Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Römermuseum Mainhardt

Horst Geiger


Römische Wasserbauten in Spanien und Italien

Vortragsreihe des Römermuseums Mainhardt 2018 (vom 16.05.-24.10.18)

Seit bereits zwölf Jahren findet die beliebte Vortragsreihe im Römermuseum Mainhardt statt. Hintergründiges und Spannendes ist zu erfahren. In liebevoller Umgebung und mit römischer Bewirtung erleben die Besucher einen informativen Abend.

  • 16. Mai:
    Andreas Schaaf: Expeditio Germanica
  • 20. Juni:
    Dr. Georg Zemanek: Wiegen und Messen im antiken Rom
  • 27. Juni:
    Dr. Stephan Bender: Lorch – ein außergewöhnlicher Kastellplatz am Limes
  • 18. Juli:
    Dr. Martin Kemkes: Hinter der Mauer das Paradies? - Der römische Limes im Vergleich mit historischen und modernen Grenzen
  • 12. September:
    Torsten Pasler: Numidia et Mauretania – Roms Grenze im Nordwesten Afrikas
  • 19. September:
    Manfred Rapp: Die villa rustica in Enzberg im Vergleich mit den anderen villae rusticae im Enzkreis
  • 26. September:
    Michaela Köhler: Binnenhäfen der Antike – Teil II: Die römischen Häfen in den heutigen Nachbarländern
  • 03. Oktober:
    Jeff Klotz: Römische Heiligtümer in Baden-Württemberg
    Abstract zum Vortrag Klotz
  • 10. Oktober:
    Enrico De Gennaro: Die "Odyssee" und die römischen Reliefs von Güglingen-Frauenzimmern
    Abstract zum Vortrag De Gennaro
  • 24. Oktober:
    Horst Geiger: Römische Wasserbauten in Spanien und Italien
    Abstract zum Vortrag Geiger

 

Veranstalter: Verband der Limes-Cicerones e.V. / Tel. Informationen unter 07903 940256 (ggf. mit AB)

Ort: Römermuseum Mainhardt, Hauptstraße 2, 74535 Mainhardt

Beginn: jeweils 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €

VHS Schwäbisch Gmünd

Prof. Dr. Harald Floss


Die Elfenbeinfiguren der Schwäbischen Alb, die ältesten Kunstwerke der Welt?

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2019 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Prof. Dr. Harald Floss, Institut für Ur- und Frügeschichte und Archäologie des Mittelalters, Abteilung Ältere Urgeschichte und Quartärökologie, Universität Tübingen

Der reich bebilderte Vortrag beschäftigt sich mit den vor kurzem in das UNESCO-Weltkulturerbe eingetragenen Höhlen des Ach- und Lonetals sowie mit den dort gefundenen Elfenbeinfiguren. Sind sie wirklich die ältesten Kunstwerke der Welt und wie kam es dazu, dass die Jägergruppen der Alb vor 40.000 Jahren solch filigrane Skulpturen schufen?

Der Vortrag zeigt auf, welch komplizierter Aufgabe sich die Archäologie zum Teil gegenübersieht, und welch feiner Methoden es bedarf, um manche plakative Aussagen aus den Medien zu untermauern oder auch zu relativieren. Dies alles vorweggenommen, geht der Vortrag auf die absolute Ausnahmestellung ein, die die frühe Kunst der Schwäbischen Alb für die Menschheitsgeschichte darstellt.

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie und dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

VHS Schwäbisch Gmünd

Olaf Goldstein M.A., Michael Schmid M.A.


Von der Kloster– zur Gefängniszelle. Aktuelle Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen in der Justizvollzugsanstalt Gotteszell

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2019 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Olaf Goldstein M.A., Gebietsreferent Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und Michael Schmid M.A., Geschäftsführer & Projektleiter, ArchaeoConnect GmbH in Tübingen.

 

<<< Abstract in Vorbereitung >>>

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie und dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Vortragssaal im Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Prof. Dr. Dirk Krausse, Dr. André Spatzier, Prof. Dr. Markus Scholz, Prof. Dr. Dieter Quast, Prof. Dr. Joachim Wahl


Start Vortragsreihe 2019 Stuttgart: "Sklaven, Freie, Fürsten: Soziale Ungleichheit von der Bronzezeit bis ins Frühmittelalter im Spiegel der Grabfunde"

Die Vortragsreihe 2019 der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. mit dem Titel "Sklaven, Freie, Fürsten: Soziale Ungleichheit von der Bronzezeit bis ins Frühmittelalter im Spiegel der Grabfunde" wird am 21. Februar 2019 durch Prof. Dr. Dirk Krausse eröffnet.

Gräber sind eine wichtige Quellengattung der Archäologie. In den verschiedenen Epochen gab es unterschiedliche Bestattungsriten, Bestattungsformen und Grabformen. Die Referenten werden anhand von Grabfunden der Frage nachgehen, inwiefern sich hier gesellschaftliche Ungleichheiten in der Vor- und Frühgeschichte sichtbar machen lassen.

Folgende Referenten konnten gewonnen werden:

Prof. Dr. Dirk Krausse, Landesarchäologe, Referatsleiter Archäologische Denkmalpflege und stv. Abteilungsleiter des Landesamts für Denkmalpflege, Esslingen

Dr. André Spatzier, Referent für Neolithikum und Bronzezeit, Zentrale Dienste und Denkmalforschung, Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Esslingen

Prof. Dr. Markus Scholz, Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen, Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Prof. Dr. Dieter Quast, RGZM - Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, Mainz

Prof. Dr. Joachim Wahl, Anthropologe, Zentrale Dienste und Denkmalforschung, Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Dienstsitz Konstanz, Osteologie

Folgende Termine jeweils Donnerstag, 19:00 Uhr stehen fest:

  • 21. Februar 2019
  • 14. März 2019
  • 28. März 2019
  • 04. April 2019
  • 02. Mai 2019

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Ort: Landesmuseum Württemberg, Vortragssaal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

VHS Schwäbisch Gmünd

Prof. Dr. Joachim Wahl


15.000 Jahre Mord und Totschlag – Auf den Spuren spektakulärer Verbrechen von der Steinzeit bis zur frühen Neuzeit

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2019 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Prof. Dr. Joachim Wahl, Anthropologe im Referat 84.1 Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Dienstsitz Konstanz, Osteologie

 

<<< Abstract in Vorbereitung >>>

Literaturhinweis: vom Autor unter gleichem Namen "15.000 Jahre Mord und Totschlag" im Theiss-Verlag 2015 erschienen.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie und dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Italien

Dr. Matthias Quast u. Dr. Marcus Meyer


Auslandsexkursion: Latium – auf den Spuren der Etrusker und Römer (2. Termin / 10 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Unter der Leitung von Dr. Matthias Quast, begleitet von Dr. Marcus Meyer.

Den geplanten Ablauf und Informationen finden Sie im Mitteilungsblatt 2017/2 ab S. 14 ff.

Die Exkursion "Latium" konnte aufgrund der hohen Nachfrage um einen weiteren Termin im Oktober 2018 ergänzt werden. Dieser zweite Termin wurde kurzfristig ins Angebot genommen. Bei beiden Terminen sind noch wenige Plätze frei. Zur Anmeldung nutzen Sie dazu gerne das Anmeldeformular.

Umfeld der Heuneburg

Prof. Dr. Dirk Krausse


Tagesexkursion zu aktuellen Grabungen im Umfeld der Heuneburg

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Prof. Dr. Dirk Krausse, LAD Esslingen

Abfahrt: am 26.10.18 um 9:00 Uhr in Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 30 € pro Person

Das Programm

Die Grabungen des DFG Langfristprojektes, das sich der Untersuchung des weiteren Umfeldes der Heuneburg widmet, werden auch in diesem Jahr fortgesetzt. In den vergangenen Jahren sind hierbei schon einige herausragende Entdeckungen aus frühkeltischer Zeit z. B. an der Alte Burg bei Langenenslingen gemacht worden. Unter anderem werden in diesem Sommer weitere spannende Bereiche des frühkeltischen Kult- und Versammlungsplatzes auf der Alte Burg sowie die monumentalen Befestigungen auf der Großen Heuneburg archäologisch untersucht. Zudem wird in der Bettelbühlnekropole, dem Fundort des bekannten Grabes der Keltenfürstin ein weiterer Grabhügel erforscht. Damit alle drei Grabungen besichtigt werden können, findet diese Exkursion an einem Werktag statt.

Zur Person: Landesarchäologe Prof. Dr. Dirk Krausse ist Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Archäologie, Referatsleiter und stellvertretender Abteilungsleiter am Landesamt für Denkmalpflege. Er koordiniert die Archäologische Denkmalpflege in Baden-Württemberg und ist Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für Archäologie.

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 1. Oktober 2018 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2018/2 oder hier im Anhang zum Download.

Berlin / Halle / Chemnitz

Prof. Jörg Bofinger


Exkursion zur Ausstellung "Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland" (3 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Prof. Jörg Bofinger, LAD Esslingen

Abfahrt: am 30.11.18 um 6:00 Uhr in Echterdingen (Stuttgart Airport Busterminal)

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 600 € pro Person (DZ), 650 € (EZ)

Das Programm

Unter dem Titel „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ findet vom 21. September 2018 bis 6. Januar 2019 im Martin Gropius Bau eine Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (VLA) anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 statt. „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ präsentiert die spektakulärsten archäologischen Neufunde der letzten 20 Jahre von der Steinzeit bis ins 20. Jahr hundert. Anhand der vier Themen Mobilität, Konflikt, Austausch und Innovation werden mit über 1.000 Exponaten die Folgen überregionaler Interaktion auf persönlicher, wirtschaftlicher und kultureller Ebene erfahrbar gemacht.

Ziel der Ausstellung ist es, über die Exponate den Bezug unserer kulturellen Vergangenheit zur heutigen Zeit herzustellen und zu verdeutlichen, dass schon vor mehreren tausend Jahren die Grundlagen eines gemeinsamen Europas gelegt wurden, aus denen ein einzigartiges kulturelles Netzwerk entstand, das uns bis heute prägt. Aus Baden-Württemberg ist die Venus vom Hohle Fels ebenso vertreten wie das Bettelbühlgrab oder der jungsteinzeitliche Ahnenfries vom Bodensee.

Wir nehmen die Ausstellung zum Anlass für eine abwechslungsreiche archäologische Fahrt nach Berlin. Auf dem Weg dorthin besuchen wir zunächst das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, das eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen in Deutschland beherbergt und gleichzeitig durch eine moderne ansprechende museale Präsentation besticht.

In Berlin werden wir nach der Besichtigung der Sonderausstellung im Gropius Bau und dem Mittagsessen das Neue Museum besuchen. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es seit 2003 unter der Leitung des britischen Stararchitekten David Chipperfield aufwändig restauriert und wiederhergestellt. Das Neue Museum fasst 9.000 Objekte dreier bedeutender Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Es hat 8.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf vier Ebenen. Ausgestellt ist auch die berühmte Büste der Nofretete, die als einziges Objekt im Nordkuppelsaal in einer vier Meter hohen Vitrine präsentiert wird.

Auf der Rückfahrt werden wir Station in Chemnitz machen und einen Blick in das „Schaufenster der Archäologie Sachsens“ werfen. Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz hat nicht nur eine umfangreiche archäologische Sammlung, sondern ist im denkmalgeschützten ehemaligen Kaufhaus Schocken untergebracht, das als „Ikone der Moderne“ gilt.

  • FR - Abfahrt in Echterdingen um 6 Uhr – Anreise bis Halle – Besuch Landesmuseum
    für Vorgeschichte – Weiterfahrt zum Hotel nach Berlin – Abendessen im Hotel
  • SA - Besuch Gropius Bau mit der großen Sonderausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ – Gemeinsames Mittagessen im Restaurant – Besuch Neues Museum
  • SO - Abfahrt Hotel um 8 Uhr – Fahrt nach Chemnitz – Besuch SMAC Chemnitz –
    Heimreise nach Echterdingen (späte Rückkehr)

Zur Person: Dr. Jörg Bofinger, Landeskonservator, Leiter des Referates Operative Archäologie im Landesamt für Denkmalpflege und Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung ab / bis Echterdingen
  • 2 x Übernachtung mit Frühstücksbuffet im Maritim Hotel pro Arte in Berlin in Comfort-Zimmern
  • 1 x 3-Gang-Abendessen im Hotel
  • 1 x Mittagessen im Restaurant
  • Eintritt und Führung Landesmuseum für Vorgeschichte Halle
  • Eintritt und Führung Gropius Bau Berlin, Ausstellung „Bewegte Zeiten“
  • Eintritt und Führung Neues Museum Berlin, Ausstellung „Faszination Nofretete“
  • Eintritt und Führung SMAC Chemnitz
  • Quietvox-Kopfhörer während der Reise

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 20. Oktober 2018 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2018/2 oder hier im Anhang zum Download.

Spanien / Portugal

Felicitas Schmitt u. Dr. des. Jadranka Verdonkschot


Auslandsexkursion: Von Hauptstadt zu Hauptstadt - Den Tajo entlang bis zum Atlantik (11 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Felicitas Schmitt, LAD Esslingen und Dr. des. Jadranka Verdonkschot, Universität Tübingen

Abflug: am 14.05.19 ab Flughafen Stuttgart/Echterdingen

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt, Flugdaten und Zeiten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: voraussichtlich 2.595 € pro Person (DZ), 2.855 € (EZ) - die Preise sind noch nicht abschließend vom Reiseunternehmen bestätigt

Das Programm

Tag 1: Hinflug nach Madrid

Am selben Tag Besuch des Museo Arqueológico Nacional in Madrid. Im Anschluss „ice breaker“ (z.B. gemeinsame Tapas-Essen o. ä.) zum Kennenlernen.

Übernachtung in Madrid

Tag 2: Madrid – El Escorial

Ausflug zur Kloster- und Schlossanlage Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial mit anschließendem Spaziergang in der Umgebung.

Weitere Stationen in Madrid sind z.B. die alte Stadtmauer oder auch Schauplätze/Monumente des Bürgerkriegs.

Übernachtung in Madrid

Tag 3: Carranque – Toledo

Fahrt nach Toledo. Auf dem Weg dorthin Besichtigung der römischen Ruinen und des dazugehörigen Infozentrums von Carranque. In Toledo: Besuch der Kathedrale sowie des Klosters San Juan de los Reyes.

Übernachtung in Toledo

Tag 4: Toledo

Mittelalter- und Römerarchäologietag in Toledo.

Start im Museo Santa Cruz (Kunstwerke besonders von El Greco, Römer sowie vereinzelt Vorgeschichte). Anschließend Besuch der Synagoge El Tránsito, der Mezquita del Cristo de la Luz und der römischen Thermen.

Übernachtung in Toledo

Tag 5: Ciudad de Vascos – Azután – Jaraíz de la Vera – Cáceres

Fahrt nach Cáceres. Auf dem Weg dorthin (wenn die Zufahrt gesichert werden kann) Besichtigung der maurischen Stadt Ciudad de Vascos in Navalmoralejo. Im Anschluss Besuch des neolithischen und chalkolithischen Megalithgrabs von Azután sowie Erläuterungen zu den 2014 neu entdeckten Anlagen, darunter die doppelte Kreisgrabenanlage El Prado (u. a. Dissertationsthema von F. Schmitt). Weiter geht es zur befestigten chalkolithischen Siedlung und den Megalithgräbern von Jaraíz de la Vera; hier erhalten die Teilnehmer eine Führung von Frau Prof. Dr. Primitiva Bueno Ramírez.

Übernachtung in Cáceres

Tag 6: Cáceres – Tagesausflug Mérida

Stadtrundgang in Cáceres mit anschließendem Ausflug nach Mérida, dort werden die römischen Hinterlassenschaften besichtigt.

Übernachtung in Cáceres

Tag 7: Évora

Weiterfahrt nach Évora (UNESCO Weltkulturerbe). Besichtigung des römischen Tempels. Anschließend Besuch des Klosters Kalvarienberg (Convento do Calvário) sowie der Capela dos Ossos (Knochenkapelle).

Übernachtung in Évora

Tag 8: Évora Umland

Erkundung der Umgebung. Besichtigung des Cromlech dos Almendres. Anschließend Besuch der Fundstelle Perdigões (4. und 3. Jt. v. Chr.) und des dazugehörigen kleinen Museums. Führung von Dr. Antonio Valera (Ausgrabungsleiter) und mit etwas Glück finden zu diesem Zeitpunkt auch wieder Ausgrabungen statt. Der Tag klingt mit einer Führung und Verkostung im Weingut Herdade do Esporão aus, auf dessen Gelände der Fundort Perdigões liegt

Übernachtung in Évora

Tag 9: Zambujal und Lissabon

Weiterfahrt nach Torres Vedras und Besichtigung der befestigten Anlage von Zambujal. Dort wird der langjährige Ausgräber Dr. Michael Kunst über die Fundstelle führen. Anschließend Weiterfahrt nach Lissabon. Halt am Torre de Belém, der sich an der Mündung des Tajo/Tejo in den Atlantik befindet.

Übernachtung in Lissabon

Tag 10: Lissabon

Stadtführung in Lissabon sowie Besuch der Mittelalterruine und des Archäologiemuseums Convento do Carmo und des Castelo de São Jorge. Des Weiteren Besuch des Millennium bcp Foundation – Archaeological Centre. Ausklang des Tages und der Reise mit einem Fado-Abend.

Übernachtung in Lissabon

Tag 11: Rückflug nach Stuttgart

Transfer zum Flughafen in Lissabon

Zur Person: Felicitas Schmitt, Studium der Archäologie in Tübingen und Granada, seit 2017 Volontärin am Landesamt für Denkmalpflege.
Zur Person: Dr. des. Jadranka Verdonkschot, Studium der Archäologie in Amsterdam, Alcalá de Henares und Tübingen, seit 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Flug Stuttgart – Madrid (voraussichtlich mit Iberia Express) und Lissabon – Stuttgart (voraussichtlich mit Eurowings)
  • Rundreise im örtlichen Bus (evtl. ohne Toilette) für max. 35 Personen
  • 10 x Übernachtung mit Frühstück in 4-Sterne-Hotels
  • 9 x Abendessen im Hotel oder Restaurant
  • 1 x Abendessen im Fado-Lokal in Lissabon
  • Durchgehende Reiseleitung durch Frau Schmitt und Frau Verdonkschot, teilweise unterstützt durch zusätzliche örtliche Guides
  • Alle Eintritte lt. Programm
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Quietvox-Audioführungssystem während der Reise vom 2. Tag morgens bis 10. Tag abends

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 20. Oktober 2018 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Mindestteilnehmerzahl: 20 zahlende Personen / Änderungen vorbehalten

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2018/2 oder hier im Anhang zum Download.

Österreich

Dr. Martin Kemkes


Auslandsexkursion: Auf den Spuren der Römer am möglichen UNESCO-Welterbe Donaulimes in Österreich (8 Tage)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Martin Kemkes, Rastatt

Abfahrt: am 22.09.19 um 6:00 Uhr in Echterdingen (Stuttgart Airport Busterminal)

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 1.600 € pro Person (DZ), 1.770 € (EZ-Zuschlag von 170 € gilt nur für bis zu 9 EZ, weiter EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag)

Das Programm

Der Donaulimes in Österreich war über mehrere Jahrhunderte ein wichtiger Abschnitt der Außengrenze des Römischen Reiches. Entlang der 358 Flusskilometer errichteten römische Soldaten in mehreren Ausbauphasen über fünf Jahrhunderte hinweg eine Vielzahl militärischer Anlagen – Legionslager, Kastelle und Wachttürme. Rund 40 dieser Denkmäler sind heute noch erhalten und bilden zusammen mit zahlreichen Museen eine außergewöhnliche Kulturlandschaft. Voraussichtlich im Sommer 2019 soll der römische Donaulimes von Regensburg, über Österreich, die Slowakei bis Ungarn zum UNESCO-Welterbe erklärt werden.

Erster Punkt unserer Reise ist Passau, an der Grenze zwischen den römischen Provinzen Raetia und Noricum. An der Stelle des heutigen Domes sowie am gegenüber liegenden Innufer lagen seit dem 1. Jh. n. Chr. römische Kastelle, die in der Spätantike zu wichtigen Grenzfestungen ausgebaut wurden.

Über das Kleinkastell Schlögen erreichen wir Enns mit seinem unter Kaiser Mark Aurel errichteten Legionslager Lauriacum.

Von Enns aus werden wir dann auch Linz, die Landeshauptstadt Oberösterreichs und das dortige Landesmuseum besuchen.

Über die Kastellstandorte Wallsee und Pöchlarn in der Wachau geht es weiter in das sogenannte Tullner Feld, eine rund 50 km lange Beckenlandschaft, durch die schon seit der Vor geschichte wichtige Handelswege führten.

Die römischen Soldaten trafen im 1. Jh. n. Chr. hier auf einen ungeregelten Strom mit einem breiten, schwer durchdringbaren Auwaldgürtel. Von Mautern im Westen bis Klosterneuburg vor den Toren Wiens haben sich hier zahlreiche Überreste der römischen Wehrbauten auf engem Raum erhalten, wobei in Traismauer und Tulln Flussübergänge vermutet werden.

Nach Wien überschreiten wir dann zum zweiten Mal eine römische Binnengrenze und erreichen das Legionslager Vindobona in der Provinz Pannonia Superior. Die Überreste des Legionslagers liegen heute tief unter der Wiener Altstadt, können aber zum Teil besichtigt werden. Das reichhaltige Fundmaterial ist in den Museen der Stadt zu besichtigen.

Als abschließender Höhepunkt erwartet uns schließlich die Römerstadt Carnuntum, die größte archäologische Landschaft Mitteleuropas, mit ihren Kastellen, Amphitheatern, rekonstruierten Wohnbezirken und Museen.

Zur Person: Dr. Martin Kemkes, Leiter des Referates Provinzialrömische Archäologie und römische Zweigmuseen des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Archäologie.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung ab / bis Echterdingen
  • 3 x Übernachtung mit Frühstück im
  • 3-Sterne- Hotel Goldenes Schiff in Enns www.hotel-brunner.at
  • 4 x Übernachtung mit Frühstück im 4-Sterne-Intercity Hotel Wien www.intercityhotel.com/hotels/alle-hotels/oesterreich/wien/intercityhotel-wien
  • 7 x Abendessen im Hotel (bzw. evtl. 1– 2 x im Restaurant)
  • Eintritte
  • Besichtigungen und Ausflüge laut Programm
  • Stadtführung Wien
  • Quietvox-Audioführungssystem während der Reise

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 15. Juli 2019 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen

Mindestteilnehmerzahl: 20 zahlende Personen / Änderungen vorbehalten

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2018/2 oder hier im Anhang zum Download.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Strasbourg / F


Vierte grenzüberschreitende Archäologietage im Oberrheintal

Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Université de Strasbourg, Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt, u.a.

Tagungsort: Palais universitaire - 9 place de l’Université, Strasbourg

Beginn: FR 16. November 2018, 09:30 h
Ende:    SA 17. November 2018, ca. 16:00 h

Tagungsgebühr: keine - Eine Anmeldekarte ist im Anhang zum Download beigefügt.

Das Programm

Der Oberrhein ist heute eine Landschaft des gemeinsamen Lebens und Arbeitens seiner französischen, schweizerischen und deutschen Bevölkerung. Seit rund 20 Jahren wurden zahlreiche grenzüberschreitende Projekte zu unterschiedlichsten Themen in diesem deutsch-französisch-schweizerischen Raum realisiert.

Gemeinsam haben in diesem Rahmen der Service régional de l‘archéologie DRAC Grand Est im Elsass, das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und die Archäologische Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt eine wissenschaftliche Kooperation ins Leben gerufen, um im Oberrheingebiet den denkmalpflegerisch-wissenschaftlichen Austausch zu fördern.

Als gemeinsame Veranstaltung dieser Zusammenarbeit der Archäologinnen und Archäologen beiderseits des Rheins werden am 16. und 17. November 2018 die vierten grenzüberschreitenden Archäologietage in Straßburg stattfinden. Trinationale Projekte und deren Ergebnisse sowie aktuelle archäologische Leuchtturmprojekte der Rheinregion werden der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Während der Freitag, der 16. November dem Schwerpunktthema «Befestigungen entlang des Rheins» gewidmet sein wird, werden am Samstag, dem 17. November aktuelle archäologische Forschungen in der Dreiländerregion das Vortragsprogramm bestimmen.

Das Tagungsprogramm, Hinweise zur begleitenden Ausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang.

Bitte nutzen Sie für Ihre schriftliche Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung die anhängende Antwortkarte.

Ulm


Jahrestagung 2019 - Tag der Archäologie

Vorankündigung

Als 3-tägige Veranstaltung mit Mitgliederversammlung, Vorträgen und Exkursionen sind der Tag der Archäologie und die Jahrestagung 2019 vom FR 10.05.19 bis SO 12.05.19 in Ulm geplant.

Details stehen Anfang 2019 fest und werden im Mitteilungsblatt 2019/1 und auf dieser Seite der Homepage veröffentlicht.

In jedem Fall erwartet Sie wieder ein spannendes Programm.

Deshalb: Termin bitte schon heute vormerken.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Ausstellungen: Kostenfrei in die Schausammlungen des Landesmuseums

Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart
Neues Schloss, Schlossplatz, 70173 Stuttgart

Während des gesamten Jahres ist der Eintritt in die Schausammlungen des Landesmuseums im Alten Schloss (u.a. Wahre Schätze - Antike, Kelten und Kunstkammer oder Glas aus vier Jahrtausenden, etc.), in das Haus der Musik, ins Römische Lapidarium im Neuen Schloss, sowie in das Museum der Alltagskultur, Waldenbuch kostenfrei. Dank finanzieller Unterstützung durch die Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg e.V. und die Adolf Würth GmbH & Co. KG reiht sich das Haus in die Riege der (wenigen) deutschen Museumshäuser ein, die freien Zugang zu ihren Sammlungen gewähren.

Weitere Informationen zum Landesmuseum Württemberg: landesmuseum-stuttgart.de.

Federseemuseum, Bad Buchau


Neue Dauerausstellung: "15.000 Jahre Leben am See"

Neue Dauerausstellung "15.000 Jahre - Leben am See", Federseemuseum

Federseemuseum
August-Gröber-Platz
88422 Bad Buchau

federseemuseum.de

→ Öffnungszeiten
01. April bis 01. November, tägl. 10:00 bis 18:00 Uhr, 02. November bis 31. März nur Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr - Gruppen nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

Neue Dauerausstellung

"15.000 Jahre Leben am See" - Neu präsentiert, modern inszeniert und zeitgemäß gestaltet – seit Sonntag, dem 3. September 2017, werden „15.000 Jahre Leben am See“ in einer neu aufbereiteten Dauerausstellung wieder lebendig: „Großes Kino“ auf 500m2 Ausstellungsfläche in einem beachtenswerten Museum, das seit seiner Eröffnung im Jahre 1968 immer wieder für Aufsehen sorgt.

Schwerpunkt der Schau bilden die prähistorischen Pfahlbauten mit ihren bedeutenden Zeugnissen aus den nahe gelegenen Welterbestätten. In speziell aufbereiteten Themenkomplexen beleuchten sie den Alltag der Siedler im Moor. Sie informieren über Wirtschafts- und Ernährungsweise, über Viehzucht, Jagd und Fischfang und erläutern die Anfänge von Handel, Verkehr und Mobilität. Und schließlich führen uns seltene frühe Glaubenszeugnisse zurück zu den Ursprüngen von Kult und Religion. Ein Flyer mit weiteren Informationen steht zum Download bereit.

 

Federseemuseum Bad Buchau

Das Museum: Das 1968 eröffnete Federseemuseum bietet mit einer wirkungsvollen Präsentation von einzigartigen Originalfunden, darunter auch wertvolle Artefakte aus den nahe gelegenen Welterbestätten, einen direkten Zugang in die prähistorische Siedlungslandschaft. Von der Altsteinzeit bis zur frühen Eisenzeit erstrecken sich auch die kulturgeschichtlichen Hintergründe der Region. Im angrenzenden Museumsgelände sind durch die Zusammenarbeit von Archäologen und Handwerkern ein Dutzend Häuser und Hütten nach prähistorischen Vorbildern entstanden, denen allesamt Ausgrabungsbefunde aus Moorsiedlungen und Pfahlbauten der Gegend zugrunde liegen. Es ist ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg.

www.federseemuseum.de (Stand: 01.03.18)

Freilichtmuseum und Keltenmuseum Heuneburg


Sonderausstellung "Der Unlinger Reiter: Kelten, Pferde, Wagenlenker"

Sonderausstellung "Der Unlinger Reiter"

Freilichtmuseum Heuneburg Pyrene
Heuneburg 1-2
88518 Herbertingen-Hundersingen

Keltenmuseum Heuneburg
Binzwanger Str. 14
88518 Herbertingen-Hundersingen

heuneburg-keltenstadt.de

→ Öffnungszeiten (30. März bis 31. Oktober 2018)
Freilichtmuseum: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, letzter Einlass bis 16:30 Uhr, Montag geschlossen
Keltenmuseum: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 16:00 Uhr, letzter Einlass bis 15:30 Uhr, Montag geschlossen

Verlängerung der Sonderausstellung

Die Heuneburg zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundplätzen Mitteleuropas und ist wahrscheinlich identisch mit der von Herodot erwähnten frühkeltischen Stadt Pyrene. Der Burgberg und sein Umfeld werden seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Ausgrabungen vermitteln inzwischen ein facettenreiches Bild dieser ersten Stadt nördlich der Alpen.

Im Sommer 2016 kamen in der Heuneburg-Region bei archäologischen Rettungsgrabungen in Unlingen (Kreis Biberach) am Fuß des Bussens neue bedeutende Grabfunde zum Vorschein: Unter den reichen Grabbeigaben ragt der Fund einer Bronzestatuette aus einem beraubten Wagengrab hervor. Es handelt sich um die bislang älteste Reiterdarstellung Deutschlands.

Vom 30. März bis zum 31. Oktober 2018 ist die Sonderausstellung "Der Unlinger Reiter: Kelten, Pferde, Wagenlenker" zu sehen, die bereits im vergangenen Jahr erfolgreich präsentiert wurde. Ein aktueller Flyer steht unten zum Download bereit.

Eine Ausstellung in zwei Museen

„Der Unlinger Reiter“ unterstreicht die Bedeutung des Reitens und Fahrens bei den frühen Kelten des 7. bis 5. Jahrhunderts v. Chr. Diesem Kapitel der keltischen Geschichte ist die Sonderausstellung gewidmet, die an zwei Ausstellungsorten faszinierende Funde und Events rund um das Thema „Kelten – Pferde – Wagenlenker“ bietet.

Im Freilichtmuseum Heuneburg-Pyrene und im Keltenmuseum Heuneburg in Herbertingen-Hundersingen erwarten den Besucher die Erstpräsentation der Originalfunde aus Unlingen und eine spannende Ausstellung zum Thema Reiten und Fahren bei den Kelten sowie ihren skythischen und griechischen Nachbarn.

Doch was wäre eine solche Ausstellung ohne richtige Pferde und Reiter? Freuen Sie sich auf die Shows mit Pferden und Darstellern, die auf einer eigens eingerichteten Reitbahn auf der Heuneburg präsentiert werden!

 

Gemeinsame Seite Heuneburg Freilichtmuseum und Keltenmuseum

Die Museen: Das heutige Freilichtmuseum selbst wurde im Wesentlichen seit 1998 bis 2001 errichtet und besteht aus einer Reihe von Rekonstruktionen, in den u.a. wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Um weitere Forschungsergebnisse und Originalfunde aus der Heuneburg und den keltischen Fürstengräbern der Öffentlichkeit präsentieren zu können, wurde die im Jahr 1783 erbaute, ehemalige Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal in Hundersingen grundlegend renoviert und präsentiert sich heute als Keltenmuseum Heuneburg.

www. heuneburg-keltenstadt.de (Stand: 01.06.18)

Museum Römerhaus Walheim


Neueröffnung des Römerhauses in Walheim

Neueröffnung Dauerausstellung Museum Römerhaus Walheim

Museum Römerhaus Walheim
Römerstraße 16
74399 Walheim

roemerhaus.com

→ Öffnungszeiten (April bis Oktober)
Samstag 14:00 bis 18:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 10:00 bis 18:00 Uhr - Führungen für Gruppen sind auf Anfrage auch während der Woche möglich

Neueröffnung der Dauerausstellung

Nach rund zehnmonatiger Schließung und der Sanierung des Museumsgebäudes durch die Gemeinde Walheim hat das Römerhaus Walheim seit dem 28. April 2018 wieder seine Tore geöffnet. Das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg konzipierte parallel dazu eine neue Dauerausstellung, die mit moderner Didaktik und großen Illustrationen die Besucher über die römische Geschichte Walheims und den Alltag seiner Bewohner informiert.

Die Erforschung des römischen Walheims reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Bereits 1886 wurde ein Kohortenkastell unterhalb des mittel alterlichen Ortskerns entdeckt. Die darauf folgenden kleinflächigen Ausgrabungen der Reichslimeskommission führten zu vielen Erkenntnissen über die römische Besiedlung im direkten Umfeld des Kastells. Nach längerer Zeit nur sporadischer Forschung gelang 1967/68 der spektakuläre Fund einer fast vollständigen Jupitergigantensäule, deren Kopie in Originalgröße heute direkt vor dem Museum Römerhaus steht.

Die Neuplanung der Bundestraße 27 und eines Wohngebietes einige 100 m nördlich des bisher bekannten Kastells führten von 1980 – 1988 schließlich zu großflächigen Ausgrabungen des damaligen Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg. Dabei konnten ein zweites kleineres Numeruskastell und eine dichte zivile Bebauung festgestellt werden. Unter den über 40 römischen Gebäuden, die in den insgesamt neun Jahren der Grabung dokumentiert wurden, befindet sich auch eine größere Anzahl von Steingebäuden. Das durch seine Größe und allgemeine Erhaltung herausragende Gebäude 19 wurde 1989 mit einem Schutzbau gesichert. 1991 eröffnete das Römerhaus Walheim als erstes Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg.

Trotz seiner mit 48 x 14 m imposanten Größe handelt es sich bei dem Gebäude um ein typisches römisches Streifenhaus, wie es in allen Zivilsiedlungen der Grenzprovinzen zu finden ist. Seine zweigeteilte Bauform mit einer großen Halle mit Portikus zur Hauptstraße und einem Innenhof mit umgebenden Räumen im hinteren Bereich lassen darauf schließen, dass es für Publikumsverkehr gebaut wurde. Gestärkt wird diese Annahme durch die heute noch sichtbare, deutlich ausgetretene Schwelle am rückwärtigen Hofeingang. Die Forschung geht davon aus, dass es sich um ein Handelshaus handelte, in dem unter anderem aus dem Mittelmeerraum importierte Waren an die Provinzbevölkerung verkauft wurden.

Die Neukonzeption der Dauerausstellung zielt vor allem darauf ab, das Hauptexponat des Museums, das römische Gebäude an sich, in den Mittelpunkt zu stellen. Unterstützt wird dies durch eine Auswahl von Kleinfunden, die verschiedene Bereiche des Alltags vor 1800 Jahren im Haus und seiner direkten Umgebung darstellen. Mehrere großformatige Illustrationen lassen zudem die Besucher in den Alltag der damaligen Bewohner eintauchen.

Bereits vor dem Eingang des Museums zeigt sich eine wesentliche Neuerung: eine große Tafel informiert Museumsbesucher, aber auch Spaziergänger und Radfahrer auf dem Enztal-Radweg außerhalb der Öffnungszeiten über die wichtigsten Kapitel der römischen Geschichte Walheims. In einer zeichnerischen Rekonstruktion kann die damalige Siedlung erkundet werden, die sich über eine deutlich größere Fläche erstreckte als der mittelalterliche Ortskern.

Im Gebäude zieht die zentrale Haupthalle die Blicke auf sich, die nun mit einer großen Illustration und davor stehender Vitrine in Form einer Verkaufstheke eindeutig als ursprünglicher Ausschanks- und Verkaufsraum erkennbar ist. Auf der ehemaligen römischen Straße direkt vor dem Fenster des Römerhauses fährt gerade ein lebensgroßer Ochsenkarren mit Weinfass vorbei.

Weitere Themen im Haus sind das römische Privatleben von prächtigen Truhenbeschlägen hin zu Toilettegerät, das durch zahlreiche Funde nachgewiesene Handwerk und das Militär, ohne dessen Präsenz die Zivilsiedlung nicht entstanden wäre. Abgerundet wird die Dauerausstellung mit der römischen Religion, die durch zahlreiche Götterreliefs und -statuetten gezeigt wird. Zentral dabei ist der Altar der Göttin Maesama, die bisher nur aus Walheim bekannt ist.

Das Römerhaus Walheim hat in den Sommermonten immer an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Führungen für Gruppen sind auf Anfrage auch unter der Woche möglich. Die Öffnungszeiten und auch die museumspädagogische Betreuung im Haus werden weiterhin durch den Förderverein Römerhaus Walheim gewährleistet, dem hier für sein großes ehrenamtliches Engagement herzlich gedankt sei.

 

Museum Römerhaus Walheim

Das Museum: Das Museum Römerhaus Walheim ist Zweigstelle des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und wird in Zusammenarbeit von Gemeinde und Förderverein Römerhaus Walheim e.V. betrieben. Das 1991 eröffnete Museum ist für sein hervorragend erhaltenes Streifenhaus bekannt, welches zu den größten seiner Art nördlich der Aplen zählt. Die konservierte Ausgrabung wird durch eine Ausstellung über das zivile und militärische Walheim ergänzt und von einem vielfälltigen Jahresprogramm abgerundet.

www.roemerhaus.de (Stand: 01.07.18)

Keltenmuseum Hochdorf


Sonderausstellung "Von der Steinzeit zu den Alamannen" – Hemmingen in der Vor- und Frühgeschichte

Keltenmuseum Hochdorf
Keltenstraße 2
71735 Eberdingen-Hochdorf/Enz

keltenmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 09:30 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag durchgehend von 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen

Sonderausstellung und öffentliche Ausstellungsführungen

Die Gemeinde Hemmingen veranstaltet die Sonderausstellung 2018 zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart als Mitveranstalter in den Räumlichkeiten des Keltenmuseums.

Unter dem Titel „Von der Steinzeit zu den Alamannen – Hemmingen in der Vor- und Frühgeschichte“ sehen Sie archäologische Funde verschiedener Epochen aus dem Gebiet der Gemarkung.

Der Ort Hemmingen liegt 15 km nordwestlich der Landeshauptstadt Stuttgart, im Herzen des Strohgäus, einer von Ebenen und scharf eingeschnittenen Flusstälern geprägten Landschaft, deren Grenzen mit dem Strudelbach, der Enz, dem Neckar und der nördlichen Abdachung des Glemswaldes grob umrissen werden können. Vom 346 Meter Höhe über dem Meeresspiegel liegende „Kaiserstein“ bekommt man einen umfassenden Eindruck nicht nur von der geographischen und landschaftlichen Lage der Gemarkung, sondern auch des ganzen Strohgäus, südlich bis zum Engelberg und nordöstlich bis zum Hohenasperg.

Steinzeit

Auf der Gemarkung Hemmingen hat schon die älteste bäuerliche Zivilisation im süddeutschen Raum, die sog. Linearbandkeramische Kultur, aus der Jungsteinzeit, deutlichen Spuren hinterlassen. Mit den bandkeramischen Siedlern werden im archäologischen Gesamtbild Mitteleuropas zahlreiche Innovationen greifbar. Innerhalb nur weniger Generationen entsteht ein Kulturmilieu, das sich nicht nur allein durch die grundlegend neue Technik einer produzierenden Landwirtschaft, sondern auch durch eine elaborierte Architektur sowie die meisterliche Beherrschung des Töpferhandwerks auszeichnet. In Hemmingen sind mehrere Fundstellen dieser Kultur bekannt wie z. B. Seehöfe, Lochpfädle und Lattichäcker. Zahlreiche Fundstellen sind in der Gemarkung Hemmingen den mittelneolithischen Kulturen – der sog. Großgartacher und der Rössener Kultur – zuzuordnen.

Keltenzeit

Neben den Höhensiedlungen und vereinzelter ländlicher Siedlungen sind die wichtigsten Erscheinungen der Keltenzeit die Grabhügel, die entweder in ausgedehnten, großen Gräberfeldern, etwa bis 15 Hügel, mit bis 10 m Durchmesser (Hochdorf/Enz, „Pfaffenwäldle“) liegen, oder sogenannte Großgrabhügel, die im Allgemeinen als „Fürstengrabhügel“ bezeichnet werden. Solche „Fürstengräber“ sind auch aus unserem Großraum um den Hohenasperg von Hochdorf/Enz, Schöckingen (Nachbarorte Hemmingens), Ludwigsburg, Kleinaspergle und Asperg-Grafenbühl bekannt. Aus Hemmingen sind zwei Großgrabhügel und mehrere Hügelgruppen bekannt.

Römerzeit

Die Römerzeit an Enz und Glems dauerte nur etwa 150 Jahre. Die römische Expansion fand hier erst am Ende der Regierungszeit des Kaisers Antonius Pius um 160 n. Chr. statt. Die hier in der späten Eisenzeit lebenden Menschen waren vertrieben worden oder geflohen, Städte, Dörfer und Gehöfte verlassen, die Felder verödet. Erst das römische Militär schuf durch die Sicherung gegen die Germanengefahr aus dem Norden, durch den Bau von Kastellen, Siedlungen, Gehöfte und Straßen Anreize für eine dauerhafte Wiederbesiedlung des Gebietes. In der Gemarkung Hemmingen sind neun Fundstellen aus der Römerzeit bekannt: Appenwiesen, Birkle, Glems, Lochpfädle, Rohrhof, Schloss, Spitalwäldle, Unter der Schauchert und Zeil.

Alamannenzeit

Kaiser Caracalla schlug 213 n. Chr. die Germanenstämme jenseits des Limes und legte sich den Siegerbeinamen Germanicus zu. In späteren Quellen werden eben diese Germanen als Alamannen bezeichnet, somit betreten 213 die Alamannen die Bühne der Geschichte. Der Wechsel bei den Germanen von der Brand- zur Körperbestattung ist sicherlich ein Ergebnis provinzialrömischer Einflüsse. In der Alamannia wurde die Körperbestattung zunächst von der alamannischen Oberschicht, die am ehesten romanisiert war, praktiziert; einfache Leute übten weiterhin die Brandbestattung aus. In Hemmingen verfügen wir über drei alamannische Begräbnisstätten mit Körpergräbern: im „Gäßlesgraben“, „Ob dem Kirchhof“ und „Unter der Schauchert“.

Öffentliche Ausstellungsführungen:

Öffentliche Führungen in der Sonderausstellung finden an den Sonntagen 16. September;  23. September, 14. Oktober, 28. Oktober 2018 jeweils um 15:00 Uhr statt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Bürgermeisteramt Hemmingen: Tel.: (07150) 9203-11, Mail: a.pelz[at]hemmingen.de

 

Keltenmuseum Hochdorf/Enz

Das Museum: Das Keltenmuseum Hochdorf/Enz wurde 1991 eröffnet. Es ist dem „Keltenfürsten von Hochdorf", seiner Zeit und seiner Kultur gewidmet. Zur Gestaltung des Museumsgebäudes wurden Elemente des Grabhügels aufgegriffen. Der Metallbogen an der Front des Gebäudes stellt den Grabhügel dar. Die nachgebaute und mit Repliken ausgestattete Grabkammer befindet sich unter diesem Bogen an der gleichen Stelle wie einst im richtigen Grab. Neben dem Museumsgebäude befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit Rekonstruktionen verschiedener keltischer Gebäude, deren Überreste man an ebendieser Stelle fand.

www.keltenmuseum.de (Stand: 01.05.18)

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Große Sonderausstellung "Faszination Schwert"

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss
Schillerplatz 6
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen
24.12. / 25.12. / 31.12.2018 / 19.04.2019 geschlossen

Große Sonderausstellung

Die große Sonderausstellung nimmt das Schwert in all seinen Facetten in den Blick. Als erste Waffe, die ausschließlich zum Töten eines anderen Menschen geschaffen wurde, ist das Schwert seit der Bronzezeit nicht mehr aus der westeuropäischen Kulturgeschichte wegzudenken. Es ist Tötungswerkzeug und wertvoller Gegenstand zugleich, dessen komplexe Herstellung von einer geheimnisvollen Aura umgeben ist. Das Schwert gilt seit jeher als Merkmal der Krieger, ist Prestigeobjekt aber auch Opfergabe, Symbol der Rechtsprechung oder Heiligenattribut. In den Sagen und Legenden spielen Schwerter wie Excalibur, Balmung oder Durendal ebenfalls eine tragende Rolle. Obwohl das Schwert im 17. Jahrhundert als Waffe zunehmend ausgedient hatte, blieb seine symbolische Wirkung ungebrochen, sei es als Ausdruck nationaler Stärke in der Propaganda des 19. Jahrhunderts und der beiden Weltkriege oder in der heutigen Populärkultur, wo es in Filmen und PC-Spielen für den Kampf Gut gegen Böse steht.

Die Sonderausstellung "Faszination Schwert“ nimmt erstmals das Schwert als kulturhistorisches Phänomen in seiner Gesamtheit wahr. Sie ermöglicht den Besuchern, dem Phänomen der anhaltenden Anziehungskraft dieser Waffe auf den Grund zu gehen. Neben zahlreichem archäologischem Fundgut zeigt sie Werke aus den bildenden Künsten und der Literatur, Filmplakate oder auch Trainingsschwerter heutiger Schwertkampffechter.

 

Das Museum: Das Landesmuseum Württemberg gehört zu den ältesten staatlichen Museen in Baden-Württemberg. Umfangreiche Sammlungen von hoher Qualität machen das Haus zu einer der bedeutenden Einrichtungen in der nationalen und internationalen Museumslandschaft. Zum Landesmuseum Württemberg gehören neben dem Alten Schloss in Stuttgart noch zahlreiche weitere Museen und Institutionen.

www.landesmuseum-stuttgart (Stand: 01.10.18)

Alamannenmuseum Ellwangen


Sonderausstellung "Verehrt, verwendet, vergessen - Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte"

Alamannenmuseum
Haller Straße 9
73479 Ellwangen

alamannenmuseum-ellwangen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag geschlossen, Dienstag 25.12.18 geschlossen

Sonderausstellung

Vom 27. Oktober 2018 bis 28. April 2019 ist im Alamannenmuseum Ellwangen die Sonderausstellung "Verehrt, verwendet, vergessen – Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte" zu sehen. Die vom Alamannen-Museum Vörstetten bei Freiburg konzipierte Ausstellung beleuchtet den Alamannenbegriff im Wandel der Zeiten.

Immer wieder wird von Besuchern gefragt, warum die Alamannen in den einschlägigen Fachmuseen mit einem "a" anstatt einem "e" geschrieben werden. Dies veranlasste das Alamannen-Museum Vörstetten zu der Idee, eine Ausstellung zum Alamannenbegriff zu konzipieren. Dieser taucht erstmals im Jahr 289 n. Chr. in römischen Quellen auf und bezeichnete germanische Stämme, welche sich in dem von den Römern nach dem Fall des Limes verlassenen, rechten Oberrheingebiet niederließen. Im Laufe der Geschichte erfuhr der ursprünglich als "Hilfsbezeichnung" entstandene Alamannenbegriff einen entscheidenden Bedeutungswechsel und führte zu falschen und irreführenden Verwendungen mit teilweise fatalen Auswirkungen.

Während des frühen Mittelalters wurde das Siedlungsgebiet der "Alamanni" als Herzogtum in das Frankenreich der Merowinger eingegliedert und die römische Wortschöpfung zum herrschaftlichen Raumbegriff umgewandelt, der in den nachfolgenden Perioden vor allem in der historischen Forschung mit "e" geschrieben wurde. Im 19. Jahrhundert erfolgte unter anderem durch Johann Peter Hebel und seine "Allemannischen Gedichte" eine neue Verwendung des Begriffes als Volks- und Stammesbezeichnung. Gleichzeitig beschäftigte man sich mit der Frage, woher dieses "Volk" kam. Eine Umdeutung ins "Völkische" erfolgte durch die Nationalsozialisten und fand seinen missbräuchlichen Höhepunkt in der NS-Rassenideologie. In diesem Zusammenhang richtet die Ausstellung auch den Blick auf die "Alemannenforschung" in der Universitätsstadt Freiburg sowie das dort herausgegebene NS-Hetzblatt "Der Alemanne".

Bis heute wirkt der Alamannenbegriff in vielfältiger Form nach – bis hin zur Bezeichnung der Deutschen als "les allemands" in der französischen Sprache und in einer Reihe von anderen Ländern. Seine Bedeutung und Verwendung ist aber auch durch eine Polarität gekennzeichnet, die einerseits durch Einrichtungen wie das "Alemannische Institut" und die "Muettersproch-Gsellschaft" und andererseits vom Missbrauch durch die Geschichtsdarstellung moderner rechter Ideologen bestimmt wird.

Bei den Alamannen, denen die Museen in Ellwangen und Vörstetten gewidmet sind, handelt es sich letztlich um eine archäologisch nachgewiesene (tote) Kultur ohne Traditionsanknüpfung an die Gegenwart, während das Alemannische eine bis heute existierende, lebendige Sprach- und Brauchtumskultur darstellt, die sich in Süddeutschland, der Schweiz und dem benachbarten Elsass erst nach dem Ende der Antike über Jahrhunderte hinweg in seiner Eigenständigkeit entwickelt hat.

Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung wird am Freitag, 26. Oktober 2018, um 18 Uhr eröffnet. Es sprechen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, der 1. Vorsitzende des Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen, Werner Kowarsch, Dr. Niklot Krohn vom Alamannen-Museum Vörstetten – er hält die Einführung in die Ausstellung – sowie Museumsleiter Andreas Gut.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

 

Das Museum: In Ellwangen entstand in den letzten Jahren im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen. Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig.

www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Stand: 22.09.18)

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Ausstellungsführung Sonderausstellung "Faszination Schwert"

Sonderausstellung "Faszination Schwert"

Leitung: Dr. Nina Willburger, Stuttgart

Ort: Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Treffpunkt: 14:45 Uhr im Innenhof Landesmuseum Württemberg

Preis: 7 € pro Person (max. Personenanzahl: 25)

Zur großen Sonderausstellung „Faszination Schwert“ bieten wir am 23. November 2018 um 15:00 Uhr eine exklusive Führung für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie mit Dr. Nina Willbuger an.

Zur Person: Dr. Nina Willburger ist Leiterin der Fachabteilung Archäologie im Landesmuseum Württemberg und im Beirat der Gesellschaft für Archäologie.

 

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 8. November 2018 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen.

Hinweis: Die Führung ist mittlerweile ausgebucht, es wird aber eine Warteliste geführt / Stand 19.10.18-fh

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2018/2 oder hier im Anhang zum Download.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Aktuell sind keine Veranstaltungen vorhanden.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Sonstiges


Weißer Saal, Neues Schloss Stuttgart


Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2018

Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege, Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V., Förderkreis für Archäologie in Baden e.V. und Wüstenrot Stiftung

Ort: Neues Schloss, Weißer Saal, Schlossplatz 4, 70173 Stuttgart

Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt: U. A. w. g. bis Freitag, 26. Oktober 2018, Kontaktdaten s.u.

Der Festakt im Weißen Saal wird moderiert durch Herrn Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im RP Stuttgart.

Die feierliche Verleihung des Archäologie-Preises 2018 nimmt Frau Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau als Oberste Denkmalschutzbehörde, vor. Die Preisträger sind in diesem Jahr:

Hauptpreis
Reiner Blumentritt, Schelklingen
Georg Hiller, Blaubeuren

Förderpreis
Archäologie-AG, Kirchheim unter Teck

Den Festvortrag "Die Hunnen in der Südpfalz? Rätsel um den Schatzfund von Rülzheim" hält Herr Dr. Ulrich Himmelmann, Direktion Landesarchäologie, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Phalz, Außenstelle Speyer.

Der Archäologie-Preis wird seit 1981 alle zwei Jahre im Rahmen einer Festveranstaltung durch das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. und den Förderkreis für Archäologie in Baden e.V. verliehen. Unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Dr. Claus Wolf, dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, entscheidet eine Jury über die Vergabe des Preises. Die Wüstenrot Stiftung stiftet seit dem Jahr 2000 den Archäologie-Preis Baden-Württemberg. Sie wird vertreten durch ihren Vorstandsvorsitzenden Herrn Joachim E. Schielke.

Anmeldungen per E-Mail richten Sie bitte bis Freitag, 26.10.18 an: helmuth.fiedler[at]rps.bwl.de. Wegen der beschränkten Platzzahl Zutritt nur nach persönlicher Zusage.

Weitere Information: H. Fiedler 0711-90445221

Bürger- und Sitzungssaal, Rathaus Lauchheim


Einladung zur Buchpräsentation "Lauchheim II.1 - Katalog der Gräber 1–300"

Veranstalter: Stadt Lauchheim und Landesamt für Denkmalpflege

Ort: Bürger- und Sitzungsaal im Rathaus, Hauptstraße 28, 73466 Lauchheim
Beginn: 18:30 Uhr

Andrea Schnele, Bürgermeisterin der Stadt Lauchheim, Werner Kowarsch, Bürgermeister i.R., Prof. Dr. Dirk Krausse, Landesarchäologe des Landesamts für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Prof. Dr. Sebastian Brather, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Dr. Benjamin Höke, Landesamt für Denkmalpflege und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Mit rund 1300 Gräbern aus dem Zeitraum vom späten 5. bis zum späten 6. Jahrhundert ist das Gräberfeld von Lauchheim "Wasserfurche" (Ostalbkreis) bis heute der größte bekannte merowingerzeitliche Bestattungsplatz Süddeutschlands. In den Jahren 1986 bis 1996 wurde das fast vollständig erhaltene Gräberfeld großflächig ausgegraben. Seit 2009 widmete sich ein multidisziplinäres Forschungsprojekt der Auswertung der Lauchheimer Gräber und Grabbeigaben, deren Zahl in die Zehntausende geht. Dabei kamen in großem Maßstab innovative Analyse- und Dokumentationsmethoden zum Einsatz. Als Ergebnis dieses Projekts werden die Befunde und Funde aus Lauchheim in einem detaillierten Katalog mit umfangreichem Tafelteil vorgelegt und damit eine einzigartige Quelle der Frühmittelalterforschung der weiteren wissenschaftlichen Auswertung zugänglich gemacht.

Im Rahmen dieser Buchpräsentation erleben Sie den Vortrag von Dr. Höke: „Am Anfang war das Goldblattkreuz" - Von der Ausgrabung zur Auswertung des frühmittelalterlichen Gräberfeldes Lauchheim „Wasserfurche“.

Um Anmeldung wird gebeten: Stadt Lauchheim thaler[at]lauchheim.de, Tel. 07363/85-11 oder LAD Esslingen irene.klein[at]rps.bwl.de

Wir freuen uns über Ihr Kommen!

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.