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Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Herbrechtingen

Benjamin Schürch, M. A.


Jagd im Lonetal – Jagdgründe, -techniken und -beute

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Der Vogelherd. Die Jagd im Lonetal“ im Archäopark Vogelherd.

Benjamin Schürch, M. A., Ältere Urgeschichte und Quartärökologie, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Die Jagdtechniken der Neandertaler und der anatomisch modernen Menschen änderten sich in den letzten 125.000 Jahren laufend. Grund dafür sind die wechselnden klimatischen Bedingungen und die sich damit verändernde Fauna im Lonetal. Mit der Ankunft des anatomisch modernen Menschen in Europa vor 43.000 Jahren und den ersten Kunstwerken bekommen wir eine neue Einsicht darin, mit welchen Augen diese Menschen die Tiere der Eiszeit und die Jagd sahen.

Veranstalter: Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. in Kooperation mit der Stadt Herbrechtingen

Ort: Kulturzentrum Kloster Herbrechtingen, Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen

Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Heidenheim a. d. Brenz

Dr. Susanne C. Münzel und Wolfgang Koller


Doppelvortrag: Neue Aspekte zur Domestikation des Wolfes / Einblicke in die Jagd von heute am Beispiel eines Reviers auf der Schwäbischen Alb

Ein Doppel-Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Der Vogelherd. Die Jagd im Lonetal“ im Archäopark Vogelherd.

Dr. Susanne C. Münzel, Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie - Archäozoologie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen und Wolfgang Koller, Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Ulm

Neue Aspekte zur Domestikation des Wolfes – der Fall Gnirshöhle bei Engen im Hegau (Münzel):

Der Hund ist das erste vom Menschen domestizierte Tier und ist heute einer unserer treuesten Begleiter. Der Fall der Gnirshöhle bei Engen im Hegau ermöglicht uns Einblicke in die Domestikation des Wolfes zu bekommen, die vor über 15.000 Jahren stattgefunden hat. Um die Entwicklung des Wolfes zu verstehen, sind Untersuchungen an den Skelettteilen und der DNA der Tiere notwendig.

Einblicke in die Jagd von heute am Beispiel eines Reviers auf der Schwäbischen Alb (Koller):

Die Jagd spielt als eine Form der Landnutzung auch heute eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft. Aber welche Rahmenbedingungen gelten eigentlich für die Jagd von heute? Warum wird die Jagd ausgeübt und in welcher Form? Diese Fragen und weitere interessante Themenfelder werden in einem Vortrag beleuchtet.

Veranstalter: Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. in Kooperation mit der Stadt Heidenheim und dem Naturtheater Heidenheim

Ort: Naturtheater Heidenheim, Theatercafé des Naturtheaters, Hugo-Rupf-Platz 3, 89522 Heidenheim

Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Sens, Guédelon, Autun, Bibracte, Fontenay, Alésia

Dr. Sophie zu Löwenstein und Joseph Specht (vor Ort)


Auslandsexkursion 2022: Burgund - Schatzkammer der Geschichte (8 Tage) -noch Restplätze vorhanden-

Die verschobene EXKURSION aus 2021 findet jetzt im Oktober 2022 statt.

aktueller Hinweis: Die wegen der Corona-Pandemie verschobene Exkursion aus 2021 wird jetzt für das Jahr 2022 angeboten. Bereits angemeldete Teilnehmer für 2021 sind mit gesonderter Post benachrichtigt worden. Es sind noch freie Plätze vorhanden. (Stand: 20.12.21-fh)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit Heideker Reisen GmbH, Münsingen

Leitung: Dr. Sophie zu Löwenstein und Joseph Specht

Abfahrt: am 18.10.22 ab Echterdingen (Bus-Bahnhof oberhalb der S-Bahnstation "Echterdingen").

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt, sowie die genauen Abfahrtszeiten werden nach der Anmeldung mitgeteilt.

Preis: 1.995 € pro Person im DZ / 2.245 € pro Person im EZ (max. 7 EZ verfügbar)

Anmeldung: über das Online-Formular (s.u.) oder den Anmeldebogen im Mitteilungsblatt 2022/1

Das Programm

Es werden u.a. folgende Orte besucht (der Reiseverlauf wurde geringfügig angepasst):

  • Sens mit Musées Sens (Archäologische Sammlung, u. a. eine rekonstruierte Thermenfassade) und Altstadt sowie der ersten gotischen Kathedrale Frankreichs mit einem der kostbarsten Kirchenschätze des Landes
  • Experimentelle Archäologie in Guédelon: Hier wird eine Burg aus dem 12. Jh. nachgebaut, nur mit den damals üblichen Techniken und Materialien
  • Überreste einer römischen Villa mit Thermen und einer Nekropole aus der Zeit der Merowinger in Escolives-Sainte-Camille
  • Archäologische Ausgrabungsstätte Fontaines Salées mit Brunnenfassungen, keltischen und römischen Bauten und einem römischen Thermalbad
  • Besuch UNESCO-Weltkulturerbe ehemaliges Zisterzienserkloster Abtei Fontenay
  • Besichtigung Archäopark „MuséoParc“ von Alésia
  • Stadt Autun — das antike Augustodonum — war in römischer Zeit eine der größten Städte Galliens mit dem größten Theater Galliens, "Janus-Tempel", u.v.m. Besuch der reizvollen Altstadt mit der sehenswerten romanischen Kathedrale Saint Lazare
  • Besuch des Museums und der Ausgrabungen des klassischen keltischen Oppidums Bibracte
  • Nach Möglichkeit Besuch der archäologischen Stätte „Les Bolards“ mit Resten einer römischen Siedlung und einer Töpferei sowie Megalith-Funden
  • Antike Thermalstadt Luxeuil-les-Bains mit Ausgrabungen zur Antike und Merowingerzeit
  • Besuch gallo-römisches Theater von Mandeure mit einer Kapazität von ca. 15.000 Sitzplätzen

Hinweis: Den geplanten Reiseverlauf einschließlich der vorgesehenen Übernachtungsorte dieser Reise finden Sie nachfolgend zum Download. Änderungen vorbehalten.

Zur Person: Dr. Sophie zu Löwenstein studierte Klassische Archäologie, Archäologie der römischen Provinzen und Alte Geschichte und arbeitete zwei Jahre in Israel am Deutschen Evangelischen Institut für Altertumskunde des Hl. Landes (DEIAHL). Seit 2017 ist sie Mitarbeiterin der „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg"im Kloster und Schloss Salem, wo sie vor allem für Öffentlichkeitsarbeit und Museumsdidaktik  zuständig ist. Nebenberuflich arbeitet sie u. a. als historische Reiseleiterin und hält Vorträge.

Zur Person: Joseph Specht ( 2. – 6. Tag ) als zusätzliche örtliche Studienreiseleitung. Der gebürtige Elsässer studierte Germanistik und Rechtswissenschaft. Er leitet seit über 40 Jahren Heideker-Studienreisen durch die verschiedensten Gegenden seines Heimatlandes.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart *)
  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung, ab/bis Echterdingen
  • 7 x Halbpension in 3 – 4-Sterne Hotels
  • 7 x Abendessen im Hotel oder Restaurant
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Eintritte lt. Programm
  • Reiseleitung wie oben beschrieben
  • Audio-Führungssystem

Sonstiges

Der Reisepreis beinhaltet keine Reiseversicherung. Wir empfehlen dringend den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung oder eines Versicherungspakets.

*) Bei Sparzustieg ab 70771 Echterdingen S-Bahn-Station (Achtung, nicht Flughafen!), Stuttgart-Weilimdorf Binder-Betriebshof, Münsingen Heideker-Betriebshof, Reutlingen Alter Omnibusbahnhof oder Pforzheim Bahnhof (auf eigene Kosten und in Eigenregie) Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 15. Juli 2022 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Mindesteilnehmerzahl: 21 Personen / Änderungen vorbehalten

+++ es gibt noch Restplätze, deshalb ist die Anmeldung bis auf Weiteres möglich +++

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Esslingen a. N.


Mitgliederversammlung 2022/2 der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Landesamt für Denkmalpflege (LAD), Medienraum, Berliner Str. 12, 73728 Esslingen am Neckar

Karte/Ortsplan: Der → Umgebungsplan zum Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Beginn: 16:00 Uhr (ab 15:15 Uhr Registrierung vor Ort)

Anmeldung: Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung zur Mitgliederversammlung 2022/2 über das Onlineformular (siehe unten) oder den Anmeldebogen (im Mitteilungsblatt 2022/2) für die Teilnahme erforderlich ist. Sie wird bis zum 29. September 2022 erbeten.

Hinweis: Bitte bringen Sie zur Veranstaltung eine medizinische Maske (FFP2, o.ä.) mit und beachten Sie die gültigen Infektionsschutzmaßnahmen auch bei der Anreise. Vielen Dank.

Einladung

Der Vorsitzende der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. lädt alle Mitglieder zu einer weiteren Mitgliederversammlung am 13. Oktober 2022 um 16:00 Uhr nach Esslingen a.N. ein.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

16:00 Uhr – Mitgliederversammlung

  1. Begrüßung und Eröffnung durch den Vorsitzenden der Gesellschaft
    Prof. Dr. Claus Wolf
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Erläuterung zur finanziellen Lage der Gesellschaft (siehe untenstehenden Text)
  4. Erhöhung des Mitgliedsbeitrages
  5. Verschiedenes

ca. 17:30 Uhr – Veranstaltungsende

Erläuterungen zur Finanzsituation und zur Beschlussvorlage

Mit der Umstellung auf den Euro wurde der Mitgliedsbeitrag zum Jahr 2002 auf 25 € festgesetzt. Seitdem ist der Betrag unverändert geblieben bei einem umfangreichen Angebot an Exkursionen, Vorträgen, Kolloquien, Lehrgrabungen, Ehrenamtsgrabungen, Vorstellung von Neufunden, Werkstattführungen und Ausstellungsbesuchen.

Das Jahrbuch „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg“ ist als Jahresgabe im Mitgliedsbeitrag enthalten, zudem erhalten Mitglieder Vergünstigungen auf Publikationen.

Zusätzlich wurden die Leistungen kontinuierlich gesteigert:

  • Das Mitteilungsblatt ist hochwertiger und umfangreicher geworden
  • Die Website wurde neugestaltet und enthält umfangreiche Funktionen wie die Möglichkeit, Veranstaltungsangebote online zu buchen
  • Die Gesellschaft bietet die Kommunikationsplattform für die Ehrenamtsgrabungen
  • Während Corona wurde das Programm durch die Veranstaltungen zu „Archäologie vor Ort“ und die Online-Vortragsreihe erweitert
  • Eine interaktive Karte mit einer Übersicht der "Archäologiemuseen" im Land ergänzt die Website

Auch die Gesellschaft ist dem allgemeinen Preisdruck ausgesetzt. Nach zwei Corona-Jahren mit geringeren Einnahmen trifft die Preissteigerung auch unseren Verein. Bislang war der Beitrag der Gesellschaft deutlich niedriger als bei vergleichbaren Vereinen.

Der bisherige Beitrag kann aber nicht weiter beibehalten werden, ohne die Gesellschaft in eine finanzielle Schieflage zu bringen. Bei der weiteren Mitgliederversammlung soll daher über eine Anhebung des Mitgliedsbeitrages entschieden werden.

Der Vorstand schlägt vor, den Beitrag auf 40 € pro Person ab 2023 zu erhöhen, für junge Menschen (Schüler und Schülerinnen, Auszubildende und Studierende gegen Nachweis) den Beitrag aber weiterhin bei 25 € zu belassen.

Anreise

  • Öffentlich (VVS, DB):
    Bahnhof und ZOB Esslingen a. Neckar
    5 Gehminuten zum Landesamt für Denkmalpflege (LAD) u. zur Geschäftsstelle der Gesellschaft in der Berliner Str. 12
  • PKW:
    Parkhaus Einkaufszentrum Das ES, Berliner Str. 2 (Einfahrt über Martinstraße)
    Parkhaus Beim Bahnhof APCOA, Berliner Str. 1 (Einfahrt über Fleischmannstr. / Kollwitzstr.)
    Parkhaus Marktplatz, Agnespromenade 4 (unterhalb Polizeirevier)

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 29. September 2022 das nachfolgende Online-Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Später eingehende Anmeldungen kommen ggf. auf eine Warteliste. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Anträge zum Punkt "Verschiedenes" der Mitgliederversammlung teilen Sie uns gerne über das Nachrichtenfeld bei Ihrer Online-Anmeldung mit oder senden Sie diese bitte in jedem Fall bis zum 29. September 2022 an die Geschäftsstelle der Gesellschaft → mail@gesellschaft-archaeologie.de.

Wir freuen uns sehr, Sie in Esslingen begrüßen zu dürfen.

 

Bopfingen


Kolloquium "Archäologische Denkmalpflege und Forschung im Ries"

https://www.denkmalpflege-bw.de/

Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart (LAD) und Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege mit Unterstützung der Stadt Bopfingen und dem GeoPark Ries.

Tagungsort: Schranne im alten Rathaus, Marktplatz 1, 73441 Bopfingen

Karte/Ortsplan: zum → Tagungsort in OpenStreetMap

Beginn: 15. Oktober 2022, 09:00 Uhr

Anmeldung: erforderlich (siehe unten)

Teilnahmebestätigung: Die Teilnehmerzahl der Tagung ist begrenzt. Eine Teilnahme ohne bestätigte Anmeldung ist nicht möglich.

Kosten: Es fallen keine Tagungsgebühren an.

Das Programm

Am 15. Oktober 2022 findet in Bopfingen ein eintägiges Kolloquium zur archäologischen Denkmallandschaft des Rieses statt.

Die gemeinsame Veranstaltung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege macht es sich zum Ziel zusammenzuführen was naturräumlich zusammen gehört und möchte das Ries durch die Zeiten sowie grenzüberschreitend betrachten. Unterstützt werden die beiden Ämter u.a. vom Geopark Ries und der Stadt Bopfingen.

Das Ries zeichnet sich durch eine einzigartig dichte archäologische Fundlandschaft aus. Das erste Mal wird bei diesem Kolloquium die gesamte Region samt der unmittelbar angrenzenden Gebiete über die heutigen Landesgrenzen hinweg ganzheitlich betrachtet.

Zeitlich deckt die Tagung die gesamte Ur- und Frühgeschichte ab. Inhaltlich konzentriert sich das Kolloquium auf die neuen Erkenntnisse der letzten 15 Jahre. Wie hat sich unsere Kenntnis zu den archäologischen Denkmälern verbessert und in welchem Umfang fanden im Ries in jüngerer Zeit Ausgrabungen statt? Welche Ergebnisse wurden durch die neuen Grabungen und Forschungsprojekte erzielt? Und wie hat sich unser Bild der historischen Entwicklung dadurch verändert?

Darüber hinaus widmet sich die Tagung auch den offenen Fragen zur Archäologie des Rieses: Welche Lücken bestehen unverändert im archäologischen Fundbild und warum? Über den aktuellen Kenntnisstand informieren die zuständigen Archäologen der beiden Landesämter. Die Tagung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit – alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen!

Programmflyer

Das vollständige Programm und weitere Informationen zu den Vortragsthemen, den beteiligten Institutionen und zum Ablauf entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Flyer, der zum Download bereitsteht.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 30. September 2022 per E-Mail an die nachfolgende E-Mail-Adresse.

E-Mail: david.knoll@rps.bwl.de

Bitte nennen Sie bei Ihrer Anmeldung in jedem Fall auch die Anzahl Personen.

Teilnahmebestätigung: Die Teilnehmerzahl der Tagung ist begrenzt. Eine Teilnahme ohne bestätigte Anmeldung ist nicht möglich.

 

Maulbronn und Online


Tagung "Neue Forschungen und Perspektiven - UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn"

https://www.schloesser-und-gaerten.de/

Veranstalter: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart (LAD), Vermögen und Bau Baden-Württemberg - Amt Pforzheim, Stadt Maulbronn, Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Ev. Seminar Maulbronn

Tagungsort: Stadthalle Maulbronn (Fruchtkasten), Klosterhof 6, 75433 Maulbronn

Karte/Ortsplan: zum → Tagungsort in OpenStreetMap

Beginn: 25. Oktober 2022, 09:00 Uhr

Tagungsgebühr: Präsenz: 40,- €, Online: kostenlos

Anmeldung: erforderlich (siehe unten)

Tagung und Programm

Die dreitägige Tagung im UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn präsentiert und diskutiert aktuelle Ergebnisse der Geschichts- und Bauforschung sowie Erkenntnisse aus Baumaßnahmen der letzten Jahre.

Erstmals werden kürzlich in Archiven entdeckte musikalische Fragmente aus der Maulbronner Klosterzeit erklingen. Wie man diese Forschungsergebnisse zeitgemäß und attraktiv vermittelt, um neue Besucherinnen und Besucher zu gewinnen und damit auch die Akzeptanz zur Unterstützung des Erhalts des UNESCO-Weltkulturerbes zu fördern, wird ebenfalls Thema des Kolloquiums sein.

Führungen in Bereiche, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind, bieten einmalige Einblicke in die Arbeit der Fachleute. Ein stimmungsvoller Abend in der Klosterkirche und in der Klausur zeigt das Kloster als Ort lebendigen Glaubens bis heute.

Das → vollständige Programm ist dem Flyer zu entnehmen, den das LAD auf seiner Veranstaltungsseite bereithält.

 

Anmeldung

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 14.10.22 per E-Mail an Frauke Schütz, die Ihnen auch telefonisch unter +49 (0) 72 51 74 27 29 weitere Auskünfte erteilen kann.

E-Mail: frauke.schuetz@ssg.bwl.de

Übernachtung (Präsenzteilnahme) : ein Zimmerkontingent ist im Hotel Krone reserviert. Buchung mit dem Stichwort KLM251022: Telefon +49 (0) 72 52 97 89-0, kontakt@krone bretten.de, Website: www.krone-bretten.

Online-Teilnahme: für die kostenfreie Online-Teilnahme melden Sie sich ebenfalls über die oben angegebene E-Mail-Adresse an. Sie erhalten anschließend einen Link.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Stadtmuseum Gerlingen


Sonderausstellung "Leben in Gerlingen - 5.000 Jahre v. Chr."

Stadtmuseum Gerlingen
Weilimdorfer Str. 9-11
70839 Gerlingen

gerlingen.de/Stadtmuseum

→ Öffnungszeiten
Dienstag und Samstag 15:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr, Montag und Mittwoch bis Freitag geschlossen

Sonderausstellung

Im künftigen Baugebiet »Bruhweg II« am Nordrand von Gerlingen sollen schon bald zahlreiche neue Wohnungen entstehen. Es wird nicht das erste Mal sein, dass dort Menschen leben, denn schon in der Zeit um 5.000 v. Chr. erlebte das Areal eine Phase dichter Besiedlung.

In der frühen und mittleren Jungsteinzeit wussten bäuerliche Dorfgemeinschaften die hervorragende Qualität der Lössböden im südlichen Strohgäu zu schätzen. Sie ließen sich  inmitten ihrer Feldflur in langen Holzhäusern nieder, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Die Spuren ihrer Häuser haben sich zusammen mit Keramikscherben, Steinwerkzeug, Knochen und anderen Gegenständen im Boden erhalten. Sie sind das einzige Zeugnis, das uns von jenen fernen Zeiten erzählt, denn eine schriftliche oder mündliche Überlieferung gibt esnicht. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung steht dieses archäologische Kulturerbe unter dem Schutz des baden-württembergischen Denkmalschutzgesetzes.

Bevor im »Bruhweg« gebaut werden kann, müssen die steinzeitlichen Spuren fachgerecht dokumentiert und geborgen werden. Dies geschieht derzeit im Rahmen einer archäologischen Rettungsgrabung, die vom Landesamt für Denkmalpflege (LAD), der Stadt Gerlingen und der Firma ArchaeoBW GmbH gemeinsam durchgeführt wird.

Die Ausstellung möchte die Besucherinnen und Besucher mit auf diesen faszinierenden Erkenntnisweg der archäologischen Forschung nehmen. Anhand ausgewählter Exponate und einer Vermittlung, die Fakten und Vermutungen grafisch voneinander trennt und interaktiv zugänglich macht, erfolgt eine Annäherung an eine längst untergegangene Lebenswelt.

Begleitende Vortragsreihe und Führungen

Begleitend zur Ausstellung findet eine Vortragsreihe sowie Führungen statt. Themen und Termine werden auf der Website des Stadtmuseums Gerlingen (→ www.gerlingen.de/Stadtmuseum) bekannt gegeben.

Ausstellungseröffnung

Unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen wird die Ausstellung am Sonntag, 03. April 2022 um 11:15 Uhr im Gemeindezentrum "Petrushof", Kirchstraße 42 eröffnet. Im Anschluss daran kann die Sonderausstellung besichtigt werden. Die Einladung zur Ausstellungseröffnung finden Sie → hier.

Es sprechen Dirk Oestringer, Bürgermeister Stadt Gerlingen; Prof. Dr. Dirk Krausse, Landesarchäologe, LAD im RP Stuttgart; Dr. Birgit Knolmayer, Leiterin Stadtmuseum Gerlingen. Eine Einführung in die Ausstellung geben Dipl.-Rest. Nicole Ebinger und Dr. Christian Bollacher, beide LAD im RP Stuttgart. Musikalisch umrahmt wird das Programm in Kooperation mit der Jugendmusikschule Gerlingen.

Anmeldung

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher wird um Anmeldung per E-Mail unter → stadtmuseum@gerlingen.de bzw. telefonisch unter 07156 / 205366 gebeten. Restplätze werden kurzfristig vor Ort vergeben.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Das Museum: Das Stadtmuseum Gerlingen befindet sich in der Weilimdorfer Straße. In seinen Räumen ist auch das "Museum der Deutschen aus Ungarn" untergebracht. Dieser besondere Schwerpunkt der Präsentation bildet die Kultur der Deutschen aus Ungarn ab, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Gerlingen angesiedelt haben.

Zum Stadtmuseum gehört zudem ein ehemaliges Wohnhaus mit Scheune: Das sogenannte "Haus der schwäbischen Hausfrau". Hier können die Besucher in die Lebenswelt und die Wohnkultur des frühen 20. Jahrhunderts eintauchen und Spannendes über das Leben und Arbeiten „Unter einem Dach“ erfahren. Das idyllische „Museumshöfle“ bietet den idealen Rahmen für Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Ausstellungseröffnungen.

www.gerlingen.de/Stadtmuseum (Stand: 08.01.22)

Museum Humpis-Quartier, Ravensburg


Sonderausstellung "Von der Kleinen Eiszeit ins Anthropozän - Klimawandel in Ravensburg 1350 - 2050"

Museum Humpis-Quartier
Marktstraße 45
88212 Ravensburg

www.museum-humpis-quartier.de

→ Öffnungszeiten
Di-So 11-18 Uhr

Sonderausstellung

Das Museum Humpis-Quartier zeigt in einer großen Sonderausstellung vom 08. April bis zum 02. Oktober 2022 die Geschichte des Klimawandels von der Kleinen Eiszeit, einer im 14. Jahrhundert einsetzenden langanhaltenden Klimaverschlechterung bis ins sogenannte Anthropozän, das den nachweislichen Beginn des menschengemachten Klimawandels im 19. Jahrhundert markiert.

Im Fokus stehen die sozialen, kulturellen und ökonomischen Folgen von Klimaschwankungen und Wetterereignissen in Ravensburg und Umgebung.
Die Ausstellung nimmt in den Blick, wie im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit die "Zeichen des Himmels" gedeutet wurden: Sei es die Verehrung der Weissenauer Heilig-Blut-Reliquie, die vorausschauende Funktion von Bauernregeln, die Suche nach Sündenböcken für Wetterkatastrophen oder deren Hinnahme als göttliches Strafgericht; der Umgang mit Klima- und Wetterphänomenen war von einer mythischen Weltsicht, Glaube und Aberglaube geprägt.

Aufgezeigt werden in der Folge Zusammenhänge zwischen der Wiederentdeckung der antiken Astronomie, der Herausbildung der modernen Wissenschaften und der exakten Vermessung der Welt und des Wetters. Nicht zuletzt veranschaulicht die Ausstellung die Folgen und Herausforderungen des beschleunigten Klimawandels im Zuge der Industrialisierung am Beispiel Ravensburgs und stellt im Gespräch mit Experten aus der  Region im Begleitprogramm der Ausstellung Szenarien von zukünftigen Entwicklungen vor.

 

Das Museum: Das Museum Humpis-Quartier ist das kulturhistorische Museum Ravensburgs. Die Sammlung umfasst rund 8.000 Objekte und Konvolute, die ältesten datieren aus der Römerzeit um 100 n. Chr., die jüngsten wurden im Jahr 2020 hergestellt. Als zentraler Bestandteil umfassen die archäologischen Exponate Fragmente des ältesten Hauses Ravensburgs, das bei Grabungen im Innenhof des Quartiers entdeckt wurde.

www.museum-humpis-quartier.de/mhq/museum/das-museum (Stand: 03.07.22)

Franziskanermuseum, Villingen-Schwenningen


Sonderausstellung "Kult(UR)wald - Die Besiedlung des Schwarzwalds"

Franziskanermuseum
Rietgasse 2
78050 Villingen-Schwenningen

franziskanermuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 13:00 bis 17:00 Uhr, Sonntag und Feiertag 11:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Dunkler Wald, kein Sonnenstrahl, undurchdringlich, menschenleer - so stellte man sich lange den frühen Schwarzwald vor. Die Klöster sollen die ersten gewesen sein, die ihn ab dem Mittelalter urbar machten. Doch stimmt das wirklich? Oder reicht die Geschichte des Schwarzwalds viel weiter zurück als bislang gedacht?

Die Ausstellung KULT(UR)WALD gibt erstmals einen Gesamtüberblick über den aktuellen Forschungsstand zur frühen Besiedlung und Erschließung des Schwarzwalds. Im Spannungsfeld zwischen Archäologie und Mythenbildung zeichnet sich das Bild einer Landschaft ab, in der Mensch und Natur seit jeher einander durchdrangen, beeinflussten und veränderten – und die doch in mancher Hinsicht rätselhaft bleibt.

 

Das Museum: Das seit 1978 bestehende und 1999 neu eröffnete Franziskanermuseum in Villingen-Schwenningen ist ein kulturgeschichtliches Museum, zu dessen Sammlungsschwerpunkten neben der Stadtgeschichte auch das Fürstengrab Magdalenenberg gehört, dessen im Original erhaltene Grabkammer fast den gesamten Ausstellungsraum füllt. Der zugehörige Grabhügel in der Nähe gilt als der größte keltische Grabhügel im mitteleuropäischen Raum.

Wikipedia: Franziskanermuseum VS (Stand: 08.01.21)

Archäologisches Landesmuseum (ALM), Konstanz


Sonderausstellung "Mittelalter am Bodensee – Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall"

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (alm)
Benediktinerplatz 5
78467 Konstanz

www.konstanz.alm-bw.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, jeden 1. Samstag im Monat: Eintritt frei.

Sonderausstellung

Vom 09. Juli 2022 bis zum 08. Januar 2023 ist im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (alm) in Konstanz die Sonderausstellung "Mittelalter am Bodensee – Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall" zu sehen. Für diese internationale Wanderausstellung haben sich zwölf verschiedene Museen und archäologische Fachstellen aus der Vierländerregion Bodensee zusammengeschlossen.

Die Ausstellung bietet tiefe Einblicke in das mittelalterliche Leben im Bodenseeraum und präsentiert der Öffentlichkeit rund 150 hochkarätige, zum Teil nie gezeigte archäologische und historische Exponate. Nach dem erfolgreichen Start im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen sowie dem Museum für Archäologie in Frauenfeld, ist die Ausstellung nun im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz zu sehen.

Der Bodensee und seine Zuflüsse wurden im Mittelalter als Wasserwege genutzt, die einen Wirtschaftsraum von den Bündner Alpenpässen bis zum Rheinfall verbanden. Städte bildeten Bündnisse, man einigte sich auf ein einheitliches Währungssystem, betrieb Landwirtschaft, Handwerk, Bergbau und handelte mit weit entfernten Gebieten.

 

Das Museum: Das Archäologische Landesmuseum (ALM) wurde am 08. Juni 1990 vom Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg beschlossen. Es betreut und repräsentiert die Landesarchäologie und verantwortet das zentrale Fundarchiv für archäologische Funde aus dem gesamte Land in Rastatt. Sonderausstellungen werden in in der Zentrale in Konstanz sowie sieben Zweigmuseen präsentiert.

Die wichtigste Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums präsentiert mittels einer repräsentativen Auswahl archäologischer Funde einen Querschnitt der Landesgeschichte und befindet sich in Konstanz. Sie ist im Konventsgebäude der ehemaligen Benediktinerabtei Petershausen untergebracht und wurde am 14. März 1992 zunächst als Außenstelle eröffnet. Seit 2010 ist das Museum ein eigenständiges Museum.

Seit 01.01.2003 gehören sechs archäologische Museen als Zweigmuseen zum Zuständigkeitsbereich des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Seit März 2012 ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren als siebtes Zweigmuseum zur "ALM-Familie" gestoßen. 


www.konstanz.alm-bw.de/de/zweigmuseen (Stand: 17.05.21)

Limesmuseum Aalen


Sonderausstellung "Mehr als nur Europa“ - Horst Haitzinger und die Antike in politischen Karikaturen

Limesmuseum Aalen
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen

limesmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen.

Sonderausstellung

Vom 10. Juli bis zum 13. November 2022 ist im Limesmuseum die Sonderausstellung "Mehr als nur Europa“ - Horst Haitzinger und die Antike in politischen Karikaturen zu sehen.

Vielen ist Hort Haitzinger aus Zeitungen (u. a. früher auch in der Stuttgarter Zeitung) durch seine treffenden Karikaturen gut bekannt. In über 60 Jahren hat er etwa 16.000 Karikaturen - teilweise auch als Aquarelle – geschaffen. Weniger bekannt ist, dass er in seinen Arbeiten regelmäßig Vergleiche und Bezüge zur griechisch-römischen Antike verwendete. So kommen nicht nur Gebäude wie das Kolosseum in Rom oder der Parthenon in Athen vor, ebenso treten unterschiedlichste mythische Gestalten von Europa über Sisyphos bis hin zum Trojanischen Pferd auf. Aber auch Ägypter, die Steinzeit und sogar Szenen aus Asterix sind zu finden.

In der Ausstellung, die vom Limeseum Ruffenhofen zusammen mit Horst Haitzinger konzipiert wurde, werden etwa 150 Originale des Künstlers gezeigt und knapp kommentiert. Sie bietet damit einen spannenden und zugleich anderen Einblick in Antike und Zeitgeschichte.

Ausstellungseröffnung

Die Eröffnung der Sonderausstellung findet am Sonntag, 10. Juli um 11 Uhr im Limesmuseum Aalen statt. Im Rahmen der Eröffnung spricht Dr. Matthias Pausch vom Limeseum Ruffenhofen mit dem Künstler Horst Haitzinger über die Ausstellung und seine Werke.

 

Das Museum: Das Limesmuseum ist ein → Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg (ALM) und eines der bedeutendsten Römermuseen in Deutschland. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemals größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen. Zentrales Thema des Museums ist die Besatzung des süddeutschen Raumes durch die Römer im 2. Jh. nach Chr..

Das Museum wurde am 05. Juni 1964 eröffnet und in der Folgezeit mehrfach umgebaut und erweitert. Im Zuge weiterer Ausgrabungen erfolgte bereits in den 1980er Jahren eine Ergänzung um einen archäologischen Park. Dieser wurde ab 2003 weiter ausgebaut und 2005 wiedereröffnet. Er ist seitdem als ehemalige Kastellfläche Teil des UNESCO-Welterbes. Seit 2008 ist am Museum das → Limes-Informationszentrum (LIZ) eingerichtet, um für Besucher des UNESCO-Welterbes in Baden-Württemberg archäologische und touristische Informationen zu bündeln. Nach rund zweieinhalbjähriger Schließung, diversen Umbauten und einer energetischen Sanierung ist das "neue" Limesmuseum seit Ende Mai 2019 mit seiner völlig neu gestalteten Dauerausstellung wieder vollständig zugänglich.

Im Museum wird die Geschichte der Provinz Rätien und Obergermanien sowie die Geschichte rund um das militärische und zivile Leben am Limes dargestellt. Exponate sind unter anderem zahlreiche Funde von Grabungen auf dem Kastellgelände Aalen und im Kastell Rainau-Buch. Während des Jahres finden verschiedene Sonderveranstaltungen statt.

Beachtung verdient auch das vor dem Museum gelegene Freigelände. In einer mehrjährigen Grabungskampagne konnte das Stabsgebäude mit dem gut erhaltenen Fahnenheiligtum freigelegt werden. Ein beschilderter Rundweg erklärt diese Anlage.

www.limesmuseum.de/geschichte (Stand: 01.06.19)

Archäopark Vogelherd, Niederstotzingen


Sonderausstellung "Der Vogelherd - Jagd im Lonetal"

Archäopark Vogelherd
Am Vogelherd 1
89168 Niederstotzingen – Stetten o. L

archaeopark-vogelherd.de

→ Öffnungszeiten
1. April bis 6. November: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr, Montag geschlossen, Sonderöffnungszeiten an Feiertagen. November bis März: Sonntag 12:00 bis 17:00 Uhr, alle übrigen Tage geschlossen

Sonderausstellung

Vom 17. Juli bis zum 06. November 2022 ist im Archäopark Vogelherd die Sonderausstellung "Der Vogelherd - Jagd im Lonetal. Jäger, Sammler, Projektile, Jagdwaffen" zu sehen, eine Ausstellung des → Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal e.V in Kooperation mit der Stadt Niederstotzingen und freundlicher Unterstützung der Stefan-Doraszelski-Stiftung.

In der Ausstellung im Archäopark Vogelherd geht es um das Thema Jagd in der Steinzeit.

Zusätzlich zur Ausstellung findet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene statt.

Begleitende Vortragsreihe und Veranstaltungen

Im Rahmen der Sonderausstellung stehen mehrere Vorträge im Begleitprogramm.

Diese finden Sie → hier und im anhängenden Flyer.

Das Museum: Am Vogelherd im Lonetal, eine der derzeit bekanntesten Fundstellen ältester, figürlicher Kunst weltweit, wird Eiszeitkultur lebendig. Die Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen zählt zu den bemerkenswertesten Grabungsstätten der menschlichen Urgeschichte und zu den Höhlen- und Fundlandschaften die im Sommer 2017 von der UNESCO-Kommission zum Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ ernannt worden sind.

Das Mammut und der Höhlenlöwe, zwei ca. 40.000 Jahre alte Originalfunde aus der archäologischen Nachgrabung 2006 am Vogelherd und beides einzigartige Repräsentanten für die Schöpfung der menschlichen Kunst, kann man in der Schatzkammer des Besucherzentrums im Archäopark bestaunen. Der Baubeginn für das vom Münchner Architekturbüro Ritter Jockisch und dem Landschaftsarchitekturbüro Keller Damm Kollegen gestaltete Areal war am 12. Januar 2012, das dann als "Archäopark Vogelherd" am 1. Mai 2013 eröffnet wurde.

Rund um die Vogelherdhöhle laden verschiedene Aktionsplätze dazu ein, das eiszeitliche Leben zu entdecken und unseren Vorfahren nachzueifern. Neben den Themenplätzen Jagd, Lagerleben, Begegnung, Feuer und Kunst säumen zahlreiche Tierspuren, Nutz- und Heilpflanzen, Geräusch- und Duftstationen den Weg. Durch den neu angelegten Skulpturenpfad, mit vergrößerten Nachbildungen der Originalfunde, wird den Besuchern ein Eindruck vermittelt, welche großartigen Kunstwerke am Vogelherd erschaffen wurden und wie detailreich die Eiszeitkünstler die Figuren gestaltet haben.

www.foerderverein-eiszeitkunst.de/archaeopark (Stand: 21.02.20)

Museum der Universität Tübingen (MUT)


Sonderausstellung "Schöningen – Der große Wurf" - Jagen, Sammeln und Leben vor 300 000 Jahren

Museum der Universität Tübingen MUT
Schloss Hohentübingen
Burgsteige 11
72070 Tübingen

unimuseum.uni-tuebingen.de

→ Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 19:00 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen, Führungstermine auf Anfrage

Sonderausstellung

Warum sind wir so, wie wir sind? Wann sind wir zu Menschen geworden? Was haben unsere steinzeitlichen Vorfahren mit uns gemeinsam und worin unterscheiden wir uns? In Schöningen, Niedersachsen, liegt eine archäologische Fundstelle, die in der Beantwortung dieser Fragen eine wichtige Rolle spielt.

Die Wanderausstellung gewährt Einblicke in diese längst vergangenen Zeiten. Es geht aber nicht nur um die Vergangenheit. Themen wie Klimaschwankungen, Umweltveränderungen und die Suche nach dem wahren Wesen des Menschen sind grundsätzliche Fragen, die selten so aktuell waren wie heute.

Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 28. Juli 2022, um 19:00 Uhr eröffnet.

 

Das Museum: Das Museum der Universität Tübingen MUT wurde 2006 als Zentrale Einrichtung der Universität Tübingen gegründet. Es fungiert als Dachinstitution für die rund 70 universitären Sammlungen. Zu den Aufgaben des MUT gehört es, die wissenschaftlichen Sammlungen in verantwortungsvoller Weise zu organisieren, sie für nachfolgende Generationen zu bewahren und für Forschung, Lehre, öffentliche Bildung und Profilierung der Universität nutzbar zu machen.

Das zentrale Kernanliegen der Wissenschaftskommunikation wird durch zahlreiche regionale und überregionale Kooperationen, durch Ausstellungen, öffentliche Veranstaltungen, eigene Forschungen sowie Publikationen, aber auch durch Lehrformate, wie etwa das Master-Profil „Museum & Sammlungen“, gewährleistet.

Museum Uni Tübingen MUT (Stand: 01.11.18)

Archäologisches Landesmuseum (ALM), Konstanz


Ausstellungsführung Sonderausstellung "Mittelalter am Bodensee – Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall" -abgesagt-

Leitung: Archäologisches Landesmuseum

Ort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (alm), Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Start der Führung: 10:00 Uhr

Preis: 4 € pro Person (max. Personenanzahl: 15), Eintritt ins Museum frei.

Anreise: Eigenanreise nach Konstanz

Zur Sonderausstellung → "Mittelalter am Bodensee – Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall" bieten wir am Samstag, 01. Oktober 2022 um 10:00 Uhr eine exklusive Führung für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie mit an.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 19. September 2022 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Änderungen vorbehalten, max. Personenanzahl: 15

+++ leider abgesagt, da Mindestanzahl der Teilnehmenden nicht erreicht wurde +++

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Sonderausstellung "Berauschend - 10.000 Jahre Bier und Wein"

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6,
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen.

Sonderausstellung

Eines ist gewiss: Die Bedeutung von Bier und Wein für eine Gesellschaft ist kein Phänomen der Gegenwart. Ganz im Gegenteil, die Herstellung von Alkohol ist seit circa 10.000 Jahren belegt. Bei gemeinschaftlichen Anlässen und im sozialen Austausch nahm der Konsum alkoholischer Getränke oftmals eine zentrale Rolle ein. Der Wein im Symposion der Griechen oder das Bier, das beim Zusammentreffen von größeren Menschengruppen am prähistorischen Fundplatz in Göbekli Tepe (heutige Türkei) getrunken worden sein könnte, sind nur zwei Beispiele, die die Frage aufwerfen, ob Alkohol nicht der eigentliche „Kitt der Gesellschaft“ vergangener Kulturen war – und es vielleicht sogar heute noch ist?

Die kulturhistorische Ausstellung spannt einen Bogen von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Dabei führt sie den Besucher*innen vor Augen, welche lange Geschichte der Konsum von alkoholischen Getränken in unserem Kulturraum hat und wie stark er bis heute in unserem alltäglichen Leben verankert ist. Der geografische Ausgangspunkt ist der südwestdeutsche Raum, ergänzt durch historisch wichtige Bezüge in die mediterrane und vorderasiatische Welt.

Zentral sind dabei weniger die technischen Aspekte der Herstellung oder die Vielfalt an Produkten, als vielmehr die Rolle, die Alkohol in sozialen Kontexten der Vergangenheit und Gegenwart spielt(e). Auch die Folgen für Individuum und Gemeinschaft, die mit dem Genuss von Alkohol einhergehen, werden thematisiert.

Vor diesem epochenübergreifenden Hintergrund sind Sie dazu eingeladen, Ihre persönliche Lebenswelt, ihr Umfeld und Ihr eigenes Konsumverhalten zu reflektieren.

 

Das Museum: Als das größte kulturhistorische Museum in Baden-Württemberg mit umfangreichen Sammlungen von hoher Qualität erzählt es auf spannende Weise die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Die regionalgeschichtlichen Bestände werden ergänzt durch kunsthandwerkliche Sammlungen von internationalem Rang. Interessant aufbereitete Sonderausstellungen für Groß und Klein präsentieren die verschiedensten Themenbereiche. Einen ausgewählten Querschnitt der eigenen facettenreichen Bestände zeigen die Schausammlungen.

Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. von Württemberg als „Königliche Staatssammlung vaterländischer Kunst- und Alterthumsdenkmale“. In den 1960ern ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf. Seit 1969 wird der Großteil der Sammlungen im Alten Schloss in Stuttgart - dem Haupthaus - präsentiert. Erst 1971 erfolgte die Wiedereröffnung aller Gebäudeteile.

In den letzten Jahren wurden die Schausammlungen im Alten Schloss neu gestaltet. Im Jahr 2012, zum 150. Jubiläum, konnte die Ausstellung LegendäreMeisterWerke eröffnet werden, die einen Rundgang durch die württembergische Kulturgeschichte von der Eiszeit bis zur Ende der Monarchie bietet. 2016 folgte die Schausammlung Wahre Schätze mit den Ausstellungseinheiten zur Antike, zu den keltischen Fürstensitzen und zur Kunstkammer der Herzöge von Württemberg.

www.landesmuseum-stuttgart.de/museum/ueber-das-museum (Stand: 02.07.22)

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Ausstellungsführung 1 Sonderausstellung "Berauschend - 10.000 Jahre Bier und Wein"

Leitung: Dr. Nina Willburger und Dr. Fabian Haack, Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Start der Führung: 15:00 Uhr (Hinweis: eine 2. Führung beginnt um 15:30 Uhr)

Preis: 8 € pro Person (Eintritt ins Museum), Führung: kostenfrei

Anreise: Eigenanreise

Zur Sonderausstellung → "Berauschend - 10.000 Jahre Bier und Wein" bieten wir am Freitag, 11. November 2022 um 15:00 Uhr eine exklusive Führung für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie mit an.

Zur Person: Dr. Nina Willburger ist Fachabteilungsleiterin Referat Klassische und Provinzialrömische Archäologie im Landesmuseum Württemberg und ist Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie.

 

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 31. Oktober 2022 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Änderungen vorbehalten, max. Personenanzahl: 15

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Ausstellungsführung 2 Sonderausstellung "Berauschend - 10.000 Jahre Bier und Wein"

Leitung: Dr. Nina Willburger und Dr. Fabian Haack, Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Start der Führung: 15:30 Uhr (Hinweis: eine 1. Führung beginnt 30 Minuten früher um 15:00 Uhr)

Preis: 8 € pro Person (Eintritt ins Museum), Führung: kostenfrei

Anreise: Eigenanreise

Zur Sonderausstellung → "Berauschend - 10.000 Jahre Bier und Wein" bieten wir am Freitag, 11. November 2022 um 15:00 Uhr eine exklusive Führung für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie mit an.

Zur Person: Dr. Fabian Haack ist Leiter des Referats Steinzeiten im Landesmuseum Württemberg.

 

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 31. Oktober 2022 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Änderungen vorbehalten, max. Personenanzahl: 15

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Ammerbuch-Reusten, Lkrs. Tübingen

Lea Valcov, M.A., Dr. Marc Heise und Dr. Jörg Bofinger


Ehrenamtsprojekt "Ammerbuch-Reusten" - Forschungsgrabung 2021 ff.

Ein neues Grabungsprojekt mit Freiwilligen

Ein neues Ausgrabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart unter Beteiligung von Freiwilligen und in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie findet ab September 2021 an der Fundstelle des ältesten Goldfundes Südwestdeutschlands bei Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen) statt.

Das Siedlungsareal bei Ammerbuch-Reusten

Seit 2017 werden im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und der Universität Tübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Forschungsgrabungen an mehreren jungsteinzeitlichen Siedlungsplätzen durchgeführt. Ziel ist die Erforschung der Besiedlungsgeschichte der ersten Ackerbauern und Viehzüchter in der Region rund um das Ammertal.

Auf der Hochfläche des Oberen Gäus, unweit des Kirchberges von Reusten, befindet sich ein größeres Fundareal, welches bereits seit langer Zeit bekannt ist. Neben ausgepflügten menschlichen Skelettresten können auch beinahe alle vorgeschichtlichen Epochen seit der frühesten Jungsteinzeit bis in die römischen Epochen nachgewiesen werden.

Im Jahr 2000 wurden durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter A. Lehmkuhl die Reste einer Hockerbestattung im Zentrum des Fundareals in der Flur „Grüninger“ freigelegt. 2020 erfolgte eine gezielte Nachuntersuchung im Rahmen des Forschungsprojektes, welche die zeitliche Stellung Bestattungsplatzes klären sollte.

Forschungsgrabung Flur „Grüninger“ 2020

Die bereits im Vorfeld der Grabung durchgeführten geomagnetischen Messungen lieferten die Grundlage für einen 10 m x 20 m großen Sondageschnitt. Bereits wenige Zentimeter unter dem Ackerboden wurden archäologische Befunde beobachtet. Ein Großteil der Strukturen umfasst jungsteinzeitliche Siedlungsgruben und Pfostengruben der Linearbandkeramischen Kultur sowie eine größere mittelneolithische Grube.

Ein zweiter Schnitt sollte die von A. Lehmkuhl beobachtete Bestattung lokalisieren und dokumentieren. Im Zentrum des 3 m x 3 m großen Schnitts wurden die letzten Reste eines Grabes einer jungen Frau, die in Hockerlage bestattet wurde, aufgefunden. Bedauerlicherweise waren große Teile des Skelettes bereits von der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Feldes in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Bestattung selbst wurde im Block geborgen und im Restaurierungslabor fachgerecht freigelegt und dokumentiert.

Der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs

Spektakulär ist die einzige Grabbeigabe, die man der jungen Frau mit ins Grab gab. Es handelt sich um eine kleine, mehrfach gewundene Goldspirale, welche im unteren Rückenbereich der Frau aufgefunden wurde und wahrscheinlich ursprünglich im Kopfbereich der Bestattung lag.

Knochenproben des Skelettes erbrachten ein 14C Datum von 1861-1616 calBC und datiert das Grab damit in die frühe Bronzezeit. Bisher sind Goldfunde für diese Zeitstellung nur aus Mitteldeutschland bekannt. Die kleine Goldspirale ist somit der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Ab dem 13.09.2021 soll im Rahmen eines auf zwei Jahre angesetzten Projekts das gesamte Areal der Flur „Grüninger“ ausgegraben und dokumentiert werden. Grund dafür ist die akute Bedrohung der archäologischen Befunde und Funde durch die landwirtschaftliche Nutzung des Feldes.

Das Grabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart wird unter Beteiligung von Freiwilligen und an der Archäologie interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden. So soll auch interessierten Laien die Möglichkeit geboten werden, unter fachkundiger Anleitung an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen und so Archäologie vor Ort zu erleben und die Ausgrabungen zu unterstützen.

Wissenschaftliche Leiter des Projektes sind Dr. Jörg Bofinger und Dr. Marc Heise. Die Maßnahmen vor Ort werden von Lea Valcov M.A. durchgeführt.

Anmeldung für die Grabungskampagne

Wenn Sie Interesse haben, an der Ausgrabung teilzunehmen, können Sie sich vorab bei uns melden.

Wünschenswert für die Teilnahme an dem Ehrenamtsprojekt sind erste Grabungserfahrungen (z.B. Lehrgrabungen etc.) und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit vor Ort.

Für Ihre Anmeldung (Erst-Registrierung) und die Nennung Ihrer Beteiligungsmöglichkeiten senden Sie bitte eine formlose E-Mail an die Grabungstechnikerin Lea Valcov (s. unten).

Ein Neueinstig in die Arbeiten vor Ort ist während der gesamten Grabungskampagne möglich. Beachten Sie hierbei bitte eine gewisse Vorlaufzeit von 2-3 Wochen für die Planung. Auf der Kommunikationsplattform „moodle“ werden jeweils 14 Tage vor dem eigentlichen Grabungsbeginn „Abfragen“ eingestellt, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, ihre individuellen Beteiligungstage anzugeben. Eine Teilnahme über mehrere Tage ist aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage erwünscht.

aktueller Hinweis: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist sind für alle Vor-Ort-Aktivitäten mit freiwilligen und ehrenamtlichen Teilnehmern/innen besondere Teilnahme- und Hygieneregeln zwingend zu beachten. Für die Teilnahme gilt mindestens die „3 G Regel“, d. h. „geimpft, genesen oder getestet“ ist als Voraussetzung zwingend (Stand: Juni 21).

 

Kontaktdaten

Grabungstechnikerin: lea.valcov@rps.bwl.de oder

Projektadresse: ehrenamtprojekt-ammerbuchreusten@web.de

Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform.

Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir vor Ort nicht immer online sind.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt vielen Ehrenamtlichen im Land ein attraktives Angebot machen zu können, einmal "von Anfang bis Ende" bei einer Forschungsgrabung beteiligt sein zu können.

Publikationen (Auswahl)

Aktuelle Informationen zur bisherigen Grabungskampagne in Ammertal finden Sie in:

  • Krauß, R.; Breuer, L.; Korolnik, S.; Pernicka, E.; Schorer, B.; Spatzier, A.; Stein, V. Bofinger, J., An Early Bronze Age Burial with a Golden Spiral Ring from Ammerbuch-Reusten, Southwestern Germany. Praehistorische Zeitschrift, 2021. doi: 10.1515/pz-2021-0010
  • Bofinger, J; Brandtstätter, L.; Heise, M.; Stein, V.; Krauß, R., Jungsteinzeitliche Scherben, frühbronzezeitliches Gold – Zum Fortgang der Untersuchungen im Ammertal. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2020, S. 88-92.

Auf der Website der Universität Tübingen finden Sie ebenfalls aktuelle Informationen zu den verschiedenen → Forschungsgrabungen im Ammertal.

Pressemitteilung des LAD vom 15.09.2021: → Fortsetzung der Grabungen an der Fundstelle des ältesten Goldfundes Südwestdeutschlands bei Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen).

Mit aktuellen Berichten und Vortragsveranstaltungen wird das Ehrenamtsprojekt aktiv begleitet durch den → Bürgerverein Ammerbuch e.V.

 

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Neuenstadt a. Kocher, Lkrs. Heilbronn

Dr. Andrea Faber, Prof. Dr. Michaela Konrad und Dr. Klaus Kortüm


Ehrenamtsprojekt "Forschungen zum römischen Neuenstadt am Kocher" - Grabungen 2022 ff.

Ein neues Grabungsprojekt mit Freiwilligen und interessierten Laien (2022-2024)

Im April 2022 startet ein gemeinsames Projekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Thema ist die weitere Erforschung der römischen Stadtanlage bei Neuenstadt am Kocher, Lkrs. Heilbronn. Der Beginn der Grabungen mit Beteiligung von Freiwilligen und interessierten Laien in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie ist für den Juni 2022 geplant.

Die römische Stadtanlage bei Neuenstadt a.K.

Vor einigen Jahren hat das LAD mit einem Forschungsprojekt im Bereich der neuentdeckten römischen Stadtanlage auf den Feldern bei Neuenstadt begonnen. In diesem Rahmen konnten erste Ergebnisse zu Ausdehnung, Struktur und Geschichte des römischen Neuenstadt erzielt werden. Darüber hinaus gelang die Ausgrabung spektakulärer Ruinen eines großen Tempels für Apollo Grannus.

Die für unsere Region außergewöhnliche antike Siedlung war Hauptort der römischen Verwaltungseinheit 'Aurelia G(...)' zwischen Neckar und 'Vorderem Limes'. Sie wurde nach mediterranen Prinzipien planmäßig an einem nach Süden, zum Kocher hin geneigten Hang, angelegt. Ihre Bebauung zieht sich über mindestens 25 Hektar bis ins Flusstal, wo sich vermutlich ein Hafen oder eine Anlegestelle befand. Repräsentative und öffentliche Bauten nehmen markante Punkte im Stadtgebiet ein. Das Zentrum bildet der Heilige Bezirk für Apollo Grannus.

Forschungsgrabung in Neuenstadt-Bürg

Vor kurzem hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einem gemeinsam vom LAD und der Universität Bamberg gestellten Antrag auf Fördermittel stattgegeben: SIEDELN IN DYNAMISCHEN RÄUMEN. Neuenstadt am Kocher und die Civitas Aurelia G(…) als Modell für Urbanisationsprozesse in römischen Grenzzonen des 2. Jahrhunderts n. Chr. DFG-Projekt 2022 bis 2024.

Daher können nun die Forschungen mit Ausgrabungen in Neuenstadt-Bürg fortgesetzt werden. Sie sollen im Frühjahr dieses Jahres beginnen. Wissenschaftliche Projektleiter sind Prof. Dr. Michaela Konrad, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Archäologie der Römischen Provinzen und Dr. Klaus Kortüm, Landesamt für Denkmalpflege Zentrale Dienste und Denkmalforschung, Esslingen. Die Maßnahmen am Ort organisiert und leitet Dr. habil. Andrea Faber.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Die Planungen für die aktuellen Forschungen sehen neben der Beteiligung von interessierten Laien die feldarchäologische Ausbildung von Archäologiestudierenden vor.

Bei dem vorliegenden Angebot geht es zunächst in erster Linie um eine Beteiligung an den Ausgrabungen selbst: Bis Ende 2024 sollen im Bereich zweier für die nordwestlichen Grenzprovinzen ungewöhnlicher und bisher nur aus Luftbildern und geophysikalischen Prospektionen bekannter, vermutlich öffentlicher Gebäude der antiken Siedlung Ausgrabungskampagnen stattfinden. Ziel ist es, mehr über die Entwicklung der öffentlichen Infrastruktur als wichtigstem Teil der neu gegründeten Siedlung zu erfahren.

Die archäologischen Forschungen in Neuenstadt, dem administrativen und religiösen Zentrum der nach der kaiserlichen Familie der Aurelier benannten Kommune civitas Aurelia G(...), werden wichtige Erkenntnisse für die Landesarchäologie, aber auch zu grundsätzlichen Fragen der Funktion römischer Städte in Grenzräumen des römischen Reiches erbringen.

Anmeldung für die Grabungskampagne

Die erste Phase im Ehrenamtlichen-Projekt ist für Juni bis Oktober 2022 terminiert. Wenn Sie Interesse haben, die Grabungen zeitweise tatkräftig zu unterstützen, schicken Sie bitte formlos eine E-Mail an die Grabungs- und Projektadresse: Andrea.Faber@uni-bamberg.de.

Auf der Kommunikationsplattform "moodle" werden dazu vor den eigentlichen Grabungswochen Abfragen eingestellt, in der Sie Ihre individuellen Beteiligungstage eintragen können.

aktueller Hinweis: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind für alle Vor-Ort-Aktivitäten mit freiwilligen und ehrenamtlichen Teilnehmern/innen besondere Teilnahme- und Hygieneregeln zwingend zu beachten. (Stand: April 2022).

 

Kontaktdaten

Grabungsleitung vor Ort: Andrea.Faber@uni-bamberg.de oder

Projektadresse: Andrea.Faber@uni-bamberg.de

Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform.

Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir vor Ort nicht immer online sind.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt den Ehrenamtlichen im Land durch die Beteiligung an einer Forschungsgrabung ein attraktives Angebot machen zu können.

Publikationen (Auswahl)

Informationen zum Projektumfeld finden Sie in:

  • Klaus Kortüm, Tacitus im römischen Neuenstadt. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2012, S. 191–196. Mehr
  • Klaus Kortüm, Finale in Neuenstadt - Abschluss der Ausgrabungen im Apollo-Grannus-Tempel. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2013, S. 162–166. Mehr
  • Klaus Kortüm, Die römische Stadt bei Neuenstadt am Kocher, Kreis Heilbronn (2004) in: D. Planck – D. Krausse – R. Wolf (Hrsg.), Meilensteine der Archäologie in Württemberg. Ausgrabungen aus 50 Jahren (Darmstadt 2013), S. 217–219. Mehr

Regierungspräsidium Stuttgart, → Pressemitteilung vom 13.01.2022: "Archäologische Denkmalpflege: Untersuchungen an Römischer Siedlung mit Tempelanlage in Neuenstadt am Kocher werden fortgeführt (Landkreis Heilbronn)".

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Sonstiges


Neues Schloss, Stuttgart


Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2022

Veranstalter: Landesamt für Denkmalpflege, Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V., Förderkreis für Archäologie in Baden e.V. und Wüstenrot Stiftung

Ort: Neues Schloss, Weißer Saal, Schlossplatz 4, 70173 Stuttgart

Beginn: 19:00 Uhr

Anmeldung: eine Anmeldung bis zum 04. Oktober 2022 ist erforderlich (siehe unten).

Hinweis: Die Veranstaltung findet unter der aktuell gültigen Corona-Verordnung statt.

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg wird am Dienstag, 18. Oktober 2022, um 19 Uhr im Weißen Saal des Stuttgarter Neuen Schlosses vergeben. Er wird an ehrenamtlich tätige Personen und Institutionen verliehen, die sich besondere Verdienste um die Erforschung, Publikation und Präsentation archäologischer Funde und Befunde im Land Baden-Württemberg erworben haben.

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg wird von der Wüstenrot Stiftung getragen, die mit diesem Preis ihr außerordentliches Interesse an der archäologischen Landesforschung bekundet. Über die Preisverleihung entscheidet eine sachverständige Jury. Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg wird alle zwei Jahre vergeben. Er teilt sich in einen Hauptpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro, einen Förderpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro sowie einen Sonderpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro auf.

Der Festakt im Weißen Saal wird moderiert durch Herrn Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im RP Stuttgart.

Die feierliche Verleihung des Archäologie-Preises 2022 nimmt Frau Ministerin Nicole Razavi, Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, oberste Denkmalschutzbehörde, vor. Die Preisträger sind in diesem Jahr:

Hauptpreis

  • Reinhold Feigel, Backnang

Förderpreis

  • Klàra und Bernd Pieper, Oberndorf

Sonderpreis

  • Katja Baumgärtner, Mögglingen

Den Festvortrag "zum 200. Geburtstag des Archäologen Heinrich Schliemann" hält Herr Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

Der Archäologie-Preis wird seit 1981 alle zwei Jahre im Rahmen einer Festveranstaltung durch das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. und den Förderkreis für Archäologie in Baden e.V. verliehen. Unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Dr. Claus Wolf, dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, entscheidet eine Jury über die Vergabe des Preises. Seit dem Jahr 2000 wird der Archäologie-Preis durch die Wüstenrot Stiftung getragen. Sie wird vertreten durch ihren Vorstandsvorsitzenden Herrn Joachim E. Schielke.

 

Anmeldungen

→ per Anmeldeformular auf der Veranstaltungsseite des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD)

oder

→ per E-Mail richten Sie bitte bis Freitag, 04.10.22 an: marlene.biermann[at]rps.bwl.de.

Bei Fragen und ggf. weiteren Informationen: Frau Biermann: +49 711 90 44 52 21

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.