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Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Schloss Neuenbürg

Wanderausstellung "Kelten in Baden-Württemberg"

Schloss Neuenbürg
Hintere Schlosssteige / Schloss 1
75305 Neuenbürg

schloss-neuenbuerg.de

→ Öffnungszeiten
Mittwoch bis Samstag 13:00 bis 18:00 Uhr, Sonn- und Feiertage 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Hinweis: Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Hygiene-Vorschriften.

Wanderausstellung

Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) befasst sich bereits seit Jahrzehnten mit dem Schutz, der Pflege und der Erforschung der archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten in Baden-Württemberg. Aus der vorrömischen Eisenzeit (Hallstatt- und Latènezeit) stammen einige der herausragenden Denkmale der Vor- und Frühgeschichte. Während dieser Zeit haben zwischen dem 7. und dem 1. Jahrhundert vor Christus die Kelten das Landschaftsbild durch ihre Siedlungen, Bestattungsplätze und Naturheiligtümer geprägt.

Eine → Tagung zum Thema „Die Kelten in Baden-Württemberg“ fand am Montag, den 11. November 2019 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt. Die eigens konzipierte Wanderausstellung zu den wichtigsten Aspekten der keltischen Kultur in Baden-Württemberg wurde zeitgleich erstmals gezeigt. Nach der Präsentation im LAD in Esslingen zum Jahresende 2019, war die Wanderausstellung Anfang 2020 im Regierungspräsidium Stuttgart in Vaihingen sowie im Sommer in Nagold zu sehen. Leider musste sie anschließend in Asperg Corona-bedingt endgültig abgesagt werden. Nun wandert sie weiter in das Schloss Neuenbürg. Neben übergreifenden Themen zu den Kelten wird im Besonderen auf die aktuellen Forschungen des LAD zur vorrömischen Eisenzeit eingegangen.

Aus der keltischen Epoche (spätes 7 . bis 1. Jahrhundert v. Chr.) stammen einige der herausragendsten archäologischen Denkmale der Vor- und Frühgeschichte Südwestdeutschlands. Schon Herodot verortete im 5. Jahrhundert v. Chr. die Kelten am Oberlauf der Donau. Somit darf das heutige Baden-Württemberg als ein Kernbereich der antiken keltischen Besiedlung gelten. Die frühkeltische Zeit des 6. bis 4. Jahrhunderts v. Chr. zeichnete sich durch besonders komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen aus. Davon zeugen vor allem außerordentlich reich ausgestattete Gräber, wie das berühmte „Fürstengrab“ von Eberdingen-Hochdorf, und erste städtische Siedlungen, wie die Heuneburg an der oberen Donau.

Die Ausstellung befasst sich neben den frühkeltischen Jahrhunderten auch mit den anschließenden Umbrüchen und einsetzenden Wanderbewegungen sowie der darauf folgenden spätkeltischen Zeit (spätes 3. Jahrhundert bis 2. Hälfte 1. Jahrhundert v. Chr.). Die Spätphase der keltischen Besiedlung war besonders von befestigten Gutshöfen und umwehrten Großsiedlungen gekennzeichnet – sogenannten Viereckschanzen und Oppida. Überreste der mächtigen Befestigunganlagen der Oppida prägen teilweise bis heute das Landschaftsbild, wie zum Beispiel am Heidengraben auf der Schwäbischen Alb.

Die Ausstellung vermittelt nicht nur einen Überblick zur Geschichte der Kelten in Südwestdeutschland, sondern beleuchtet zudem zahlreiche Facetten dieser faszinierenden Epoche, wie Religion, Kunst, Wirtschaft oder Handel. Im Mittelpunkt stehen dabei die aktuellen Ausgrabungen und Forschungen des Landesamts für Denkmalpflege.

Ausstellungseröffnung

Die nächste Station der Wanderausstellung „Kelten in Baden-Württemberg“ wird am Donnerstag, 01. Juli 2021, um 18:00 Uhr im Außenbereich von Schloss Neuenbürg – unter Einhaltung der aktuellen Corona-Verordnungen – von Museumsleiterin Frau Jacqueline Maltzahn-Redling eröffnet.

Herr Dr. Günther Wieland (LAD) wird einführende Worte zu den Kelten allgemein und den Forschungen rund um Neuenbürg halten. Im Anschluss kann die Ausstellung besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 

Der Ausstellungsort: Wild romantisch zwischen Stuttgart und Karlsruhe hoch über der Enz gelegen, blickt Schloss Neuenbürg auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Bereits die Kelten wussten die besondere Lage des Schlossbergs in Neuenbürg zu nutzen. Zahlreiche Funde belegen, dass sie bereits vor 2500 Jahren den Schlossberg besiedelten. Heute befindet sich Schloss Neuenbürg in Landesbesitz, wird von der Stadt Neuenbürg betrieben und ist seit 2001 ein Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums Karlsruhe.

schloss-neuenbuerg.de/schloss/schlossgeschichte (Stand: 17.06.21)

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