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Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Stuttgart oder/und Live-Streaming

Prof. Dr. Dirk Krausse


Die Heuneburgforschung im 21. Jahrhundert

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2022: "Fürsten, Gräber, Viereckschanzen, Oppida – Die Kelten in Württemberg".

Prof. Dr. Dirk Krausse ist Landesarchäologe, Referatsleiter Archäologische Denkmalpflege und stv. Abteilungsleiter des Landesamts für Denkmalpflege, Esslingen sowie Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Archäologie.

In unserer Vortragreihe 2022 widmen wir uns ganz den Kelten im württembergischen Landesteil.

Seit dem Jahr 2004 werden verstärkt auf und um den keltischen Fürstensitz Heuneburg archäologische Untersuchungen durchgeführt mit herausragenden Ergebnissen wie dem Steinfundament eines Kammertores, den Überresten einer Holzbrücke sowie 2010 der Blockbergung eines unberaubten Kammergrabes einer keltischen Fürstin der Bettelbühlnekropole. Auch die Bergung eines weiteren Grabes 2020 bringt der Heuneburgforschung neue Erkenntnisse.

Besonders spannend sind die aktuellen Siedlungsgrabungen im Umfeld der Heuneburg, auf dem Bussen, der Alte Burg, der Großen Heuneburg oder in Alt-Hayingen. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass diese Kleinregion schon in der Bronzezeit ein Machtzentrum war, das dann in frühkeltischer Zeit überregionale Bedeutung erlangte.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Hinweis: Falls eine Präsenzveranstaltung nicht möglich ist, wird der Vortrag online im Live-Streaming stattfinden.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

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Dr. Jörg Bofinger und Dr. Gerd Stegmaier


Hügelgrab und Zangentor: Das spätkeltische Oppidum Heidengraben auf der Schwäbischen Alb

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2022: "Fürsten, Gräber, Viereckschanzen, Oppida – Die Kelten in Württemberg".

Dr. Jörg Bofinger ist Landeskonservator, Leiter des Referates Operative Archäologie im Landesamt für Denkmalpflege und Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie; Dr. Gerd Stegmaier ist Lehrbeauftragter im Heidengrabenprojekt an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters sowie Geschäftsführer der fodilus GmbH, Tübingen. Beide forschen im Rahmen eines Kooperationsprojekts regelmäßig im Bereich des Heidengrabens.

In unserer Vortragreihe 2022 widmen wir uns ganz den Kelten im württembergischen Landesteil.

Der Heidengraben ist das größte keltische Oppidum auf dem europäischen Festland. Ihm kam in spätkeltischer Zeit eine zentrale Funktion für das Neckarland und die Schwäbische Alb zu. Den aktuellen Geländeforschungen des Landesamts für Denkmalpflege und der Universität Tübingen in den vergangenen Jahren sind zahlreiche neue Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte und Bedeutung des Heidengrabens zu verdanken.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Hinweis: Falls eine Präsenzveranstaltung nicht möglich ist, wird der Vortrag online im Live-Streaming stattfinden.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

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Prof. Dr. Rüdiger Krause


Der Ipf: Ein Machtzentrum der Bronze- und Eisenzeit am Nördlinger Ries

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2022: "Fürsten, Gräber, Viereckschanzen, Oppida – Die Kelten in Württemberg".

Prof. Dr. Rüdiger Krause ist Professor für Vor- und Frühgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a.M.

In unserer Vortragreihe 2022 widmen wir uns ganz den Kelten im württembergischen Landesteil.

Die heute so eindrucksvoll sichtbaren Reste der Befestigungen auf dem Ipf bei Bopfingen wurden in der Frühlatènezeit (Ende 5. Jahrhundert v. Chr.) errichtet. Neue Forschungen haben bestätigt, dass der Ipf schon in der Jungsteinzeit, verstärkt aber seit der Spätbronzezeit (1200 – 800 v. Chr.), eine wichtige Funktion hatte und in der Späthallstatt- und Frühlatènezeit (6. / 5. Jahrhundert v. Chr.)
seine Blüte erlebte als überregionales Machtzentrum.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Hinweis: Falls eine Präsenzveranstaltung nicht möglich ist, wird der Vortrag online im Live-Streaming stattfinden.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

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Dr. Günther Wieland


Alte und neue Forschungen zu keltischen Viereckschanzen in Baden-Württemberg

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2022: "Fürsten, Gräber, Viereckschanzen, Oppida – Die Kelten in Württemberg".

Dr. Günther Wieland ist stv. Referatsleiter Archäologische Denkmalpflege: Zentrale Dienste und Denkmalforschung im Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen.

In unserer Vortragreihe 2022 widmen wir uns ganz den Kelten im württembergischen Landesteil.

Charakteristisch für das Siedlungsbild des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr. waren in Süddeutschland von einem Erdwall und Graben eingefasste Gehöfte, die seit ihrer Entdeckung im 19. Jahrhundert die Bezeichnung „Viereckschanze“ tragen. Neue Methoden wie die Luftbildarchäologie und die Geomagnetik sowie großflächige Grabungen haben zu einer Neubewertung geführt. Trotzdem sind viele Fragen zur spätkeltischen Siedlungsweise nach wie vor offen.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Hinweis: Falls eine Präsenzveranstaltung nicht möglich ist, wird der Vortrag online im Live-Streaming stattfinden.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

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Dr. Thimo Jacob Brestel


Architektur und Bestattungsritual des „Fürstengrabs“ von Eberdingen-Hochdorf

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2022: "Fürsten, Gräber, Viereckschanzen, Oppida – Die Kelten in Württemberg".

Dr. Thimo Jacob Brestel ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Architektur und Stratigraphie des Grabhügels von Eberdingen-Hochdorf" beim Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen.

In unserer Vortragreihe 2022 widmen wir uns ganz den Kelten im württembergischen Landesteil.

In den letzten Jahren erfolgte am Landesamt für Denkmalpflege die Auswertung der Grabungsbefunde des 1978 entdeckten „Fürstengrabhügels“ von Hochdorf. Die detaillierte Untersuchung der Architektur gewährt einmalige Einblicke in den komplexen Konstruktionsprozess des Großgrabhügels, der durch aufwändige digitale Rekonstruktionen anschaulich vermittelt wird. Dies ermöglicht neue Erkenntnisse über das Bestattungsritual eines Menschen, der etwa von 580–530 v. Chr. lebte und – ausweislich der reichen Beigaben und des außergewöhnlichen Grabmonuments – der Oberschicht der späten Hallstattzeit angehörte.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Hinweis: Falls eine Präsenzveranstaltung nicht möglich ist, wird der Vortrag online im Live-Streaming stattfinden.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Paris

Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz


Auslandsexkursion: Archäologische Entdeckungsreise nach Paris 2022 (4 Tage)

Verschobene EXKURSION aus 2020/21

aktueller Hinweis: Wir rechnen auch Anfang 2021 noch nicht mit der Möglichkeit eines durchführbaren Reiseangebots. Die wegen der Corona-Pandemie verschobene Exkursion aus 2020 wird jetzt endgültig in das Jahr 2022 verschoben. Bereits angemeldete Teilnehmer aus 2020 bzw. für 2021 sind mit gesonderter Post benachrichtigt worden. Es sind noch freie Plätze vorhanden. (Stand: 09.12.20-fh)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz, LAD, Esslingen

Abfahrt: am 24.03.22 ab Hbf Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt und Uhrzeit wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis 2020: 1.295 € pro Person (DZ), 1.445 € (EZ-Zuschlag von 150 € gilt nur für bis zu 11 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag) - Hinweis: die vorgenannten Preise aus 2020/21 werden sobald wie möglich bekannt gegeben und sind eventuell leicht höher.

Anmeldung: über das Online-Formular (s.u.) oder den Anmeldebogen im Mitteilungsblatt 2021/1

Das Programm

Mit Archäologie in Paris verbindet man oft zuerst den Louvre, der herausragende Werke verschiedener Kulturen und Zeiten beherbergt. Bereits im 16. Jahrhundert begann die französische Krone Werke der Antike zu sammeln. So ist die ägyptische Sammlung heute eine der bedeutendsten weltweit. Daneben ist die Sammlung der griechischen, etruskischen und römischen Altertümer reichhaltig und wertvoll. Auch die Abteilung der Altertümer aus dem Nahen Osten sucht ihresgleichen. Sie deckt eine riesige geographische Zone ab, die von Nordafrika bis zum Fluss Indus reicht und eine Zeitspanne von sechs Jahrtausenden umfasst.

Ein weiterer Besichtigungspunkt in Paris wird das Musée de l’Homme sein. Das 2015 nach Umgestaltung und Renovierung wieder eröffnete Museum beherbergt unter anderem eine große vorgeschichtliche Sammlung.

Nicht fehlen darf bei unserem Besuch in Paris das Musée d’ Archéologie nationale, das in einem ehemaligen Schloss Funde von der Altsteinzeit bis in die Merowingerzeit präsentiert. Das Château de Saint-Germain-en-Laye befindet sich ca. 15 km westlich von Paris und war ursprünglich eine königliche Residenz, die 1124 erbaut wurde. Napoleon III. beschloss, das Schloss zu restaurieren und es für die nationalen archäologischen Sammlungen zu nutzen.

Bei einem Besuch der Katakomben können Sie einen Blick in den Untergrund von Paris werfen. Als Katakomben bezeichnet man die alten Steinbrüche, die sich unter der Stadt Paris befinden. Über einen Zeitraum von 2000 Jahren wurde in diesen Stollen der Kalkstein abgebaut, der für den Häuserbau verwendet wurde und so typisch für die Fassaden der Hauptstadt ist.

Nach Hungersnot und Seuchen im 18. Jahrhundert waren die Friedhöfe überfüllt und die Gebeine von knapp 6 Millionen Menschen wurden in die alten Stollen überführt.

Ergänzt wird das Programm mit einem Rundgang durch die Altstadt von Paris. Die Anreise erfolgt von Stuttgart aus mit dem TGV. Zwischen den einzelnen Besichtigungen werden die Wegstrecken zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Das Hotel ist fußläufig vom Bahnhof entfernt.

Zur Person: Dr. Jörg Bofinger, Landeskonservator, Leiter des Referates Operative Archäologie im Landesamt für Denkmalpflege und Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie.
Zur Person: Dr. Jonathan Scheschkewitz, Gebietsreferent für Archäologische Denkmalpflege und Schwerpunktgrabungen sowie stv. Referatsleiter im Landesamt für Denkmalpflege.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • TGV-Fahrt (2. Klasse) von Stuttgart Hbf nach Paris Gare de l'Est
    und zurück
  • Transfers vor Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln lt. Programm
  • 3 x Übernachtung mit Frühstück im 3-Sterne-Hotel Magenta 38 in Paris
  • 2 x Abendessen in Brasserien
  • Eintritte wie folgt: Musée de l'Homme, Katakomben, Louvre und Musée d'Archéologie nationale
  • Örtliche Führungen wie folgt: Musée de l'Homme, Katakomben, Louvre und Musée d'Archéologie nationale (Wir werden versuchen, Führungen auf Deutsch zu bekommen, können dies aber nicht garantieren.)
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Quietvox-Audioführungssystem vor Ort
  • Kleiner, handlicher Reiseführer „Paris“ pro Zimmer
  • Sollten Reisende den Sparzustieg Stuttgart Hbf nutzen und direkt dorthin kommen (auf eigene Kosten und in Eigenregie), erhalten Sie einen Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis
  • Weitere Zugabfahrtsstellen neben Stuttgart nur auf Anfrage und evtl. gegen Aufpreis

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 12. Dezember 2021 (neu) das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen / Änderungen vorbehalten

Zum Anmeldeformular für Exkursionen

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Aktuell sind keine Veranstaltungen vorhanden.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Schausammlungen des Landesmuseums Württemberg

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6,
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen.

Das Museumsfoyer »Die Dürnitz« wird aktuell aufwendig saniert, umgebaut und neugestaltet. Voraussichtlich im Juni 2021 wird es in neuem Glanz wiedereröffnet. Beachten Sie bitte aufgrund dieser → Umbaumaßnahmen  mögliche Einschränkungen einschließlich der zeitweisen Schließung des Museums.

Sonderaussstellungen haben ggf. abweichende Öffnungszeiten. Weitere Informationen für Besucher des Landesmuseums Württemberg: landesmuseum-stuttgart.de/besucherinformation.

Seit 2018 ist der Eintritt in die Schausammlungen des Landesmuseums im Alten Schloss (u.a. → Wahre Schätze - Antike | Kelten | Kunstkammer oder → Glas aus vier Jahrtausenden, etc.), in das Haus der Musik, ins Römische Lapidarium im Neuen Schloss, sowie in das Museum der Alltagskultur, Waldenbuch kostenfrei.

Für folgende Ausstellungen erhalten Sie an der Museumskasse ebenfalls kostenfrei einen Audioguide: Antike | Kelten | Kunstkammer (Deutsch, Englisch und Kinder), LegendäreMeisterWerke (Deutsch, Englisch, Schwäbisch und Kinder), Uhren und wissenschaftliche Instrumente (Deutsch, Englisch) und Haus der Musik (Deutsch).

Die Sammlung Archäologie

Die → archäologischen Sammlungen des Landesmuseums beinhalten bedeutende Funde aus 250.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Sie zeugen von den ersten Spuren der Urmenschen genauso wie von den ältesten plastischen Kunstwerken der Menschheit, von Kelten und ihren mächtigen Fürsten, von Römern im Hinterland des Limes und frühmittelalterlichen Alamannen und Franken mit ihren ungemein reichen Grabbeigaben aus Waffen und Schmuck.

Über die gesamte menschliche Besiedlungszeit in Württemberg wird ein landesarchäologischer Bogen gespannt, der Landschaften, Klimawechsel, Entstehen und Vergehen von Bauernkulturen und frühen Zivilisationen bis zu den Anfängen der mittelalterlichen Siedlung umspannt. Darüber hinaus erlaubt das breite Spektrum der Antikensammlung einen Blick in die Welt der Hochkulturen des Mittelmeerraums von der Bronzezeit bis in die Spätantike.

Archäologisches Weltkulturerbe

In Baden-Württemberg liegen drei archäologische → UNESCO-Weltkulturerbestätten: die "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" im Ach- und im Lonetal, die "Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen" mit 15 Fundstätten am Bodensee, im Blautal und in Oberschwaben und mit den „Grenzen des Römischen Reiches“ der Obergermanisch-Raetische Limes mit 164 km Länge in Baden-Württemberg. Funde aus allen drei Stätten sind in der Schausammlung "Legendäre­MeisterWerke" ausgestellt.

Keltenland Baden-Württemberg

Die Schausammlungen im Alten Schloss sind die Schaufenster des → „Keltenlandes Baden-Württemberg“ in der Landeshauptstadt. Mit den bedeutenden Funden von der „Heuneburg“, der eindrucksvollen Statue des „Kriegers“ von Hirschlanden sowie den einzigartigen Ensembles aus den Prunkgräbern von Eberdingen-Hochdorf und aus dem „Kleinaspergle“ bergen die Sammlungen des Landesmuseums faszinierende Zeugnisse der frühen Kelten.

Freier Eintritt – der richtige Weg für das Landesmuseum Württemberg

Dank finanzieller Unterstützung durch die → Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg e.V. und die Adolf Würth GmbH & Co. KG reiht sich das Haus in die Riege der (wenigen) deutschen Museumshäuser ein, die freien Zugang zu ihren Sammlungen gewähren. Dass dies seit 2018 der richtige Weg ist, geht u. a. aus der → Pressemitteilung v. 06.06.2019 hervor.

 

Das Museum: Als das größte kulturhistorische Museum in Baden-Württemberg mit umfangreichen Sammlungen von hoher Qualität erzählt es auf spannende Weise die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Die regionalgeschichtlichen Bestände werden ergänzt durch kunsthandwerkliche Sammlungen von internationalem Rang. Interessant aufbereitete Sonderausstellungen für Groß und Klein präsentieren die verschiedensten Themenbereiche. Einen ausgewählten Querschnitt der eigenen facettenreichen Bestände zeigen die Schausammlungen.

Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. von Württemberg als „Königliche Staatssammlung vaterländischer Kunst- und Alterthumsdenkmale“. In den 1960ern ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf. Seit 1969 wird der Großteil der Sammlungen im Alten Schloss in Stuttgart - dem Haupthaus - präsentiert. Erst 1971 erfolgte die Wiedereröffnung aller Gebäudeteile.

In den letzten Jahren wurden die Schausammlungen im Alten Schloss neu gestaltet. Im Jahr 2012, zum 150. Jubiläum, konnte die Ausstellung LegendäreMeisterWerke eröffnet werden, die einen Rundgang durch die württembergische Kulturgeschichte von der Eiszeit bis zur Ende der Monarchie bietet. 2016 folgte die Schausammlung Wahre Schätze mit den Ausstellungseinheiten zur Antike, zu den keltischen Fürstensitzen und zur Kunstkammer der Herzöge von Württemberg.

www.landesmuseum-stuttgart.de (Stand: 28.05.19)

Museum der Universität Tübingen (MUT)


Sondervorträge in den universitären Sammlungen der Universität Tübingen (MUT)

Museum der Universität Tübingen MUT
Schloss Hohentübingen
Burgsteige 11
72070 Tübingen

unimuseum.uni-tuebingen.de

→ Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 19:00 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen, Führungstermine auf Anfrage

→ Vortragszeit: sonntags um 11:00 Uhr (ca. 60 Min.)

→ Preise: 3,00 € + Eintritt

Themenvorträge im Museum

Die unmittelbare Nähe der wissenschaftlichen Institute zu den Original-, Abguss- und Münzsammlungen erlaubt es dem MUT, auch jüngere Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler sowie Studierende für Vorträge vor Originalen einzubinden. Sie tragen ihre → Themenvorträge sonntags jeweils um 11 Uhr zu ausgewählten Sonderthemen vor und führen Sie durch die Sammlungen im Schloss Hohentübingen.

Das MUT | Alte Kulturen der Universität Tübingen bietet die Vortragsreihe zusammen mit den Instituten der Älteren und Jüngeren Ur- und Frühgeschichte, der Altorientalistik, der Ägyptologie sowie der Klassischen Archäologie und antiken Numismatik an. Die Vorträge finden unter Einbeziehung von Originalen der wissenschaftlichen Sammlungen der Universität statt.

 

Das Museum: Das Museum der Universität Tübingen MUT wurde 2006 als Zentrale Einrichtung der Universität Tübingen gegründet. Es fungiert als Dachinstitution für die rund 70 universitären Sammlungen. Zu den Aufgaben des MUT gehört es, die wissenschaftlichen Sammlungen in verantwortungsvoller Weise zu organisieren, sie für nachfolgende Generationen zu bewahren und für Forschung, Lehre, öffentliche Bildung und Profilierung der Universität nutzbar zu machen.

Das zentrale Kernanliegen der Wissenschaftskommunikation wird durch zahlreiche regionale und überregionale Kooperationen, durch Ausstellungen, öffentliche Veranstaltungen, eigene Forschungen sowie Publikationen, aber auch durch Lehrformate, wie etwa das Master-Profil „Museum & Sammlungen“, gewährleistet.

Museum Uni Tübingen MUT (Stand: 01.11.18)

Archäologisches Landesmuseum (ALM), Konstanz


Große Sonderausstellung "Magisches Land – Kult der Kelten in Baden-Württemberg"

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (alm)
Benediktinerplatz 5
78467 Konstanz

www.konstanz.alm-bw.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, jeden 1. Samstag im Monat: Eintritt frei.

Bitte beachten Sie die lokal geltenden Vorgaben nach dem Infektionsschutzgesetz.

Große Sonderausstellung

Vom 24. Juli 2021 bis zum 09. Januar 2022 ist im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (alm) in Konstanz die Große Sonderausstellung "Magisches Land - Kult der Kelten in Baden-Württemberg" zu sehen, eine Ausstellung  des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) im Rahmen der Keltenkonzeption des Landes Baden-Württemberg.

Um die Kelten ranken sich bis heute Legenden, Mythen und Gerüchte. 2021 steht ganz im Zeichen dieser geheimnisvollen Volksgruppen, denn Baden-Württemberg will ihr reiches Erbe im Rahmen eines kulturpolitischen Konzepts sichtbarer machen.

Die Große Sonderausstellung „Magisches Land“ inszeniert den Kult – einen bedeutenden Aspekt keltischen Lebens – und bietet spannende Einblicke in die komplexe Glaubenswelt der Kelten. Die Natur als Wirkkraft des Magischen steht im Mittelpunkt. Sie besuchen naturheilige Orte, lernen keltische Gottheiten kennen, erleben die Ahnenverehrung der Kelten und bestaunen ihre Schätze.

Die Ausstellung belegt dafür einen ganzen, eigens dafür umgestalteten Gebäudeflügel und macht das Thema mit allen Sinnen erfahrbar. Freuen Sie sich auf neuartige Erzählstrukturen, eine mitreißende Gestaltung und hochkarätige, teils nie gezeigte Funde.

 

Das Museum: Das Archäologische Landesmuseum (ALM) wurde am 08. Juni 1990 vom Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg beschlossen. Es betreut und repräsentiert die Landesarchäologie und verantwortet das zentrale Fundarchiv für archäologische Funde aus dem gesamte Land in Rastatt. Sonderausstellungen werden in in der Zentrale in Konstanz sowie sieben Zweigmuseen präsentiert.

Die wichtigste Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums präsentiert mittels einer repräsentativen Auswahl archäologischer Funde einen Querschnitt der Landesgeschichte und befindet sich in Konstanz. Sie ist im Konventsgebäude der ehemaligen Benediktinerabtei Petershausen untergebracht und wurde am 14. März 1992 zunächst als Außenstelle eröffnet. Seit 2010 ist das Museum ein eigenständiges Museum.

Seit 01.01.2003 gehören sechs archäologische Museen als Zweigmuseen zum Zuständigkeitsbereich des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Seit März 2012 ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren als siebtes Zweigmuseum zur "ALM-Familie" gestoßen. 


www.konstanz.alm-bw.de/de/zweigmuseen (Stand: 17.05.21)

Bopfingen


Wanderausstellung "Kelten in Baden-Württemberg"

Stadt Bopfingen
Foyer im Rathaus
Marktplatz 1
73441 Bopfingen

bopfingen.de

→ Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr,  Dienstag und Donnerstag 14:00 bis 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag geschlossen

Eintritt: frei

Hinweis: Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Hygiene-Vorschriften.

Wanderausstellung

Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) befasst sich bereits seit Jahrzehnten mit dem Schutz, der Pflege und der Erforschung der archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten in Baden-Württemberg. Aus der vorrömischen Eisenzeit (Hallstatt- und Latènezeit) stammen einige der herausragenden Denkmale der Vor- und Frühgeschichte. Während dieser Zeit haben zwischen dem 7. und dem 1. Jahrhundert vor Christus die Kelten das Landschaftsbild durch ihre Siedlungen, Bestattungsplätze und Naturheiligtümer geprägt.

Eine → Tagung zum Thema „Die Kelten in Baden-Württemberg“ fand am Montag, den 11. November 2019 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt. Die eigens konzipierte Wanderausstellung zu den wichtigsten Aspekten der keltischen Kultur in Baden-Württemberg wurde zeitgleich erstmals gezeigt. Nach der Präsentation im LAD in Esslingen zum Jahresende 2019, war die Wanderausstellung Anfang 2020 im Regierungspräsidium Stuttgart in Vaihingen sowie im Sommer in Nagold zu sehen. Leider musste sie anschließend in Asperg Corona-bedingt endgültig abgesagt werden. Es folgte die Präsentation im Schloss Neuenbürg im Sommer 2021. Nun wandert sie weiter in das Rathaus Bopfingen. Neben übergreifenden Themen zu den Kelten wird im Besonderen auf die aktuellen Forschungen des LAD zur vorrömischen Eisenzeit eingegangen.

Aus der keltischen Epoche (spätes 7 . bis 1. Jahrhundert v. Chr.) stammen einige der herausragendsten archäologischen Denkmale der Vor- und Frühgeschichte Südwestdeutschlands. Schon Herodot verortete im 5. Jahrhundert v. Chr. die Kelten am Oberlauf der Donau. Somit darf das heutige Baden-Württemberg als ein Kernbereich der antiken keltischen Besiedlung gelten. Die frühkeltische Zeit des 6. bis 4. Jahrhunderts v. Chr. zeichnete sich durch besonders komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen aus. Davon zeugen vor allem außerordentlich reich ausgestattete Gräber, wie das berühmte „Fürstengrab“ von Eberdingen-Hochdorf, und erste städtische Siedlungen, wie die Heuneburg an der oberen Donau.

Die Ausstellung befasst sich neben den frühkeltischen Jahrhunderten auch mit den anschließenden Umbrüchen und einsetzenden Wanderbewegungen sowie der darauf folgenden spätkeltischen Zeit (spätes 3. Jahrhundert bis 2. Hälfte 1. Jahrhundert v. Chr.). Die Spätphase der keltischen Besiedlung war besonders von befestigten Gutshöfen und umwehrten Großsiedlungen gekennzeichnet – sogenannten Viereckschanzen und Oppida. Überreste der mächtigen Befestigunganlagen der Oppida prägen teilweise bis heute das Landschaftsbild, wie zum Beispiel am Heidengraben auf der Schwäbischen Alb.

Die Ausstellung vermittelt nicht nur einen Überblick zur Geschichte der Kelten in Südwestdeutschland, sondern beleuchtet zudem zahlreiche Facetten dieser faszinierenden Epoche, wie Religion, Kunst, Wirtschaft oder Handel. Im Mittelpunkt stehen dabei die aktuellen Ausgrabungen und Forschungen des Landesamts für Denkmalpflege.

Ausstellungseröffnung

Unter Einhaltung der aktuellen Corona-Verordnung (3-G-Regel) wird die Ausstellung am Samstag, 30. Oktober 2021 im Zuge des → 8. Keltenkolloquiums eröffnet und kann anschließend besichtigt werden.

Weitere Ausstellungsorte der Wanderausstellung

Anschließend wandern „Die Kelten in Baden-Württemberg“ im Winter 2022 nach Rottenburg a. N. Weitere Stationen sind in Sachsenheim sowie in Jestetten geplant. Die genauen Ausstellungsadressen sowie konkrete Termine werden rechtzeitig auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht.

 

Der Ausstellungsort: Das neu gestaltete Bopfinger Verwaltungszentrum besteht aus dem imposanten Alten Rathaus im Renaissancestil, dem ehemaligen Amtshaus sowie der 2007 - 2009 renovierten Alten Schule von 1841. Ein Glasbau, der im Jahr 2011 fertig gestellt wurde, ermöglicht den Zugang zu den drei Gebäuden und verbindet in eindrucksvoller Weise alte und neue Architekturelemente. Im Foyer des Rathauses ist die Sonderausstellung zu sehen.

bopfingen.de (Stand: 23.10.21)

Stadtmuseum Nürtingen


Familienausstellung "Jagen und Überleben in der EISZEIT"

Stadtmuseum Nürtngen
Wörthstraße 1
72622 Nürtingen

stadtmuseum-nuertingen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 18:00 Uhr, Montag geschlossen, 24.–25.12. und 31.12. geschlossen

Familienausstellung

Vor 12.000 Jahren herrschte Dauerfrost, die Lebensbedingungen waren extrem schwierig. Mensch und Tier befanden sich im ständigen Kampf gegen Hunger und Kälte.

Sie sehen in der Ausstellung lebensgroße Rekonstruktionen von Tieren, die vor langer Zeit ausgestorben sind – wie Höhlenbär, Riesenhirsch oder Wollnashorn. Auch ein Exemplar der am längsten überlebenden Mammutart, das Wrangel-Mammut, ist dabei. Mammutbaby Dima, gefunden im Permafrostboden Sibiriens, wurde für die Ausstellung lebensecht rekonstruiert.

Es waren anatomisch moderne Menschen, die ums Überleben in der Kälte kämpfen. Der sogenannte Cro-Magnon-Mensch lebte gegen Ende der letzten Eiszeit in Europa und verdrängte wahrscheinlich den Neandertaler. Jagd-, Gebrauchs- und Kunstgegenstände (Repliken) zeugen von seiner Kreativität und Kunstfertigkeit. Einen anschaulichen Eindruck vom damaligen Leben gibt der Nachbau einer Jagdhütte aus Mammutknochen.

 

Das Museum: Das Stadtmuseum Nürtingen im ehemaligen Schützenhaus sammelt, bewahrt und erschließt heimisches Kulturgut und bereitet es für die Öffentlichkeit auf. Es wurde 1995 eröffnet. In den 1980er Jahren hatte der Schwäbische Heimatbund begonnen, Kulturgüter und im Verschwinden begriffene Alltagsgüter zusammenzutragen und somit den Grundstock geschaffen. Das Museum als „Sacharchiv der Stadt“ verfügt heute über eine 718 qm umfassende Sammlung. Gesammelt wird heute nicht mehr alles, sondern nach einem Sammlungskonzept.

Die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte umfasst rund 350 Quadratmeter auf zweieinhalb Stockwerken und präsentiert den Besucherinnen und Besuchern wichtige Epochen der Nürtinger Stadtgeschichte.

www.stadtmuseum-nuertingen.de/portrait (Stand: 14.11.21)

Alamannenmuseum Ellwangen


Sonderausstellung "Ein kleines Dorf in einer großen Welt - Alltagsszenen des 5. und 6. Jahrhunderts"

Alamannenmuseum
Haller Straße 9
73479 Ellwangen

alamannenmuseum-ellwangen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag geschlossen, 24., 25. und 31.12.21 geschlossen.

Bitte beachten Sie die lokal geltenden Vorgaben nach dem Infektionsschutzgesetz.

Sonderausstellung

Vom 02. Dezember 2021 bis zum 18. September 2022 ist im Alamannenmuseum Ellwangen die Sonderausstellung "Ein kleines Dorf in einer großen Welt – Alltagsszenen des 5. und 6. Jahrhunderts" zu sehen. Die vom Römer und Bajuwaren Museum Kipfenberg konzipierte Ausstellung lädt zu einer spannenden Entdeckungsreise in die Welt des frühen Mittelalters ein.

« Der Alltag holt uns immer wieder ein », stöhnt man gerne. Ist unser Alltag aber wirklich so beschwerlich? Die Ausstellung möchte ein möglichst breites Publikum ansprechen, besonderns aber Familien und junge Menschen. Und sie möchte von der Geschichte her eine Brücke schlagen in unsere heutige Zeit und dabei nicht zuletzt anregen, sich mit brennenden Umweltthemen und unserem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen.

Ein kleines Dorf in einer großen Welt ...

Alltagsszenen vor der Kulisse eines kleinen Dorfes verschaffen Einblick in das Leben der Menschen zur Zeit des berühmten "Kriegers von Kemathen". Dieser oft als "Urbayer" bezeichnete Stammesfürst hat um 430 n. Chr. bei Kipfenberg im Altmühltal gelebt. Doch sein dörfliches Milieu ähnelt anderen Lebenswelten des 5. und 6. Jahrhunderts und könnte damit genauso gut im Ellwanger Raum angesiedelt sein. Mit Originalfunden, Repliken und viel Liebe zum Detail werden Themenbereiche wie häusliches Leben und Wohnen, Kleidung und Handwerk, Ackerbau und Viehzucht dargestellt.

Darüber hinaus laden Mitmach-Stationen mit kleinen Filmen und Hands-on-Aktivitäten zum Entdecken und Ausprobieren verschiedener Handwerke ein. Auf diese Weise möchte die Ausstellung nicht zuletzt auch den Blick schärfen für den Wert materieller Dinge. Themen wie Landwirtschaft, Produktion und Handel schlagen von der Geschichte her die Brücke in unsere heutige Zeit und regen an, sich mit brennenden Umweltthemen und unserem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen.

Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 02.12.2021, um 18:00 Uhr im Alamannenmuseum Ellwangen eröffnet.

Es sprechen Oberbürgermeister Michael Dambacher, der 1. Vorsitzende des Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen, Werner Kowarsch, die Leiterin des Römer und Bajuwaren Museums Kipfenberg, Claudia Stougard – sie hält die Einführung in die Ausstellung – sowie der Museumsleiter Andreas Gut.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

Begleitprogramm

Im Begleitprogramm werden immer am ersten Sonntag im Monat um 15:00 Uhr Führungen in der Sonderausstellung angeboten, die Termine sind am 5. Dezember 2021 sowie am 2. Januar, 6. Februar, 6. März, 3. April, 1. Mai, 5. Juni, 3. Juli, 7. August und 4. September 2022.

Am Sonntag, 15. Mai 2022, findet von 11:00 - 17:00 Uhr der jährliche große Aktionstag am Internationalen Museumstag im Rahmen der Sonderausstellung statt.

 

Das Museum: In Ellwangen entstand im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen. Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig.

www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Stand: 14.11.21)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Ammerbuch-Reusten, Lkrs. Tübingen

Lea Valcov, M.A., Dr. Marc Heise und Dr. Jörg Bofinger


Ehrenamtsprojekt "Ammerbuch-Reusten" - Forschungsgrabung 2021 ff.

Ein neues Grabungsprojekt mit Freiwilligen

Ein neues Ausgrabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart unter Beteiligung von Freiwilligen und in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie findet ab September 2021 an der Fundstelle des ältesten Goldfundes Südwestdeutschlands bei Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen) statt.

Das Siedlungsareal bei Ammerbuch-Reusten

Seit 2017 werden im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und der Universität Tübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Forschungsgrabungen an mehreren jungsteinzeitlichen Siedlungsplätzen durchgeführt. Ziel ist die Erforschung der Besiedlungsgeschichte der ersten Ackerbauern und Viehzüchter in der Region rund um das Ammertal.

Auf der Hochfläche des Oberen Gäus, unweit des Kirchberges von Reusten, befindet sich ein größeres Fundareal, welches bereits seit langer Zeit bekannt ist. Neben ausgepflügten menschlichen Skelettresten können auch beinahe alle vorgeschichtlichen Epochen seit der frühesten Jungsteinzeit bis in die römischen Epochen nachgewiesen werden.

Im Jahr 2000 wurden durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter A. Lehmkuhl die Reste einer Hockerbestattung im Zentrum des Fundareals in der Flur „Grüninger“ freigelegt. 2020 erfolgte eine gezielte Nachuntersuchung im Rahmen des Forschungsprojektes, welche die zeitliche Stellung Bestattungsplatzes klären sollte.

Forschungsgrabung Flur „Grüninger“ 2020

Die bereits im Vorfeld der Grabung durchgeführten geomagnetischen Messungen lieferten die Grundlage für einen 10 m x 20 m großen Sondageschnitt. Bereits wenige Zentimeter unter dem Ackerboden wurden archäologische Befunde beobachtet. Ein Großteil der Strukturen umfasst jungsteinzeitliche Siedlungsgruben und Pfostengruben der Linearbandkeramischen Kultur sowie eine größere mittelneolithische Grube.

Ein zweiter Schnitt sollte die von A. Lehmkuhl beobachtete Bestattung lokalisieren und dokumentieren. Im Zentrum des 3 m x 3 m großen Schnitts wurden die letzten Reste eines Grabes einer jungen Frau, die in Hockerlage bestattet wurde, aufgefunden. Bedauerlicherweise waren große Teile des Skelettes bereits von der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Feldes in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Bestattung selbst wurde im Block geborgen und im Restaurierungslabor fachgerecht freigelegt und dokumentiert.

Der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs

Spektakulär ist die einzige Grabbeigabe, die man der jungen Frau mit ins Grab gab. Es handelt sich um eine kleine, mehrfach gewundene Goldspirale, welche im unteren Rückenbereich der Frau aufgefunden wurde und wahrscheinlich ursprünglich im Kopfbereich der Bestattung lag.

Knochenproben des Skelettes erbrachten ein 14C Datum von 1861-1616 calBC und datiert das Grab damit in die frühe Bronzezeit. Bisher sind Goldfunde für diese Zeitstellung nur aus Mitteldeutschland bekannt. Die kleine Goldspirale ist somit der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Ab dem 13.09.2021 soll im Rahmen eines auf zwei Jahre angesetzten Projekts das gesamte Areal der Flur „Grüninger“ ausgegraben und dokumentiert werden. Grund dafür ist die akute Bedrohung der archäologischen Befunde und Funde durch die landwirtschaftliche Nutzung des Feldes.

Das Grabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart wird unter Beteiligung von Freiwilligen und an der Archäologie interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden. So soll auch interessierten Laien die Möglichkeit geboten werden, unter fachkundiger Anleitung an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen und so Archäologie vor Ort zu erleben und die Ausgrabungen zu unterstützen.

Wissenschaftliche Leiter des Projektes sind Dr. Jörg Bofinger und Dr. Marc Heise. Die Maßnahmen vor Ort werden von Lea Valcov M.A. durchgeführt.

Anmeldung für die Grabungskampagne

Wenn Sie Interesse haben, an der Ausgrabung teilzunehmen, können Sie sich vorab bei uns anmelden.

Wünschenswert für die Teilnahme an dem Ehrenamtsprojekt sind erste Grabungserfahrungen (z.B. Lehrgrabungen etc.) und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit vor Ort.

Für Ihre Anmeldung (Erst-Registrierung) und die Nennung Ihrer Beteiligungsmöglichkeiten senden Sie bitte eine formlose E-Mail an die Grabungstechnikerin Lea Valcov (s. unten).

Ein Neueinstig in die Arbeiten vor Ort ist während der gesamten Grabungskampagne möglich. Beachten Sie hierbei bitte eine gewisse Vorlaufzeit von 2-3 Wochen für die Planung. Auf der Kommunikationsplattform „moodle“ werden jeweils 14 Tage vor dem eigentlichen Grabungsbeginn „Abfragen“ eingestellt, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, ihre individuellen Beteiligungstage anzugeben. Eine Teilnahme über mehrere Tage ist aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage erwünscht.

HINWEIS: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist sind für alle Vor-Ort-Aktivitäten mit freiwilligen und ehrenamtlichen Teilnehmern/innen besondere Teilnahme- und Hygieneregeln zwingend zu beachten. Für die Teilnahme gilt die „3 G Regel“, d. h. „geimpft, genesen oder getestet“ ist als Voraussetzung zwingend.

 

Kontaktdaten

Grabungstechnikerin: lea.valcov@rps.bwl.de oder

Projektadresse: ehrenamtprojekt-ammerbuchreusten@web.de

Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform.

Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir vor Ort nicht immer online sind.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt vielen Ehrenamtlichen im Land ein attraktives Angebot machen zu können, einmal "von Anfang bis Ende" bei einer Forschungsgrabung beteiligt sein zu können.

Publikationen (Auswahl)

Aktuelle Informationen zur bisherigen Grabungskampagne in Ammertal finden Sie in:

  • Krauß, R.; Breuer, L.; Korolnik, S.; Pernicka, E.; Schorer, B.; Spatzier, A.; Stein, V. Bofinger, J., An Early Bronze Age Burial with a Golden Spiral Ring from Ammerbuch-Reusten, Southwestern Germany. Praehistorische Zeitschrift, 2021. doi: 10.1515/pz-2021-0010
  • Bofinger, J; Brandtstätter, L.; Heise, M.; Stein, V.; Krauß, R., Jungsteinzeitliche Scherben, frühbronzezeitliches Gold – Zum Fortgang der Untersuchungen im Ammertal. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2020, S. 88-92.

Auf der Website der Universität Tübingen finden Sie ebenfalls aktuelle Informationen zu den verschiedenen → Forschungsgrabungen im Ammertal.

Pressemitteilung des LAD vom 15.09.2021: → Fortsetzung der Grabungen an der Fundstelle des ältesten Goldfundes Südwestdeutschlands bei Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen)

 

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Sonstiges


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