Die eigens konzipierte Wanderausstellung zu den wichtigsten Aspekten der keltischen Kultur in Baden-Württemberg wurde zeitgleich erstmals gezeigt. Nun ist die Wanderausstellung ab Dienstag, den 26. November 2019 im Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen zu sehen.

Neben übergreifenden Themen zu den Kelten wird im Besonderen auf die aktuellen Forschungen des LAD zur vorrömischen Eisenzeit eingegangen.

 

Der Ausstellungsort: Das Foyer des Landesamts für Denkmalpflege wird immer wieder für unterschiedliche Veranstaltungen oder kleinere Ausstellungen genutzt. Es ist während der Bürozeiten das Landesamtes frei von der Berliner Straße aus zugänglich (Haupteingang des LAD). In dem Gebäude ist ebenfalls die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern untergebracht.

denkmalpflege-bw.de (Stand: 25.11.19)

Stadtmuseum Bad Cannstatt


Sonderausstellung "Den Römern auf der Spur. 125 Jahre Archäologie in Cannstatt"

Museum für Stuttgart - Stadtmuseum Bad Cannstatt
Marktstraße 71/1 („Klösterle-Scheuer“)
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Stadtmuseum-Bad-Cannstatt.de

→ Öffnungszeiten
Mittwoch 14:00 bis 16:00 Uhr, Samstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Sonntag 12:00 bis 18:00 Uhr, Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag geschlossen.

Zusätzliche Öffnungszeiten an folgenden Feiertagen: Do. 26.12.2019, 12 - 18 Uhr (2. Weihnachtsfeiertag), Mi. 01.01.2020, 12 - 18 Uhr (Neujahr), Mo. 06.01.2020, 12 - 18 Uhr (Hl. Drei Könige), Mo. 13.04.2020, 12 - 18 Uhr (Ostermontag)

Eintritt: frei

Sonderausstellung

1894, vor 125 Jahren, wurde das römische Kastell Cannstatt auf dem Hallschlag durch Dr. Ernst Kapff (1863–1944) entdeckt. Der Gymnasiallehrer war Mentor des Schriftstellers Hermann Hesse während seiner Schulzeit am Cannstatter Gymnasium, in seinen reformpädagogischen Schriften prägte er als erster den Begriff der Ganztagesschule und arbeitete zudem als Übersetzer, Theaterschriftsteller und Archäologe.

Das Stadtmuseum Bad Cannstatt nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, der spannenden Geschichte der archäologischen Entdeckung des römischen Cannstatt von 1894 bis zur Gegenwart eine Sonderausstellung zu widmen. Gezielte Grabungen, Rettungsgrabungen und Zufallsfunde lieferten in diesem Zeitraum ein immer umfangreicheres Bild sowohl des Kastells mit seiner Reitereinheit als auch des Vicus, der zivilen Siedlung, mit ihrer Ausdehnung, dem Töpfereibezirk und dem Gräberfeld.

Die Ausstellung wird durch das Landesamt für Denkmalpflege und das Landesmuseum Württemberg mit Funden aus alten und neuen Grabungen unterstützt, die zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Auch die wechselvolle Geschichte des Areals des römischen Kastells, vom Bau der Dragonerkaserne 1908 bis 1910 bis zur jetzigen Nutzung, wird vorgestellt, ebenso die Entdeckung der mittelalterlichen Altenburg beim Abbruch des Steiggemeindehauses in den letzten Jahren. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen und besonderen Aktionen ergänzt die Ausstellung.

Öffentliche Ausstellungseröffnung

Die öffentliche Ausstellungseröffnung zur neuen Sonderausstellung "Den Römern auf der Spur. 125 Jahre Archäologie in Cannstatt" findet am Dienstag, 26. November 2019 um 19:00 Uhr in den Räumen des Bezirksamts Bad Cannstatt, Verwaltungsgebäude Sitzungssaal (2. OG), Marktplatz 10, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt statt. Im Anschluss öffnet das Stadtmuseum Bad Cannstatt im Klösterle (Marktstraße 71/1) seine Türen.

Im Rahmen der offiziellen Ausstellungseröffnung hören Sie einen Vortrag von Dr. Andreas Thiel, Landesamt für Denkmalpflege, zum Thema „Ein Rundgang durch das römische Cannstatt“ sowie eine Einführung in die Ausstellung durch Olaf Schulze, Historiker.

Anmeldung

Wir bitten Sie um Ihre Anmeldung bis zum 21.11.19 telefonisch unter der Nummer 0711 / 216 25 888 (Mo-Sa 10-12.30 Uhr und 13.30-16 Uhr) oder formlos per E-Mail unter museumsfamilie@stuttgart.de. Wir freuen uns, Sie am 26.11.19 zur Ausstellungseröffnung zunächst im Bezirktsamt Bad Cannstatt und anschließend in den Räumen des Stadtmuseums Bad Cannstatt begrüßen zu dürfen.

Das Museum: Bad Cannstatt ist nicht nur der bevölkerungsreichste, sondern auch der älteste Stadtteil Stuttgarts. Das Museum wurde 1959 als Heimatmuseum auf Initiative von Cannstatter Bürgern gegründet. Der Heimatforscher Erwin Hageloh und der Kunstmaler Hermann Metzger richteten in der Wilhelmstraße 7 eine erste Ausstellung ein. 1988 konnte die Ausstellung in das Nebengebäude des "Klösterle" umziehen, das auf Initiative von Pro-Alt Cannstatt e.V. erhalten und renoviert worden war. Im Dezember 1988 wurde es – jetzt unter dem Namen "Stadtmuseum Bad Cannstatt" – am heutigen Standort eröffnet. Es gehört zur Muse­ums­fa­mi­lie der bereits bestehenden Spe­zial– und Stadt­teil­mu­seen der Lan­des­haupt­stadt, die mit ihren beson­de­ren Samm­lun­gen das "Stadt­Pa­lais — Museum für Stuttgart" ergänzen.

www.stadtpalais-stuttgart.de (Stand: 19.11.19)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Aktuell sind keine Veranstaltungen vorhanden.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Sonstiges


Aktuell sind keine Veranstaltungen vorhanden.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.