scroll top
Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Niederstotzingen, OT Stetten

Dr. Jens Axel Frick und Dr. Berrin Çep


Extraordinär – was macht die Steinindustrie im UNESCO-Welterbe Bocksteinhöhle so einzigartig?

Ein Vortrag im Rahmen der vierteiligen Vortragsreihe 2020 zur Sonderausstellung → "Der Vogelherd - Wildes Lonetal" des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal e.V.

Dr. Jens Axel Frick, Post-Doc, Wissenschaftlicher Mitarbieter in der Abteilung für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Dr. Berrin Çep, Ältere Urgeschichte und Quartärökologie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Die beiden Referenten werden Einblicke in die neuen Studien zur Rohmaterialbeschaffung, Herstellung und Verwendung der Steinartefakte an der Bocksteinschmiede geben. Was macht den Bockstein so besonders? Sind es die Steinartefakte? Seine Lage im Lonetal? Die dort gefundene Tierwelt? Oder ist es sein vermeintlich hohes Alter?

Wir können all diese Fragen mit einem eindeutigen Ja, oder besser mit einem sowohl als auch beantworten. Die Steinartefakte, darunter Faustkeile und Keilmesser suchen auf der Schwäbischen Alb, gar europaweit ihresgleichen.

Der Bockstein, oder besser der Bocksteinkomplex mit seinen zahlreichen Höhlen und Vorplätzen befindet sich an einer für die Menschen der Altsteinzeit sehr günstigen Lage. Zum Einen verengt sich das Lonetal vor und nach dem Bockstein, und zum Anderen befindet sich der Bockstein selbst leicht erhöht, am Rande einer Schwämmebene der Lone. Diese Position und Landschaftsbegebenheiten eröffneten die Möglichkeit, die durchziehenden Tierherden zu beobachten und die notwendige Jagd zu planen. Am Bockstein selbst wurden dann die erbeuteten Tiere, vorwiegend Pferd und Esel zerlegt und verwertet.

Die hier vorgestellte Besiedlung des Bockstein durch den Neandertaler an der Bocksteinschmiede konnte in eine frühe, wärmere Phase der letzten Eiszeit datiert werden und ist im Vergleich zu den meisten Hinterlassenschaften des Neandertaler des in der Nähe gelegenen Vogelherds oder des Hohlensteins recht alt.

Der Vortrag wird Sie auf eine Reise zu den jagenden und sammelnden Neandertalern am Bockstein mitnehmen. In eine Zeit, die durch einer offenen Kaltsteppenlandschaft geprägt ist, jedoch alles bot, was zum Leben für die Neandertaler notwendig war. Wir werden uns die Landschaft und Tierwelt vor Augen rufen und die herausragenden Steinartefakte der Bocksteinschmiede näher betrachten, und uns damit die Einzigartigkeit und Besonderheit des Bocksteins erschließen.

Anmeldung

Für die Vortragsabende gibt es eine verpflichtende Voranmeldung.

Anmeldung unter eiszeitkunst@landkreis-heidenheim.de ab sofort möglich. Die Teilnehmerzahl zu den Vortragsabenden ist aufgrund der Corona-Bestimmungen begrenzt!

 

Veranstalter: Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. in Kooperation mit der Stadt Niederstotzingen

Ort: Bürgerhaus Stetten, Oberdorfstraße 17, 89168 Niederstotzingen Stadtteil: Stetten o.L.

Beginn: 19:00 Uhr / Einlass ab 18:30 Uhr

Eintritt: frei / um Spenden wird gebeten

Eberdingen-Hochdorf/Enz

Dr. Jörg Bofinger


Keltengold im Steinzeitdorf. Archäologische Entdeckungen am „Hegelesberg“ in Kirchheim unter Teck

Vortragsreihe im Rahmen der vom 10. Juni 2020 (Beginn verschoben) bis zum 06. Januar 2021 (verlängert) im Keltenmuseum Hochdorf/Enz präsentierten Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb und Neckar". Die Vortragsreihe wurde aufgrund der Corona-Pandemie vom Frühjahr 2020 in das 4. Quartal 2020 verschoben.

Dr. Jörg Bofinger, Referatsleiter Regionale Archäologie, Schwerpunkte, Inventarisation, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen

Im Vorfeld der Erschließung des Gewerbegebiets am „Hegelesberg” südwestlich der Stadt Kirchheim unter Teck wurden in den Jahren 2014 und 2015 die Reste eines jungsteinzeitlichen Dorfes aus der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends aufgedeckt. Pfostenspuren und archäologische Funde aus Gruben geben einen Einblick in die Architektur und Lebensweise der frühesten Bauern in Südwestdeutschland.

Eine Überraschung ergab sich kurz vor Abschluss der Geländearbeiten im Hochsommer 2015, als das Grab einer frühkeltischen Frau mit Goldbeigaben aufgedeckt werden konnte. Obwohl das Skelett vollständig vergangen war, ließ sich aufgrund der Lage eine außergewöhnliche Bestattung rekonstruieren. Bronzeringschmuck, Perlenketten sowie mehrteiliger Goldschmuck im Kopfbereich zeigen, dass es sich um die Grablegen einer sozial höher gestellten Frau aus der Zeit um 570 v. Chr. handelt.

Sowohl die Ausgrabung des Dorfes als auch die Freilegung der Frauenbestattung im Labor wurde mit modernsten High-Tech-Methoden durchgeführt, bei denen u. a. Fotodrohnen und 3D Computertomographie zum Einsatz kamen.

Veranstalter: Keltenmuseum Hochdorf/Enz in Kooperation mit dem Förderverein Keltenmuseum Hochdorf/Enz e.V. und der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Ort: Gemeindehalle Hochdorf (beim Schul- und Sportzentrum), Schillerstr. 35, 71735 Eberdingen-Hochdorf

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 4,00 € / Mitglieder 3,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Anmeldung: nicht erforderlich

Hinweis: Bitte bringen Sie zur Veranstaltung eine Mund-/Nasenbedeckung mit und beachten Sie die gültigen Infektionsschutzmaßnahmen auch bei der Anreise. Vielen Dank.

Eberdingen-Hochdorf/Enz

Prof. Dr. Raiko Krauß u. Dr. Jörg Bofinger


Die ersten Bauern. Neue Forschungen zum Beginn von Ackerbau und Viehzucht in Württemberg

Vortragsreihe im Rahmen der vom 10. Juni 2020 (Beginn verschoben) bis zum 06. Januar 2021 (verlängert) im Keltenmuseum Hochdorf/Enz präsentierten Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb und Neckar". Die Vortragsreihe wurde aufgrund der Corona-Pandemie vom Frühjahr 2020 in das 4. Quartal 2020 verschoben.

Prof. Dr. Raiko Krauß, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Universität Tübingen und Dr. Jörg Bofinger, Referatsleiter Regionale Archäologie, Schwerpunkte, Inventarisation, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen

In der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends v.Chr. erfasst der mit der Einführung der Landwirtschaft verbundene gesellschaftliche Umbruch weite Teile Mitteleuropas. Während der Mensch zuvor seine Nahrung weitgehend durch die Jagd auf Tiere, den Fischfang und das Sammeln von Pflanzen bestritten hatte, ergeben sich durch die Einführung von Ackerbau und Viehzucht grundlegende Änderungen in der Lebensweise.

Erstmals in der Kulturgeschichte werden Nahrungsmittel in größerem Maße produziert und durch die Sorge und Pflege der Feldfrüchte sind menschlichen Gemeinschaften gezwungen, dauerhaft sesshaft zu werden. Der Umgang, die Zubereitung und Konsumierung von Lebensmitteln befördert die Produktion von Gefäßkeramik. In Mitteleuropa ist es die aufgrund ihrer charakteristischen Verzierungsmuster so genannte Bandkeramik, die zugleich namensgebend für die erste bäuerliche Kultur im Raum nördlich der Alpen steht.

Während man noch bis vor wenigen Jahren in der Forschung verschiedene Szenarien diskutierte, ob sich diese Innovationen durch kulturellen Austausch oder die Zuwanderung einer neuen Bevölkerung ausbreiten konnten, legen die Ergebnisse von Studien am genetischen Material von Menschen und frühen Haustieren nahe, dass zumindest für den süddeutschen Raum die Ausbreitung dieser Kulturtechniken durch die sukzessive Einwanderung von Menschengruppen, zunächst aus Anatolien in die Ägäis, von dort über den Balkanraum in das Karpatenbecken und schließlich entlang der Donau bis nach Südwestdeutschland, erfolgte.

Die Siedlungen und Bestattungsplätze der frühen Bauern in Württemberg stehen bereits seit langem im Mittelpunkt der archäologischen Forschungen. Ein vor drei Jahren neu begonnenes Kooperationsprojekt zwischen der Universität Tübingen und dem Landesamt für Denkmalpflege befasst sich nun mit der Rekonstruktion des Naturraumes, in dem die frühen Einwanderer sich mit ihren Haustieren und Kulturpflanzen angesiedelt haben und wie sie ihn durch die wirtschaftliche Nutzung allmählich umgestaltet haben.

Diese Forschungen bieten uns einen Einblick in den Beginn der sesshaften Lebensweise, sie zeugen vom Leben und Sterben der frühen Bauern und gestatten hin und wieder auch, eine Vorstellung von ihrer Wahrnehmung der Welt, den Kontakten zu ihren entfernten Verwandten im Südosten Europas und ihren religiösen Vorstellungen zu gewinnen.

 

Veranstalter: Keltenmuseum Hochdorf/Enz in Kooperation mit dem Förderverein Keltenmuseum Hochdorf/Enz e.V. und der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Ort: Gemeindehalle Hochdorf (beim Schul- und Sportzentrum), Schillerstr. 35, 71735 Eberdingen-Hochdorf

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 4,00 € / Mitglieder 3,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Anmeldung: nicht erforderlich

Hinweis: Bitte bringen Sie zur Veranstaltung eine Mund-/Nasenbedeckung mit und beachten Sie die gültigen Infektionsschutzmaßnahmen auch bei der Anreise. Vielen Dank.

Eberdingen-Hochdorf/Enz

Dr. Christoph Steffen


Zwischen Fotodrohne und Computertomograf - Die moderne Dokumentation archäologischer Ausgrabungen

Vortragsreihe im Rahmen der vom 10. Juni 2020 (Beginn verschoben) bis zum 06. Januar 2021 (verlängert) im Keltenmuseum Hochdorf/Enz präsentierten Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb und Neckar". Die Vortragsreihe wurde aufgrund der Corona-Pandemie vom Frühjahr 2020 in das 4. Quartal 2020 verschoben.

Dr. Christoph Steffen, Referent für Luftbildarchäologie und Fotogrammetrie, 3D-Fotodokumentation, Drohnen, Sondenprospektion, Geomagnetik, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen

<<< Eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt des Vortrags ist in Kürze an dieser Stelle verfügbar >>>

 

Veranstalter: Keltenmuseum Hochdorf/Enz in Kooperation mit dem Förderverein Keltenmuseum Hochdorf/Enz e.V. und der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Ort: Gemeindehalle Hochdorf (beim Schul- und Sportzentrum), Schillerstr. 35, 71735 Eberdingen-Hochdorf

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 4,00 € / Mitglieder 3,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Anmeldung: nicht erforderlich

Hinweis: Bitte bringen Sie zur Veranstaltung eine Mund-/Nasenbedeckung mit und beachten Sie die gültigen Infektionsschutzmaßnahmen auch bei der Anreise. Vielen Dank.

Stuttgart

Ria Litzenberg


Kulthäuser und Ahnenfiguren in der Jungsteinzeit

Die KUNSTPAUSE ist ein Veranstaltungsformat des Landesmuseums Württemberg. Für diese → Veranstaltungen mit Ausstellungsbesuch ist KEINE Anmeldung erforderlich, seien Sie aber bitte 15 Minuten vor Beginn am Treffpunkt.

Ria Litzenberg, wissenschaftliche Volontärin in der Archäologie im Landesmuseum Württemberg

Kulthäuser und Ahnenfiguren in der Jungsteinzeit

Die Kunstpause beschäftigt sich mit Ahnenverehrung und sozialen Organisationsstrukturen in Siedlungsgemeinschaften der Jungsteinzeit. Ein Zugang zu diesen Themen ergibt sich aus einer vor rund 6000 Jahren aufkommenden frauenfigürlichen Symbolik, bei der plastische Lehmbrüste ein zentrales Element darstellen. Die Objekte befanden sich ehemals als zierende Applikationen an den Innenwänden von Häusern und repräsentierten wahrscheinlich weibliche Ahnenfiguren. Bei den wenigen auf diese Weise dekorierten Gebäuden handelt es sich vermutlich um besondere Versammlungsorte.

Das Landesmuseum Württemberg konnte jüngst durch die Übernahme einer Sammlung von Objekten vom Mönchberg bei Stuttgart-Untertürkheim seinen Bestand an diesen wichtigen Fundstücken erweitern und richtet in seiner Schausammlung „LegendäreMeisterWerke“ zu diesem Thema eine neue Vitrine ein.

 

Veranstalter: Landesmuseum Württemberg

Ort: Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 12:30 Uhr (bitte 15 Minuten vorher am „Treffpunkt“ im Innenhof Altes Schloss neben dem Eingang zum Vortragssaal einfinden)

Eintritt: 4,00 € / Mitglieder der Fördergesellschaft frei

Eberdingen-Hochdorf/Enz

Thomas Hoppe M.A.


Das Gold der „Keltenfürsten“. Hallstattzeitliche Goldfunde im Lichte aktueller Forschung

Vortragsreihe im Rahmen der vom 10. Juni 2020 (Beginn verschoben) bis zum 06. Januar 2021 (verlängert) im Keltenmuseum Hochdorf/Enz präsentierten Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb und Neckar". Die Vortragsreihe wurde aufgrund der Corona-Pandemie vom Frühjahr 2020 in das 4. Quartal 2020 verschoben.

Thomas Hoppe, M.A., Referatsleiter Vorrömische Metallzeiten, Landesmuseum Stuttgart

<<< Eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt des Vortrags ist in Kürze an dieser Stelle verfügbar >>>

 

Veranstalter: Keltenmuseum Hochdorf/Enz in Kooperation mit dem Förderverein Keltenmuseum Hochdorf/Enz e.V. und der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Ort: Gemeindehalle Hochdorf (beim Schul- und Sportzentrum), Schillerstr. 35, 71735 Eberdingen-Hochdorf

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 4,00 € / Mitglieder 3,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Anmeldung: nicht erforderlich

Hinweis: Bitte bringen Sie zur Veranstaltung eine Mund-/Nasenbedeckung mit und beachten Sie die gültigen Infektionsschutzmaßnahmen auch bei der Anreise. Vielen Dank.

Schwäbisch Gmünd

Prof. Dr. Markus Scholz


Ist das heilig oder kann das weg? Zur Beseitigung und Zerstörung römischer Grabmäler in den nordwestlichen Provinzen vor dem Hintergrund des Sakralrechts

VORTRAG aus 2020 wird nachgeholt !

aktueller Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung nicht stattfinden und wurde abgesagt. Wenn es die aktuelle Lage im Frühjahr 2021 zulässt, soll der Vortrag an diesem Termin nachgeholt werden. (Stand: 10.09.20-fh)

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2021 Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Prof. Dr. Markus Scholz, Professor am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin

Das römische Grabrecht stellt das Grab unter besonderen Schutz und bezeichnet es sogar als heiligen Ort (locus sacer). Dieser Grundsatz dominiert auch die Vorstellungen der Gräberfeld-Archäologie.

Doch war das immer so? Zahlreiche archäologische Befunde aus Italien und den Nordwestprovinzen im Imperium Romanum wecken Zweifel daran. Ganze Gräberfelder wurden bisweilen überbaut oder anderweitig bereits in der Kaiserzeit zerstört.

Die Demontage steinerner Grabmonumente setzte mancherorts nicht erst im Rahmen spätantiken Festungsbaus unter den Vorzeichen akuter Bedrohung ein. Waren bestimmte Tote privilegierter als andere? Unter welchen Umständen konnte der rechtliche Schutz verloren gehen? Auch der Befund eines zerstörten Grabbaus bei Frankfurt a. Main-Zeilsheim regt diesbezüglich zum Grübeln an.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Israel, Jordanien

Dr. Sophie zu Löwenstein


Auslandsexkursion: Israel und Jordanien (14 Tage) -nach 2021 verschoben-

EXKURSION VERSCHOBEN !

aktueller Hinweis: Wegen der aktuellen Corona-Krise kann die Exkursion nicht im geplanten Zeitraum stattfinden und wird in das nächste Jahr 2021 verschoben. Bereits angemeldete Teilnehmer werden mit gesonderter Post benachrichtigt. Wir bitten um Ihr Verständnis. (Stand: 25.06.20-fh)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit Heideker Reisen GmbH, Münsingen

Leitung: Dr. Sophie zu Löwenstein, Archäologin/Projektkoordinatorin, Deutsches Evangelisches Institut für Altertumskunde des Heiligen Landes (DEIAHL)

Abflug: voraussichtlich ab Stuttgart Airport, Echterdingen

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt, sowie Start- und Abflugzeiten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis: 3.595 € pro Person im DZ / 4.425 € pro Person im EZ

Das Programm

Tag 1: Flug via Istanbul nach Tel Aviv in Israel

Tag 2: Caesarea - Megiddo - Tabgha

Tag 3: See Genezareth - Kapernaum - Bet Schean

Tag 4: Bet Schean - Jerusalem

Tag 5: Jerusalem (Altstadt)

Tag 6: Jerusalem (Israel Museum und Yad Vashem)

Tag 7: Jerusalem - Massada - Arad

Tag 8: Arad - Beer Sheeva - Mamshit - Negev

Tag 9: Negev - Eilat - Grenzübergang nach Jordanien - Wadi Rum - Petra

Tag 10: Petra

Tag 11: Petra - Madaba - Berg Nebo - Amman

Tag 12: Amman (Ausflug nach Jerash und Um Qais)

Tag 13: Amman (Ausflug zu den Wüstenschlössern)

Tag 14: Rückflug von Jordanien via Istanbul nach Deutschland

Hinweis: Der Reiseverlauf hat sich gegenüber der Ankündigung im letzten Mitteilungsblatt 2019/2 geändert. Änderungen vorbehalten.

Eine ausführliche Beschreibung einschließlich der vorgesehenen Übernachtungsorte und Unterkünfte dieser Reise finden Sie nachfolgend als Download. Auf Wunsch kann sie Ihnen auch per Post zugeschickt werden.

Zur Person: Dr. Sophie zu Löwenstein studierte Klassische Archäologie, Archäologie der römischen Provinzen und Alte Geschichte und arbeitete zwei Jahre in Israel am Deutschen Evangelischen Institut für Altertumskunde des Hl. Landes (DEIAHL).

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • Flug Stuttgart – Istanbul – Tel Aviv und Amman – Istanbul – Stuttgart, vorgesehen mit Turkish Airlines
  • Rundreise im örtlichen Bus mit Klimaanlage (evtl. ohne Toilette), (Bus und Fahrer wechseln an der Grenze)
  • 13 x Übernachtung in den genannten Hotels und Unterkünften (Änderungen vorbehalten)
  • 12 x Frühstück
  • 13 x Abendessen
  • 6 x Mittagsimbiss, Lunchpaket oder Picknick
  • Reiseleitung durch Dr. Sophie zu Löwenstein
  • Durchgehende örtliche Reiseleitung ab / bis Flughafen
  • Alle Eintritte lt. Programm
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Ausreisegebühren Israel
  • Einreisegebühren und Einreisevisum Jordanien
  • Shuttlebus am Grenzübergang
  • Quietvox-Kopfhörer vom 2. Tag morgens – 8. Tag abends und vom
    10. Tag morgens bis 13. Tag abends (Die Quietvox-Geräte dürfen nicht
    mit über die Grenze genommen werden. Sie müssen daher im letzten
    Hotel vor dem Grenzübertritt abgegeben werden. Neue Geräte erhalten
    Sie im ersten Übernachtungshotel nach dem Grenzübertritt.)

Anmeldung

Ihre schriftliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 10. April 2020 an die Gesellschaft für Archäologie, Berliner Straße 12, 73728 Esslingen.

Mindesteilnehmerzahl: 20 Personen

Änderungen vorbehalten

Das Anmeldeformular finden Sie im Mitteilungsblatt 2020/1 oder hier im Anhang zum Download.

Paris

Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz


Auslandsexkursion: Archäologische Entdeckungsreise nach Paris 2021 (4 Tage)

Verschobene EXKURSION aus 2020

aktueller Hinweis: Die wegen der Corona-Pandemie verschobene Exkursion aus 2020 wird nach 2021 verschoben. Bereits angemeldete Teilnehmer aus 2020 sind mit gesonderter Post benachrichtigt worden. Es sind noch freie Plätze vorhanden. (Stand: 15.07.20-fh)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Jörg Bofinger und Dr. Jonathan Scheschkewitz, LAD, Esslingen

Abfahrt: am 25.03.21 ab HBF Stuttgart

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt und Uhrzeit wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis 2020: 1.295 € pro Person (DZ), 1.445 € (EZ-Zuschlag von 150 € gilt nur für bis zu 11 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag) - Hinweis: die Preise aus 2020 werden eventuell leicht angehoben.

Anmeldung: über das Online-Formular (s.u.) oder den Anmeldebogen im Mitteilungsblatt 2020/2

Das Programm

Mit Archäologie in Paris verbindet man oft zuerst den Louvre, der herausragende Werke verschiedener Kulturen und Zeiten beherbergt. Bereits im 16. Jahrhundert begann die französische Krone Werke der Antike zu sammeln. So ist die ägyptische Sammlung heute eine der bedeutendsten weltweit. Daneben ist die Sammlung der griechischen, etruskischen und römischen Altertümer reichhaltig und wertvoll. Auch die Abteilung der Altertümer aus dem Nahen Osten sucht ihres gleichen. Sie deckt eine riesige geographische Zone ab, die von Nord afrika bis zum Fluss Indus reicht und eine Zeitspanne von sechs Jahrtausenden umfasst.

Ein weiterer Besichtigungspunkt in Paris wird das Musée de l’Homme sein. Das 2015 nach Umgestaltung und Renovierung wieder eröffnete Museum beherbergt unter anderem eine große vorgeschichtliche Sammlung.

Nicht fehlen darf bei unserem Besuch in Paris das Musée d’ Archéologie nationale, das in einem ehemaligen Schloss Funde von der Altsteinzeit bis in die Merowingerzeit präsentiert. Das Château de Saint-Germainen-Laye befindet sich ca. 15 km westlich von Paris und war ursprünglich eine königliche Residenz, die 1124 erbaut wurde. Napoleon III. beschloss, das Schloss zu restaurieren und es für die nationalen archäologischen Sammlungen zu nutzen.

Bei einem Besuch der Katakomben können Sie einen Blick in den Untergrund von Paris werfen. Als Katakomben bezeichnet man die alten Steinbrüche, die sich unter der Stadt Paris befinden. Über einen Zeitraum von 2000 Jahren wurde in diesen Stollen der Kalkstein abgebaut, der für den Häuserbau verwendet wurde und so typisch für die Fassaden der Hauptstadt ist.

Nach Hungersnot und Seuchen im 18. Jahrhundert waren die Friedhöfe überfüllt und die Gebeine von knapp 6 Millionen Menschen wurden in die alten Stollen überführt.

Ergänzt wird das Programm mit einem Rundgang durch die Altstadt von Paris. Die Anreise erfolgt von Stuttgart aus mit dem TGV. Zwischen den einzelnen Besichtigungen werden die Wegstrecken zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Das Hotel ist fußläufig vom Bahnhof entfernt.

Zur Person: Dr. Jörg Bofinger, Landeskonservator, Leiter des Referates Operative Archäologie im Landesamt für Denkmalpflege und Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie.
Zur Person: Dr. Jonathan Scheschkewitz, Gebietsreferent für Archäologische Denkmalpflege und Schwerpunktgrabungen sowie stv. Referatsleiter im Landesamt für Denkmalpflege.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • TGV-Fahrt (2. Klasse) von Stuttgart Hbf nach Paris Gare e d’Eslt
    und zurück
  • Transfers vor Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln lt. Programm
  • 3 x Übernachtung mit Frühstück im 3-Sterne-Hotel Magenta 38 in Paris
  • 2 x Abendessen in Brasserien
  • Eintritte wie folgt: Musée de l´Homme, Katakomben, Louvre und Musée d’Archéologie nationale
  • Örtliche Führungen wie folgt: Musée de l’Homme, Katakomben, Louvre und Musée d’Archéologie nationale (Wir werden versuchen, Führungen auf Deutsch zu bekommen, können dies aber nicht garantieren.)
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Quietvox-Audioführungssystem vor Ort
  • Kleiner, handlicher Reiseführer „Paris“ pro Zimmer
  • Sollten Reisende den Sparrzustieg Stuttgart HBF nutzen und direkt dorthin kommen (auf eigene Kosten und in Eigenregie), erhalten Sie einen Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis
  • Weitere Zugabfahrtsstellen neben Stuttgart nur auf Anfrage und evtl. gegen Aufpreis

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 13. Dezember 2020 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen / Änderungen vorbehalten

Zum Anmeldeformular für Exkursionen

 

Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien

Dr. Marcus Meyer


Auslandsexkursion: Südliches Noricum, Friaul und Istrien 2021 (9 Tage)

Verschobene EXKURSION aus 2020

aktueller Hinweis: Die wegen der Corona-Pandemie verschobene Exkursion aus 2020 wird nach 2021 verschoben. Bereits angemeldete Teilnehmer aus 2020 sind mit gesonderter Post benachrichtigt worden. Es sind noch freie Plätze vorhanden. (Stand: 15.07.20-fh)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Leitung: Dr. Marcus Meyer, LAD Esslingen

Abfahrt/Abflug: am 22.06.21 ab Echterdingen (Bus-Bahnhof oberhalb der S-Bahnstation "Echterdingen").

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt und Startzeiten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis 2020: 1.995 € pro Person (DZ), 2.195 € (EZ-Zuschlag von 200 € gilt nur für bis zu 10 EZ, weitere EZ nur bei Verfügbarkeit und evtl. gegen höheren Zuschlag) - Hinweis: die Preise aus 2020 werden eventuell leicht angehoben.

Anmeldung: über das Online-Formular (s.u.) oder den Anmeldebogen im Mitteilungsblatt 2020/2

Das Programm

Tag 1: Anreise mit dem Bus von Stuttgart (Echterdingen) nach Villach

  • Übernachtung in Villach

Tag 2: Besuch der „Stadt auf dem Magdalensberg“ nahe Villach in Kärnten

  • Besichtigung des Archäologischen Parks Magdalensberg und des Amphitheaters von Virunum.
  • Weiterfahrt nach Istrien. Stadtmauer oder auch Schauplätze/Monumente des Bürgerkriegs.
  • Übernachtung in Istrien

Tag 3: Pula

  • Pula ist eine Küstenstadt an der Spitze der kroatischen Halbinsel Istrien, die für ihren geschützten Hafen, ihre zahlreichen Strände und ihre Ruinen aus der Römerzeit bekannt ist.
  • Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist das Amphitheater. Sehenswert sind auch der Augustustempel und das Archäologische Museum Istriens (AMI) mit dem Doppeltor Porta Gemina als Zugang zum Hauptgebäude des Museums.
  • Übernachtung in Istrien

Tag 4: Besichtigung von Poreč

  • Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist die Kathedrale des kroatischen Bistums Poreč-Pula mit dem Titel einer Basilica minor. Weil die Kirche in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigsten Zeugnisse spätantiker und früh byzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum.
  • Weiterfahrt nach Slowenien und Besichtigung des UNESCO-Welterbes „Höhlen von St. Kanzian“ (Hinweis: ca. 3 km Fußweg und 144 Höhenmeter).
  • Übernachtung in Udine

Tag 5: Triest und Palmanova

  • Im städtischen Museum von Triest sind die archäologischen Funde von der Vorgeschichte bis in die Römerzeit ausgestellt. Stadtrundgang mit Besichtigung des szenischen Theaters, des Arco di Riccardo und der Basilica Forense Romana.
  • Auf der Rückfahrt nach Udine wird die Stadt Palmanova besichtigt.
  • Übernachtung in Udine

Tag 6: Udine und Cividale

  • Besichtigung von Udine und Besuch des Archäologischen Museums im Schloss.
  • Die ursprünglich keltische Siedlung Cividale wurde von Caesar zur Stadt erhoben. Besichtigung des archäologischen Museums und eines Gewölbes, das als keltisches Hypogäum und römisches oder langobardisches Gefängnis bezeichnet wird.
  • Übernachtung in Udine

Tag 7: Aquileia

  • In der römischen Kaiserzeit zählte die Stadt ca. 30.000 Einwohner. Heute ist sie das am vollständigsten erhaltene Beispiel einer frühen römischen Stadt.
  • Besuch des archäologischen Museums, der Basilica di Santa Maria Assunta, der archäologischen Ausgrabungen und des frühchristlichen Museums „Monastero“.
  • Übernachtung in Udine

Tag 8: Umgebung von Udine

  • Diesen Tag wollen wir nutzen, um die Umgebung von Udine kennen zu lernen. Unter anderem ist eine Weinprobe geplant.
  • Übernachtung in Udine

Tag 9: Rückfahrt

  • Abends Ankunft in Stuttgart (Echterdingen)

Zur Person: Dr. Marcus Meyer ist Gebietsreferent für Archäologische Inventarisation beim Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung ab / bis Echterdingen 1)
  • 1 x Übernachtung mit Frühstück und 3-Gang-Abendessen im 3–4-Sterne-Hotel in / um Villach
  • 2 x Übernachtung mit Frühstück und 3-Gang-Abendessen im 4-Sterne-Hotel in Istrien
  • 5 x Übernachtung mit Frühstück im 4-Sterne-Hotel Astoria Italia in Udine
  • 5 x 3-Gang-Abendessen im Hotel in Udine (bzw. evtl. 1–2 mal im Restaurant)
  • 1 x kleine Weinprobe
  • Eintritte

1) Bei Sparzustieg ab 70771 Echterdingen S-Bahn-Station (Achtung, nicht Flughafen!), Münsingen Heideker-Betriebshof, Reutlingen Alter Omnibusbahnhof oder Ulm-Seligweiler (auf eigene Kosten und in Eigenregie) Rabatt in Höhe von 25 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 1. März 2021 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Änderungen vorbehalten

Zum Anmeldeformular für Exkursionen

 

Israel, Jordanien

Dr. Sophie zu Löwenstein


Auslandsexkursion: Israel und Jordanien 2021 (14 Tage)

Verschobene EXKURSION aus 2020

aktueller Hinweis: Die wegen der Corona-Pandemie verschobene Exkursion aus 2020 wird nach 2021 verschoben. Die voraussichtlichen Reisedaten sind vom 13. bis 26. Oktober 2021. Bereits angemeldete Teilnehmer aus 2020 sind mit gesonderter Post benachrichtigt worden. Es sind noch freie Plätze vorhanden. (Stand: 15.07.20-fh)

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit Heideker Reisen GmbH, Münsingen

Leitung: Dr. Sophie zu Löwenstein, Archäologin/Projektkoordinatorin, Deutsches Evangelisches Institut für Altertumskunde des Heiligen Landes (DEIAHL)

Abflug: voraussichtlich ab Stuttgart Airport, Echterdingen

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt, sowie Start- und Abflugzeiten werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Preis 2020: 3.595 € pro Person im DZ / 4.425 € pro Person im EZ - Hinweis: die Preise aus 2020 werden eventuell leicht angehoben.

Anmeldung: über das Online-Formular (s.u.) oder den Anmeldebogen im Mitteilungsblatt 2020/2

Das Programm

Tag 1: Flug via Istanbul nach Tel Aviv in Israel

Tag 2: Caesarea - Megiddo - Tabgha

Tag 3: See Genezareth - Kapernaum - Bet Schean

Tag 4: Bet Schean - Jerusalem

Tag 5: Jerusalem (Altstadt)

Tag 6: Jerusalem (Israel Museum und Yad Vashem)

Tag 7: Jerusalem - Massada - Arad

Tag 8: Arad - Beer Sheeva - Mamshit - Negev

Tag 9: Negev - Eilat - Grenzübergang nach Jordanien - Wadi Rum - Petra

Tag 10: Petra

Tag 11: Petra - Madaba - Berg Nebo - Amman

Tag 12: Amman (Ausflug nach Jerash und Um Qais)

Tag 13: Amman (Ausflug zu den Wüstenschlössern)

Tag 14: Rückflug von Jordanien via Istanbul nach Deutschland

Hinweis: Der Reiseverlauf hat sich gegenüber der ersten Ankündigung im Mitteilungsblatt 2019/2 geändert. Änderungen vorbehalten.

Eine ausführliche Beschreibung einschließlich der vorgesehenen Übernachtungsorte und Unterkünfte dieser Reise finden Sie nachfolgend als Download. Auf Wunsch kann sie Ihnen auch per Post zugeschickt werden.

Zur Person: Dr. Sophie zu Löwenstein studierte Klassische Archäologie, Archäologie der römischen Provinzen und Alte Geschichte und arbeitete zwei Jahre in Israel am Deutschen Evangelischen Institut für Altertumskunde des Hl. Landes (DEIAHL).

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service im Raum Stuttgart (genaue Übersichtskarte wird nachgeliefert)
  • Flug Stuttgart – Istanbul – Tel Aviv und Amman – Istanbul – Stuttgart, vorgesehen mit Turkish Airlines
  • Rundreise im örtlichen Bus mit Klimaanlage (evtl. ohne Toilette), (Bus und Fahrer wechseln an der Grenze)
  • 13 x Übernachtung in den genannten Hotels und Unterkünften (Änderungen vorbehalten)
  • 12 x Frühstück
  • 13 x Abendessen
  • 6 x Mittagsimbiss, Lunchpaket oder Picknick
  • Reiseleitung durch Dr. Sophie zu Löwenstein
  • Durchgehende örtliche Reiseleitung ab / bis Flughafen
  • Alle Eintritte lt. Programm
  • Besichtigungen und Ausflüge lt. Programm
  • Ausreisegebühren Israel
  • Einreisegebühren und Einreisevisum Jordanien
  • Shuttlebus am Grenzübergang
  • Quietvox-Kopfhörer vom 2. Tag morgens – 8. Tag abends und vom
    10. Tag morgens bis 13. Tag abends (Die Quietvox-Geräte dürfen nicht
    mit über die Grenze genommen werden. Sie müssen daher im letzten
    Hotel vor dem Grenzübertritt abgegeben werden. Neue Geräte erhalten
    Sie im ersten Übernachtungshotel nach dem Grenzübertritt.)

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 11. April 2021 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Mindesteilnehmerzahl: 20 Personen / Änderungen vorbehalten

Zum Anmeldeformular für Exkursionen

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Esslingen a.N.


Mitgliederversammlung 2020 der Gesellschaft für Archäologie

Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung möglich!

aktueller Hinweis: Mittlerweile sind nach dem Anmeldeschluss am 09.10.20 alle Anmeldebestätigungen für die Mitgliederversammlung verschickt worden. Ohne diese Bestätigung ist eine Teilnahme nicht möglich. Die Bestätigung enthält neben Informationen zum einzuhaltenden Hygienekonzept auch eine feste Platznummer je Teilnehmer*in im Veranstaltungsraum. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Wir bitten um Ihr Verständnis. (Stand: 15.10.20-fh)

Ort: CVJM-Haus (Lutherbau), Kiesstraße 3–5, 73728 Esslingen (Zugang nur über Haupteingang in der Adlerstraße)

Stadtplan:
Der → Stadtplan von Esslingen enthält neben den ursprünglichen Veranstaltungsorten der abgesagten Jahrestagung 2020 ebenfalls den Veranstaltungsort der Mitgliederversammlung 2020.

Anmeldung:
Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung bis 9. Oktober 2020, über das Onlineformular (siehe unten) oder den Anmeldebogen (im Mitteilungsblatt 2020/2) für die Teilnahme erforderlich ist.

Hinweis:
Bitte bringen Sie zur Veranstaltung eine Mund-/Nasenbedeckung mit und beachten Sie die gültigen Infektionsschutzmaßnahmen auch bei der Anreise. Vielen Dank.

HYGIENE-REGELN für die Mitgliederversammlung der Gesellschaft

  • Mitglieder mit Covid-19-Symptomen (Husten, Fieber etc.) können an der Mitgliederversammlung nicht teilnehmen.
  • Für die Veranstaltung gilt die jeweils aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg.
  • Das CVJM-Haus kann derzeit nur über den Haupteingang Adlerstraße betreten werden. Im Haus gibt es ein Einbahn-System, das bitte zu beachten ist.
  • Am Haupteingang steht Hand-Desinfektionsmittel zur Verfügung.
  • Alle Flure, Foyers, etc. sind Verkehrswege. Dort gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Maske zu tragen. Zudem soll man sich in diesen Bereichen nicht aufhalten.
  • Bitte darauf achten, dass auch in den Sanitärbereichen die Abstände eingehalten werden. Im Zweifel vor dem Raum warten, bis er nicht mehr so voll ist.
  • Bitte die Husten- und Niesetikette beachten (z. B. in die Ellenbogenbeuge husten), regelmäßig für mind. 20 Sekunden Hände waschen, nicht ins Gesicht fassen.
  • Der Veranstaltungsraum wird nach spätestens 45 Minuten gelüftet.
  • Beim Verlassen des Raumes Abstände beachten.
  • Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erhält einen nummerierten Sitzplatz.

(Stand: 30.09.20-fh)

Einladung

Der Vorsitzende der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. lädt alle Mitglieder zur Mitgliederversammlung am 23. Oktober 2020 um 15:00 Uhr nach Esslingen a.N. ein.

Freitag, 23. Oktober 2020

15:00 Uhr – Mitgliederversammlung

  1. Begrüßung und Eröffnung durch den Vorsitzenden der Gesellschaft
    Prof. Dr. Claus Wolf
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Geschäftsbericht der Geschäftsführerin der Gesellschaft
    Regina Wimmer M.A.
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Entlastung des Vorstandes
  6. Neuwahl der Kassenprüfer
  7. Verschiedenes

Anreise

CVJM-Haus (Lutherbau), Kiesstraße 3–5

  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Nahverkehrszug und S-Bahn bis Esslingen-Bahnhof,
  • von hier (ZOB):
    - Bus 111 (Richtung Neckarhalde) bis Haltestelle "Hochschule",
    - Bus 122 (Richtung Flughafen/Messe) bis Haltestelle "Hochschule",
    - Bus 102 (Richtung Mettingen) bis Haltestelle "Maille",
    - Bus 131/130 (Richtung Scharnhausen bzw. Kemnat) bis Haltestelle "Maille".
  • Zu Fuß: ca. 800 m vom Bahnhof bzw. Busbahnhof (ZOB)
  • Mit dem Auto: Parkhaus Kiesstraße, Esslingen (ca. 50 m bis zum CVJM-Haus)

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 09. Oktober 2020 das nachfolgende Online-Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Beiträge zum Punkt "Verschiedenes" der Mitgliederversammlung senden Sie ebenfalls bitte bis zum 09. Oktober 2020 an die Geschäftsstelle der Gesellschaft → mail@gesellschaft-archaeologie.de.

Wir freuen uns sehr, Sie in Esslingen begrüßen zu dürfen.

 

Blaubeuren


Archäo-Akademie "Was den Menschen ausmacht! 600 Jahre Spital - 100 000 Jahre Fürsorge“ -ABGESAGT !!-

TAGUNG ABGESAGT !!

aktueller Hinweis: Wegen der aktuellen Corona-Krise kann die Archäo-Akademie 2020 nicht stattfinden. Sie wird einschließlich aller im Programm geplanten Veranstaltungen abgesagt. Für 2021 ist geplant, die Archäo-Akademie unter dem Titel "Kultur und Sozialgeschichte der Musik" vom 17. bis 18. September 2021 durchzuführen und einen Teil der Vorträge zu übernehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis. (Stand: 24.09.20-fh)

Veranstalter: Gesellschaft für Urgeschichte (GfU) und Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)

Tagungsort: Urgeschichtliches Museum, Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren

Beginn: FR 06. November 2020 um 08:30 Uhr
Ende:    SA 07. November 2020, ca. 16:00 Uhr

Tagungsgebühr: 65,00 € (Akademiepaket inkl. Eintritte Museum und Kloster und Tagungsgetränke und Mittagsimbiss am FR), auch Einzelvorträge à 12,00 € auf Anfrage und Exkursionspaket à 12,00 € auf Anfrage buchbar. GfU-Mitglieder und Inhaber der SWR2 Kulturkarte erhalten 10% Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr.

Anmeldung: erforderlich bis zum 15. Oktober 2020 per E-Mail an empfang@urmu.de oder telefonisch unter 07344 / 9669-916

Das Programm

Am 06. und 07. November 2020 findet im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren (urmu) die Archäo-Akademie unter dem Titel "Was den Menschen ausmacht! 600 Jahre Spital - 100 000 Jahre Fürsorge" statt.

Was zeichnet den Menschen aus? Werkzeuge, Kunst oder Krieg? Einigkeit herrscht unter den Wissenschaftlern, dass unsere soziale Verbundenheit ein besonderes Merkmal des Menschen ist.

Fürsorge wurde in der Entwicklung des Menschen zum Schlüssel für Innovationen und Tradition. Durch Teilhabe und Lernen entfaltet sich die menschliche Kultur. Kooperation, Sprache und Musik sind nur einige Ausdrucksformen.

Das Tagungsprogramm mit den Referenten, Vorträgen und Exkursionen sowie weiteren Hinweisen zu Ablauf und Organisation entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Ausstellungen: 2020 weiterhin kostenfrei in die Schausammlungen des Landesmuseums -ab 12.05.20 geöffnet, zusätzlich digitales Angebot-

Corona-Krise: Der Veranstaltungsort bleibt bis 11.05.20 einschl. geschlossen. Ab 12.05.20 sind das Museum und die Schausammlung LegendäreMeisterWerke im zweiten Obergeschos wieder geöffnet. Viele Angebote des Landesmuseums gibt es mittlerweile digital. LMW digital finden Sie hier. (Stand: 09.05.20-fh)

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6,
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen.

Aufgrund umfangreicher → Umbaumaßnahmen (aktuell bis Herbst 2020) beachten Sie mögliche Einschränkungen einschließlich der zeitweisen Schließung des Museums.

Sonderaussstellungen haben ggf. abweichende Öffnungszeiten. Weitere Informationen für Besucher des Landesmuseums Württemberg: landesmuseum-stuttgart.de/besucherinformation.

Seit 2018 ist der Eintritt in die Schausammlungen des Landesmuseums im Alten Schloss (u.a. → Wahre Schätze - Antike | Kelten | Kunstkammer oder → Glas aus vier Jahrtausenden, etc.), in das Haus der Musik, ins Römische Lapidarium im Neuen Schloss, sowie in das Museum der Alltagskultur, Waldenbuch kostenfrei.

Für folgende Ausstellungen erhalten Sie an der Museumskasse ebenfalls kostenfrei einen Audioguide: Antike | Kelten | Kunstkammer (Deutsch, Englisch und Kinder), LegendäreMeisterWerke (Deutsch, Englisch, Schwäbisch und Kinder), Uhren und wissenschaftliche Instrumente (Deutsch, Englisch) und Haus der Musik (Deutsch)

Die Sammlung Archäologie

Die → archäologischen Sammlungen des Landesmuseums beinhalten bedeutende Funde aus 250.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Sie zeugen von den ersten Spuren der Urmenschen genauso wie von den ältesten plastischen Kunstwerken der Menschheit, von Kelten und ihren mächtigen Fürsten, von Römern im Hinterland des Limes und frühmittelalterlichen Alamannen und Franken mit ihren ungemein reichen Grabbeigaben aus Waffen und Schmuck.

Über die gesamte menschliche Besiedlungszeit in Württemberg wird ein landesarchäologischer Bogen gespannt, der Landschaften, Klimawechsel, Entstehen und Vergehen von Bauernkulturen und frühen Zivilisationen bis zu den Anfängen der mittelalterlichen Siedlung umspannt. Darüber hinaus erlaubt das breite Spektrum der Antikensammlung einen Blick in die Welt der Hochkulturen des Mittelmeerraums von der Bronzezeit bis in die Spätantike.

Freier Eintritt – der richtige Weg für das Landesmuseum Württemberg

Dank finanzieller Unterstützung durch die → Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg e.V. und die Adolf Würth GmbH & Co. KG reiht sich das Haus in die Riege der (wenigen) deutschen Museumshäuser ein, die freien Zugang zu ihren Sammlungen gewähren. Dass dies auch der richtige Weg für 2020 ist, geht aus der → Pressemitteilung v. 06.06.2019 hervor.

 

Das Museum: Als das größte kulturhistorische Museum in Baden-Württemberg mit umfangreichen Sammlungen von hoher Qualität erzählt es auf spannende Weise die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Die regionalgeschichtlichen Bestände werden ergänzt durch kunsthandwerkliche Sammlungen von internationalem Rang. Interessant aufbereitete Sonderausstellungen für Groß und Klein präsentieren die verschiedensten Themenbereiche. Einen ausgewählten Querschnitt der eigenen facettenreichen Bestände zeigen die Schausammlungen.

Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. von Württemberg als „Königliche Staatssammlung vaterländischer Kunst- und Alterthumsdenkmale“. In den 1960ern ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf. Seit 1969 wird der Großteil der Sammlungen im Alten Schloss in Stuttgart - dem Haupthaus - präsentiert. Erst 1971 erfolgte die Wiedereröffnung aller Gebäudeteile.

In den letzten Jahren wurden die Schausammlungen im Alten Schloss neu gestaltet. Im Jahr 2012, zum 150. Jubiläum, konnte die Ausstellung LegendäreMeisterWerke eröffnet werden, die einen Rundgang durch die württembergische Kulturgeschichte von der Eiszeit bis zur Ende der Monarchie bietet. 2016 folgte die Schausammlung Wahre Schätze mit den Ausstellungseinheiten zur Antike, zu den keltischen Fürstensitzen und zur Kunstkammer der Herzöge von Württemberg.

www.landesmuseum-stuttgart.de (Stand: 28.05.19)

Alamannenmuseum Ellwangen


Sonderausstellung "Gut betucht - Textilerzeugung bei den Alamannen“ -verlängert und ab 06.05.20 geöffnet-

Corona-Krise: Der Veranstaltungsort bleibt bis 05.05.20 geschlossen. Ab 06.05.20 sind das Museum und die bis 17.01.21 verlängerte Sonderausstellung wieder geöffnet, beachten Sie aber bitte die Änderungen im Begleitprogramm. (Stand: 28.05.20-fh)

Alamannenmuseum
Haller Straße 9
73479 Ellwangen

alamannenmuseum-ellwangen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Vom 07. Februar 2020 - mit Unterbrechung - bis zum 17. Januar 2021 (bisher 11. Oktober 2020) ist im Alamannenmuseum Ellwangen die Sonderausstellung "Gut betucht – Textilerzeugung bei den Alamannen" zu sehen.

« Ich habe nichts anzuziehen! » Gemeint ist damit aber nicht, dass man nun in die Not käme, nackt herumlaufen zu müssen. Sondern das genaue Gegenteil ist der Fall: die Auswahl an Kleidung, die im Schrank hängt, ist so groß, dass einem die Auswahl schwerfällt. Und wenn man trotzdem nicht weiter weiß, kann man sich immer noch über das Internet ein neues Outfit bestellen und bekommt es auch noch schnellstens ins Haus geliefert.

Die Kleidung der Alamannen

Ganz anders sah es da zu Zeiten der Alamannen aus. Zum einen gab da weder Schränke noch Internet. Zum anderen war die Anzahl der Kleidungsstücke, aus denen man wählen konnte, doch recht überschaubar. Gar mancher war tatsächlich froh, wenn er nicht nackt laufen musste.

Seit der Mensch begonnen hat, Kleidung zu tragen, spielt nicht nur die Schutzfunktion eine wichtige Rolle, sondern sehr schnell kam auch der ästhetische Aspekt hinzu. Aber erst mit der Herstellung von Garn aus einzelnen Fasern und deren Weiterverarbeitung zu Textilien besteht die Möglichkeit, das Aussehen selbst zu bestimmen. Seit dieser Zeit haben sich die einzelnen Arbeitsschritte nicht wesentlich verändert. Nur übernehmen heute Maschinen, was Jahrtausende lang mühevolle Handarbeit war. Erst durch die Industrialisierung der Textilproduktion ist die für uns heute selbstverständliche große Auswahl an Kleidungsstücken möglich geworden.

Textilarchäologie

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung zur Kleidung der Alamannen stehen neue Erkenntnisse der Textilarchäologie. Wolle und Leinen waren die hauptsächlich zur Verfügung stehenden Materialien. Anhand von archäologischen Funden werden die einzelnen Schritte vom Schaf zum fertigen Mantel nachvollziehbar. Doch die Herstellung von Leinenstoffen war noch viel aufwendiger.

Im Gebiet der Alamannen haben sich Textilien durch die Zeit nur sehr schlecht erhalten. Deshalb zeigt die Ausstellung an Repliken ausgewählter Beispiele, wie die Kleidung ausgesehen haben könnte. Etwas Besonderes stellt dabei die Installation der Grablege einer vornehmen Dame aus Lauchheim dar: Sie zeigt, in welcher Kleidung und mit welchen Textilbeigaben die Tote bestattet wurde.

Die Ausstellung zeigt auch den Arbeitsaufwand, der mit der Herstellung eines einzigen Kleidungsstückes verbunden ist. Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit sind also keine Erfindung unserer Zeit.

Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung wird am Freitag, 07.02.2020, um 18:00 Uhr im Alamannenmuseum Ellwangen eröffnet.

Es sprechen Oberbürgermeister Michael Dambacher sowie der 1. Vorsitzende des Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen, Werner Kowarsch und der Museumsleiter Andreas Gut.

Der Kurator der Ausstellung Jürgen Heinritz aus Pleidelsheim gibt an diesem Eröffnungsabend eine Einführung in die Ausstellung.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

Begleitpublikation

Eine Begleitpublikation "Gut betucht - Textilerzeugung bei den Alamannen" ist im Juni 2020 erschienen und seither im Alamannenmuseum erhältlich.

Der 64-seitige Band 4 der Reihe "Schriften des Alamannenmuseums Ellwangen" vereint die Texte des Ausstellungskurators Jürgen Heinritz mit Beiträgen des Museumsleiters Andreas Gut, der Textilarchäologin Christina Peek, der Weberin Mina Kaiser und der Lehrstuhlinhaberin für Modedesign mit dem Schwerpunkt Strick- und innovatives Produktdesign am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, Ellen Bendt.

Das Buch mit der ISBN 978-3-00-065529-6 kostet 7,90 € und wird auf Wunsch gegen eine Versandgebühr von 1,55 € auch per Post zugeschickt. Weitere Informationen zum Inhalt und zu den Bezugsmöglichkeiten finden Sie -> hier.

6. Ellwanger Alamannen-Forum

Auch in diesem Jahr findet vom 10. bis 11. Oktober 2020 wieder das Ellwanger Alamannen-Forum: "Leben an Jagst - Textilerzeugung bei den Alamannen" statt. Das Programm und die besonderen Hygienebestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie finden Sie unter → Veranstaltungen/Sonstiges.

 

Das Museum: In Ellwangen entstand in den letzten Jahren im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen. Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig.

www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Stand: 22.09.18)

Museum Ulm


Sonderausstellung "Schwarz auf Weiss - Das Rätsel der Steinzeitscheiben aus dem Blautal" -ab 12.05.20 geöffnet-

Corona-Krise: Der Veranstaltungsort bleibt bis 10.05.20 geschlossen. Ab 12.05.20 sind das Museum und die Sonderausstellung wieder geöffnet. (Stand: 05.05.20-fh)

Museum Ulm
Studio Archäologie
Marktplatz 9
89073 Ulm

museumulm.de

→ Öffnungszeiten (neu ab 10.05.20)
Dienstag bis Freitag 11:00 bis 17:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 11:00 bis 18:00 Uhr, Montag geschlossen ebenso Faschingsdienstag, Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen

Sonderausstellung im Studio Archäologie

Mit der neuen Ausstellung im Studio Archäologie begeben wir uns auf die Suche nach der Lösung eines Rätsels aus der Steinzeit.

Unter den zahlreichen geborgenen Gegenständen aus Stein, Knochen, Geweih und Keramik fällt eine Fundgruppe besonders auf: flache, annähernd runde Scheiben verschiedenster Größe aus Kalkstein mit einer doppelten Durchlochung in der Mitte. Auf einer Seite sind sie randlich mit geradlinigen oder zu Dreiecken angeordneten strahlenförmigen Mustern verziert. Diese waren ursprünglich mit einer schwarzen Paste ausgefüllt, so dass die Muster deutlich zur Geltung kamen. Neben fertigen Exemplaren, oft mit Gebrauchsspuren, liegen jede Menge Rohlinge und unvollendete Stücke vor. Offenbar wurden solche Scheiben nur in diesem Dorf hergestellt und benutzt.

Seit 2011 gehören sie zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“, die Ruinen eines 6.000 Jahre alten Moordorfes im Tal der Blau bei Ehrenstein nahe Ulm. Durch die Lage im feuchten Talgrund waren die Reste der Holzhäuser hervorragend erhalten.

Unter den zahlreichen Funden sind rund 200 doppelt durchlochte und verzierte Scheiben aus Kalkstein. Sie liegen in verschiedensten Größen und Produktionsstadien vor und wurden offenbar nur in diesem Dorf hergestellt.

Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt der rätselhaften Scheiben und geht – auch mit Hilfe der Experimentalarchäologie – der spannenden Frage nach ihrer Deutung und Verwendung nach.

Ausstellungseröffnung -ABGESAGT !!-

Die öffentliche Ausstellungseröffnung zur neuen Sonderausstellung "Schwarz auf Weiss – Das Rätsel der Steinzeitscheiben aus dem Blautal" findet am Freitag, 27. März 2020 um 19:00 Uhr in den Räumen des Museums statt.

  • Begrüßung: Dr. Stefanie Dathe, Direktorin Museum Ulm
  • Grußwort: Dr. Fabian Haack, Referatsleiter Steinzeiten, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
  • Einführung in die Ausstellung: Kurt Wehrberger M.A., Kurator Archäologie u. stv. Direktor, Museum Ulm

Das Museum Ulm freut sich, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen.

 

Das Museum: Das Museum Ulm ist ein einzigartiges kunst- und kulturgeschichtliches Universalmuseum mit herausragenden Sammlungsbeständen von nationaler, internationaler und weltkultureller Bedeutung. Im Herzen der Stadt Ulm, in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble des 16.-20. Jahrhunderts gelegen, vermittelt das Museum Ulm 40.000 Jahre Kunst-, Kultur- und Designgeschichte und bietet zusammen mit den originalen Räumen der ehemaligen Hochschule für Gestaltung (HfG) ein besonderes Kunsterlebnis an authentischen Orten.

www.museumulm.de/museum (Stand: 10.07.19)

Limesmuseum Aalen


Sonderausstellung "Der Tod aus dem Nichts – Antike Geschütze" -ab 19.05.20 geöffnet-

Corona-Krise: Der Veranstaltungsort bleibt bis zum 08.05.20 geschlossen. Das Museum öffnet wieder am 09.05.20 und die Sonderausstellung ist ab dem 19.05.20 zu sehen (Stand: 05.05.20-fh)

Limesmuseum Aalen
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen

limesmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Vom 19. Mai (ursprünglich 29. März) bis zum 11. April 2021 (ursprünglich 01. November 2020) ist im Limesmuseum die Sonderausstellung "Der Tod aus dem Nichts - Antike Geschütze" zu sehen, eine Ausstellung der VEX LEG VIII AVG und des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Stadt Aalen.

Die Sonderausstellung präsentiert mit originalen Fundstücken, Nachbauten, Installationen, informativen Texten und Abbildungen einen spannenden Überblick über die ausgefeilte Waffentechnik der römischen Armee.

Als Ausgangspunkte dienen die über 100 Jahre alten Rekonstruktionen in der Sammlung des Römerkastells Saalburg. Originalfunde, u.a. vom Limes und vom Schlachtfeld am Harzhorn aus dem Jahr 235 n. Chr., geben einen spannenden Einblick in den praktischen Einsatz solcher Waffen.

Begleitende Vortragsreihe -wg. der Corona-Krise müssen die Vorträge leider abgesagt werden-

Im Rahmen der Sonderausstellung stehen drei Vorträge im Begleitprogramm (jeweils 19:00 Uhr):

 

Das Museum: Das Limesmuseum ist ein → Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg (ALM) und eines der bedeutendsten Römermuseen in Deutschland. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemals größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen. Zentrales Thema des Museums ist die Besatzung des süddeutschen Raumes durch die Römer im 2. Jh. nach Chr..

Das Museum wurde am 05. Juni 1964 eröffnet und in der Folgezeit mehrfach umgebaut und erweitert. Im Zuge weiterer Ausgrabungen erfolgte bereits in den 1980er Jahren eine Ergänzung um einen archäologischen Park. Dieser wurde ab 2003 weiter ausgebaut und 2005 wiedereröffnet. Er ist seitdem als ehemalige Kastellfläche Teil des UNESCO-Welterbes. Seit 2008 ist am Museum das → Limes-Informationszentrum (LIZ) eingerichtet, um für Besucher des UNESCO-Welterbes in Baden-Württemberg archäologische und touristische Informationen zu bündeln. Nach rund zweieinhalbjähriger Schließung, diversen Umbauten und einer energetischen Sanierung ist das "neue" Limesmuseum seit Ende Mai 2019 mit seiner völlig neu gestalteten Dauerausstellung wieder vollständig zugänglich.

Im Museum wird die Geschichte der Provinz Rätien und Obergermanien sowie die Geschichte rund um das militärische und zivile Leben am Limes dargestellt. Exponate sind unter anderem zahlreiche Funde von Grabungen auf dem Kastellgelände Aalen und im Kastell Rainau-Buch. Während des Jahres finden verschiedene Sonderveranstaltungen statt.

Beachtung verdient auch das vor dem Museum gelegene Freigelände. In einer mehrjährigen Grabungskampagne konnte das Stabsgebäude mit dem gut erhaltenen Fahnenheiligtum freigelegt werden. Ein beschilderter Rundweg erklärt diese Anlage.

www.limesmuseum.de/geschichte (Stand: 01.06.19)

Römerpark Köngen


Legoausstellung "Römerwelt am Neckar und auf der Alb" -Verlängerung / ab 17.05.20 geöffnet-

Corona-Krise: Der Veranstaltungsort bleibt bis 16.05.20 geschlossen. Ab 17.05.20 ist das Museum und die Sonderausstellung wieder geöffnet. (Stand: 17.05.20-fh)

Römerpark Museum mit archäologischem Park
Römermuseum Köngen
Altenberg 3 (Zufahrt über Ringstraße)
73257 Köngen

museum-koengen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 09:30 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr, 1. und 3. Sonntag im Monat und Feiertag 13:00 bis 17:00 Uhr, Montag, Freitag und Samstag geschlossen

Legoausstellung

In der Legoausstellung für Kinder erwacht die kleine und die große Welt der Römer - am Neckar und auf der Alb - zum Leben. Ein römisches Kastell, ein Tempel, der Limes als Wall und als Holz-Palisade sowie umtriebiges Marktgeschehen im römischen Dorf werden detailliert aus Lego nachgebaut. Ein mächtiges Limestor, wie es in Dalkingen bei Aalen gefunden wurde, rundet das Ensemble ab. Viele originalgetreue Details, zum Beispiel ein Kutschwagen, eine Baustelle und römische Legionäre im Kastell von Köngen, lassen den römischen Alltag in der schwäbischen Provinz Wirklichkeit werden.

In mühevoller Feinarbeit hat Christoph Planck aus Denkendorf mit Unterstützung seiner Tochter Karla die Römerwelt aus Lego nachgebaut.

Die Ausstellung war bereits im Jahr 2019 im Römerpark Museum zu sehen und wird bis zum Ende der Saison 2020 verlängert.

 

Der Römerpark und das Museum: Die rege Bautätigkeit in den 60er Jahren machte auch vor dem Gelände der ehemaligen römischen Ansiedlungen nicht halt. Das aufgelassene römische Dorf wurde Schritt für Schritt überbaut und selbst das Gelände des Kastells war zur Ausweisung als Baugebiet vorgesehen. Doch die Denkmalschützer wollten dem nicht tatenlos zusehen und es kam daraufhin zu jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen. Im Jahre 1973 konnten sich dann die Denkmalschützer in der obersten Gerichtsinstanz durchsetzen. Die drohende Ausweisung als Baugebiet war obsolet – nicht unbedingt zur Freude der bauwilligen Grundstückseigentümer.

Zu Beginn der 80er Jahre ergab sich dann die Chance, für den Aufkauf von Bodendenkmälern Landeszuschüsse zu erhalten. Die Befürworter einer Konservierung sahen daher die Möglichkeit, dieses bedeutende Bodendenkmal zu schützen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In gemeinsamer Anstrengung und in beispielhafter Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Köngen, dem Schwäbischen Albverein und dem Landesdenkmalamt wurde das Projekt Römerpark geplant und realisiert. Die Einweihung fand schließlich im Juni 1988 statt.

Der Römerpark und das Museum (Stand: 10.03.19)

Keltenmuseum Hochdorf


Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold“ - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb, Neckar und Enz -ab 26.05.20 geöffnet / Sonderausstellung ab 10.06.20-

SONDERAUSSTELLUNG AB 10. JUNI !

aktueller Hinweis: Der Veranstaltungsort bleibt bis 25.05.20 geschlossen. Ab 26.05.20 ist das Museum wieder geöffnet. Die Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb, Neckar und Enz" ist ab 10. Juni 2020 zu sehen. (Stand: 05.06.20-fh)

Keltenmuseum Hochdorf
Keltenstraße 2
71735 Eberdingen-Hochdorf/Enz

keltenmuseum.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 09:30 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag durchgehend von 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen

Sonderausstellung und begleitende Vortragsreihe

Vom 10. Juni (ursprünglich 24. April) bis zum 06. Januar 2021 (ursprünglich 25. Oktober 2020) zeigt das Keltenmuseum Hochdorf/Enz die Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold - Archäologische Entdeckungen zwischen Alb, Neckar und Enz". In einem Pressegespräch wird die Sonderausstellung am gleichen Tag um 10:30 Uhr von Bürgermeister Peter Schäfer, Gemeinde Eberdingen, Landeskonservator Dr. Jörg Bofinger, LAD, und Prof. Dr. Thomas Knopf, Leiter Keltenmuseum Hochdorf/Enz eröffnet. Die notwendigen Abstände in der aktuellen Coronalage vor Ort sind zu beachten.

Die Ausstellung präsentiert unter anderem die Funde der Ausgrabungen am Hegelesberg in Kirchheim unter Teck. Archäologinnen und Archäologen des LAD hatten eine Siedlung der Linearbandkeramik, der ältesten jungsteinzeitlichen Kulturgruppe in Südwestdeutschland, untersucht. Neben den Siedlungsspuren aus der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends vor Christus in Form von über 20 Langhäusern konnten am Fundplatz auch unerwartet jüngere Befunde nachgewiesen werden.

Das Grab einer reich mit Goldschmuck ausgestatteten keltischen Frau (circa Mitte 6. Jahrhundert vor Christus) darf als kleine Sensation bezeichnet werden. Neben dieser mit großem Aufwand geborgenen Grabausstattung werden auch zwei weitere mit exotischen Materialien ausgestattete Frauengräber von anderen Fundstellen gezeigt.

Ergänzt werden die Ausstellungsstücke um wichtige Vergleichsfunde aus zwei reich ausgestatteten frühkeltischen Frauengräbern der Region sowie um lokale Grab- und Siedlungsfunde der Jungsteinzeit aus Hochdorf/Enz. Auch die jungsteinzeitlichen Gräber aus Hochdorf gehören zu den Seltenheiten in der südwestdeutschen Archäologie.

Vortragsreihe

Die vier Vorträge der begleitenden Vortragsreihe wurden aufgrund der Corona-Pandemie vom Frühjahr 2020 in das 4. Quartal 2020 verschoben. Die neuen Termine sind wie folgt:

  • DO / 05. November 2020:
    Dr. Jörg Bofinger – Keltengold im Steinzeitdorf. Archäologische Entdeckungen am „Hegelesberg“ in Kirchheim unter Teck. Mehr
  • DI / 17. November 2020:
    Prof. Dr. Raiko Krauß u. Dr. Jörg Bofinger - Die ersten Bauern. Neue Forschungen zum Beginn von Ackerbau
    und Viehzucht in Württemberg. Mehr
  • DO / 26. November 2020:
    Dr. Christoph Steffen - Zwischen Fotodrohne und Computertomograf - Die moderne Dokumentation archäologischer Ausgrabungen. Mehr
  • DI / 15. Dezember 2020:
    Thomas Hoppe, M.A. - Das Gold der „Keltenfürsten“. Hallstattzeitliche Goldfunde im Lichte aktueller Forschung. Mehr

Buchtipp

Zur Sonderausstellung "Steinzeitdorf und Keltengold" ist 2018 unter gleichem Titel ein Begleitbuch als Heft 78 in der Reihe „Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg“ erschienen. Es kann vor Ort oder auch im Webshop der Gesellschaft für Archäologie erworben werden.

 

Das Museum: Das Keltenmuseum Hochdorf/Enz wurde 1991 eröffnet. Es ist dem „Keltenfürsten von Hochdorf", seiner Zeit und seiner Kultur gewidmet. Zur Gestaltung des Museumsgebäudes wurden Elemente des Grabhügels aufgegriffen. Der Metallbogen an der Front des Gebäudes stellt den Grabhügel dar. Die nachgebaute und mit Repliken ausgestattete Grabkammer befindet sich unter diesem Bogen an der gleichen Stelle wie einst im richtigen Grab. Neben dem Museumsgebäude befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit Rekonstruktionen verschiedener keltischer Gebäude, deren Überreste man an ebendieser Stelle fand.

www.keltenmuseum.de (Stand: 01.05.18)

Archäopark Vogelherd, Niederstotzingen


Sonderausstellung "Der Vogelherd - Wildes Lonetal" -ab 19.05.20 geöffnet-

Corona-Krise: Der Veranstaltungsort bleibt bis zum 18.05.20 geschlossen. Das Museum öffnet wieder am 19.05.20 und die Sonderausstellung ist voraussichtlich wie geplant ab dem 12.07.20 zu sehen (Stand: 12.05.20-fh).

Archäopark Vogelherd
Am Vogelherd 1
89168 Niederstotzingen – Stetten o. L

archaeopark-vogelherd.de

→ Öffnungszeiten
April bis Oktober/01. November: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr, Montag geschlossen, Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.
November bis März: Sonntag 12:00 bis 17:00 Uhr, alle übrigen Tage geschlossen

Sonderausstellung

Vom 12. Juli bis zum 31. Oktober 2020 ist im Archäopark Vogelherd die Sonderausstellung "Der Vogelherd - Wildes Lonetal" zu sehen, eine Ausstellung des → Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal e.V in Kooperation mit der Stadt Niederstotzingen.

In der Ausstellung im Archäopark Vogelherd ist die Tierwelt im Lonetal, die Umwelt des Lonetals sowie das Thema Feuer aus der Zeit des Magdalénien (ca. 18.000 v. Chr. bis ca. 12.000 v. Chr.) zu sehen. Den Ausstellungsbesuchern wird die Fauna des Lonetals vor allem anhand der Raubtiere nähergebracht. Dabei stehen die beiden Tierarten Löwe und Hyäne im Mittelpunkt. Neben Zähnen und Knochen der Tiere werden auch Koprolithen der Tiere gezeigt.

Zusätzlich zur Ausstellung findet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene statt.

Begleitende Vortragsreihe und Veranstaltungen

Im Rahmen der Sonderausstellung stehen mehrere Vorträge im Begleitprogramm.

Diese finden Sie → hier und im Flyer.

Das Museum: Am Vogelherd im Lonetal, eine der derzeit bekanntesten Fundstellen ältester, figürlicher Kunst weltweit, wird Eiszeitkultur lebendig. Die Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen zählt zu den bemerkenswertesten Grabungsstätten der menschlichen Urgeschichte und zu den Höhlen- und Fundlandschaften die im Sommer 2017 von der UNESCO-Kommission zum Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ ernannt worden sind.

Das Mammut und der Höhlenlöwe, zwei ca. 40.000 Jahre alte Originalfunde aus der archäologischen Nachgrabung 2006 am Vogelherd und beides einzigartige Repräsentanten für die Schöpfung der menschlichen Kunst, kann man in der Schatzkammer des Besucherzentrums im Archäopark bestaunen. Der Baubeginn für das vom Münchner Architekturbüro Ritter Jockisch und dem Landschaftsarchitekturbüro Keller Damm Kollegen gestaltete Areal war am 12. Januar 2012, das dann als "Archäopark Vogelherd" am 1. Mai 2013 eröffnet wurde.

Rund um die Vogelherdhöhle laden verschiedene Aktionsplätze dazu ein, das eiszeitliche Leben zu entdecken und unseren Vorfahren nachzueifern. Neben den Themenplätzen Jagd, Lagerleben, Begegnung, Feuer und Kunst säumen zahlreiche Tierspuren, Nutz- und Heilpflanzen, Geräusch- und Duftstationen den Weg. Durch den neu angelegten Skulpturenpfad, mit vergrößerten Nachbildungen der Originalfunde, wird den Besuchern ein Eindruck vermittelt, welche großartigen Kunstwerke am Vogelherd erschaffen wurden und wie detailreich die Eiszeitkünstler die Figuren gestaltet haben.

www.foerderverein-eiszeitkunst.de/archaeopark (Stand: 21.02.20)

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)


Sonderpräsentation "Besuch aus dem All"

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren

urmu.de

→ Öffnungszeiten Sommersaison (15. März bis 30. November)
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
Ostermontag, Pfingstmontag und 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) geöffnet. Karfreitag geschlossen

→ Öffnungszeiten Wintersaison (01. Dezember bis 14. März)
Dienstag bis Samstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
24. bis 26. Dezember, Silvester und Neujahr geschlossen, Heilige-3-Könige geöffnet

Sonderpräsentation

Vom 30. Juli 2020 bis zum 31. Januar 2021 (ursprünglich 25. Oktober 2020) zeigt das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) die Sonderausstellung "Besuch aus dem All".

Ein gut 30 Kilogramm schwerer Steinbrocken, gefunden in einem Garten in Blaubeuren, hat im vergangenen Juli Schlagzeilen geschrieben: Nach ausgiebigen Untersuchungen stellte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihn als schwersten Steinmeteoriten Deutschlands vor.

Jetzt liefert der Meteorit „Blaubeuren“ wieder Neuigkeiten: Wie der DLR-Meteoritenexperte Dieter Heinlein in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift „Sterne und Weltraum“ schreibt, haben Wissenschaftler aus Tucson in Arizona und Dresden-Rossendorf nun das sogenannte terrestrische Alter des Meteoriten bestimmt. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Der Meteorit schlug schon vor etwa 10.000 Jahren auf der Schwäbischen Alb ein.

„Bislang war nur bekannt, dass der Stein vor mehreren hundert Jahren vom Himmel gefallen sein muss“, sagt Stefanie Kölbl, geschäftsführende Direktorin des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren (urmu), in dem der Sensationsfund seit dem Sommer ausgestellt ist. „Doch jetzt wissen wir, dass der Meteorit in der Mittelsteinzeit, der Epoche der nacheiszeitlichen Jäger und Sammler, einschlug. Das ist natürlich ein wunderbarer neuer Bezug zu unserem Haus“, sagt Kölbl weiter. Der Besitzer, der den Meteoriten zufällig in seinem Garten in Blaubeuren-Weiler ausgegraben hatte, hat nun entschieden, dass der Chondrit des Typs H4-5, der relativ viel metallisches Eisen enthält und aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems stammt, noch länger in seiner Heimatstadt zu sehen sein soll. Die Sonderausstellung „Besuch aus dem All“ im urmu wird daher bis 31. Januar 2021 verlängert.

 

Das Museum: 1965 wurde das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren in einem Raum des „Spitals zum Heiligen Geist“ eröffnet. Prof. Gustav Riek von der Universität Tübingen wollte die Fundstücke und Ergebnisse seiner Ausgrabungen in der Brillenhöhle und der Großen Grotte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Stadt Blaubeuren richtete daraufhin eine kleine Ausstellung ein und übernahm die finanzielle Trägerschaft.

Aus dieser Keimzelle hat sich das Museum bis heute weiter entfaltet. Nach diversen Um- und Erweiterungsbauten ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) jetzt Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Es ist das zentrale Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Forschungsmuseum der Universität Tübingen. Ausgestellt ist das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit Originalfunden aus der Region. Prominentestes Exponat ist das Original der „Venus vom Hohle Fels“.

Mit der räumlichen Erweiterung und der Präsentation von Originalen der Eiszeitkunst in der Fundregion wird das Museum seiner Rolle als zentrales Informationszentrum für das UNESCO-Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" gerecht.

www.urmu.de (Stand: 15.04.19)

Diözesanmuseum Rottenburg


Sonderausstellung "in unserer erde - Grabfunde des Frühen Mittelalters im Südwesten"

Diözesanmuseum Rottenburg
Karmeliterstr.  9
72108 Rottenburg a.N.

dioezesanmuseum-rottenburg.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 11:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Vom 18. Oktober 2020 bis zum 21. März 2021 ist im Diözesanmuseum Rottenburg die Sonderausstellung "in unserer erde - Grabfunde des Frühen Mittelalters im Südwesten" zu sehen.

Gerade hat die Sülchenkirche erneut eine architektonische Auszeichnung erhalten, eine Anerkennung beim Staatspreis Baukultur des Landes für die Neugestaltung der Bischofsgrablege. Bei den im Zuge dieser Neugestaltung 2011 – 2017 erfolgten archäologischen Grabungen wurden bedeutende frühmittelalterliche Grabschätze gefunden. Das Diözesanmuseum plant im Herbst und Winter 2020/21, Sülchens 1.500-jährige, ununterbrochene Bestattungstradition in den Mittelpunkt einer großen Ausstellung zu stellen.

Die Präsentation fragt danach, wer die im 6. / 7. Jahrhundert in Sülchen bestatteten Personen waren, welchen ethnischen Gruppen sie angehörten, welche religiösen Vorstellungen sie hatten. Diese Fragen können nur anhand der Sülchener Grabbeigaben und vergleichbarer Objekte aus der Umgebung diskutiert werden. Schriftliche Berichte haben wir aus dieser Zeit fast nicht.

Der heutige südwestdeutsche Raum war kein homogener Glaubens- und Kulturraum, vielmehr herrschten dort unterschiedliche kulturelle Motive und religiöse Symbole vor. Diese Kulturräume und heidnische wie christliche Religionsvorstellungen trafen im Frühen Mittelalter in der Siedlung Sülchen aufeinander. Es handelte sich vermutlich um eine westlich geprägte  Bestattungsgemeinschaft eventuell aus dem fränkischem Raum, die in dieser Zeit den katholischen Glauben annahm und schon sehr
früh, spätestens 680, eine Steinkirche an der Stelle der heutigen Sülchenkirche errichtete. In der unmittelbaren Umgebung, in Derendingen, beerdigten Alamannen dagegen ihre Toten in Hofgrablegen oder in Prunkgräbern mit Goldblattkreuzen. In Hailfingen wiederum sprechen Fibeln mit Runen eine eher vorchristliche Sprache.

Das Frühmittelalter war eine Zeit, in der die Menschen einerseits kleinräumig zusammenlebten, andererseits aber durchaus mobil waren und Handels- und Verwandtschaftsbeziehungen über große Distanzen hinweg pflegten. So stammen aus südwestdeutschen Gräbern byzantinische Schmuckobjekte, burgundische Fibeln, langobardisch geprägte Goldblattkreuze oder Bernsteine aus  Nordeuropa. Diese wertvollen Grabbeigaben werden in der Ausstellung ästhetisch ansprechend präsentiert. Auf diese Weise können die verschiedenen Grabensembles unmittelbar faszinieren und zugleich eine Welt erschließen, von der wir heute oft nur eine vage Vorstellung haben.

Die Präsentation und der dazu erscheinende wissenschaftliche Begleitband entsteht in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.

 

Das Museum: Das Museum der Diözese Rottenburg-Stuttgart gehört zu den ältesten Institutionen seiner Art und beherbergt eine der bedeutendsten Bestände mittelalterlicher Kunst in Baden-Württemberg. Begründet wurde es 1862, als der Rottweiler Pfarrer Johann Georg Martin Dursch seine Sammlung altschwäbischer Malerei an Joseph von Lipp, den damaligen Bischof von Rottenburg, verkaufte.

Seitdem stetig gewachsen, präsentiert das Museum heute neben einer reichen Auswahl spätmittelalterlicher Malerei und Skulptur eine eindrucksvolle Sammlung sakraler Schatzkunst, herausragende Beispiele der Volkskunst wie auch die größte Reliquienglassammlung im deutschsprachigen Raum. Durch diese unterschiedlichen Kunstfelder gewinnt der Besucher Einblick in die über tausendjährige Glaubenstradition des deutschen Südwestens.

www.dioezesanmuseum-rottenburg.de (Stand: 03.07.20)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Wunnenstein, Lkrs. Ludwigsburg

Annkatrin Benz


Ehrenamtsprojekt "Archäologie rund um den Wunnenstein" - Forschungsgrabung 2020 -'vor-Ort-Aktivitäten' beginnen wieder am 22.06.20 / Online-Aktivitäten finden statt-

VOR-ORT-AKTIVITÄTEN BIS ENDE JUNI UNTERBROCHEN! Aber: Online-Aktivitäten werden fortgesetzt ...

aktueller Hinweis: Aufgrund der aktuellen Corona-Krise können alle Vor-Ort-Aktivitäten mit ehrenamtlichen Teilnehmern am Wunnenstein und in Grünbühl bis Ende Juni nicht stattfinden. Der neue Grabungsstart vor Ort ist jetzt für den 22.06.20 vorgesehen. Dabei gelten aufgrund der weiterhin bestehenden Pandemie-Situation besondere Teilnahme- und Hygieneregeln, die zwingend zu beachten sind. (Stand: 20.05.20-fh)

Innerhalb des Ehrenamtsprojektes wurden nach den Prospektionstätigkeiten inzwischen Online-Aktivitäten "aufgesetzt" (z.B. Quellen-, Recherche- und Dokumentationarbeiten), die dezentral vom heimischen PC aus umsetzbar sind. Interessenten können sich also weiterhin über die angegebenen Kontaktadressen anmelden und registrieren lassen ... Vielleicht ist ja auch für Sie etwas dabei ?! (Stand: 20.04.20-fh)

Filmaufnahmen vom Besuch der Staatssekretärin Schütz auf der Grabung ...

aktueller Hinweis: Am 11. September war das Ehrenamtsprojekt Ziel der jährlichen Denkmalreise der Staatssekretärin Katrin Schütz aus dem Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg. Einen kleinen Eindruck vermitteln die Filmaufnahmen (Tag 4), die Sie → hier oder auf dem → Youtube-Kanal des Landesamtes für Denkmalpflege finden. (Stand: 12.09.20-fh)

Das Umfeld des Wunnensteins

Der Wunnenstein bei Winzerhausen gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten des Kreises Ludwigsburg. Bereits in der Mittleren Steinzeit, also vor 8.000 bis 10.000 Jahren, wurde sein Gipfel von nacheiszeitlichen Jäger- und Sammlergruppen als Lagerplatz genutzt; dies belegen Funde typischer Steinwerkzeuge, die zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in der Nähe des Aussichtsturmes entdeckt wurden. Auch Funde der Urnenfelderzeit (1200 – 800 v. Chr.) sind vom Plateau des Vorderköpfles bekannt. Funde römischer Dachziegel und Gefäß­scherben, die seit dem 19. Jh. immer wieder zutage traten, zeugen von einem römischen Bauwerk auf dem Wunnenstein, bei dem es sich – wie auf dem 17 km westlich gelegenen Michaelsberg bei Cleebronn – um einen Tempel gehandelt haben dürfte. Hier wie dort tritt der Platz in nachrömischer Zeit als Standort einer frühmittelalterlichen Michaelskirche in Erscheinung, in welcher sich die kultische Tradition des Ortes im neuen Gewand einer christlichen Interpretation fortgesetzt zu haben scheint.

Spätestens im 13. Jahrhundert entstand die Burg der Herren von Wunnenstein, deren wichtigster Repräsentant, der „gleißende Wolf“, mit der romantischen Lyrik Ludwig Uhlands Eingang ins geistige Allgemeingut Württembergs gefunden hat. Die genaue Gestalt seiner Burg, die zu Anfang des 15. Jahrhunderts bereits wieder verfiel, ist heute unbekannt und könnte nur durch archäologische Ausgrabungen ermittelt werden. Die markante Dreiteilung des Gipfels, die durch zwei mächtige, Nord-Süd geführte Stichgräben hervorgerufen wird, rührt sicherlich aus der Zeit der Burg, ein verschleifter Ringraben, der den Burgstall etwa auf Höhe der 385-Meter-Höhenlinie umfängt, könnte indessen älter sein. Auf dem Vorder- und Mittelköpfle deuten sich in einem teilweise unruhigen, von Hohlformen und Ein­senkungen geprägten Relief die ehemaligen Standorte von Türmen und unterkel­lerten Gebäuden an. Auf dem Vorderköpfle zeigt sich daneben deutlich die Planie der einstigen Kirche, deren Langhaus in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf Befehl Herzog Christophs niedergelegt wurde. Der vormalige Kirchhof diente der Gemeinde Winzerhausen noch bis weit ins 18. Jahrhundert hinein als Friedhof, über den der verbliebene Kirchturm mit der Glocke „Anna Susanna“ wachte, dessen bauliche Substanz im heutigen Aussichtsturm fortlebt.

Seine landschaftliche Prominenz scheint den Wunnenstein immer wieder ins Zentrum der regionalen Kulturentwicklung gerückt zu haben. Um diese Rolle des Berges verstehen zu können, ist auch die archäologische Durchdringung seiner Peripherie notwendig. Neben Fundstellen des Neolithikums, der Bronze- und Eisenzeit sowie der römischen Epoche sind hier auch zahlreiche archäologische Verdachtsflächen bekannt, die noch einer weiteren Klärung bedürfen.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen bekannte Denkmal- und Verdachtsflächen erneut und systematisch prospektiert werden. Grabungen sind an der mutmaßlich vorgeschichtlichen Ringbefestigung des Wunnensteins sowie im Bereich der am östlichen Bergfuß liegenden Grabhügelnekropole geplant.

Die Grabungsarbeiten sollen zwischen April und Oktober 2020 durchgeführt werden. Im Anschluss möchten wir außerdem die Möglichkeit bieten, an der Aufarbeitung der Grabung und des Fundmaterials teilzuhaben. Neben dem Forschungsziel, ein besseres Verständnis von der archäologischen Landschaft rund um den Wunnenstein zu erhalten, bildet die fachliche Aus- und Weiterbildung von Ehrenamtlichen einen weiteren Schwerpunkt des Projektes.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch Dr. André Spatzier und Dr. Christian Bollacher. Die Maßnahmen vor Ort organisiert Annkatrin Benz.

Infoveranstaltung am FR 06.03.20 für Mitglieder der Gesellschaft

Am Freitag, 06. März 2020 um 15:00 Uhr findet im Landesamt für Denkmalpflege, Berliner Straße 12, Esslingen eine erste Informationsveranstaltung für interessierte Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie statt. Vorgestellt wird das Projekt- und Grabungsumfeld, sowie die konkrete Zeitplanung und Vorgehensweise.

Wünschenswert für die Teilnahme an dem Ehrenamtsprojekt sind erste Grabungserfahrungen (z.B. bei einer Lehrgrabung o.ä.) und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit vor Ort und/oder bei der anschließenden Fundbearbeitung und Dokumentation. Zu klären sind in diesem Zusammenhang auch Ihre zeitlichen Verfügbarkeiten, sodass über die gesamte Projektlaufzeit immer ausreichend ehrenamtliche Mitarbeiter eingeplant werden können.

Anmeldung und Nennung von Beteiligungsmöglichkeiten für die Grabungskampagne

Nach der Info-Veranstaltung am 06. März 2020 im LAD, Esslingen werden die Planungen für die anstehende Grabungssaison jetzt konkreter. Zur Abstimmung von Terminen und die Bereitstellung von zentralen Dokumenten ist vorgesehen, eine eigene Kommunikations-Plattform "moodle" einzusetzen.

Die Grabungskampagne soll vom 22. Juni (neuer Starttermin aufgrund der Corona-Unterbrechung) bis Ende September/Oktober 2020 stattfinden. Es werden mehrwöchige Einsatzpläne erstellt. Auf der gemeinsamen Kommunikationsplattform "moodle" werden dazu jeweils bis ca. 14 Tage vor den eigentlichen Grabungswochen "Abfragen" eingestellt, um den registrierten Interessenten die Möglichkeit zu geben, ihre individuellen Beteiligungstage (es können Einzeltage oder längere Zeitabschnitte gewählt werden) anzugeben.

Für Ihre Anmeldung (Registrierung) und die Nennung Ihrer Beteiligungsmöglichkeiten schicken Sie bitte formlos eine E-Mail an die Grabungsleiterin Annkatrin.Benz@rps.bwl.de bzw. an die Projektadresse wunnensteinprojekt@t-online.de. Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform. Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir am Wunnenstein nicht immer online sind.

Ein Neueinstieg in die Arbeiten vor Ort ist während der gesamten Grabungskampagne jederzeit möglich. Beachten Sie aber bitte einen gewissen Vorlauf (ca. 2-3 Wochen) für die Planung (s.o.).

Wir freuen uns, mit diesem Projekt vielen Ehrenamtlichen im Land ein attraktives Angebot machen zu können, einmal "von Anfang bis Ende" bei einer Forschungsgrabung beteiligt sein zu können.

[Einzelansicht dieser Veranstaltung → drucken über die Druckfunktion des Browsers]

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Sonstiges


Römerstraße Neckar-Alb-Aare


Auf der Römerstraße durchs Jahr 2020 -viele Orte u. Veranstaltungen b.a.W. geschlossen oder abgesagt-

Corona-Krise: Viele Veranstaltungsorte bleiben bis auf Weiteres geschlossen und Veranstaltungen sind abgesagt (Stand: 16.03.20-fh)

"Auf der Römerstraße durch das Jahr 2020" heißt das aktuelle Veranstaltungsangebot entlang der Römerstraße Neckar-Alb-Aare.

Koordination: Römerstraße Neckar-Alb-Aare

"Auf der Römerstraße durchs Jahr 2020" - unter diesem Titel gibt es auch dieses Jahr allerlei Interessantes und Spannendes zu entdecken.

Unterschiedlichste Führungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen wenden sich an alle Interessierten, und speziell für Kinder und Familien ist wieder einiges geboten. Einige große Römerfeste entlang der Strecke machen Geschichte lebendig!

Um Appetit auf mehr zu machen, ist im gedruckten → Veranstaltungs-Flyer für jeden Ort ein besonders interessantes Angebot aufgeführt. Diese und alle weiteren Veranstaltungen entlang der Römerstraße Neckar-Alb-Aare finden Sie immer aktuell auch auf der Homepage → "Römerstraße Neckar-Alb-Aare".

Auf der kostenlosen App "Römerstrasse" können Sie gezielt Veranstaltungen in Ihren individuellen Kalender übernehmen oder mit anderen teilen. Außerdem werden Sie per Pushnachricht immer einen Tag vorher an die Veranstaltungen erinnert.

 

Leinfelden-Echterdingen


Führung zu den aktuellen Ausgrabungen einer jungsteinzeitlichen Siedlung

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie, Landesamt für Denkmalpflege

Grabungsführung: Dr. Jörg Bofinger (LAD) und Christian Hoyer M.A. (ArchaeoBW)

Ort: Die Fundstelle liegt in der Max-Lang Str. (unweit des Jugendkulturzentrums AREAL, Max-Lang-Str. 10 und ca. 300m vom S/U-Bahn-Halt "Leinfelden-Bahnhof" entfernt) in 70771 Leinfelden-Echterdingen. Am Grabungscamp ist der Treffpunkt zur Führung.

Termin: DO 29.10.20

Beginn: 15:00 Uhr

Preis: Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

Gruppengröße: max. 20 Personen

Anmeldung: Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung bis 26. Oktober 2020, über das Online-Formular (siehe unten) für die Teilnahme erforderlich ist.

Hinweis: Bitte bringen Sie zur Veranstaltung eine Mund-/Nasenbedeckung mit und beachten Sie die gültigen Infektionsschutzmaßnahmen auch bei der Anreise. Vielen Dank.

Hintergrundinformationen

In der Flur „Schelmenäcker“ in Leinfelden-Echterdingen wurde Anfang der 1990er-Jahre bei der Anlage der Stadtbahntrasse eine ausgedehnte jungsteinzeitliche Siedlung entdeckt. Im Vorfeld der Planungen für ein Neubaugebiet der Stadt Leinfelden-Echterdingen in diesem Areal finden seit Juni 2020 archäologische Rettungsgrabungen auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar statt.

Bislang wurden unterschiedliche Strukturen eines Dorfes der sogenannten Linearbandkeramik aus der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr. aufgedeckt, darunter auch mehrere Hausgrundrisse der typischen Langhäuser dieser Zeit. Diese belegen, dass hier ein Dorf der frühesten bäuerlichen, also sesshaften Siedler in Südwestdeutschland existierte. Diese Kultur wird nach der typischen Verzierungsart der Keramikgefäße in Form von eingeritzten bandförmigen Mustern als Linearbandkeramische Kultur bezeichnet.

Mit den Ausgrabungen in dieser Siedlung ergeben sich  spannende und wichtige Einblicke in die frühe Besiedlung der Filderebene.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 26. Oktober 2020 das nachfolgende Online-Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.