Neuerscheinungen
Vicus Aurelianus. Das römische Öhringen
Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg Band 74
von: Sarah Roth und Andreas Thiel, mit Beiträgen von Martin Kemkes und Klaus Kortüm
ISBN: 978-3-942227-24-7
Erscheinungsjahr: 2016, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage 2026
Seitenzahl: 128
Abbildungen: zahlr.
Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
Hinweis zur 2. überarbeiteten und erweiterten Auflage 2026
ISBN (neu): 978-3-942227-64-3
Seitenzahl (Neuauflage): 144 (Softcover)
Öhringen um 200 n. Chr.: Mehrere hundert Soldaten in zwei Kastellen überwachen den nahen Limes. Um die Militärlager leben ihre Familien, Händler und Handwerker. Die Siedlung - mit dem Namen vicus Aurelianus - ist ein wichtiger Posten des Römischen Reiches an der Grenze zu den Germanen.
Schon im 18. Jh. erkannte die Altertumsforschung die Bedeutung des Platzes. Christian Ernst Hanßelmann, einer der Pioniere der Provinzialrömischen Archäologie, leitete hier erste Ausgrabungen. Er deckte Mauerzüge auf und barg Münzen, Keramik, Inschriften und weitere Funde. Die Römer sind bis heute in Öhringen präsent. Das UNESCO-Welterbe Limes, das Weygang Museum, die Limes-Blicke und die Landesgartenschau 2016: Auf vielfältige Weise werden wir an den vicus Aurelianus erinnert.
Zur 2. überarbeiteten und erweiterten Auflage 2026
Zur Landesgartenschau in Öhringen 2016 erschien das Buch erstmals, herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege. Wissenschaftlich aufbereitet wird die römische Geschichte Öhringens dargestellt, von den beiden Kastellen über die Entdeckung Hanßelmanns bis zu Kultstätten und Göttern. Dass die Forschung noch lange nicht abgeschlossen ist, bewiesen zuletzt die vielen herausragenden Funde, zum Beispiel beim Neubau des Krankenhauses. Diese Erkenntnisse wurden in der Neuauflage anschaulich aufbereitet.
Der Hohenloher Archivar Christian Ernst Hanßelmann (1699-1775) gilt als einer der Väter der Limesforschung. Für die damalige Zeit war sein Forschungsansatz sehr modern. Er verband antike Quellen mit archäologischen Quellen, Karten mit Fundorten, erstellte maßstabsgetreue Zeichnungen von Funden und publizierte seine Ergebnisse. Die eigentliche Absicht von Hanßelmanns Kartierung war die vollständige Darstellung des tatsächlichen Limesverlaufs. Sein Wohnhaus in der Rathausstraße trägt noch heute eine Erinnerungstafel. Mehr Infos im Buch „Vicus Aurelianus“ – das war übrigens der römische Name der Siedlung im Bereich der heutigen Stadt und bedeutet: Goldenes Dorf.
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