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Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Dr. Thomas Schierl / Stuttgart und Online

Germanes ulteriores – Von kreativen Köpfen, erfolgreichen Plünderern und Kriegern Roms

Ein Vortrag im Rahmen unserer Vortragsreihe 2025/26 in Stuttgart: "Fremde Nachbarn – Rom und die Germanen".

Römer und Germanen – zwei Kulturen, die über Jahrhunderte nebeneinander lebten, sich begegneten, bekriegten und beeinflussten. In unserer Vortragsreihe beleuchten die Referenten, was wir aus dem archäologischen Befund und archäologischen Funden über Austausch, Begegnungen und Reibungspunkte der beiden Kulturen herausfinden können.

Die Vortragsreihe mit fünf Vorträgen in Stuttgart findet begleitend zur gleichnamigen → Großen Sonderausstellung "Fremde Nachbarn – Rom und die Germanen" im Limesmuseum Aalen statt.

Dr. Thomas Schierl ist Archäologe im DFG-Projekt „Helvetiereinöde und Birkengipfel“ am Landesamt für Denkmalpflege (LAD), Esslingen.

(1) Interfecto Indutiomaro, ut docuimus, ad eius propinquos a Treveris imperium defertur. illi finitimos Germanos sollicitare et pecuniam polliceri non desistunt. (2) cum a proximis impetrare non possent, ulteriores temptant. inventis nonnullis civitatibus iure iurando inter se confirmant obsidibusque de pecunia cavent; Ambiorigem sibi societate et foedere adiungunt.

(1) Nach dem Tod des Indutiomarus, wovon oben die Rede war, kam im Land der Treverer die Gewalt an dessen Verwandte. Diese lockten unaufhörlich die benachbarten Germanen durch Geldversprechungen und versuchten, (2) da ihnen dies bei den nächsten nicht gelang, selbst die entlegeneren Stämme. Als sich jetzt einige Völkerschaften bereit fanden, verband man sich endlich und leistete durch Stellung von Geiseln wegen des versprochenen Geldes Sicherheit; zugleich schlossen sie auch mit Ambiorix einen Bündnisvertrag.

Zusammenfassung

Bereits um die Mitte des 1. Jh. v. Chr. hatte der gallische Stamm der Treverer „entfernt lebende Germanen“ zur Unterstützung gegen die Soldaten Caesars angeworben; Leute, die Caesar nach Überschreiten des Rheins den fernen Sueben zuordnete. Die wohl östlich des Harzes gelegene Heimat dieser Gruppen spielte auch in den folgenden Jahrhunderten eine wichtige Rolle für jegliche Art des Austausches zwischen den Bewohnern des Römischen Reiches und jenen der Germania magna. Nahe genug am Limes, um einen friedlichen Austausch zu pflegen, und weit genug entfernt, um geschützt zu sein vor schnellen militärischen Aktionen der römischen Militärs, war diese Landschaft Zentrum friedlicher Kontakte und Unruheherd zugleich. Seine Bewohner – Freude Roms und erfolgreiche Plünderer – übermittelten als selbstbewusste Akteure sowohl neue Formen als auch Ideen und setzten diese nach ihren eigenen Vorstellungen um.

Anhand ausgewählter Funde werden im Vortrag die wechselvollen Beziehungen dieser Gebiete und Ihrer Bewohner mit dem Imperium Romanum skizziert.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Baden-Württemberg e.V. in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold Würth Saal, Altes Schloss - Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart und Online

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Beginn: 18.00 Uhr (Hinweis: neue Uhrzeit)

Teilnahme: kostenfrei - um eine Spende zur Kostendeckung wird gebeten (Stichwort: Vortragsreihe Stuttgart)

Hinweis: Die Veranstaltung wird als Hybrid-Veranstaltung durchgeführt. Der Präsenzvortrag wird dabei zeitgleich als Live-Stream im Internet über ClickMeeting übertragen aber nicht aufgezeichnet.

Online-Anmeldung

Falls Sie nicht in Präsenz teilnehmen können, nutzen Sie möglichst bis 1 Tag vor Beginn des Hybrid-Vortrags das nachfolgende Formular für Ihre Anmeldung. Es enthält alle 5 Vorträge der Vortragsreihe. Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung mit einem Link und ggf. eine Event-ID zur jeweiligen Veranstaltung an Ihre angegebene E-Mail-Adresse. Vielen Dank.

+++ die Freischaltung des Online-Formulars zur Anmeldung für die Online-Teilnahme erfolgt Anfang Oktober 2025 +++

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

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