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Veranstaltungen . Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Vorträge


Schwäbisch Gmünd

Dr. Yvonne Tafelmaier und Wolfgang Naak


Präsenter als erwartet / genau hingeschaut: Neue Erkenntnisse zur Anwesenheit altsteinzeitlicher Jäger und Sammler im Ostalbkreis in Freiland und Höhle

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2023 in Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Dr. Yvonne Tafelmaier ist Referentin für Paläolithikum und Mesolithikum im Landesamt für Denkmalpflege, Wolfgang Naak ist ehrenamtlich Beauftragter für die archäologische Denkmalpflege.

 

Der reich bebilderte Vortrag informiert über die neuesten Forschungsergebnisse zur Anwesenheit erster moderner Menschen rund um Schwäbisch Gmünd.

Galt die jüngere Altsteinzeit auf dem Gebiet des Ostalbkreises außerhalb von Höhlen vor wenigen Jahren noch als schwach ausgeprägt, ermöglichten mehrere archäologische Maßnahmen in jüngster Zeit, das Bild der altsteinzeitlichen Siedlungslandschaft grundlegend zu verändern. Nicht nur in den Höhlen, sondern auch im Freiland finden sich zahlreiche Hinterlassenschaften altsteinzeitlicher Jäger und Sammler.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Stuttgart und Online

Dr. Andreas Thiel


Kein Stuttgart ohne Cannstatt - Die römischen Wurzeln der heutigen Landeshauptstadt

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2023: "Militärlager, Zivilsiedlungen und Gutshöfe - Die Römer in Württemberg".

Dr. Andreas Thiel ist Oberkonservator im Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Esslingen.

 

<<< Eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt des Vortrags ist Anfang des Jahres 2023 an dieser Stelle verfügbar >>>

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss - Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart und Online

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Beginn: 19.00 Uhr

Teilnahme: kostenfrei - um eine Spende zur Kostendeckung wird gebeten (Stichwort: Vortragsreihe 2023)

Hinweis: Die Veranstaltung wird derzeit als Hybrid-Veranstaltung geplant, d.h. sowohl als Präsensvortrag als auch zeitgleich als Live-Stream. Weitere Informationen folgen Anfang 2023 an dieser Stelle.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Stuttgart und Online

Dr. Martin Kemkes


Die Skulpturen aus dem Westkastell von Öhringen

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2023: "Militärlager, Zivilsiedlungen und Gutshöfe - Die Römer in Württemberg".

Dr. Martin Kemkes ist Leiter des Referats Provinzialrömische Archäologie und römische Zweigmuseen des Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (alm), Rastatt und Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Archäologie.

 

<<< Eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt des Vortrags ist Anfang des Jahres 2023 an dieser Stelle verfügbar >>>

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss - Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart und Online

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Beginn: 19.00 Uhr

Teilnahme: kostenfrei - um eine Spende zur Kostendeckung wird gebeten (Stichwort: Vortragsreihe 2023)

Hinweis: Die Veranstaltung wird derzeit als Hybrid-Veranstaltung geplant, d.h. sowohl als Präsensvortrag als auch zeitgleich als Live-Stream. Weitere Informationen folgen Anfang 2023 an dieser Stelle.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Schwäbisch Gmünd

Rolf-Dieter Blumer


Die Historie der Eisenindustrie in der Region Ostwürttemberg

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2023 in Schwäbisch Gmünd: "Geheimnisvolle Vergangenheit - Moderne Archäologie. Entdecken - Bergen - Restaurieren."

Rolf-Dieter Blumer ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins → "Eisenfreunde 1365 Ostwürttemberg e.V.", Aalen, Heidenheim.

 

Ein kaiserliches Dokument von 1365 erlaubte den Zisterzienser-Mönchen in Königsbronn die Gewinnung und Verarbeitung von Eisenerzen, der Beginn der Eisenindustrie in der Region Ostwürttemberg.

 

Veranstalter: Gmünder VHS in Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie in Schwäbisch Gmünd und der Gesellschaft für Archäologie

Ort: Gmünder VHS, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd, Saal B 0.2

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 6,00 € / Mitglieder 5,00 € (Mitgliedsausweis bitte an der Kasse vorlegen)

Stuttgart und Online

Dr. Klaus Kortüm


Alte Mauern in neuem Glanz. Aktuelle Forschungen im römischen Gutshof von Hechingen-Stein

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2023: "Militärlager, Zivilsiedlungen und Gutshöfe - Die Römer in Württemberg".

Dr. Klaus Kortüm ist Referent Auswertung und Forschung, Schwerpunkt Provinzialrömische Archäologie, Esslingen.

 

<<< Eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt des Vortrags ist Anfang des Jahres 2023 an dieser Stelle verfügbar >>>

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss - Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart und Online

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Beginn: 19.00 Uhr

Teilnahme: kostenfrei - um eine Spende zur Kostendeckung wird gebeten (Stichwort: Vortragsreihe 2023)

Hinweis: Die Veranstaltung wird derzeit als Hybrid-Veranstaltung geplant, d.h. sowohl als Präsensvortrag als auch zeitgleich als Live-Stream. Weitere Informationen folgen Anfang 2023 an dieser Stelle.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Stuttgart und Online

Dr. phil. habil. Andrea Faber


Das DFG-Projekt "Neuenstadt am Kocher und die Civitas Aurelia G[...]"

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2023: "Militärlager, Zivilsiedlungen und Gutshöfe - Die Römer in Württemberg".

Dr. habil. Andrea Faber ist Grabungsleiterin der aktuellen Forschungsgrabung "SIEDELN IN DYNAMISCHEN RÄUMEN. Neuenstadt am Kocher und die Civitas Aurelia G(…) als Modell für Urbanisationsprozesse in römischen Grenzzonen des 2. Jahrhunderts n. Chr. DFG-Projekt 2022 bis 2024", Bamberg.

 

<<< Eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt des Vortrags ist Anfang des Jahres 2023 an dieser Stelle verfügbar >>>

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss - Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart und Online

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Beginn: 19.00 Uhr

Teilnahme: kostenfrei - um eine Spende zur Kostendeckung wird gebeten (Stichwort: Vortragsreihe 2023)

Hinweis: Die Veranstaltung wird derzeit als Hybrid-Veranstaltung geplant, d.h. sowohl als Präsensvortrag als auch zeitgleich als Live-Stream. Weitere Informationen folgen Anfang 2023 an dieser Stelle.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Stuttgart und Online

Dr. Marc Heise und Sarah Roth M.A.


Neue Forschungen zu Kastellen des Alblimes

Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe 2023: "Militärlager, Zivilsiedlungen und Gutshöfe - Die Römer in Württemberg".

Dr. Marc Heise ist Gebietsreferent im Landesamt für Denkmalpflege, Dienstsitz Tübingen und Mitglied im Beirat der Gesellschaft für Archäologie. Sarah Roth M.A. ist Mitabeiterin im Landesamt für Denkmalpflege, Dienstsitz Karlruhe.

 

<<< Eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt des Vortrags ist Anfang des Jahres 2023 an dieser Stelle verfügbar >>>

 

Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg

Ort: Landesmuseum Württemberg, Reinhold-Würth-Saal, Altes Schloss - Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart und Online

Karte/Ortsplan: zum → Veranstaltungsort in OpenStreetMap

Beginn: 19.00 Uhr

Teilnahme: kostenfrei - um eine Spende zur Kostendeckung wird gebeten (Stichwort: Vortragsreihe 2023)

Hinweis: Die Veranstaltung wird derzeit als Hybrid-Veranstaltung geplant, d.h. sowohl als Präsensvortrag als auch zeitgleich als Live-Stream. Weitere Informationen folgen Anfang 2023 an dieser Stelle.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Exkursionen


Aktuell sind keine Veranstaltungen vorhanden.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Tagungen


Aktuell sind keine Veranstaltungen vorhanden.

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungen


Stadtmuseum Gerlingen


Sonderausstellung "Leben in Gerlingen - 5.000 Jahre v. Chr."

Stadtmuseum Gerlingen
Weilimdorfer Str. 9-11
70839 Gerlingen

gerlingen.de/Stadtmuseum

→ Öffnungszeiten
Dienstag und Samstag 15:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr, Montag und Mittwoch bis Freitag geschlossen

Sonderausstellung

Im künftigen Baugebiet »Bruhweg II« am Nordrand von Gerlingen sollen schon bald zahlreiche neue Wohnungen entstehen. Es wird nicht das erste Mal sein, dass dort Menschen leben, denn schon in der Zeit um 5.000 v. Chr. erlebte das Areal eine Phase dichter Besiedlung.

In der frühen und mittleren Jungsteinzeit wussten bäuerliche Dorfgemeinschaften die hervorragende Qualität der Lössböden im südlichen Strohgäu zu schätzen. Sie ließen sich  inmitten ihrer Feldflur in langen Holzhäusern nieder, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Die Spuren ihrer Häuser haben sich zusammen mit Keramikscherben, Steinwerkzeug, Knochen und anderen Gegenständen im Boden erhalten. Sie sind das einzige Zeugnis, das uns von jenen fernen Zeiten erzählt, denn eine schriftliche oder mündliche Überlieferung gibt esnicht. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung steht dieses archäologische Kulturerbe unter dem Schutz des baden-württembergischen Denkmalschutzgesetzes.

Bevor im »Bruhweg« gebaut werden kann, müssen die steinzeitlichen Spuren fachgerecht dokumentiert und geborgen werden. Dies geschieht derzeit im Rahmen einer archäologischen Rettungsgrabung, die vom Landesamt für Denkmalpflege (LAD), der Stadt Gerlingen und der Firma ArchaeoBW GmbH gemeinsam durchgeführt wird.

Die Ausstellung möchte die Besucherinnen und Besucher mit auf diesen faszinierenden Erkenntnisweg der archäologischen Forschung nehmen. Anhand ausgewählter Exponate und einer Vermittlung, die Fakten und Vermutungen grafisch voneinander trennt und interaktiv zugänglich macht, erfolgt eine Annäherung an eine längst untergegangene Lebenswelt.

Begleitende Vortragsreihe und Führungen

Begleitend zur Ausstellung findet eine Vortragsreihe sowie Führungen statt. Themen und Termine werden auf der Website des Stadtmuseums Gerlingen (→ www.gerlingen.de/Stadtmuseum) bekannt gegeben.

Ausstellungseröffnung

Unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen wird die Ausstellung am Sonntag, 03. April 2022 um 11:15 Uhr im Gemeindezentrum "Petrushof", Kirchstraße 42 eröffnet. Im Anschluss daran kann die Sonderausstellung besichtigt werden. Die Einladung zur Ausstellungseröffnung finden Sie → hier.

Es sprechen Dirk Oestringer, Bürgermeister Stadt Gerlingen; Prof. Dr. Dirk Krausse, Landesarchäologe, LAD im RP Stuttgart; Dr. Birgit Knolmayer, Leiterin Stadtmuseum Gerlingen. Eine Einführung in die Ausstellung geben Dipl.-Rest. Nicole Ebinger und Dr. Christian Bollacher, beide LAD im RP Stuttgart. Musikalisch umrahmt wird das Programm in Kooperation mit der Jugendmusikschule Gerlingen.

Anmeldung

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher wird um Anmeldung per E-Mail unter → stadtmuseum@gerlingen.de bzw. telefonisch unter 07156 / 205366 gebeten. Restplätze werden kurzfristig vor Ort vergeben.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Das Museum: Das Stadtmuseum Gerlingen befindet sich in der Weilimdorfer Straße. In seinen Räumen ist auch das "Museum der Deutschen aus Ungarn" untergebracht. Dieser besondere Schwerpunkt der Präsentation bildet die Kultur der Deutschen aus Ungarn ab, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Gerlingen angesiedelt haben.

Zum Stadtmuseum gehört zudem ein ehemaliges Wohnhaus mit Scheune: Das sogenannte "Haus der schwäbischen Hausfrau". Hier können die Besucher in die Lebenswelt und die Wohnkultur des frühen 20. Jahrhunderts eintauchen und Spannendes über das Leben und Arbeiten „Unter einem Dach“ erfahren. Das idyllische „Museumshöfle“ bietet den idealen Rahmen für Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Ausstellungseröffnungen.

www.gerlingen.de/Stadtmuseum (Stand: 08.01.22)

Archäologisches Landesmuseum (ALM), Konstanz


Sonderausstellung "Mittelalter am Bodensee – Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall"

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (alm)
Benediktinerplatz 5
78467 Konstanz

www.konstanz.alm-bw.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, jeden 1. Samstag im Monat: Eintritt frei.

Sonderausstellung

Vom 09. Juli 2022 bis zum 08. Januar 2023 ist im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (alm) in Konstanz die Sonderausstellung "Mittelalter am Bodensee – Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall" zu sehen. Für diese internationale Wanderausstellung haben sich zwölf verschiedene Museen und archäologische Fachstellen aus der Vierländerregion Bodensee zusammengeschlossen.

Die Ausstellung bietet tiefe Einblicke in das mittelalterliche Leben im Bodenseeraum und präsentiert der Öffentlichkeit rund 150 hochkarätige, zum Teil nie gezeigte archäologische und historische Exponate. Nach dem erfolgreichen Start im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen sowie dem Museum für Archäologie in Frauenfeld, ist die Ausstellung nun im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz zu sehen.

Der Bodensee und seine Zuflüsse wurden im Mittelalter als Wasserwege genutzt, die einen Wirtschaftsraum von den Bündner Alpenpässen bis zum Rheinfall verbanden. Städte bildeten Bündnisse, man einigte sich auf ein einheitliches Währungssystem, betrieb Landwirtschaft, Handwerk, Bergbau und handelte mit weit entfernten Gebieten.

 

Das Museum: Das Archäologische Landesmuseum (ALM) wurde am 08. Juni 1990 vom Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg beschlossen. Es betreut und repräsentiert die Landesarchäologie und verantwortet das zentrale Fundarchiv für archäologische Funde aus dem gesamte Land in Rastatt. Sonderausstellungen werden in in der Zentrale in Konstanz sowie sieben Zweigmuseen präsentiert.

Die wichtigste Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums präsentiert mittels einer repräsentativen Auswahl archäologischer Funde einen Querschnitt der Landesgeschichte und befindet sich in Konstanz. Sie ist im Konventsgebäude der ehemaligen Benediktinerabtei Petershausen untergebracht und wurde am 14. März 1992 zunächst als Außenstelle eröffnet. Seit 2010 ist das Museum ein eigenständiges Museum.

Seit 01.01.2003 gehören sechs archäologische Museen als Zweigmuseen zum Zuständigkeitsbereich des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg. Seit März 2012 ist das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren als siebtes Zweigmuseum zur "ALM-Familie" gestoßen. 


www.konstanz.alm-bw.de/de/zweigmuseen (Stand: 17.05.21)

Sachsenheim


Wanderausstellung "Kelten in Baden-Württemberg"

Stadtmuseum Sachsenheim
Oberriexinger Straße 29 (Kulturhaus)
74343 Sachsenheim

sachsenheim.de

→ Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 bis 18:30 Uhr, Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Hinweis: Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Hygiene-Vorschriften.

Wanderausstellung

Im Stadtmuseum Sachsenheim ist ab Sonntag, 2. Oktober 2022, die Wanderausstellung „Die Kelten in Baden-Württemberg“ zu Gast. Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert mit der Ausstellung einen Einblick in die Zeit zwischen dem 7. und 1. Jahrhundert vor Christus, in der die Kelten das Landschaftsbild durch ihre Siedlungen, Bestattungsplätze und Naturheiligtümer prägten.

Im November 2019 wurde die Ausstellung „Kelten in Baden-Württemberg – Aktuelle Ausgrabungen und Forschungen zur Hallstatt- und Latènezeit“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart erstmals präsentiert. Anschließend war sie im Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen, im Hauptgebäude des Regierungspräsidiums Stuttgart in Vaihingen sowie an zahlreichen weiteren Orten zu sehen.

Die nächste Station der Wanderausstellung „Die Kelten in Baden-Württemberg“ wird Sachsenheim sein. Die Ausstellungseröffnung am 2. Oktober findet um 11:00 Uhr im Stadtmuseum statt. Anschließend kann die Ausstellung dort bis zum 26. Februar 2023 besucht werden. Die Öffnungszeiten sind dienstags von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung zeigt zunächst wie die keltischen Kulturen in der Antike von ihren südlichen Nachbarn, den Griechen und Römern, wahrgenommen wurden und was aus archäologischer Sicht über sie ausgesagt werden kann. Im Mittelpunkt stehen die beeindruckenden Ausgrabungen und Forschungsprojekte des LAD zur Archäologie der Kelten in Südwestdeutschland:

  • Aktuelle Arbeiten im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg an der oberen Donau belegen die komplexen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen während des 6. und frühen 5. Jahrhunderts vor Christus.
  • Die Ausgrabungen am Rosensteinmassiv bei Heubach, einer mit monumentalen Gräbern und Wällen befestigten keltischen Höhensiedlung, beleuchten die Zeit unmittelbar vor Beginn der keltischen Wanderungen um 400 vor Christus.
  • Besonders kennzeichnend für die spätkeltische Zeit im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus sind neben Viereckschanzen (ländliche Gehöfte) stadtartige Großsiedlungen (Oppida) wie der Heidengraben am Nordrand der Schwäbischen Alb.

Darüber hinaus informiert die Ausstellung über wichtige Lebensbereiche wie Handel, Handwerk, Religion und Wissenstransfer in keltischer Zeit.

Ausstellungseröffnung

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 02. Oktover 2022 von 11:00 bis 12:30 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher neben irisch-keltischer Musik des Gitarrenduos Gehlen-Lippmann und einem kleinen Imbiss/Umtrunk auch ein kurzer Einführungsvortrag von Felicitas Schmitt, Gebietsreferentin der Vor- und Frühgeschichte am Landesamt für Denkmalpflege.

Darüber hinaus stehen an diesem Vormittag direkt in der Ausstellung die Experten des Landesamtes für Auskünfte, Nachfragen und detaillierte Informationen bereit.

Das Stadtmuseum Sachsenheim ergänzt die Wanderausstellung durch zahlreiche interaktive Mitmachstationen, an denen man sich zum Beispiel mit Pfeil und Bogen ausprobieren darf, geheimnisvolle Objekte ausgraben oder kleine Goldschmuckimitate selber herstellen kann. Eine Kinderrätselkarte inkl. kleiner Belohnung lässt den Museumsbesuch bereits für Kinder ab 6 Jahren zum Erlebnis werden, während die noch jüngeren Besucher an der Kleinkindstation Abwechslung finden.

Flankiert wird die Ausstellung durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das von Kindererlebnisnachmittagen, wissenschaftlichen Vorträgen, Irisch-Keltischer Musik bis hin zu Keltischem Töpfern für Alt und Jung reicht.

Weitere Ausstellungsorte der Wanderausstellung

Anschließend wandern „Die Kelten in Baden-Württemberg“ im Frühjahr 2023 nach Herbertingen-Hundersingen. Die genauen Ausstellungsadressen sowie konkrete Termine werden rechtzeitig auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht.

 

Das Museum: Das 1998 errichtete städtische Kulturhaus ist ein Ort der generations- und kulturübergreifenden Begegnung, der Bildung und der Kultur im Herzen Großsachenheims. Der besondere Gebäudekomplex umfasst zudem das Stadtmuseum und das Stadtarchiv.

sachsenheim.de (Stand: 27.09.22)

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Sonderausstellung "Berauschend - 10.000 Jahre Bier und Wein"

Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6,
70173 Stuttgart

landesmuseum-stuttgart.de

→ Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen.

Sonderausstellung

Eines ist gewiss: Die Bedeutung von Bier und Wein für eine Gesellschaft ist kein Phänomen der Gegenwart. Ganz im Gegenteil, die Herstellung von Alkohol ist seit circa 10.000 Jahren belegt. Bei gemeinschaftlichen Anlässen und im sozialen Austausch nahm der Konsum alkoholischer Getränke oftmals eine zentrale Rolle ein. Der Wein im Symposion der Griechen oder das Bier, das beim Zusammentreffen von größeren Menschengruppen am prähistorischen Fundplatz in Göbekli Tepe (heutige Türkei) getrunken worden sein könnte, sind nur zwei Beispiele, die die Frage aufwerfen, ob Alkohol nicht der eigentliche „Kitt der Gesellschaft“ vergangener Kulturen war – und es vielleicht sogar heute noch ist?

Die kulturhistorische Ausstellung spannt einen Bogen von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Dabei führt sie den Besucher*innen vor Augen, welche lange Geschichte der Konsum von alkoholischen Getränken in unserem Kulturraum hat und wie stark er bis heute in unserem alltäglichen Leben verankert ist. Der geografische Ausgangspunkt ist der südwestdeutsche Raum, ergänzt durch historisch wichtige Bezüge in die mediterrane und vorderasiatische Welt.

Zentral sind dabei weniger die technischen Aspekte der Herstellung oder die Vielfalt an Produkten, als vielmehr die Rolle, die Alkohol in sozialen Kontexten der Vergangenheit und Gegenwart spielt(e). Auch die Folgen für Individuum und Gemeinschaft, die mit dem Genuss von Alkohol einhergehen, werden thematisiert.

Vor diesem epochenübergreifenden Hintergrund sind Sie dazu eingeladen, Ihre persönliche Lebenswelt, ihr Umfeld und Ihr eigenes Konsumverhalten zu reflektieren.

 

Das Museum: Als das größte kulturhistorische Museum in Baden-Württemberg mit umfangreichen Sammlungen von hoher Qualität erzählt es auf spannende Weise die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Die regionalgeschichtlichen Bestände werden ergänzt durch kunsthandwerkliche Sammlungen von internationalem Rang. Interessant aufbereitete Sonderausstellungen für Groß und Klein präsentieren die verschiedensten Themenbereiche. Einen ausgewählten Querschnitt der eigenen facettenreichen Bestände zeigen die Schausammlungen.

Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. von Württemberg als „Königliche Staatssammlung vaterländischer Kunst- und Alterthumsdenkmale“. In den 1960ern ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf. Seit 1969 wird der Großteil der Sammlungen im Alten Schloss in Stuttgart - dem Haupthaus - präsentiert. Erst 1971 erfolgte die Wiedereröffnung aller Gebäudeteile.

In den letzten Jahren wurden die Schausammlungen im Alten Schloss neu gestaltet. Im Jahr 2012, zum 150. Jubiläum, konnte die Ausstellung LegendäreMeisterWerke eröffnet werden, die einen Rundgang durch die württembergische Kulturgeschichte von der Eiszeit bis zur Ende der Monarchie bietet. 2016 folgte die Schausammlung Wahre Schätze mit den Ausstellungseinheiten zur Antike, zu den keltischen Fürstensitzen und zur Kunstkammer der Herzöge von Württemberg.

www.landesmuseum-stuttgart.de/museum/ueber-das-museum (Stand: 02.07.22)

Museum der Universität Tübingen (MUT)


Sonderausstellung "Troia, Schliemann und Tübingen"

Museum der Universität Tübingen MUT
Schloss Hohentübingen
Burgsteige 11
72070 Tübingen

unimuseum.uni-tuebingen.de

→ Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 19:00 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen, Führungstermine auf Anfrage

Sonderausstellung

Im Jahr 2022 feiert das Museum im Schloss Hohentübingen seinen 25. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums und anlässlich des 200. Geburtstages von Heinrich Schliemann 2022 erarbeitete das MUT in enger Kooperation mit dem Tübinger Troia-Forschungsprojekt, das 35 Jahre alt wird, die Jahresausstellung „Troia, Schliemann und Tübingen“.

Im Zentrum stehen Objekte aus dem reichen Fundus an Troia-Originalen, verbunden mit einem umfangreichen Begleitprogramm. Ergänzt wird die Jubiläumsausstellung mit Exponaten zahlreicher Sammlungen der Universität sowie mit externen Leihgaben, die zusammen mit rund 200 unpublizierten Tübinger Fundstücken der Troia-Grabungen Schliemanns ein beeindruckendes Spektrum bieten. Die Ausstellung im Rittersaal des Schlosses gliedert sich in die Abteilungen Troia-Mythos, Heinrich Schliemann, Grabungs- und Forschungsgeschichte, das Tübinger Troia-Projekt, Funde zu Architektur, Kunst, Handwerk und Alltag sowie schließlich zur Troia-Rezeption bis hin zum Troia-Trash.

Parallel zur Hauptausstellung im Rittersaal ist darüber hinaus eine Hands-on-Begleitausstellung „Troia for Kids“ im Kabinettraum des Schlosses mit einem breiten museumspädagogischen Programm entstanden.

Erarbeitet wurden beide Ausstellungen gemeinsam mit Studierenden in zwei je zweisemestrigen Praxisseminaren im Rahmen des Masterprofils „Museum & Sammlungen“ der Universität.

Ausstellungsbegleitende Vortragsreihe in Tübingen und Stuttgart

Mit der Vernissage am 27.10.22 beginnt in Tübingen eine Internationale Vortragsreihe „TROIA, SCHLIEMANN UND TÜBINGEN“. Diese Reihe wird ergänzt durch Sondervorträge zum Gesamtprojekt der Jubiläumsausstellung und die bekannten sonntäglichen Themenvorträge im MUT. Alle Vorträge und Termine finden Sie in der ausstellungsbegleitenden Broschüre zum Download → hier bzw. in der → Termin-Übersicht des MUT.

In Kooperation mit dem Deutsch-Türkischen Forum DTF, Stuttgart und mit Unterstützung des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof findet ab 24. Februar 2023, Freitags um 19 Uhr im Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33 ebenfalls eine "Troja-Vortragsreihe in Stuttgart" statt. Auch diese Vorträge und Termine finden Sie in der ausstellungsbegleitenden Broschüre zum Download → hier.

Ausstellungseröffnung

Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 27. Oktober 2022, um 19 Uhr im MUT statt. Neben Grussworten und Einführungsvorträgen hält Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin den Abendvortrag "MEHR ALS LÜGNER, RÄUBER UND SCHATZGRÄBER? EINE WIEDERANNÄHERUNG AN HEINRICH SCHLIEMANN ZUM 200. GEBURTSTAG". Das gesamte Programm zur Ausstellungseröffnung finden Sie → hier.

Buchtipp

Zur Jubiläumsausstellung "Troia, Schliemann und Tübingen" ist 2022 unter gleichem Titel ein Begleitbuch erschienen:

Ernst Seidl, Stephan Blum, Magda Pieniążek, Michael La Corte (Hg.): Troia, Schliemann und Tübingen Schriften des Museums der Universität Tübingen MUT, hg. von Ernst Seidl, Bd. 25, Tübingen 2022 mit rund 340 Seiten und durchgehend farbigen Abbildungen, ISBN 978-3-949680-04-5, Preis 39,90 €

Die Publikation ist erhältlich an der Museumskasse oder im → Online-Shop des MUT.

 

Das Museum: Das Museum der Universität Tübingen MUT wurde 2006 als Zentrale Einrichtung der Universität Tübingen gegründet. Es fungiert als Dachinstitution für die rund 70 universitären Sammlungen. Zu den Aufgaben des MUT gehört es, die wissenschaftlichen Sammlungen in verantwortungsvoller Weise zu organisieren, sie für nachfolgende Generationen zu bewahren und für Forschung, Lehre, öffentliche Bildung und Profilierung der Universität nutzbar zu machen.

Das zentrale Kernanliegen der Wissenschaftskommunikation wird durch zahlreiche regionale und überregionale Kooperationen, durch Ausstellungen, öffentliche Veranstaltungen, eigene Forschungen sowie Publikationen, aber auch durch Lehrformate, wie etwa das Master-Profil „Museum & Sammlungen“, gewährleistet.

Museum Uni Tübingen MUT (Stand: 30.10.22)

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Lehrgrabungen


Ammerbuch-Reusten, Lkrs. Tübingen

Lea Valcov, M.A., Dr. Marc Heise und Dr. Jörg Bofinger


Ehrenamtsprojekt "Ammerbuch-Reusten" - Forschungsgrabung 2021 ff.

Ein neues Grabungsprojekt mit Freiwilligen

Ein neues Ausgrabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart unter Beteiligung von Freiwilligen und in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie findet ab September 2021 an der Fundstelle des ältesten Goldfundes Südwestdeutschlands bei Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen) statt.

Das Siedlungsareal bei Ammerbuch-Reusten

Seit 2017 werden im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und der Universität Tübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Forschungsgrabungen an mehreren jungsteinzeitlichen Siedlungsplätzen durchgeführt. Ziel ist die Erforschung der Besiedlungsgeschichte der ersten Ackerbauern und Viehzüchter in der Region rund um das Ammertal.

Auf der Hochfläche des Oberen Gäus, unweit des Kirchberges von Reusten, befindet sich ein größeres Fundareal, welches bereits seit langer Zeit bekannt ist. Neben ausgepflügten menschlichen Skelettresten können auch beinahe alle vorgeschichtlichen Epochen seit der frühesten Jungsteinzeit bis in die römischen Epochen nachgewiesen werden.

Im Jahr 2000 wurden durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter A. Lehmkuhl die Reste einer Hockerbestattung im Zentrum des Fundareals in der Flur „Grüninger“ freigelegt. 2020 erfolgte eine gezielte Nachuntersuchung im Rahmen des Forschungsprojektes, welche die zeitliche Stellung Bestattungsplatzes klären sollte.

Forschungsgrabung Flur „Grüninger“ 2020

Die bereits im Vorfeld der Grabung durchgeführten geomagnetischen Messungen lieferten die Grundlage für einen 10 m x 20 m großen Sondageschnitt. Bereits wenige Zentimeter unter dem Ackerboden wurden archäologische Befunde beobachtet. Ein Großteil der Strukturen umfasst jungsteinzeitliche Siedlungsgruben und Pfostengruben der Linearbandkeramischen Kultur sowie eine größere mittelneolithische Grube.

Ein zweiter Schnitt sollte die von A. Lehmkuhl beobachtete Bestattung lokalisieren und dokumentieren. Im Zentrum des 3 m x 3 m großen Schnitts wurden die letzten Reste eines Grabes einer jungen Frau, die in Hockerlage bestattet wurde, aufgefunden. Bedauerlicherweise waren große Teile des Skelettes bereits von der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Feldes in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Bestattung selbst wurde im Block geborgen und im Restaurierungslabor fachgerecht freigelegt und dokumentiert.

Der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs

Spektakulär ist die einzige Grabbeigabe, die man der jungen Frau mit ins Grab gab. Es handelt sich um eine kleine, mehrfach gewundene Goldspirale, welche im unteren Rückenbereich der Frau aufgefunden wurde und wahrscheinlich ursprünglich im Kopfbereich der Bestattung lag.

Knochenproben des Skelettes erbrachten ein 14C Datum von 1861-1616 calBC und datiert das Grab damit in die frühe Bronzezeit. Bisher sind Goldfunde für diese Zeitstellung nur aus Mitteldeutschland bekannt. Die kleine Goldspirale ist somit der bisher älteste Goldfund Baden-Württembergs.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Ab dem 13.09.2021 soll im Rahmen eines auf zwei Jahre angesetzten Projekts das gesamte Areal der Flur „Grüninger“ ausgegraben und dokumentiert werden. Grund dafür ist die akute Bedrohung der archäologischen Befunde und Funde durch die landwirtschaftliche Nutzung des Feldes.

Das Grabungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart wird unter Beteiligung von Freiwilligen und an der Archäologie interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden. So soll auch interessierten Laien die Möglichkeit geboten werden, unter fachkundiger Anleitung an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen und so Archäologie vor Ort zu erleben und die Ausgrabungen zu unterstützen.

Wissenschaftliche Leiter des Projektes sind Dr. Jörg Bofinger und Dr. Marc Heise. Die Maßnahmen vor Ort werden von Lea Valcov M.A. durchgeführt.

Anmeldung für die Grabungskampagne

Wenn Sie Interesse haben, an der Ausgrabung teilzunehmen, können Sie sich vorab bei uns melden.

Wünschenswert für die Teilnahme an dem Ehrenamtsprojekt sind erste Grabungserfahrungen (z.B. Lehrgrabungen etc.) und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit vor Ort.

Für Ihre Anmeldung (Erst-Registrierung) und die Nennung Ihrer Beteiligungsmöglichkeiten senden Sie bitte eine formlose E-Mail an die Grabungstechnikerin Lea Valcov (s. unten).

Ein Neueinstig in die Arbeiten vor Ort ist während der gesamten Grabungskampagne möglich. Beachten Sie hierbei bitte eine gewisse Vorlaufzeit von 2-3 Wochen für die Planung. Auf der Kommunikationsplattform „moodle“ werden jeweils 14 Tage vor dem eigentlichen Grabungsbeginn „Abfragen“ eingestellt, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, ihre individuellen Beteiligungstage anzugeben. Eine Teilnahme über mehrere Tage ist aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage erwünscht.

aktueller Hinweis: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist sind für alle Vor-Ort-Aktivitäten mit freiwilligen und ehrenamtlichen Teilnehmern/innen besondere Teilnahme- und Hygieneregeln zwingend zu beachten. Für die Teilnahme gilt mindestens die „3 G Regel“, d. h. „geimpft, genesen oder getestet“ ist als Voraussetzung zwingend (Stand: Juni 21).

 

Kontaktdaten

Grabungstechnikerin: lea.valcov@rps.bwl.de oder

Projektadresse: ehrenamtprojekt-ammerbuchreusten@web.de

Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform.

Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir vor Ort nicht immer online sind.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt vielen Ehrenamtlichen im Land ein attraktives Angebot machen zu können, einmal "von Anfang bis Ende" bei einer Forschungsgrabung beteiligt sein zu können.

Publikationen (Auswahl)

Aktuelle Informationen zur bisherigen Grabungskampagne in Ammertal finden Sie in:

  • Krauß, R.; Breuer, L.; Korolnik, S.; Pernicka, E.; Schorer, B.; Spatzier, A.; Stein, V. Bofinger, J., An Early Bronze Age Burial with a Golden Spiral Ring from Ammerbuch-Reusten, Southwestern Germany. Praehistorische Zeitschrift, 2021. doi: 10.1515/pz-2021-0010
  • Bofinger, J; Brandtstätter, L.; Heise, M.; Stein, V.; Krauß, R., Jungsteinzeitliche Scherben, frühbronzezeitliches Gold – Zum Fortgang der Untersuchungen im Ammertal. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2020, S. 88-92.

Auf der Website der Universität Tübingen finden Sie ebenfalls aktuelle Informationen zu den verschiedenen → Forschungsgrabungen im Ammertal.

Pressemitteilung des LAD vom 15.09.2021: → Fortsetzung der Grabungen an der Fundstelle des ältesten Goldfundes Südwestdeutschlands bei Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen).

Mit aktuellen Berichten und Vortragsveranstaltungen wird das Ehrenamtsprojekt aktiv begleitet durch den → Bürgerverein Ammerbuch e.V.

 

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Neuenstadt a. Kocher, Lkrs. Heilbronn

Dr. Andrea Faber, Prof. Dr. Michaela Konrad und Dr. Klaus Kortüm


Ehrenamtsprojekt "Forschungen zum römischen Neuenstadt am Kocher" - Grabungen 2022 ff.

Ein neues Grabungsprojekt mit Freiwilligen und interessierten Laien (2022-2024)

Im April 2022 startet ein gemeinsames Projekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Thema ist die weitere Erforschung der römischen Stadtanlage bei Neuenstadt am Kocher, Lkrs. Heilbronn. Der Beginn der Grabungen mit Beteiligung von Freiwilligen und interessierten Laien in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie ist für den Juni 2022 geplant. Im August und September 2022 erfolgt in diesem Rahmen ergänzend eine Lehrgrabung für Studierende der Universität Bamberg. Während der Grabungspause ab November 22 erfolgen Dokumentationsaufgaben und Fundbearbeitungen.

Die römische Stadtanlage bei Neuenstadt a.K.

Vor einigen Jahren hat das LAD mit einem Forschungsprojekt im Bereich der neuentdeckten römischen Stadtanlage auf den Feldern bei Neuenstadt begonnen. In diesem Rahmen konnten erste Ergebnisse zu Ausdehnung, Struktur und Geschichte des römischen Neuenstadt erzielt werden. Darüber hinaus gelang die Ausgrabung spektakulärer Ruinen eines großen Tempels für Apollo Grannus.

Die für unsere Region außergewöhnliche antike Siedlung war Hauptort der römischen Verwaltungseinheit 'Aurelia G(...)' zwischen Neckar und 'Vorderem Limes'. Sie wurde nach mediterranen Prinzipien planmäßig an einem nach Süden, zum Kocher hin geneigten Hang, angelegt. Ihre Bebauung zieht sich über mindestens 25 Hektar bis ins Flusstal, wo sich vermutlich ein Hafen oder eine Anlegestelle befand. Repräsentative und öffentliche Bauten nehmen markante Punkte im Stadtgebiet ein. Das Zentrum bildet der Heilige Bezirk für Apollo Grannus.

Forschungsgrabung in Neuenstadt-Bürg

Vor kurzem hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einem gemeinsam vom LAD und der Universität Bamberg gestellten Antrag auf Fördermittel stattgegeben: SIEDELN IN DYNAMISCHEN RÄUMEN. Neuenstadt am Kocher und die Civitas Aurelia G(…) als Modell für Urbanisationsprozesse in römischen Grenzzonen des 2. Jahrhunderts n. Chr. DFG-Projekt 2022 bis 2024.

Daher können nun die Forschungen mit Ausgrabungen in Neuenstadt-Bürg fortgesetzt werden. Sie sollen im Frühjahr dieses Jahres beginnen. Wissenschaftliche Projektleiter sind Prof. Dr. Michaela Konrad, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Archäologie der Römischen Provinzen und Dr. Klaus Kortüm, Landesamt für Denkmalpflege Zentrale Dienste und Denkmalforschung, Esslingen. Die Maßnahmen am Ort organisiert und leitet Dr. habil. Andrea Faber.

Vorgesehene Maßnahmen im Projekt

Die Planungen für die aktuellen Forschungen sehen neben der Beteiligung von interessierten Laien die feldarchäologische Ausbildung von Archäologiestudierenden vor.

Bei dem vorliegenden Angebot geht es zunächst in erster Linie um eine Beteiligung an den Ausgrabungen selbst: Bis Ende 2024 sollen im Bereich zweier für die nordwestlichen Grenzprovinzen ungewöhnlicher und bisher nur aus Luftbildern und geophysikalischen Prospektionen bekannter, vermutlich öffentlicher Gebäude der antiken Siedlung Ausgrabungskampagnen stattfinden. Ziel ist es, mehr über die Entwicklung der öffentlichen Infrastruktur als wichtigstem Teil der neu gegründeten Siedlung zu erfahren.

Die archäologischen Forschungen in Neuenstadt, dem administrativen und religiösen Zentrum der nach der kaiserlichen Familie der Aurelier benannten Kommune civitas Aurelia G(...), werden wichtige Erkenntnisse für die Landesarchäologie, aber auch zu grundsätzlichen Fragen der Funktion römischer Städte in Grenzräumen des römischen Reiches erbringen.

Anmeldung für die Grabungskampagne

Die erste Phase im Ehrenamtlichen-Projekt ist für Juni bis Oktober 2022 terminiert. Wenn Sie Interesse haben, die Grabungen zeitweise tatkräftig zu unterstützen, schicken Sie bitte formlos eine E-Mail an die Grabungs- und Projektadresse: Andrea.Faber@uni-bamberg.de.

Auf der Kommunikationsplattform "moodle" werden dazu vor den eigentlichen Grabungswochen Abfragen eingestellt, in der Sie Ihre individuellen Beteiligungstage eintragen können.

aktueller Hinweis: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind für alle Vor-Ort-Aktivitäten mit freiwilligen und ehrenamtlichen Teilnehmern/innen besondere Teilnahme- und Hygieneregeln zwingend zu beachten. (Stand: April 2022).

 

Kontaktdaten

Grabungsleitung vor Ort: Andrea.Faber@uni-bamberg.de oder

Projektadresse: Andrea.Faber@uni-bamberg.de

Sie erhalten anschließend weitere Informationen und ggf. Ihre Registrierungsdaten für die → Kommunikations-Plattform.

Hinweis: Eine Neuregistrierung kann manchmal etwas dauern, da wir vor Ort nicht immer online sind.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt den Ehrenamtlichen im Land durch die Beteiligung an einer Forschungsgrabung ein attraktives Angebot machen zu können.

Publikationen (Auswahl)

Informationen zum Projektumfeld finden Sie in:

  • Klaus Kortüm, Tacitus im römischen Neuenstadt. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2012, S. 191–196. Mehr
  • Klaus Kortüm, Finale in Neuenstadt - Abschluss der Ausgrabungen im Apollo-Grannus-Tempel. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2013, S. 162–166. Mehr
  • Klaus Kortüm, Die römische Stadt bei Neuenstadt am Kocher, Kreis Heilbronn (2004) in: D. Planck – D. Krausse – R. Wolf (Hrsg.), Meilensteine der Archäologie in Württemberg. Ausgrabungen aus 50 Jahren (Darmstadt 2013), S. 217–219. Mehr

Regierungspräsidium Stuttgart, → Pressemitteilung vom 13.01.2022: "Archäologische Denkmalpflege: Untersuchungen an Römischer Siedlung mit Tempelanlage in Neuenstadt am Kocher werden fortgeführt (Landkreis Heilbronn)".

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Sonstiges


Villingen-Schwenningen


Keltentag im Franziskanermuseum

Veranstalter: Amt für Kultur / Franziskanermuseum mit Unterstützung des Freundeskreises Städtische Museen in Villingen-Schwenningen e.V. und der Sparkasse Schwarzwald-Baar.

Ort: Franziskanermuseum, Rietgasse 2, 78050 Villingen-Schwenningen

Beginn: 13:00 Uhr - 17:00 Uhr

Eintritt: kostenfrei

Keltentag

Die Kelten erwachen zum Leben! Der Innenhof des Franziskanermuseums verwandelt sich für einen Tag in ein keltisches Lager mit Handwerkern, Kriegern und Händlern. Mit wissenschaftlichem Anspruch und anschaulicher Darstellung entführen Living-History-Gruppen die Besucher in eine ferne Vergangenheit.

Es locken handwerkliche Vorführungen, kulinarische Spezialitäten, Museumsführungen und Mitmachangebote für die ganze Familie.

 

Eigenveranstaltung oder in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.