Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.

Keltenwelt am Glauberg, Glauburg

Sonderausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin von der Heuneburg"

Keltenwelt am Glauberg
Am Glauberg 1
63695 Glauburg

keltenwelt-glauberg.de

→ Öffnungszeiten
März bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr, November bis Februar: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr, i.d.R. an Feiertagen geöffnet, Montag geschlossen

Sonderausstellung

Im Jahr 2010 machten Archäologen bei der Erforschung des Umfeldes der Heuneburg an der Donau (Baden-Württemberg) eine sensationelle Entdeckung: Im Gräberfeld „Bettelbühl “ stießen sie auf die Grabkammer einer frühkeltischen Fürstin. Das unberaubte Grab wurde als 80 Tonnen schwerer Erdblock geborgen und in die Restaurierungswerkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart gebracht. Dort legte ein Team aus Restauratorinnen und Restauratoren die Überreste der 583 v. Chr. errichteten Grabkammer unter modernsten Laborbedingungen frei. Zum Vorschein kamen wertvolle Grabbeigaben aus Bronze, Bernstein – und Gold.

Die in der Keltenwelt am Glauberg gezeigte Sonderausstellung präsentiert originalgetreue Nachbildungen der Fundstücke und greift die Fragen der Wissenschaft auf. Denn noch Dennoch hat die Keltenfürstin nicht alle Geheimnisse preisgegeben. In welcher Verbindung stand sie zur unweit gelegenen Heuneburg? Diese Höhensiedlung zählt zu den bedeutendsten und besterforschten keltischen Stätten in Europa, die offenbar mit der vom griechischen Autoren Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. erwähnten keltische Stadt Pyrene identisch ist.

Die im Alter zwischen 30 bis 40 Jahren verstorbene Frau gehörte einst zur privilegierten Elite der keltischen Gesellschaft. Denn ihr Schmuck zählt zu den herausragenden Beispielen des frühkeltischen Kunsthandwerks, der Verbindungen zu den Etruskern und Griechen aufweist. Die Herstellung des filigran verzierten Goldschmucks, der kunstvoll gefertigten Bernsteinperlen und der außergewöhnlichen Bronzearbeiten war selbst nach über 2500 Jahren noch eine echte Herausforderung. Mit dem Schweizer Experimentalarchäologen Markus Binggeli stellte sich ihr ein Meister seines Fachs. Erstklassige Goldschmiedetechniken der Kelten und erfolgreiche Rekonstruktionen des Goldschmucks sind deshalb auch ein Thema der Sonderausstellung der Landesarchäologie Baden-Württemberg am Glauberg.

Ein Flyer mit weiteren Informationen steht unten zum Download zur Verfügung.

Ausstellungseröffnung

Die Sonderausstellung wird am Donnerstag, 21. März 2019 um 19:00 Uhr in der Keltenwelt am Glauberg offiziell eröffnet. Die Referenten und das Programm der Veranstaltung einschließlich der Kontaktdaten zur Anmeldung entnehmen Sie bitte folgender → Einladung.

 

Das Museum: Die ständige Ausstellung zur Keltenwelt am Glauberg befindet sich in einem der momentan spektakulärsten Museumsbauten Deutschlands. Sie beleuchtet die Kultur der Kelten aus verschiedensten Perspektiven, im Mittelpunkt stehen aber immer die spektakulären Funde aus den Gräbern vom Glauberg. Sie sind die Herzstücke der Ausstellung und im Original ausgestellt. Dazu kommen die nicht minder bedeutenden Siedlungsfunde vom Glauberg und seiner Umgebung.

Die Ausstellung berücksichtigt auch die große Bandbreite der „keltischen“ Kulturerscheinungen – von den Kelten des 6. bis 1. vorchristlichen Jahrhunderts über vermeintliche Kelten der britischen Inseln bis hin zum zeitgenössischen „Keltentum“ in Musik, Brauchtum und Mode.

www.keltenwelt-glauberg.de (Stand: 20.01.19)

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