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Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Herbertingen-Hundersingen

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg


Archäologische Vortragsreihe auf der Heuneburg – Stadt Pyrene 2024

Archäologische Vortragsreihe zur keltischen Kultur vom 05.05.-04.08.24 (Staatliche Schlösser und Gärten)

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg laden zu einer archäologischen Vortragsreihe ein. Vom 05. Mai bis 04. August erfahren Interessierte neben einem Besuch im Freilichtmuseum Heuneburg – Stadt Pyrene in jeweils ca. 1-stündigen Vorträgen mehr über die aktuellsten Forschungen aus dem → Keltenland Baden-Württemberg.

Die Reihe umfasst fünf Termine in der Rubrik "Lesung & Vortrag" mit unterschiedlichen archäologischen Schwerpunkten.

  • 05. Mai:
    Prof. Dr. Dirk Krausse: Die Heuneburg – Eine frühkeltische Stadt an der oberen Donau im Spiegel der aktuellen Ausgrabungen und Forschungen. Mehr
  • 09. Juni:
    Peter Graßmann: Neue Perspektiven auf den Magdalenenberg – Ein Grabhügel der Superlative. Mehr
  • 23. Juni:
    Dr. Jörg Bofinger u. Dr. Gerd Stegmaier: Das spätkeltische Oppidum Heidengraben auf der Schwäbischen Alb – Hügelgrab und Zangentor. Mehr
  • 21. Juli:
    Prof. Dr. Thomas Knopf: Das Hochdorfer Keltenmuseum und seine Neuerungen – Neues vom Keltenfürst. Mehr
  • 04. August:
    Thomas Hoppe: Vom Kultbild aus Fellbach-Schmiden zum Projekt Zeit|Reise – 20 Jahre »Kelten digital«. Mehr

 

Veranstalter: Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg / Heuneburg-Pyrene

Ort: Heuneburg – Stadt Pyrene, Herrenhaus des Freilichtmuseums, Heuneburg 1‒2, 88518 Herbertingen-Hundersingen

Beginn: jeweils 15:00 Uhr

Eintritt: im Eintritt zur Heuneburg enthalten

Ehingen (Donau)

Dr. Marcus Meyer


Vortragsreihe 2024 mit Führungen zur "Vor- und Frühgeschichte in Oberschwaben"

Veranstaltungsreihe vom 15.05.-16.10.2024

Die über mehrere Jahre angelegte Vortragsreihe zur "Vor- und Frühgeschichte in Oberschwaben" startete im Frühjahr 2023 und wird in diesem Jahr fortgesetzt. Es ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur (GO) und unserer Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern (GfA).

An wechselnden Orten in den oberschwäbischen Landkreisen werden Schwerpunktthemen zu Naturraum, Paläolithikum, Mesolithikum, Neolithikum, Bronzezeit, Eisenzeit, Römerzeit, Frühem Mittelalter und der Stadtarchäologie durch ausgewiesene Expertinnen und Experten vorgestellt. Die Vorträge kombinieren wir nach Möglichkeit mit Führungen an einschlägigen (Fund-)Orten der jeweiligen Epoche.

Der Terminplan für 2024 sieht wie folgt aus:

  • 15. Mai: „Oberschwaben in der Bronzezeit“
    - 17:00 Uhr: Führung durch das Federseemuseum und das archäologische Freigelände
    - 19.00 Uhr: Vortrag Dr. Ralf Baumeister im Federseemuseum, Bad Buchau: "Die Metallwirtschaft und ihre Folgen. Oberschwaben in der Bronzezeit"

  • 04. Juni: „Die Eisenzeit in Oberschwaben“
    - 17:00 Uhr: Führung im Freilichtmuseum und dem nahegelegenen archäologischen Freigelände
    - 19.00 Uhr: Vortrag Prof. Dr. Dirk Krausse im Freilichtmuseum Heuneburg - Stadt Pyrene, Herbertingen-Hundersingen: "Fürstensitze, Grabhügel und Viereckschanzen: Die Eisenzeit in Oberschwaben"

  • 04. Juli: „Spuren der Römer in Oberschwaben vom 1. bis 3. Jh. n. Chr.“
    -
    17:00 Uhr: Führung zu Funden aus der Römerzeit
    - 19.00 Uhr: Vortrag Dr. Marcus Meyer im Museum Ehingen (Donau): "Steinhäuser, Straßen, Schriftzeugnisse – Spuren der Römer in Oberschwaben vom 1. bis 3. Jh. n. Chr."

  • 01. Oktober: „Spurensuche von der Spätantike bis in die Karolingerzeit“
    - 17:00 Uhr: Besuch des Alamannenmuseums in Weingarten mit Führung
    - 19.00 Uhr: Vortrag Dr. Gabriele Graenert im Festsaal der PH Weingarten: "Gräber im Fokus. Eine archäologische Spurensuche von der Spätantike bis in die Karolingerzeit"

  • 16. Oktober: „Von der Keimzelle zur Stadt“
    - 17:00 Uhr: Führung zur Stadtgeschichte von Isny im Allgäu
    - 19.00 Uhr: Vortrag Dr. Jonathan Scheschkewitz im Refektorium im Schloss Isny: "Von der Keimzelle zur Stadt. Stadtarchäologische Erkenntnisse zur Entwicklung oberschwäbischer Städte am Beispiel von Isny und Ulm“

Eine Zusammenfassung des Veranstaltungsprogramms mit den Referentinnen und Referenten, Vorträgen und Exkursionen sowie Hinweisen zu Ablauf und Organisation und Treffpunkten entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang.

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Veranstalter: Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur und Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern gefördert von der LBS Landesbausparkasse Südwest.

Orte: siehe oben

Beginn: jeweils 17:00 Uhr (Führungen), 19:00 (Vorträge)

Kosten: kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Kontakt: Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur, Geschäftsstelle Kulturhäuser Landkreis Ravensburg, Kreishaus II, Gartenstraße 107, 88212 Ravensburg, Tel. 0751 85 95 95, E-Mail: → gesellschaft-oberschwaben@rv.de

Anmeldung: Die Teilnehmerzahl bei verschiedenen mit den Vorträgen verbundenen Führungen an archäologischen Grabungs- und Fundstellen ist begrenzt. Bitte beachten Sie, dass für die Führungen verbindliche Anmeldungen auf jeden Fall erforderlich sind (siehe unter Kontakt).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mainhardt

Römermuseum Mainhardt – Die Limes-Cicerones


Vortragsreihe des Römermuseums Mainhardt 2024

Vortragsreihe vom 03.05.-04.10.2024 (Römermuseum Mainhardt – Die  Limes-Cicerones)

Die Vortragsreihe im Römermuseum Mainhardt findet in den Sommermonaten regelmäßig am ersten Freitag im Monat in Mainhardt im Römermuseum statt.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19:00 Uhr und dauern etwa zwei Stunden mit anschießender anregender Gesprächsrunde im Museum.

  • 03. Mai 2024:
    Manfred Rapp „Die Römer in Remchingen“ Mehr
  • 07. Juni 2024:
    Reinhard Gunst „Mithraskult – ein Mysterienkult aus dem Orient“ Mehr
  • 05. Juli 2024:
    Ortwin Köhler „Handelsgüter und Handelsnetzwerk im römischen Reich“ Mehr
  • 02. August 2024:
    Horst Geiger „Al Andalus: Römer und Mauren“ Mehr
  • 06. September 2024:
    Renate Schoch-Filgis „Gewänder im alten Rom“ Mehr
  • 04. Oktober 2024:
    Jeff S. Klotz „Jüdisches Leben im Römischen Reich. Was wissen wir?“ Mehr

 

Veranstalter: Römermuseum Mainhardt, Verband der Limes-Cicerones e.V.

Ort: Römermuseum Mainhardt, Hauptstraße 2, 74535 Mainhardt

Beginn: jeweils 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €

Herbertingen-Hundersingen

Dr. Leif Hansen


Aktuelle Forschungen an der Heuneburg

Ein Vortragsabend im Keltenmuseum Heuneburg im Rahmen des neuen → Veranstaltungsprogramms 2024, das dort auch zum Download verfügbar ist.

Dr. Leif Hansen, Koordinator des DFG-Projektes "Heuneburg" beim Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart

Die Heuneburg bei Herbertingen-Hundersingen stellt eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Mitteleuropas dar. Das Burgplateau überragt weithin sichtbar die Donau und bis zum heutigen Tag zeugen mächtige Wallanlagen und Grabhügel vom großen Reichtum und einstigen Einfluss ihrer Bewohner. Vor 2500 Jahren erstreckte sich hier ein dicht bebautes Siedlungs- und Machtzentrum der frühen Kelten.

Bisher weitestgehend unerforscht war hingegen das Umland der Heuneburg, in dem die zugehörigen Höhenbefestigungen, Dörfer, Bauernhöfe und Verkehrswege lagen. Die seit 2014 laufenden Ausgrabungen im Rahmen eines Langfristprojektes haben zu sensationellen neuen Erkenntnissen geführt.

 

Veranstalter: Keltenmuseum Heuneburg / Tel. Informationen unter Telefon 07586-1679 (Museum) oder 07586-920821 (Leitung)

Ort: Keltenmuseum Heuneburg, Binzwanger Straße 14, 88518 Herbertingen-Hundersingen

Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Österreich, Slowenien

Dr. Sarah Scoppie und Oliver Scoppie


Auslandsexkursion 2024: Kelten diesseits und jenseits der Alpen (5 Tage) +++ausgebucht+++

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit Heideker Reisen GmbH, Münsingen

Leitung: Dr. Sarah Scoppie und Oliver Scoppie

Abfahrt: am 02.10.24 ab Echterdingen (Bus-Bahnhof oberhalb der S-Bahnstation "Echterdingen").

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt, sowie die genauen Abfahrtszeiten werden nach der Anmeldung mitgeteilt.

Preis: 1.395 € pro Person im DZ / 1.540 € pro Person im EZ

Anmeldung: bis zum 21. Juni 2024 über das Online-Formular (s.u.) oder den Anmeldebogen im Mitteilungsblatt 2024/1

Beginnend im Salzkammergut führt diese Kurzreise weiter in die Steiermark und Slowenien auf den Spuren der Kelten.

Die reichen Salzvorkommen in Hallstatt und Hallein wurden bereits in der Vorzeit erschlossen und gehandelt. Namensgebend wurde Hallstatt für die ältere Eisenzeit. Prächtige Grabbeigaben bezeugen den Wohlstand der Menschen, die weit reichende Handelsbeziehungen pflegten.

Die beiden wichtigsten Zentren der Hallstattzeit in der Steiermark liegen am Burgstallkogel bei Kleinklein und am Falkenberg bei Judenburg-Strettweg. Sie sind aufgrund von Funden aus den zu den Siedlungen gehörenden Fürstengräbern bereits seit dem 19. Jh. bekannt. Beide Zentren lagen an Handelswegen, an denen unter anderem auch das Salz von Hallstatt und Hallein Richtung Süden gebracht wurde. Am Falkenberg wurde dazu Eisen abgebaut, verhüttet und gehandelt.

Das (vorläufige) Programm

Es werden u.a. folgende Orte besucht:

  • Tag 1: Mittwoch 02.10.2024
    Fahrt Stuttgart – Hallstatt, nachmittags Besuch Keltenmuseum Hallein

  • Tag 2: Donnerstag 03.10.2024 (kein Feiertag in Österreich)
    Besuch Welterbemuseum Hallstatt und Salzwelt Hallstatt (ältestes Salzbergwerk der Welt)

  • Tag 3: Freitag 04.10.2024
    Besuch Museum Murtal in Judenburg und Archäologiemuseum Schloss Eggenberg in Graz

  • Tag 4: Samstag 05.10.2024
    Besichtigung Großgrabhügel Kleinklein, Besuch Museum Großklein und Regionalmuseum Maribor

  • Tag 5: Sonntag 06.10.2024
    Rückfahrt nach Stuttgart

Zur Person: Dr. Sarah Scoppie promovierte in Leicester zum Kultur- und Identitätenwandel im späteisenzeitlichen Nordwestitalien unter dem Einfluss der römischen Eroberung. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Landesamt für Denkmalpflege mit dem Schwerpunkt Keltische Machtzentren der frühen Eisenzeit nordwestlich der Alpen. Oliver Scoppie wird die Exkursion begleiten.

Im Reisepreis inkludierte Leistungen:

  • Taxi-Service in der Region Stuttgart/Reutlingen/Münsingen/Ulm (eine Übersichtskarte zum Geltungsbereich finden Sie → hier)
  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung, ab/bis Echterdingen*)
  • 2 x Übernachtung mit Frühstück im Hotel Brückenwirt in Hallein
    www.brueckenwirt.at
  • 2 x Übernachtung mit Frühstück im 4-Sterne-Hotel NH Graz City
    www.nh-hotels.com/de/hotel/nh-graz-city
  • 4 x 3-Gang-Abendessen im Hotel oder im fußläufig entfernten Restaurant
  • Besichtigungen lt. Programm
  • Örtliche Führungen lt. Programm
  • Eintritte lt. Programm
  • Quietvox-Audio-Führungssystem während der Reise

Sonstiges

Der Reisepreis beinhaltet keine Reiseversicherung. Wir empfehlen dringend den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung oder eines Versicherungspakets.

*) Bei Sparzustieg ab 70771 Echterdingen S-Bahn-Station (Achtung, nicht Flughafen!), Münsingen Heideker-Betriebshof, Reutlingen Alter Omnibusbahnhof oder Ulm-Ost, Rasthof Seligweiler erhalten Sie eine Rabatt in Höhe von 35 € pro Person auf den ausgewiesenen Reisepreis.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 21. Juni 2024 das nachfolgende Online-Formular für Ihre schriftliche Anmeldung. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Mindesteilnehmerzahl: 20 Personen / Änderungen vorbehalten.

  • Bitte geben Sie bei der Anmeldung Unverträglichkeiten und ggf. Essenswünsche (vegan/vegetarisch) und eine Notfallkontaktnummer mit möglicher Kontaktperson an.
  • Falls Sie den Taxi-Service wünschen oder einen Spar-Zustieg nutzen möchten, können Sie dies ebenfalls in der Anmeldung auswählen.

Es gelten die aktuellen → Allgemeinen Reisebedingungen von Heideker Reisen (Stand: Sept. 2023) und die Stornostaffel B für Ihre Reise.

+++ Die Auslandsexkursion "Kelten dieseits und jenseits der Alpen" ist ausgebucht. Falls jedoch Interesse an dieser Reise besteht, teilen sie uns dies gerne mit. Es wird eine Warteliste geführt. (18.04.24-fh) +++

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Blaubeuren


Archäo-Akademie "Ernährung“

Veranstalter: Gesellschaft für Urgeschichte (GfU) und Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)

Tagungsort: Urgeschichtliches Museum, Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren

Karte/Ortsplan: zum → Tagungsort mit OpenStreetMap

Beginn: FR 18. Oktober 2024 um 08:00 Uhr
Ende:    SA 19. Oktober 2024, ca. 16:00 Uhr

Tagungsgebühr: 88,00 € (Akademiepaket inkl. Museumseintritt und Tagungsgetränke), auch Einzelvorträge à 12,00 € auf Anfrage buchbar. GfU-Mitglieder erhalten 10% Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr. Foodmarket 50,00 €

Programmflyer: Der Flyer steht zum Download bereit → siehe unten

Anmeldung: erforderlich per E-Mail an empfang@urmu.de

Das Programm

Am 18. und 19. Oktober 2024 findet im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren (urmu) die Archäo-Akademie 2024 unter dem Titel "Ernährung" statt.

Die Archäo-Akademie widmet sich dem für uns alle wichtigen Thema Ernährung. Die Akademietage sollen interessierte Laien in enge Verbindung mit der Wissenschaft bringen. Die gemütliche Atmosphäre des Urmu sowie die Möglichkeit, in Kontakt mit den Vortragenden zu kommen und Fragen zu stellen, macht diese Tage zu etwas Besonderem.

Das Tagungsprogramm mit den Referenten, Vorträgen sowie weiteren Hinweisen zu Ablauf und Organisation entnehmen Sie bitte der → Veranstaltungsseite des Urgeschichtlichen Museums oder der → Veranstaltungsseite der Gesellschaft für Urgeschichte (GfU).

Dort ist in Kürze auch ein Flyer zum Download vorhanden.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Archäologisches Landesmuseum (alm), Konstanz


Sonderpräsentation "Meisterwerke der Eiszeit – Die ältesten Tierskulpturen der Menschheit"

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (alm)
Benediktinerplatz 5
78467 Konstanz

www.konstanz.alm-bw.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen (Ausnahme: an Feiertagen, die auf einen Montag fallen, ist das Museum geöffnet), Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester, Neujahr und Schmotziger Dunschtig (Fasnacht) geschlossen.

Sonderpräsentation

Die Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb wurden 2017 von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Bislang wurden dort über 50 figürliche Kunstobjekte aus Mammutelfenbein und acht Flöten aus demselben Material bzw. aus Vogelknochen gefunden.

Nicht zuletzt die in der Vogelherdhöhle im Lonetal gefundenen Skulpturen eines Mammuts und eines Höhlenlöwen, die vor rund 40.000 Jahren aus Mammutelfenbein geschnitzt wurden, sind Objekte von Weltrang: Sie gelten neben weiteren als die älteste mobile Kunst der Menschheit und zählen international zu den bedeutendsten Funden der Altsteinzeit.

Als zentrale Institution für die Vermittlung der Landesarchäologie freuen wir uns sehr, Ihnen diese beiden Skulpturen im Rahmen einer Sonderpräsentation zeigen zu können.

 

Das Museum: Das Archäologische Landesmuseum (ALM) wurde am 08. Juni 1990 vom Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg beschlossen. Es betreut und repräsentiert die Landesarchäologie und verantwortet das zentrale Fundarchiv für archäologische Funde aus dem gesamte Land in Rastatt. Sonderausstellungen werden in in der Zentrale in Konstanz sowie sieben Zweigmuseen präsentiert.

Die wichtigste Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums präsentiert mittels einer repräsentativen Auswahl archäologischer Funde einen Querschnitt der Landesgeschichte und befindet sich in Konstanz. Sie ist im Konventsgebäude der ehemaligen Benediktinerabtei Petershausen untergebracht und wurde am 14. März 1992 zunächst als Außenstelle eröffnet. Seit 2010 ist das Museum ein eigenständiges Museum.

Seit 01.01.2003 gehören sechs archäologische Museen als Zweigmuseen zum Zuständigkeitsbereich des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Seit März 2012 ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren als siebtes Zweigmuseum zur "ALM-Familie" gestoßen. 


www.alm-konstanz.de/archaeologisches-landesmuseum-baden-wuerttemberg (Stand: 06.01.23)

Alamannenmuseum Ellwangen


Wanderausstellung "Du bist Welterbe"

Alamannenmuseum
Haller Straße 9
73479 Ellwangen

alamannenmuseum-ellwangen.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Montag geschlossen

Sonderausstellung - Wanderausstellung

Vom 10. März bis 7. Juli 2024 ist im Ellwanger Alamannenmuseum die Fotoausstellung „Du bist Welterbe“ des Vereins Deutsche Limes-Straße zu sehen. Gezeigt werden die preisgekrönten Fotos eines Fotowettbewerbs anlässlich des 25-jährigen Jubiläums dieser Tourismusstraße.

Im Jubiläumsjahr 2020 schrieb der Verein → Deutsche Limes-Straße einen Fotowettbewerb aus. Unter dem Motto „Du bist Welterbe“ waren die Teilnehmenden aufgefordert: „Halten Sie mit Ihrer Kamera spannende Momente fest, ungewöhnliche Ansichten auf der Deutschen Limes-Straße, dem Deutschen Limes-Radweg und dem Deutschen Limes-Wanderweg. Zeigen Sie uns Ihre Perspektive auf die Monumente und Rekonstruktionen von Limeswall, Palisade, Wachttürmen und vielem mehr.“ Als Gewinne winkten unter anderem Eintrittskarten für ausgewählte Museen am Limes, Bücher und ein Besuch in den Limes-Thermen Aalen.

Limesreisende in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern nahmen die Einladung an und reichten Fotos von Kastellen, Wachttürmen, Palisaden, Limesfundamenten, Gladiatoren-Schaukämpfen, römisch inspirierter Streetart, Landschaftsaufnahmen und Ausstellungsstücken in Römermuseen ein. Neben berühmten Motiven wie dem Limeskastell Pohl, dem Römerkastell Saalburg, dem Welzheimer Ostkastell und dem Kastell Biriciana bei Weißenburg befinden sich unter den Wettbewerbsbeiträgen auch zahlreiche Aufnahmen von weniger bekannten Orten an der ehemaligen Außengrenze des Römischen Reiches. Die Bilder zeigen spannende und ungewöhnliche Perspektiven und laden dazu ein, neue Reiseziele am Obergermanisch-Raetischen Limes – Europas größtem Bodendenkmal – zu entdecken. Der Fotowettbewerb stieß auf so große Resonanz, dass der Vorstand des Vereins Deutsche Limes-Straße entschied, anstatt der drei besten Fotos insgesamt zwölf Fotos mit Preisen auszuzeichnen – drei für jedes Bundesland, durch das der Obergermanisch-Raetische Limes führt.

Den ersten Preis in Baden-Württemberg belegt das Foto "Den Elementen ausgesetzt. Sonne und Eis" von Annika Wegner, das den nachgebauten Limesturm beim Kloster Lorch zeigt. In Bayern gewann das Foto "Kastell Biriciana", das von Thomas Eirich in Weißenburg i. Bay. aufgenommen wurde. Das rheinland-pfälzische Siegerfoto zeigt "Streetart" des Künstlers Alexander Heyduczek auf der Gemarkung Neuwied, inspiriert vom römischen Brückenschlag durch Julius Caesar. Es wurde von Conrad Lunar aufgenommen. In Hessen belegt das Foto "The Power of Imagination" von Claudia Hellriegel den ersten Platz. Es entstand auf dem Limes-Wanderweg zwischen Neuberg-Ravolzhausen und Staden. Die Gewinnerfotos erschienen in der Neuauflage der Imagebroschüre des Vereins Deutsche Limes-Straße. Zudem sind die Wettbewerbsbeiträge auch auf der Internetseite des Vereins zu sehen.

Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung wird am Sonntag, 10. März 2024, um 11:00 Uhr eröffnet, es sprechen die Geschäftsführerin des Vereins Deutsche Limes-Straße und Leiterin des Limesmuseums Aalen, Julia Datow-Ensling – sie hält die Einführung in die Ausstellung – sowie Museumsleiter Andreas Gut.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

 

Das Museum: In Ellwangen entstand im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen. Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig.

www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Stand: 14.11.21)

Archäologisches Landesmuseum (alm), Konstanz und Insel Reichenau


Große Landesausstellung "Welterbe des Mittelalters – 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau"

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (alm)
Benediktinerplatz 5
78467 Konstanz

www.konstanz.alm-bw.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen (Ausnahme: an Feiertagen, die auf einen Montag fallen, ist das Museum geöffnet), Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester, Neujahr und Schmotziger Dunschtig (Fasnacht) geschlossen.

Große Landesausstellung

Vor 1300 Jahren kam der später heiliggesprochene Wanderbischof Pirmin aus dem westlichen Frankenreich an den Bodensee und gründete wohl im Jahr 724 auf der größten Insel das Kloster Reichenau. Die ersten Jahrhunderte des Konventes erzählen eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte, in der das Benediktinerkloster intensiv in die Herrschaft der Karolinger und der römisch-deutschen Könige und Kaiser einbezogen war. Die Abtei Reichenau besaß eine reichsweite Bedeutung, die nur mit den wichtigsten Klöstern wie Saint-Denis oder Fulda verglichen werden kann.

Die Große Landesausstellung veranschaulicht einem breiten Publikum an zwei Hauptorten am Bodensee die historischen und kulturellen Leistungen der Reichenauer Mönche. Dabei ist die Insel Reichenau, die seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe zählt, mit ihren Originalschauplätzen Teil der Großen Landesausstellung: Die drei mittelalterlichen Kirchen, die neu gestalteten Klostergärten sowie die Münsterschatzkammer können die Besucherinnen und Besucher durch ein modernes Führungssystem erleben.

Einen Höhepunkt am Ausstellungsstandort in Konstanz bilden die bedeutenden Handschriften aus dem berühmten Reichenauer Skriptorium, die im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg gezeigt werden. Die 2003 ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommenen prachtvollen Bücher können anlässlich des Jubiläums erstmals seit Jahrzehnten wieder am Bodensee zusammengeführt und in dieser Breite präsentiert werden.

Die Große Landesausstellung 2024 entsteht in einer Zusammenarbeit des → Badischen Landesmuseums mit der → Badischen Landesbibliothek, dem → Landesarchiv Baden-Württemberg / Generallandesarchiv Karlsruhe sowie dem → Landesamt für Denkmalpflege und dem → Archäologischen Landesmuseum (alm) Baden-Württemberg.

Das Museum: Das Archäologische Landesmuseum (ALM) wurde am 08. Juni 1990 vom Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg beschlossen. Es betreut und repräsentiert die Landesarchäologie und verantwortet das zentrale Fundarchiv für archäologische Funde aus dem gesamte Land in Rastatt. Sonderausstellungen werden in in der Zentrale in Konstanz sowie sieben Zweigmuseen präsentiert.

Die wichtigste Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums präsentiert mittels einer repräsentativen Auswahl archäologischer Funde einen Querschnitt der Landesgeschichte und befindet sich in Konstanz. Sie ist im Konventsgebäude der ehemaligen Benediktinerabtei Petershausen untergebracht und wurde am 14. März 1992 zunächst als Außenstelle eröffnet. Seit 2010 ist das Museum ein eigenständiges Museum.

Seit 01.01.2003 gehören sechs archäologische Museen als Zweigmuseen zum Zuständigkeitsbereich des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Seit März 2012 ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren als siebtes Zweigmuseum zur "ALM-Familie" gestoßen. 


www.alm-konstanz.de/archaeologisches-landesmuseum-baden-wuerttemberg (Stand: 06.01.23)

Federseemuseum, Bad Buchau


Sonderausstellung "Bier – ein Jahrtausende altes Kultgetränk"

Federseemuseum
August-Gröber-Platz
88422 Bad Buchau

federseemuseum.de

→ Öffnungszeiten
01. April bis 01. November, tägl. 10:00 bis 18:00 Uhr, 02. November bis 31. März nur Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr - Gruppen nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

Sonderausstellung

Die neue Sonderausstellung "Bier – ein Jahrtausende altes Kultgetränk" widmet sich den Wurzeln der heutigen Braukunst.

In der Beliebtheitsskala alkoholischer Getränke steht Bier im Ranking unangefochten auf Platz 1 und hat im Land des Reinheitsgebotes längst Kultstatus erreicht. Doch neben seiner berauschenden Wirkung ist Bier vor allem eines: ein unverzichtbares Lebensmittel, das die Menschen mit hochwertigen Nährstoffen und notwendigen Vitaminen und Spurenelemente versorgte. Denn Bier war – neben Wasser – lange Zeit das einzige, weit verbreitete und jederzeit verfügbare Getränk überhaupt, und durch sein saures Milieu zugleich frei von pathogenen Keimen.

Die Sonderausstellung begibt sich auf eine akribische archäologische Spurensuche, beschreibt die ältesten Großbrauereien der Welt, berichtet über Biergöttinnen und heilige Getränke, gibt Einblicke in eine unglaubliche Bandbreite an Sorten und Geschmackswelten und offeriert am Ende auch ein spritziges „Pfahlbaubräu“.

Ausstellungseröffnung

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 28. April 2024 um 10:00 Uhr im Federseemuseum statt.

 

Das Museum: Das an dieser Stelle 1968 eröffnete Federseemuseum bietet mit einer wirkungsvollen Präsentation von einzigartigen Originalfunden, darunter auch wertvolle Artefakte aus den nahe gelegenen Welterbestätten, einen direkten Zugang in die prähistorische Siedlungslandschaft. Von der Altsteinzeit bis zur frühen Eisenzeit erstrecken sich auch die kulturgeschichtlichen Hintergründe der Region. Im angrenzenden Museumsgelände sind durch die Zusammenarbeit von Archäologen und Handwerkern ein Dutzend Häuser und Hütten nach prähistorischen Vorbildern entstanden, denen allesamt Ausgrabungsbefunde aus Moorsiedlungen und Pfahlbauten der Gegend zugrunde liegen. Es ist ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und präsentiert seit 2018 die neu konzipierte Dauerausstellung → Einzigartige Funde – Faszinierende Fakten: "15.000 Jahre Leben am See".

www.federseemuseum.de (Stand: 01.04.19)

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren (urmu)


Sonderausstellung "WerkZeugen"

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren

urmu.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag, Sonn- und Feiertage 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen
An Feiertagen, die auf einen Montag fallen, ist das Museum geöffnet. Am 24. bis 26. Dezember, Silvester, Neujahr und Karfreitag geschlossen

Sonderausstellung

Vom 05. Mai bis zum 31. Oktober 2024 zeigt das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) in der Sonderausstellung "WerkZeugen - Werke erzeugen.Zeuge werden." Werkzeuge von der Steinzeit bis heute.

Hunderttausende Jahre diente der Faustkeil, ein rundum beschlagener Stein mit scharfen Kanten, dem Schneiden, Schaben, Ritzen und Graben und war damit mindestens so vielseitig wie ein modernes elektrisches Multifunktionswerkzeug aus dem Baumarkt. Wo einmal Feuerstein und Pyrit dabei halfen, Feuer zu entfachen, greifen wir heute zum Feuerzeug. Und Datenträger wie USB-Sticks haben womöglich ihr altsteinzeitliches Pendant in Reihen geritzter Kerben, die auf Mammutelfenbein oder -knochen gefunden wurden. Werkzeuge wie diese sind Wegbegleiter von Individuen, sie entwickeln sich ständig weiter und werden so zu Zeugen der Menschheitsgeschichte.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind Werkzeuge aus den UNESCO-Welterbestätten der Schwäbischen Alb, welche die altsteinzeitlichen Jäger und Sammler in den Höhlen gefertigt hatten und Archäologen später ans Tageslicht beförderten. Diese Werkzeuge wurden aus dem „Stahl der Steinzeit“ – auch bekannt als Feuerstein – geschlagen und überdauerten im Gegensatz zu organischen Materialien wie Holz die Jahrtausende. Von Anbeginn an unterlagen Werkzeuge und ihre Herstellungstechniken einem Entwicklungsprozess und waren ein Mittel, um andere Nutzgegenstände zu erschaffen: So stellen die Menschen schon seit 40.000 Jahren Bohrer her. Was als Steingerät mit ausgearbeiteter Spitze begann und dazu diente Löcher für die Fertigung von Lederkleidung, Muschelanhängern oder Elfenbeinwerkzeugen zu bohren, hat sich im Lauf der Menschheitsgeschichte immer weiterentwickelt bis hin zu gigantischen Tunnelbohrmaschinen, die sich durch Erdreich und Gestein arbeiten und heute etwa den Weg quer durch die Alpen ermöglichen oder das europäische Festland mit England verbinden.

In der Ausstellung sind alle Gäste auch eingeladen, gemeinsam an der Herstellung eines Holzspeers mitzuarbeiten − mit Feuerstein an einem Stamm zu schnitzen und Geweih zu schneiden, Sehnen zu einer Schnur zu zwirnen und Knoten zu üben.

 

Das Museum: 1965 wurde das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren in einem Raum des „Spitals zum Heiligen Geist“ eröffnet. Prof. Gustav Riek von der Universität Tübingen wollte die Fundstücke und Ergebnisse seiner Ausgrabungen in der Brillenhöhle und der Großen Grotte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Stadt Blaubeuren richtete daraufhin eine kleine Ausstellung ein und übernahm die finanzielle Trägerschaft.

Aus dieser Keimzelle hat sich das Museum bis heute weiter entfaltet. Nach diversen Um- und Erweiterungsbauten ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) jetzt Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Es ist das zentrale Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Forschungsmuseum der Universität Tübingen. Ausgestellt ist das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit Originalfunden aus der Region. Prominentestes Exponat ist das Original der „Venus vom Hohle Fels“. Heute wird das Museum getragen von der Stiftung Urgeschichtliches Museum & Galerie 40tausend Jahre Kunst Blaubeuren.

Mit der räumlichen Erweiterung und der Präsentation von Originalen der Eiszeitkunst in der Fundregion wird das Museum seiner Rolle als zentrales Informationszentrum für das UNESCO-Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" gerecht.

www.urmu.de (Stand: 30.03.24)

Schlössle, Pfullingen


Sonderausstellung "Ausgegraben! – Ritter und Burgen im Echaztal"

Schlössle Pfullingen
Griesstraße 24/1
73793 Pfullingen

greifenstein-projekt.de

→ Öffnungszeiten
Samstag + Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr

Sonderausstellung

Die Universität Tübingen erforscht, gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege sowie verschiedenen regionalen Partnern, seit einigen Jahren die Wechselwirkungen zwischen Burg, Adel und Kulturlandschaft am Nordrand der Schwäbischen Alb.

Die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen der letzten Jahre werden 2024 erstmals im Rahmen einer Sonderausstellung im Pfullinger Schlössle vorgestellt. Geboten wird ein spannender Einblick in den Alltag und das Leben der Burgbewohner des Mittelalters auf der wenig bekannten Burg Stahleck.

Auftaktveranstaltung

Initial wird am Wochenende Samstag 15. und Sonntag 16. Juni 2024 ein → Auftakt-Event zur Ausstellungseröffnung mit einem bunten Begleitprogramm und einem gastronomischen Angebot im Pfullinger Schlösslespark stattfinden. Im Mittelpunkt steht ein „lebendiger“ Einblick in das 13. Jahrhundert durch wissenschaftlich fundierte Geschichtsdarstellungen: Erwartet werden Vertreter ansässiger und angereister Adelsfamilien mit Gefolge sowie zahlreiche Handwerker, Händler und sonstige Personen.

 

Das Museum: Das Schlössle (schwäbisch für Schlösslein) in Pfullingen im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg ist ein spätmittelalterliches Fachwerkgebäude, das im 15. Jahrhundert von den Pfullinger Ortsadeligen Remp erbaut wurde. Heute beherbergt es das stadtgeschichtliche Museum und zählt zu den bekanntesten Gebäuden der Stadt. Das Schlössle sollte nicht mit dem Schloss Pfullingen verwechselt werden, das sich etwa 130 Meter nordwestlich befindet.

aus: wikipedia (Stand: 05.01.24)

Erinnerungsort Hotel Silber, Stuttgart


Ausstellung "Das KZ vor der Haustür – Spurensuche an nationalsozialistischen Terrororten in Baden-Württemberg"

Erinnerungsort "Hotel Silber"
Dorotheenstraße 10
70173 Stuttgart

www.hdgbw.de/hotel-silber

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 18:00 Uhr, Mittwoch 10:00 bis 21:00 Uhr, Montag geschlossen

Ausstellung

Das Landesamt für Denkmalpflege hat sich an den Außenlagern des KZ Natzweiler-Struthof auf Spurensuche begeben. Ziel des mehrjährigen Projektes war die möglichst vollständige Bestandsaufnahme der noch vorhandenen materiellen Relikte und der nachhaltige Schutz ihrer denkmalwürdigen Elemente. Hierfür wurden historische Planmaterialien und alliierte Luftaufnahmen ausgewertet, Geländebegehungen, geophysikalische Messungen und gezielte Forschungsgrabungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden in einer kleinen Ausstellung im „Hotel Silber“ vom 21. Juni bis zum 11. August 2024 erstmals gezeigt.

In der Spätphase des Zweiten Weltkriegs begannen sich die großen Konzentrationslager der Nationalsozialisten in multilokale Lagerkomplexe zu transformieren. An zahlreichen Standorten entstanden neue Außenlager, deren Insassen zumeist zur Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion herangezogen wurden. In Baden-Württemberg wurden ab Ende 1943 etwa 35 neue Lager errichtet, die der Verwaltung des KZ Natzweiler-Struthof unterstanden. Der KZ-Terror wurde dadurch allerorten sichtbar, das „KZ vor der Haustür“ wurde zur geläufigen Erscheinung.

Ausstellungseröffnung am Vorabend

Dr. Cornelia Hecht-Zeiler, Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im RP Stuttgart und Vorsitzender der Gesellschaft für Archäologie freuen sich darauf, Sie am Donnerstag, 20. Juni 2024, um 17.30 Uhr im Erinnerungsort Hotel Silber zur Eröffnung der Ausstellung „Das KZ vor der Haustür“ begrüßen zu können. Nach einem weiteren Grußwort von Susanne Bay, Regierungspräsidentin des RP Stuttgart geben Dr. Christian Bollacher und Dipl. Rest. Nicole Ebinger eine Einführung in die Ausstellung mit anschließendem Rundgang.

Die digitale Einladungskarte finden Sie im Anhang. Wir bitten um Anmeldung bis zum 18. Juni unter der Mailadresse → veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung und zur Ausstellung ist frei.

Der Ausstellungsort: Das „Hotel Silber“ in Stuttgart war in der NS-Zeit ein Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei. Das Gebäude wurde mehr als ein halbes Jahrhundert von der Polizei genutzt und war Zentrale der Gestapo für Württemberg und Hohenzollern. Im einstigen Ort des NS-Terrors entstand als Bürgerbeteiligungsprojekt ein Ort des historisch-politischen Lernens und der Begegnung. Ausstellungen und Veranstaltungen beschäftigen sich mit Täter*innen und ihren Opfern, mit der Polizei und ihrer Rolle in drei politischen Systemen.

Träger der Einrichtung ist das → Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Partnerin ist im Rahmen eines Bürgerbeteilungsvertrags die → Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. Sie gestaltet zusammen mit dem Haus der Geschichte sowie der Landeshauptstadt Stuttgart, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg das Programm des Erinnerungsorts Hotel Silber mit. Finanziert wird die Einrichtung vom Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

www.hdgbw.de/hotel-silber (Stand: 10.06.24)

Kunstgebäude Stuttgart


Große Landesausstellung "THE hidden LÄND – Wir im ersten Jahrtausend"

Kunstgebäude Stuttgart
(Württembergischer Kunstverein)
Schlossplatz 2
70173 Stuttgart

wkv-stuttgart.de / Kunstgebäude

→ Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag bis Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr, Mittwoch 11:00 bis 20:00 Uhr, Montag geschlossen

Große Landesausstellung (Vorschau)

Das erste Jahrtausend ist eine Zeit großer Umbrüche: Das römische Weltreich und sein Untergang bestimmen das Leben in Europa, es folgen neue Reiche, neue Herrscher und mit dem Christentum eine neue Religion.

Für das Land, das wir heute Baden-Württemberg nennen kennen wir Namen und Begriffe wie Römer, Franken, Alamannen, Schwaben oder Kaiser, Herzogtum und Kirche. Aber was bedeuten sie für das Leben vor über tausend Jahren? Wer waren die Menschen, die uns vorangegangen sind? Was prägte ihr Zusammenleben im Großen wie im Kleinen?

Die Archäologie sucht Antworten darauf. Sie untersucht die Spuren in dem Boden, auf dem wir stehen: in vergangenen Friedhöfen und Siedlungen, in ersten Gotteshäusern unter unseren Kirchen und den uralten Straßen, die unsere Landschaft durchschneiden … – sie lassen uns entdecken, wie nahe oder fremd uns die Menschen des ersten Jahrtausends sind.

Die Große Landesausstellung wird vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (alm) in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführt.

Vortragsreihe 2024 der Gesellschaft für Archäologie

Die diesjährige Vortragsreihe der Gesellschaft widmet sich ganz dieser Großen Landesausstellung. Der Gang durch die Jahrhunderte führt anhand wichtiger Fundplätze und Funde durch die vielfältigen Lebenswelten der Menschen im Südwesten von der Römerzeit bis in die Zeit des Herzogtums Schwaben.

In 5 Vorträgen vom 22. Februar bis zum 02. Mai 2024 stellten die an der Umsetzung des Ausstellungsprojekts beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Fundplätze, ihre Besonderheiten und ihre Zeit vor.

 

Der Ausstellungsort: Das Kunstgebäude wurde von 1910 bis 1913 nach einem Entwurf des Architekten Theodor Fischer erbaut und am 8. Mai 1913 eröffnet. Den bildhauerischen Schmuck der Fassade und des Säulengangs haben Jakob Brüllmann und Josef Zeitler geschaffen. Seit 1913 ist es Sitz des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart. Während des Zweiten Weltkriegs nahezu vollständig zerstört, wurde der Wiederaufbau des Kunstgebäudes erst 1961 abgeschlossen und mit einem modernen Erweiterungsbau verknüpft. Seit 2012 befindet sich der Württembergische Kunstverein permanent in diesem neueren Gebäudekomplex und hat seinen Haupteingang im Glastrakt.

Württembergischer Kunstverein / Chronik (Stand: 02.12.23)

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2024/25 "500 Jahre Bauernkrieg"

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6,
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen.

Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2024/25 (Vorschau)

Mit gleich fünf Projekten wird das Landesmuseum an eines der bedeutendsten Ereignisse unserer Geschichte erinnern: den Bauernkrieg von 1524/25. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird die Große Landesausstellung „500 Jahre Bauernkrieg“ dabei nicht nur in die Vergangenheit schauen, sondern auch auf Fragen unserer Zeit eingehen und einen Blick in die Zukunft werfen.

Gehen Sie in den Ausstellungen und online auf eine Entdeckungsreise an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit und zu den Protestbewegungen von heute. Den Auftakt bilden ab Oktober 2024 die Erlebnisausstellung „PROTEST! Von der Wut zur Bewegung“ und eine Mitmachausstellung für Kinder im Jungen Schloss.

Zur Vorschau auf die vorgesehenen Veranstaltungen gelangen sie → hier.

Was sagt uns der "Bauernkrieg" heute?

Mit diesem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt macht das Landesmuseum Württemberg die Geschichte des Bauernkriegs auf vielfältige Weise erlebbar. Doch worin liegt für uns heute die Relevanz eines Ereignisses, das bereits 500 Jahre zurückliegt?

In den Jahren 1524 und 1525 erhoben sich Bauern, Städter und Bergknappen gegen die Ausbeutung durch ihre Feudalherren. Erstmals wurden universale Freiheitsrechte gefordert und eine allgemeine Gleichheit aller Menschen postuliert. Die Aufstände erzielten eine bis dahin nicht gekannte Reichweite und können als die erste Massenbewegung der deutschen Geschichte bezeichnet werden.

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Trotz der Niederschlagung blieb der Bauernkrieg als Zäsur im kollektiven Gedächtnis verankert. Eine Utopie war in der Welt, inspirierte spätere Revolutionen in ganz Europa und wirkt bis heute nach. Der Blick auf 1524/25 eröffnet Perspektiven von geradezu erstaunlicher Aktualität und wirft Fragen auf: Was lernen wir aus der Geschichte? Worin erkennen wir uns wieder? Was treibt Menschen dazu an, sich zu erheben?

Die Große Landesausstellung „500 Jahre Bauernkrieg“ geht diesen Fragen nach und ermöglicht mit dem Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart besser zu verstehen und neue Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Freuen Sie sich auf außergewöhnliche Ausstellungen und vielfältige Erlebnisse – im Landesmuseum Stuttgart, in ganz Baden-Württemberg und online!

 

Das Museum: Als das größte kulturhistorische Museum in Baden-Württemberg mit umfangreichen Sammlungen von hoher Qualität erzählt es auf spannende Weise die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Die regionalgeschichtlichen Bestände werden ergänzt durch kunsthandwerkliche Sammlungen von internationalem Rang. Interessant aufbereitete Sonderausstellungen für Groß und Klein präsentieren die verschiedensten Themenbereiche. Einen ausgewählten Querschnitt der eigenen facettenreichen Bestände zeigen die Schausammlungen.

Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. von Württemberg als „Königliche Staatssammlung vaterländischer Kunst- und Alterthumsdenkmale“. In den 1960ern ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf. Seit 1969 wird der Großteil der Sammlungen im Alten Schloss in Stuttgart - dem Haupthaus - präsentiert. Erst 1971 erfolgte die Wiedereröffnung aller Gebäudeteile.

In den letzten Jahren wurden die Schausammlungen im Alten Schloss neu gestaltet. Im Jahr 2012, zum 150. Jubiläum, konnte die Ausstellung LegendäreMeisterWerke eröffnet werden, die einen Rundgang durch die württembergische Kulturgeschichte von der Eiszeit bis zur Ende der Monarchie bietet. 2016 folgte die Schausammlung Wahre Schätze mit den Ausstellungseinheiten zur Antike, zu den keltischen Fürstensitzen und zur Kunstkammer der Herzöge von Württemberg.

www.landesmuseum-stuttgart.de/museum/ueber-das-museum (Stand: 26.01.24)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Ammerbuch-Reusten, Lkrs. Tübingen

Lea Valcov, M.A., Dr. Marc Heise und Dr. Jörg Bofinger


Ehrenamtsprojekt "Ammerbuch-Reusten" - Forschungsgrabung 2021 ff.

Ein Grabungsprojekt mit Freiwilligen (2021 bis 2023/2024)

Ein neues Ausgrabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart unter Beteiligung von Freiwilligen und in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie und der Universität Tübingen findet ab September 2021 an der Fundstelle des ältesten Goldfundes Südwestdeutschlands bei Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen) statt. Es war zunächst bis September 2023 terminiert, wurde aber nochmal um ein Jahr bis September 2024 verlängert.

Das Siedlungsareal bei Ammerbuch-Reusten

Seit 2017 werden im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und der Universität Tübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Forschungsgrabungen an mehreren jungsteinzeitlichen Siedlungsplätzen durchgeführt. Ziel ist die Erforschung der Besiedlungsgeschichte der ersten Ackerbauern und Viehzüchter in der Region rund um das Ammertal.

Auf der Hochfläche des Oberen Gäus, unweit des Kirchberges von Reusten, befindet sich ein größeres Fundareal, welches bereits seit langer Zeit bekannt ist. Neben ausgepflügten menschlichen Skelettresten können auch beinahe alle vorgeschichtlichen Epochen seit der frühesten Jungsteinzeit bis in die römischen Epochen nachgewiesen werden.

Im Jahr 2000 wurden durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter A. Lehmkuhl die Reste einer Hockerbestattung im Zentrum des Fundareals in der Flur „Grüninger“ freigelegt. 2020 erfolgte eine gezielte Nachuntersuchung im Rahmen des Forschungsprojektes, welche die zeitliche Stellung Bestattungsplatzes klären sollte.

Forschungsgrabung Flur „Grüninger“ 2020

Die bereits im Vorfeld der Grabung durchgeführten geomagnetischen Messungen lieferten die Grundlage für einen 10 m x 20 m großen Sondageschnitt. Bereits wenige Zentimeter unter dem Ackerboden wurden archäologische Befunde beobachtet. Ein Großteil der Strukturen umfasst jungsteinzeitliche Siedlungsgruben und Pfostengruben der Linearbandkeramischen Kultur sowie eine größere mittelneolithische Grube.

Ein zweiter Schnitt sollte die von A. Lehmkuhl beobachtete Bestattung lokalisieren und dokumentieren. Im Zentrum des 3 m x 3 m großen Schnitts wurden die letzten Reste eines Grabes einer jungen Frau, die in Hockerlage bestattet wurde, aufgefunden. Bedauerlicherweise waren große Teile des Skelettes bereits von der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Feldes in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Bestattung selbst wurde im Block geborgen und im Restaurierungslabor fachgerecht freigelegt und dokumentiert.

Der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs

Spektakulär ist die einzige Grabbeigabe, die man der jungen Frau mit ins Grab gab. Es handelt sich um eine kleine, mehrfach gewundene Goldspirale, welche im unteren Rückenbereich der Frau aufgefunden wurde und wahrscheinlich ursprünglich im Kopfbereich der Bestattung lag.

Knochenproben des Skelettes erbrachten ein 14C Datum von 1861-1616 calBC und datiert das Grab damit in die frühe Bronzezeit. Bisher sind Goldfunde für diese Zeitstellung nur aus Mitteldeutschland bekannt. Die kleine Goldspirale ist somit der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Ab dem 13.09.2021 soll im Rahmen eines auf zunächst zwei Jahre angesetzten Projekts das gesamte Areal der Flur „Grüninger“ ausgegraben und dokumentiert werden. Grund dafür ist die akute Bedrohung der archäologischen Befunde und Funde durch die landwirtschaftliche Nutzung des Feldes.

Das Grabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart wird unter Beteiligung von Freiwilligen und an der Archäologie interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden. So soll auch interessierten Laien die Möglichkeit geboten werden, unter fachkundiger Anleitung an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen und so Archäologie vor Ort zu erleben und die Ausgrabungen zu unterstützen.

Wissenschaftliche Leiter des Projektes sind Dr. Jörg Bofinger und Dr. Marc Heise. Die Maßnahmen vor Ort werden von Lea Valcov M.A. durchgeführt.

Anmeldung für die Grabungskampagne

Wenn Sie Interesse haben, an der Ausgrabung teilzunehmen, können Sie sich vorab bei uns melden.

Wünschenswert für die Teilnahme an dem Ehrenamtsprojekt sind erste Grabungserfahrungen (z.B. Lehrgrabungen etc.) und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit vor Ort.

Für Ihre Anmeldung (Erst-Registrierung) und die Nennung Ihrer Beteiligungsmöglichkeiten senden Sie bitte eine formlose E-Mail an die Grabungstechnikerin Lea Valcov (s. unten).

Ein Neueinstig in die Arbeiten vor Ort ist während der gesamten Grabungskampagne möglich. Beachten Sie hierbei bitte eine gewisse Vorlaufzeit von 2-3 Wochen für die Planung. Auf der Kommunikationsplattform „moodle“ werden spätestens 14 Tage vor dem eigentlichen Grabungsbeginn „Abfragen“ eingestellt, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, ihre individuellen Beteiligungstage anzugeben. Eine Teilnahme über mehrere Tage ist erwünscht.

 

Kontaktdaten

Grabungsleitung vor Ort: lea.valcov@rps.bwl.de oder

Projektadresse: ehrenamtprojekt-ammerbuchreusten@web.de

Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform (moodle).

Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir vor Ort nicht immer online sind.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt vielen Ehrenamtlichen im Land ein attraktives Angebot machen zu können, einmal "von Anfang bis Ende" bei einer Forschungsgrabung beteiligt sein zu können. Ihr → Mitgliedsbeitrag bei der Gesellschaft für Archäologie hilft auch hier, die Kosten für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur (moodle) zu decken.

Die Projektseite der Universität Tübingen

Auf der Website der Eberhard Karls Universität Tübingen, Philosphische Fakultät - Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters finden Sie aktuelle Informationen zu den verschiedenen Forschungsgrabungen im Ammertal. Mehr

Publikationen (Auswahl)

Aktuelle Informationen zur bisherigen Grabungskampagne in Ammertal finden Sie in:

  • Jörg Bofinger, Marc Heise, Lea Valcov: Im Ehrenamt in die Bronzezeit - Ein Ausgrabungsprojekt bei Ammerbuch-Reusten. In: "Denkmalpflege in Baden-Württemberg – Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege", 3-2023, S. 178-185. (→ Zum PDF-Download)
  • Zur Sonderausstellung → "Gold im Ammertal. Das Ende der Steinzeit im Raum Tübingen" im MUT Tübingen ist ein gleichnamiger, reich illustrierter Begleitband erschienen mit Essays zur Kulturgeschichte der Region um Tübingen, Beiträgen zur archäologischen Methodik und einem Katalog der untersuchten Fundplätze:
    Bofinger, Jörg und Krauß, Raiko (Hg.) Tübingen 2023, 274 Seiten mit 257 durchgehend farbigen Abbildungen, ISBN 978-3-949680-08-3 Schriften des Museums der Universität Tübingen MUT, Herausgegeben von Ernst Seidl, Band 27, Preis: 29,90 €. Die Publikation ist erhältlich an der Museumskasse oder im → Online-Shop des MUT.
  • Bofinger, Jörg; Heise, Marc; Valcov, Lea: Zur Fortsetzung des Projekts im Bereich des neolithischen Siedlungsareals und frühbronzezeitlichen Bestattungsplatzes bei Ammerbuch-Reusten. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2022, S. 16-19.
  • Krauß, R.; Breuer, L.; Korolnik, S.; Pernicka, E.; Schorer, B.; Spatzier, A.; Stein, V. Bofinger, J., An Early Bronze Age Burial with a Golden Spiral Ring from Ammerbuch-Reusten, Southwestern Germany. Praehistorische Zeitschrift, 2021. doi: 10.1515/pz-2021-0010
  • Bofinger, Jörg; Stein, Veronika; Valcov, Lea; Krauß, Raiko: Das Ammertal als jungsteinzeitliche Siedlungslandschaft – Fortführung der Untersuchungen zum Frühneolithikum. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2021, S. 99-102.
  • Bofinger, Jörg; Heise, Marc; Valcov, Lea: Im Hinterland des Kirchbergs von Reusten – Ein neues Grabungsprojekt im Bereich des neolithischen Siedlungsareals und frühbronzezeitlichen Bestattungsplatzes bei Ammerbuch-Reusten. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2021, S. 18-21.
  • Bofinger, Jörg; Brandtstätter, Lennart; Heise, Marc; Stein, Veronika; Krauß, Raiko: Jungsteinzeitliche Scherben, frühbronzezeitliches Gold – Zum Fortgang der Untersuchungen im Ammertal. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2020, S. 88-92.

Pressemitteilungen (Auswahl)

Bürgerverein Ammerbuch

Mit aktuellen Berichten und Vortragsveranstaltungen wird das Ehrenamtsprojekt aktiv begleitet durch den → Bürgerverein Ammerbuch e.V.

TV-Beiträge

 

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Neuenstadt a. Kocher, Lkrs. Heilbronn

Dr. Andrea Faber, Prof. Dr. Michaela Konrad und Dr. Klaus Kortüm


Ehrenamtsprojekt "Forschungen zum römischen Neuenstadt am Kocher" - Grabungen 2022 ff.

Ein Grabungsprojekt mit Freiwilligen und interessierten Laien (2022 bis 2024/25)

Im April 2022 startete ein gemeinsames Projekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Thema ist die weitere Erforschung der römischen Stadtanlage bei Neuenstadt am Kocher, Lkrs. Heilbronn. Der Beginn der Grabungen mit Beteiligung von Freiwilligen und interessierten Laien in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie ist für den Juni 2022 vorgesehen. Im August und September 2022 erfolgt in diesem Rahmen ergänzend eine Lehrgrabung für Studierende der Universität Bamberg. Während der Grabungspause ab November 2022 erfolgen Dokumentationsaufgaben und Fundbearbeitungen. Ab Juni 2023 wurden die Grabungen fortgesetzt. Die in diesem Rahmen stattfindende Lehrgrabung der Universität Bamberg fand vom 21.8. bis 29.9.2023 statt. Für Freiwillige und interessierte Laien erfolgte die Einplanung von Mitarbeitsmöglichkeiten wieder über die Kommunikations-Plattform für Ehrenamtsprojekte.

2024: Die Grabungen werden ab Frühsommer fortgesetzt. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit Dr. Andrea Faber (Kontaktdaten siehe unten) auf.

Die römische Stadtanlage bei Neuenstadt a.K.

Vor einigen Jahren hat das LAD mit einem Forschungsprojekt im Bereich der neuentdeckten römischen Stadtanlage auf den Feldern bei Neuenstadt begonnen. In diesem Rahmen konnten erste Ergebnisse zu Ausdehnung, Struktur und Geschichte des römischen Neuenstadt erzielt werden. Darüber hinaus gelang die Ausgrabung spektakulärer Ruinen eines großen Tempels für Apollo Grannus.

Die für unsere Region außergewöhnliche antike Siedlung war Hauptort der römischen Verwaltungseinheit 'Aurelia G(...)' zwischen Neckar und 'Vorderem Limes'. Sie wurde nach mediterranen Prinzipien planmäßig an einem nach Süden, zum Kocher hin geneigten Hang, angelegt. Ihre Bebauung zieht sich über mindestens 25 Hektar bis ins Flusstal, wo sich vermutlich ein Hafen oder eine Anlegestelle befand. Repräsentative und öffentliche Bauten nehmen markante Punkte im Stadtgebiet ein. Das Zentrum bildet der Heilige Bezirk für Apollo Grannus.

Forschungsgrabung in Neuenstadt-Bürg

Vor kurzem hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einem gemeinsam vom LAD und der Universität Bamberg gestellten Antrag auf Fördermittel stattgegeben: SIEDELN IN DYNAMISCHEN RÄUMEN. Neuenstadt am Kocher und die Civitas Aurelia G(…) als Modell für Urbanisationsprozesse in römischen Grenzzonen des 2. Jahrhunderts n. Chr. DFG-Projekt 2022 bis 2024/25.

Daher können nun die Forschungen mit Ausgrabungen in Neuenstadt-Bürg fortgesetzt werden. Sie sollen im Frühjahr dieses Jahres beginnen. Wissenschaftliche Projektleiter sind Prof. Dr. Michaela Konrad, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Archäologie der Römischen Provinzen und Dr. Klaus Kortüm, Landesamt für Denkmalpflege Zentrale Dienste und Denkmalforschung, Esslingen. Die Maßnahmen am Ort organisiert und leitet Dr. habil. Andrea Faber.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Die Planungen für die aktuellen Forschungen sehen neben der Beteiligung von interessierten Laien die feldarchäologische Ausbildung von Archäologiestudierenden vor.

Bei dem vorliegenden Angebot geht es zunächst in erster Linie um eine Beteiligung an den Ausgrabungen selbst: Bis Ende 2024 sollen im Bereich zweier für die nordwestlichen Grenzprovinzen ungewöhnlicher und bisher nur aus Luftbildern und geophysikalischen Prospektionen bekannter, vermutlich öffentlicher Gebäude der antiken Siedlung Ausgrabungskampagnen stattfinden. Ziel ist es, mehr über die Entwicklung der öffentlichen Infrastruktur als wichtigstem Teil der neu gegründeten Siedlung zu erfahren.

Die archäologischen Forschungen in Neuenstadt, dem administrativen und religiösen Zentrum der nach der kaiserlichen Familie der Aurelier benannten Kommune civitas Aurelia G(...), werden wichtige Erkenntnisse für die Landesarchäologie, aber auch zu grundsätzlichen Fragen der Funktion römischer Städte in Grenzräumen des römischen Reiches erbringen.

Anmeldung für die Grabungskampagne

Die erste Phase im Ehrenamtlichen-Projekt ist für Juni bis Oktober 2022 terminiert und wird ab Juni 2023 fortgesetzt. Wenn Sie Interesse haben, die Grabungen zeitweise tatkräftig zu unterstützen, schicken Sie bitte formlos eine E-Mail an die Grabungs- und Projektadresse: Andrea.Faber@uni-bamberg.de.

Auf der Kommunikationsplattform "moodle" werden dazu vor den eigentlichen Grabungswochen Abfragen eingestellt, in der Sie Ihre individuellen Beteiligungstage eintragen können. Eine Teilnahme über mehrere Tage ist erwünscht.

 

Kontaktdaten

Grabungsleitung vor Ort: Andrea.Faber@uni-bamberg.de oder

Projektadresse: Andrea.Faber@uni-bamberg.de

Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform (moodle).

Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir vor Ort nicht immer online sind.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt den Ehrenamtlichen im Land durch die Beteiligung an einer Forschungsgrabung ein attraktives Angebot machen zu können. Ihr → Mitgliedsbeitrag bei der Gesellschaft für Archäologie hilft auch hier, die Kosten für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur (moodle) zu decken.

Die Projektseite der Universität Bamberg

Universität Bamberg, Institut für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte - Archäologie der Römischen Provinzen: Siedeln in dynamischen Räumen − Neuenstadt am Kocher und die Civitas Aurelia G(...) als Modell für Urbanisationsprozesse in römischen Grenzzonen des 2. Jahrhunderts n. Chr. (DFG-Drittmittelprojekt 2022−2025). Mehr

Publikationen (Auswahl)

Informationen zum Projektumfeld finden Sie in:

  • Klaus Kortüm, Tacitus im römischen Neuenstadt. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2012, S. 191–196. Mehr
  • Klaus Kortüm, Finale in Neuenstadt - Abschluss der Ausgrabungen im Apollo-Grannus-Tempel. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2013, S. 162–166. Mehr
  • Klaus Kortüm, Die römische Stadt bei Neuenstadt am Kocher, Kreis Heilbronn (2004) in: D. Planck – D. Krausse – R. Wolf (Hrsg.), Meilensteine der Archäologie in Württemberg. Ausgrabungen aus 50 Jahren (Darmstadt 2013), S. 217–219. Mehr
  • Michaela Konrad, Klaus Kortüm, Siedeln in dynamischen Räumen - Das römische Neuenstadt und die Grenzzone am Limes im Blick der aktuellen Forschung. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege, Jg. 51 Nr. 4 (2022), S. 278–285. Mehr
  • Andrea Faber, Michaela Konrad, Astrid Schmölzer, Klaus Kortüm, Neues zur römischen Stadt bei Neuenstadt am Kocher. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2022, S. 186–190. Mehr

Pressemitteilungen (Auswahl)

  • Regierungspräsidium Stuttgart, → Pressemitteilung vom 13.01.2022: "Archäologische Denkmalpflege: Untersuchungen an Römischer Siedlung mit Tempelanlage in Neuenstadt am Kocher werden fortgeführt (Landkreis Heilbronn)".
  • Regierungspräsidium Stuttgart, → Pressemitteilung vom 27.07.2023: „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2022“ - Zusammenfassung der öffentlichen Präsentation des Jahrbuches auf der aktuellen Grabung in Neuenstadt a. K.. mit eindrucksvollen Fotos von Grabungsergebnissen.

 

Stadt Hayingen (OT Indelhausen), Lkrs. Reutingen

Lennart Brandtstätter M.A., Dr. Leif Hansen


Lehrgrabung 2024 Gruppe 1 - Befestigungsanlage Althayingen (vermutete Toranlage und Ringwall) +++ausgebucht+++

Hinweis (Stand: 26.04.24-fh): Die Lehrgrabung Gruppe 1 ist mittlerweile ausgebucht. Es wird aber eine Warteliste geführt. Melden Sie sich ggf. telefonisch oder per E-Mail in der Geschäftsstelle, um dort aufgenommen zu werden. Sollte es freie Plätze geben, werden Sie kurzfristig benachrichtigt.

Ausgrabungen im (vermuteten) Torbereich der Befestigungsanlage Althayingen

(aus: Bericht im → Mitteilungsblatt 2024/1, S. 12-14)

Auf einem in das Tal der Großen Lauter hineinragenden Bergsporn befindet sich eine der größten Höhenbefestigungen Baden-Württembergs: Althayingen. Die Anlage liegt südlich von Indelhausen und nahe Hayingen im Landkreis Reutlingen. Sie besteht aus einem mehrfach befestigten, großen Vorbereich und einer Kernanlage mit Randwall. Die Wall-Graben Anlagen grenzen dabei ein Areal von mindestens 7,3 ha ab, wovon etwa 4,3 ha auf ein fünfeckiges, im Osten durch zwei zusätzliche Hanggräben befestigtes, Hochplateau entfallen.

Die Lehrgrabung im Sommer 2023 konzentrierte sich auf den Bereich eines vermuteten Tors. In sieben Plana konnten hauptsächlich unterschiedliche Ebenen verstürzter Steine einer vermuteten Tor- oder Mauerkonstruktion dokumentiert werden. Für eine Interpretation als Mauerversturz sprechen die häufig glatten Oberflächen, die rechteckigen Formen sowie der insgesamt bearbeitet wirkende Charakter der Steine. Zu erwähnen sind zudem die beobachteten häufigen Anzeichen für ein Brandereignis, die sich als rötliche Verfärbung oder in Form starker Zersplitterung der Kalksteine zeigen.

Ein überaus spannender, aber momentan noch schwer zu interpretierender Befund konnte unmittelbar unter dem Steinversturz freigelegt werden (siehe Foto "Überblicksaufnahme von Planum 8" im → Mitteilungsblatt 2024/1, S. 12). In einer Fundschicht, welche einige wenige Scherben schwarzer reduzierend gebrannter eisenzeitlicher Keramik enthielt, wurden mehrere verkohlte Hölzer entdeckt. Ein System in der Lage der teilweise über 0,90 m langen Hölzer war nicht zu erkennen und so erscheint momentan auch bei diesem Befund eine Deutung als Versturz am wahrscheinlichsten. Als mögliche Herkunft der Hölzer kommen die Pfosten einer Pfostenschlitzmauer, eine Holzverschalung oder ein Überbau in Form einer Überdachung oder eines Wehrgangs in Frage. Der Fund der Hölzer deckt sich von der Lage her mit den dokumentieren und in die Hallstattzeit datierten Holzkohlen unter der Steinreihe aus der Grabung 2022.

Die letzten drei Grabungskampagnen auf dem Hochplateau von Althayingen förderten bisher äußerst spannende Befunde zu Tage. Sie untermauern das Potenzial des Fundplatzes und unterstreichen nicht zuletzt die Bedeutung von Althayingen im Netzwerk weiterer Höhenbefestigungen im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg.

Ein Team von SWR Aktuell hat die Lehrgrabung Ende Juli 2023 besucht und auf ihrer Homepage einen kurzen Bericht und den Rundfunkbeitrag bereitgestellt. Den Beitrag finden Sie → hier.

Die diesjährige, insgesamt sechswöchige Lehrgrabungskampagne erscheint für eine weitere Erforschung vielversprechend.

Voraussetzungen und Programm

Voraussetzung für die Teilnahme an der Lehrgrabung ist die Bereitschaft zu körperlicher Arbeit an der frischen Luft. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden benötigt. Die Richtlinien des LAD für die Arbeit in Grabungsschnitten erfordern Sicherheitsschuhe der Klasse S3 (Stahl- oder besser Hartplastikkappe, verstärkte Sohle und Knöchelhöhe). Die Tätigkeiten umfassen Erdarbeiten im gleichen Maße wie auch das Kennenlernen der archäologischen Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken.

Soweit es die Zeitplanung zulässt und das Interesse der Teilnehmer vorhanden ist, sind innerhalb der 2 Grabungswochen kurze Exkusionen zu aktuellen Grabungen oder archäologischen Besonderheiten in der näheren Umgebung vorgesehen.

Organisatorisches

  • Die Gruppengröße beträgt max. 7 Personen, die Dauer pro Gruppe beträgt zwei Wochen.
  • Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.
  • Die Betreuung der Lehrgrabung wird vom Landesamt für Denkmalpflege geleistet.
  • Für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie beträgt die Kostenbeteiligung 60,- € pro zweiwöchiger Gruppengrabung.
  • Die Grabungswochen dauern jeweils von Montag (ca. 11:00 Uhr) bis Freitag (ca. 15:00 Uhr), das Wochenende ist frei.
  • Sobald die exakten Grabungsorte feststehen, erhalten die angemeldeten Teilnehmer zeitnah weitere Detailinformationen zu Treffpunkten, Uhrzeiten und Ansprechpartnern.

Verpflegung, Unterkunft und Logistik

Verpflegung und Unterkunft vor Ort sollten die Teilnehmer selbst organisieren und finanzieren. Mineralwasserflaschen sind vor Ort. In der Regel liegen die Grabungsflächen in Gebieten, die nicht oder nur begrenzt mit Privat-PKWs angefahren werden können bzw. dürfen. Deshalb werden vor Ort gemeinsame Treffpunkte und die Bildung von Fahrgemeinschaften vereinbart.

Tipps

Der Grabungsort "Ringwall Althayingen" wird auch manchmal "Burg Alt-Hayingen" genannt. Er befindet sich südwestlich oberhalb der beiden Hayinger Ortsteile Indelhausen und Anhausen, das u.a. Startpunkt des Wander- und Radwegs durch das einsame Tal der "Großen Lauter" in Richtung Donau ist.

Übernachtungsmöglichkeiten für die Lehrgrabung im Umfeld von Indelhausen und Anhausen finden Sie auf folgender Webseite → www.naturerlebnis-hayingen.de.

Für Wohnmobilisten gibt es Stellplatzmöglichkeiten auf dem Wander-Parkplatz "Heiligental" (offizieller Stellplatz mit Ver- und Entsorgung) etwa 4,5 km nördlich des Grabungsortes im Lautertal, Heiligental 1, 72525 Münsingen.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 15. Juni 2024 das nachfolgende Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Es enthält alle noch freien Lehrgrabungstermine. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

+++ ausgebucht, bitte weichen Sie ggf. auf eine der anderen Gruppen aus, Danke. +++

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Stadt Hayingen (OT Indelhausen), Lkrs. Reutingen

Lennart Brandtstätter M.A., Dr. Leif Hansen


Lehrgrabung 2024 Gruppe 2 - Befestigungsanlage Althayingen (vermutete Toranlage und Ringwall) +++ausgebucht+++

Hinweis (Stand: 13.02.24-fh): Die Lehrgrabung Gruppe 2 ist mittlerweile ausgebucht. Es wird aber eine Warteliste geführt. Melden Sie sich ggf. telefonisch oder per E-Mail in der Geschäftsstelle, um dort aufgenommen zu werden. Sollte es freie Plätze geben, werden Sie kurzfristig benachrichtigt.

Ausgrabungen im (vermuteten) Torbereich der Befestigungsanlage Althayingen

(aus: Bericht im → Mitteilungsblatt 2024/1, S. 12-14)

Auf einem in das Tal der Großen Lauter hineinragenden Bergsporn befindet sich eine der größten Höhenbefestigungen Baden-Württembergs: Althayingen. Die Anlage liegt südlich von Indelhausen und nahe Hayingen im Landkreis Reutlingen. Sie besteht aus einem mehrfach befestigten, großen Vorbereich und einer Kernanlage mit Randwall. Die Wall-Graben Anlagen grenzen dabei ein Areal von mindestens 7,3 ha ab, wovon etwa 4,3 ha auf ein fünfeckiges, im Osten durch zwei zusätzliche Hanggräben befestigtes, Hochplateau entfallen.

Die Lehrgrabung im Sommer 2023 konzentrierte sich auf den Bereich eines vermuteten Tors. In sieben Plana konnten hauptsächlich unterschiedliche Ebenen verstürzter Steine einer vermuteten Tor- oder Mauerkonstruktion dokumentiert werden. Für eine Interpretation als Mauerversturz sprechen die häufig glatten Oberflächen, die rechteckigen Formen sowie der insgesamt bearbeitet wirkende Charakter der Steine. Zu erwähnen sind zudem die beobachteten häufigen Anzeichen für ein Brandereignis, die sich als rötliche Verfärbung oder in Form starker Zersplitterung der Kalksteine zeigen.

Ein überaus spannender, aber momentan noch schwer zu interpretierender Befund konnte unmittelbar unter dem Steinversturz freigelegt werden (siehe Foto "Überblicksaufnahme von Planum 8" im → Mitteilungsblatt 2024/1, S. 12). In einer Fundschicht, welche einige wenige Scherben schwarzer reduzierend gebrannter eisenzeitlicher Keramik enthielt, wurden mehrere verkohlte Hölzer entdeckt. Ein System in der Lage der teilweise über 0,90 m langen Hölzer war nicht zu erkennen und so erscheint momentan auch bei diesem Befund eine Deutung als Versturz am wahrscheinlichsten. Als mögliche Herkunft der Hölzer kommen die Pfosten einer Pfostenschlitzmauer, eine Holzverschalung oder ein Überbau in Form einer Überdachung oder eines Wehrgangs in Frage. Der Fund der Hölzer deckt sich von der Lage her mit den dokumentieren und in die Hallstattzeit datierten Holzkohlen unter der Steinreihe aus der Grabung 2022.

Die letzten drei Grabungskampagnen auf dem Hochplateau von Althayingen förderten bisher äußerst spannende Befunde zu Tage. Sie untermauern das Potenzial des Fundplatzes und unterstreichen nicht zuletzt die Bedeutung von Althayingen im Netzwerk weiterer Höhenbefestigungen im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg.

Ein Team von SWR Aktuell hat die Lehrgrabung Ende Juli 2023 besucht und auf ihrer Homepage einen kurzen Bericht und den Rundfunkbeitrag bereitgestellt. Den Beitrag finden Sie → hier.

Die diesjährige, insgesamt sechswöchige Lehrgrabungskampagne erscheint für eine weitere Erforschung vielversprechend.

Voraussetzungen und Programm

Voraussetzung für die Teilnahme an der Lehrgrabung ist die Bereitschaft zu körperlicher Arbeit an der frischen Luft. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden benötigt. Die Richtlinien des LAD für die Arbeit in Grabungsschnitten erfordern Sicherheitsschuhe der Klasse S3 (Stahl- oder besser Hartplastikkappe, verstärkte Sohle und Knöchelhöhe). Die Tätigkeiten umfassen Erdarbeiten im gleichen Maße wie auch das Kennenlernen der archäologischen Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken.

Soweit es die Zeitplanung zulässt und das Interesse der Teilnehmer vorhanden ist, sind innerhalb der 2 Grabungswochen kurze Exkusionen zu aktuellen Grabungen oder archäologischen Besonderheiten in der näheren Umgebung vorgesehen.

Organisatorisches

  • Die Gruppengröße beträgt max. 7 Personen, die Dauer pro Gruppe beträgt zwei Wochen.
  • Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.
  • Die Betreuung der Lehrgrabung wird vom Landesamt für Denkmalpflege geleistet.
  • Für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie beträgt die Kostenbeteiligung 60,- € pro zweiwöchiger Gruppengrabung.
  • Die Grabungswochen dauern jeweils von Montag (ca. 11:00 Uhr) bis Freitag (ca. 15:00 Uhr), das Wochenende ist frei.
  • Sobald die exakten Grabungsorte feststehen, erhalten die angemeldeten Teilnehmer zeitnah weitere Detailinformationen zu Treffpunkten, Uhrzeiten und Ansprechpartnern.

Verpflegung, Unterkunft und Logistik

Verpflegung und Unterkunft vor Ort sollten die Teilnehmer selbst organisieren und finanzieren. Mineralwasserflaschen sind vor Ort. In der Regel liegen die Grabungsflächen in Gebieten, die nicht oder nur begrenzt mit Privat-PKWs angefahren werden können bzw. dürfen. Deshalb werden vor Ort gemeinsame Treffpunkte und die Bildung von Fahrgemeinschaften vereinbart.

Tipps

Der Grabungsort "Ringwall Althayingen" wird auch manchmal "Burg Alt-Hayingen" genannt. Er befindet sich südwestlich oberhalb der beiden Hayinger Ortsteile Indelhausen und Anhausen, das u.a. Startpunkt des Wander- und Radwegs durch das einsame Tal der "Großen Lauter" in Richtung Donau ist.

Übernachtungsmöglichkeiten für die Lehrgrabung im Umfeld von Indelhausen und Anhausen finden Sie auf folgender Webseite → www.naturerlebnis-hayingen.de.

Für Wohnmobilisten gibt es Stellplatzmöglichkeiten auf dem Wander-Parkplatz "Heiligental" (offizieller Stellplatz mit Ver- und Entsorgung) etwa 4,5 km nördlich des Grabungsortes im Lautertal, Heiligental 1, 72525 Münsingen.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 15. Juni 2024 das nachfolgende Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Es enthält alle noch freien Lehrgrabungstermine. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

+++ ausgebucht, bitte weichen Sie ggf. auf eine der anderen Gruppen aus, Danke. +++

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Stadt Hayingen (OT Indelhausen), Lkrs. Reutingen

Lennart Brandtstätter M.A., Dr. Leif Hansen


Lehrgrabung 2024 Gruppe 3 - Befestigungsanlage Althayingen (vermutete Toranlage und Ringwall)

Ausgrabungen im (vermuteten) Torbereich der Befestigungsanlage Althayingen

(aus: Bericht im → Mitteilungsblatt 2024/1, S. 12-14)

Auf einem in das Tal der Großen Lauter hineinragenden Bergsporn befindet sich eine der größten Höhenbefestigungen Baden-Württembergs: Althayingen. Die Anlage liegt südlich von Indelhausen und nahe Hayingen im Landkreis Reutlingen. Sie besteht aus einem mehrfach befestigten, großen Vorbereich und einer Kernanlage mit Randwall. Die Wall-Graben Anlagen grenzen dabei ein Areal von mindestens 7,3 ha ab, wovon etwa 4,3 ha auf ein fünfeckiges, im Osten durch zwei zusätzliche Hanggräben befestigtes, Hochplateau entfallen.

Die Lehrgrabung im Sommer 2023 konzentrierte sich auf den Bereich eines vermuteten Tors. In sieben Plana konnten hauptsächlich unterschiedliche Ebenen verstürzter Steine einer vermuteten Tor- oder Mauerkonstruktion dokumentiert werden. Für eine Interpretation als Mauerversturz sprechen die häufig glatten Oberflächen, die rechteckigen Formen sowie der insgesamt bearbeitet wirkende Charakter der Steine. Zu erwähnen sind zudem die beobachteten häufigen Anzeichen für ein Brandereignis, die sich als rötliche Verfärbung oder in Form starker Zersplitterung der Kalksteine zeigen.

Ein überaus spannender, aber momentan noch schwer zu interpretierender Befund konnte unmittelbar unter dem Steinversturz freigelegt werden (siehe Foto "Überblicksaufnahme von Planum 8" im → Mitteilungsblatt 2024/1, S. 12). In einer Fundschicht, welche einige wenige Scherben schwarzer reduzierend gebrannter eisenzeitlicher Keramik enthielt, wurden mehrere verkohlte Hölzer entdeckt. Ein System in der Lage der teilweise über 0,90 m langen Hölzer war nicht zu erkennen und so erscheint momentan auch bei diesem Befund eine Deutung als Versturz am wahrscheinlichsten. Als mögliche Herkunft der Hölzer kommen die Pfosten einer Pfostenschlitzmauer, eine Holzverschalung oder ein Überbau in Form einer Überdachung oder eines Wehrgangs in Frage. Der Fund der Hölzer deckt sich von der Lage her mit den dokumentieren und in die Hallstattzeit datierten Holzkohlen unter der Steinreihe aus der Grabung 2022.

Die letzten drei Grabungskampagnen auf dem Hochplateau von Althayingen förderten bisher äußerst spannende Befunde zu Tage. Sie untermauern das Potenzial des Fundplatzes und unterstreichen nicht zuletzt die Bedeutung von Althayingen im Netzwerk weiterer Höhenbefestigungen im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg.

Ein Team von SWR Aktuell hat die Lehrgrabung Ende Juli 2023 besucht und auf ihrer Homepage einen kurzen Bericht und den Rundfunkbeitrag bereitgestellt. Den Beitrag finden Sie → hier.

Die diesjährige, insgesamt sechswöchige Lehrgrabungskampagne erscheint für eine weitere Erforschung vielversprechend.

Voraussetzungen und Programm

Voraussetzung für die Teilnahme an der Lehrgrabung ist die Bereitschaft zu körperlicher Arbeit an der frischen Luft. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden benötigt. Die Richtlinien des LAD für die Arbeit in Grabungsschnitten erfordern Sicherheitsschuhe der Klasse S3 (Stahl- oder besser Hartplastikkappe, verstärkte Sohle und Knöchelhöhe). Die Tätigkeiten umfassen Erdarbeiten im gleichen Maße wie auch das Kennenlernen der archäologischen Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken.

Soweit es die Zeitplanung zulässt und das Interesse der Teilnehmer vorhanden ist, sind innerhalb der 2 Grabungswochen kurze Exkusionen zu aktuellen Grabungen oder archäologischen Besonderheiten in der näheren Umgebung vorgesehen.

Organisatorisches

  • Die Gruppengröße beträgt max. 7 Personen, die Dauer pro Gruppe beträgt zwei Wochen.
  • Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.
  • Die Betreuung der Lehrgrabung wird vom Landesamt für Denkmalpflege geleistet.
  • Für Mitglieder der Gesellschaft für Archäologie beträgt die Kostenbeteiligung 60,- € pro zweiwöchiger Gruppengrabung.
  • Die Grabungswochen dauern jeweils von Montag (ca. 11:00 Uhr) bis Freitag (ca. 15:00 Uhr), das Wochenende ist frei.
  • Sobald die exakten Grabungsorte feststehen, erhalten die angemeldeten Teilnehmer zeitnah weitere Detailinformationen zu Treffpunkten, Uhrzeiten und Ansprechpartnern.

Verpflegung, Unterkunft und Logistik

Verpflegung und Unterkunft vor Ort sollten die Teilnehmer selbst organisieren und finanzieren. Mineralwasserflaschen sind vor Ort. In der Regel liegen die Grabungsflächen in Gebieten, die nicht oder nur begrenzt mit Privat-PKWs angefahren werden können bzw. dürfen. Deshalb werden vor Ort gemeinsame Treffpunkte und die Bildung von Fahrgemeinschaften vereinbart.

Tipps

Der Grabungsort "Ringwall Althayingen" wird auch manchmal "Burg Alt-Hayingen" genannt. Er befindet sich südwestlich oberhalb der beiden Hayinger Ortsteile Indelhausen und Anhausen, das u.a. Startpunkt des Wander- und Radwegs durch das einsame Tal der "Großen Lauter" in Richtung Donau ist.

Übernachtungsmöglichkeiten für die Lehrgrabung im Umfeld von Indelhausen und Anhausen finden Sie auf folgender Webseite → www.naturerlebnis-hayingen.de.

Für Wohnmobilisten gibt es Stellplatzmöglichkeiten auf dem Wander-Parkplatz "Heiligental" (offizieller Stellplatz mit Ver- und Entsorgung) etwa 4,5 km nördlich des Grabungsortes im Lautertal, Heiligental 1, 72525 Münsingen.

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis zum 15. Juni 2024 das nachfolgende Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Es enthält alle noch freien Lehrgrabungstermine. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung. Vielen Dank.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Sonstiges


Frankenhardt (Lkr. Schwäbisch Hall)


AvO: "Der Burgberg bei Oberspeltach (Gem. Frankenhardt, Lkr. Schwäbisch Hall)"

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern

Führung: Dr. Günther Wieland, LAD, stv. Referatsleiter, Esslingen

Ort: Gem. Frankenhardt (Lkrs. Schwäbisch Hall)

Beginn: 10:00 Uhr

Preis: Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei und zur Eigenanreise.

Gruppengröße: ca. 20 Personen

Anmeldung: Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung bis 5 Tage vor Beginn über das Online-Formular (siehe unten) für die Teilnahme erforderlich ist. Der genaue Treffpunkt wird Ihnen nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Hinweis: Es ist keine Einkehr geplant. Da z.T. längere Wegstrecken zurückgelegt werden, sind festes Schuhwerk und gute Fitness Voraussetzung. Vielen Dank.

Diese Veranstaltung ist eine Führung aus der Reihe "Archäologie vor Ort" (AvO), die für Mitglieder der Gesellschaft angeboten wird, um die Archäologie unseres Landes direkt und exklusiv vor Ort kennenzulernen.

Hintergrundinformationen

Auf dem Burgberg bei Oberspeltach befindet sich eine dreifache Ringwallanlage. Jungsteinzeitliche Funde belegen zumindest eine Begehung des Berges in dieser Zeit. 1935 durchgeführte Grabungen ergaben eine Datierung der Befestigung in die Frühlatènezeit. Im Mittelalter diente der Berg als Wallfahrtsort.

Der Burgberg ist eine alles überragende Landmarke am Abfall der Keuperberge gegen die Hohenloher Ebene. Auf der Höhe errichtete der Schwäbische Albverein 1961 den weithin sichtbaren Aussichtsturm, eine verschalte Holzkonstruktion auf Werksteinsockel. Mit einer Höhe von 537 m und seiner freien Lage die Umgebung überragend, gestattet der Burgberg einen besonderen Rundblick weit über das Hohenloher Land. Bei günstigen Sichtverhältnissen sind der Odenwald, der Steigerwald und die Schwäbische Alb zu sehen.

(siehe auch: Wikipedia, 08.01.24)

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis 5 Tage vor der Veranstaltung das nachfolgende Online-Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Kreuzen Sie bei jeder Anmeldung immer nur die Führungen an, an denen Sie teilnehmen möchten. Für die Anmeldung zu weiteren Führungen später im Jahr können Sie das Online-Formular erneut nutzen.

Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung und rechtzeitig vor Beginn weitere Informationen zum Treffpunkt. Vielen Dank.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

 

Hausen am Tann (Zollernalbkreis)


AvO: "Besichtigung der Grabung am Lochenstein (Gem. Hausen am Tann, Zollernalbkreis)" +++ausgebucht+++

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern

Führung: Dr. Marc Heise, LAD, Gebietsreferent Archäologische Denkmalpflege, Tübingen und Prof. Dr. Martin Bartelheim, Universität Tübingen

Ort: Hausen a. Tann (Zollernalbkreis)

Beginn: 10:00 Uhr

Preis: Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei und zur Eigenanreise.

Gruppengröße: ca. 20 Personen

Anmeldung: Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung bis 5 Tage vor Beginn über das Online-Formular (siehe unten) für die Teilnahme erforderlich ist. Der genaue Treffpunkt wird Ihnen nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Hinweis: Es ist keine Einkehr geplant. Da z.T. längere Wegstrecken zurückgelegt werden, sind festes Schuhwerk und gute Fitness Voraussetzung. Vielen Dank.

Diese Veranstaltung ist eine Führung aus der Reihe "Archäologie vor Ort" (AvO), die für Mitglieder der Gesellschaft angeboten wird, um die Archäologie unseres Landes direkt und exklusiv vor Ort kennenzulernen.

Hintergrundinformationen

Genau 100 Jahre nach Beginn der ersten systematischen Ausgrabungen auf dem Lochenstein bei Hausen am Tann durch Gerhard Bersu und das damalige Landesamt für Denkmalpflege finden an gleicher Stelle derzeit erneut archäologische Untersuchungen statt. Nach zwei Grabungskampagnen der Universität Tübingen in den Jahren 2021 und 2022 werden die Ausgrabungen ab 2023 im Rahmen eines Kooperationsprojektes der Universität Tübingen und des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Erforschung der chronologischen Abfolge der Besiedlung des Lochensteins.

Die wissenschaftlichen Grabungsleiter, Prof. Dr. Martin Bartelheim (Universität Tübingen), Dr. Marc Heise (LAD) und der Grabungstechniker Michael Lingnau (LAD), wollen zunächst in drei Ausgrabungskampagnen bis 2025 an verschiedenen Stellen des Plateaus das archäologische Potential des Platzes überprüfen und wenn möglich eine für Südwestdeutschland gültige chronologische Entwicklung herausarbeiten. Das wird zum einen durch die Analyse des Fundmaterials (Keramik- und Metallfunde) erreicht, sowie durch naturwissenschaftliche Datierungen an organischen Materialien wie zum Beispiel Knochen.

(aus: PM des LAD, 06.09.23)

Online-Anmeldung

Bitte nutzen Sie bis 5 Tage vor der Veranstaltung das nachfolgende Online-Formular für Ihre verbindliche Anmeldung. Kreuzen Sie bei jeder Anmeldung immer nur die Führungen an, an denen Sie teilnehmen möchten. Für die Anmeldung zu weiteren Führungen später im Jahr können Sie das Online-Formular erneut nutzen.

Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung und rechtzeitig vor Beginn weitere Informationen zum Treffpunkt. Vielen Dank.

+++ ausgebucht +++

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

 

Bundesweit


Tag des offenen Denkmals 2024 – Motto: „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“

"Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte" lautet das bundesweite Motto zum Tag des offenen Denkmals im Jahr 2024, der wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im September stattfindet.

Bundesweite Koordination: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Willkommen bei Deutschlands größtem Kulturevent! Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Geschichte, während Sie durch geheimnisvolle Burgen, verwinkelte Fachwerkhäuser oder prunkvolle Kirchenanlagen wandeln. Über 5.000 Denkmaltüren öffnen immer am 2. Sonntag im September deutschlandweit für Sie, Ihre Freunde und die ganze Familie. Entdecken Sie sonst nicht zugängliche Orte, lassen Sie sich von historischen Handwerkstechniken begeistern oder blicken Sie Experten bei Restaurierungsmaßnahmen exklusiv über die Schulter – am 8. September beim Tag des offenen Denkmals 2024.

Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte

Wahrzeichen beschreiben oftmals einzigartige Bauten, die uns als wiedererkennbare Sehenswürdigkeiten in Erinnerung bleiben. Indem sie für ein bedeutendes historisches Ereignis stehen, das Stadtbild oder die Stadtsilhouette prägen oder weithin sichtbar sind, werden sie zum Symbol, zum „Zeichen“ des Ortes. Es muss nicht immer gleich der Eiffelturm in Paris, Big Ben in London oder das Brandenburger Tor in Berlin sein. Diese Bauwerke schaffen Identifikation mit ihrer Umgebung, vermitteln die Werte, die sie einst schufen – und locken heute Touristen an. Doch jedes Denkmal kann zum „Wahr-Zeichen“ werden. Sie sind „wahr“ aufgrund ihrer Rolle als authentisches Zeugnis einer Zeit. Doch was genau bedeutet „wahr“ und welche „Zeichen“ setzt ein Denkmal?

Neugierig geworden?

Dann lesen Sie → hier weitere Hintergrundinformation zum diesjährigen Motto und lassen Sie uns gemeinsam am Tag des offenen Denkmals viele interessante Denkmale erkunden, ganz "real" vor Ort - und digital ?!

Bundesweite Eröffnung 2024 (Speyer)

Den Staffelstab für die → bundesweite Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals reicht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Koordinatorin von Münster nach Speyer weiter: Am 8. September 2024 findet der offizielle Auftakt somit nach Trier im Jahre 2011 zum zweiten Mal in Rheinland-Pfalz statt. „Das vielschichtige Repertoire an Denkmalkultur in Speyer hat uns überzeugt“, so Dr. Skudelny, Vorstand der DSD. Denn neben den beiden UNESCO-Welterbestätten lassen sich in Speyer Spuren aus einer über zweitausendjährigen Geschichte entdecken: Rund 420 geschützte Einzeldenkmale machen gemeinsam mit weiteren Natur- und Bodendenkmalen die wertvolle Denkmalstruktur der Stadt aus. Mit der Mikwe, dem ältesten seiner Art erhaltenen jüdischen Ritualbad, ist Speyer außerdem Symbol einer lebendigen jüdischen Kultur. Denkmale und ihre Geschichte(n) erhalten durch die bundesweite Eröffnung besondere Aufmerksamkeit und bieten sowohl angereisten Denkmalfans als auch Einheimischen die Möglichkeit, die Stadt am Tag des offenen Denkmals aus neuen Perspektiven zu erleben.

Landesweite Eröffnung und Eröffnungsnacht 2024 (Schwäbisch Gmünd)

In diesem Jahr freut sich die älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd als Gastgeberin der → landesweiten Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals auf die vielen denkmalbegeisterten Gäste.

Die Eröffnung am Samstag, den 7. September im Rahmen eines Festaktes durch die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Frau Nicole Razavi MdL, den Präsidenten des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Herrn Prof. Dr. Claus Wolf sowie den Landrat des Ostalbkreises, Herrn. Dr. Joachim Bläse und Oberbürgermeister Richard Arnold beginnt um 17:00 Uhr in der Johanniskirche. Zur Eröffnung laden die Veranstalter alle Interessierten ein.

Siehe Landesamt für Denkmalpflege → Eröffnungsnacht zum Tag des offenen Denkmals in Schwäbisch Gmünd. Dort finden Sie auch die Anmeldemöglichkeiten, die aufgrund des begrenzten Platzangebotes erforderlich sind.

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

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