Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Prof. Dr. Markus Scholz / Stuttgart

Die Gesellschaft in den nordwestlichen Provinzen des Imperium Romanum im Spiegel ihrer Grabbauten

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2019 in Stuttgart: "Sklaven, Freie, Fürsten: Soziale Ungleichheit von der Bronzezeit bis ins Frühmittelalter im Spiegel der Grabfunde".

Gräber sind eine wichtige Quellengattung der Archäologie. In den verschiedenen Epochen gab es unterschiedliche Bestattungsriten, Bestattungsformen und Grabformen. Die Referenten werden anhand von Grabfunden der Frage nachgehen, inwiefern sich hier gesellschaftliche Ungleichheiten in der Vor- und Frühgeschichte sichtbar machen lassen.

Prof. Dr. Markus Scholz, Professor für Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen, Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Grabmonumente dienten nicht nur der dauerhaften pietätvollen Erinnerung einzelner Personen, sondern auch der Selbstdarstellung der Familien. In der Kombination von Form, Standort, Inschrift und Relief bzw. Skulptur kommen mediale Strategien zur Darstellung der eigenen sozialen Positionierung zum Ausdruck.

Dies praktizierten nicht nur Mitglieder der Oberschicht, sondern auch Vertreter einer recht breiten „Mittelschicht“ in den Nordwestprovinzen der Kaiserzeit. Übernahme bzw. Transformation römischer Statussymbole durch Einheimische in den Provinzen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Adaption mediterraner Formen kann ein Bruch mit indigenen Traditionen bedeuten oder – im Gegenteil – in bestimmter Auswahl ein Medium sein, um traditionelle Werte und Muster in einem zeitgemäßen Präsentationsrahmen zu kommunizieren.

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Vortragssaal, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 4,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

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